Schreiben ist (für mich) die beste Therapie!

Heute gibt‘s mal einen Blogbeitrag außer der Reihe. Ein Artikel, der dir mal wieder einen etwas persönlicheren Einblick gibt und der einfach so aus meiner Feder floss. Und zwar möchte ich dir etwas erklären. Demnächst startet ja der Online-Kurs „Schreib dich frei – die kreative Selbstcoaching-Methode“, den Carina Reitz von Reitz Coaching und ich gemeinsam ausgearbeitet haben. Und ich wurde nun schon mehrfach darauf angesprochen, ob das nicht ein bisschen weit von meinem Fachgebiet entfernt ist.  Weiterlesen

Blog-Parade: Einfach gut essen – mediterranes Gemüse-Hähnchen für Fleischesser, Vegetarier und Low Carb-Fans

Vor Kurzem habe ich darüber geschrieben, dass es gewisse Parallelen zwischen Schreiben und Kochen gibt. Wer den Artikel gelesen hat, der weiß jetzt auch, dass ich nicht nur leidenschaftlich gerne schreibe, sondern genauso gerne koche. Und darum kann ich ja fast nicht anders, als mich an der Blog-Parade von Nic Pinguet von Minimal-ist-Muss zu beteiligen – auch wenn das jetzt mit meinem eigentlichen Thema hier nicht viel zu tun hat.

Schnell muss es gehen, lecker muss es sein, und gesund

Aber der Auslöser für die Blog-Parade hat mich total angesprochen: Die liebe Zeit, die eben irgendwie immer knapp ist. Und auch wenn ich liebend gerne den halben Tag in der Küche verbringen würde, das ist meistens einfach nicht drin. Also müssen Gerichte her, die nicht nur lecker sind – und nach Möglichkeit auch nicht völlig ungesund – sondern die sich auch noch schnell zubereiten lassen.

Ich mache es ja oft so, dass ich gleich die doppelte Menge koche und wir dann zwei Tage davon essen können. Das spart auf jeden Fall viel Zeit. Und in meinem Rezepte-Repertoire gibt es inzwischen auch viele Gerichte, die schnell gemacht sind. Allerdings so viele, dass mir die Auswahl für die Blog-Parade richtig schwer fällt. Hach, immer diese Entscheidungen.

Mediterranes Gemüse-Hähnchen

Nachdem ich eine Münze geworfen habe, bin ich nun bei meinem mediterranen Gemüse-Hähnchen gelandet. Warum ich in der Überschrift schreibe „Für Fleischesser, Vegetarier und Low Carb-Fans“, das verrate ich euch am Ende des Artikels, nach dem Rezept. Ein bisschen Spannung muss schließlich sein, auch beim Kochen! Total gerne würde ich das Original-Rezept hier verlinken, allerdings finde ich das gar nicht mehr, weil ich dieses Gericht inzwischen ganz ohne Rezept koche.

Abwechslung muss auf den Tisch!

Bei uns kommt nämlich äußerst selten mal was auf den Tisch, bei dem ich das Rezept nicht angepasst habe – entweder an den Inhalt des Kühlschranks oder an den, nun ja, sagen wir mal: Erlesenen Geschmack meines Gatten. Auf gut deutsch – er ist extrem schleckig! Das kann manchmal eine echte Herausforderung sein, aber im Laufe der Jahre bin ich da auch echt kreativ geworden. Davon mal abgesehen: Was man nicht weiß, macht einen nicht heiß! 😉

Also, für das Gericht, das übrigens im Ofen zubereitet wird, braucht ihr Folgendes:

Hähnchen-Schlegel, einen pro Portion (ich nehme auch gerne mal welche, bei denen noch mehr als der Schlegel dran ist, je nachdem, was eben grade da ist

Kartoffeln

Gemüse – hier gilt: Nehmt, was gefällt und schmeckt. Bei mir sind das meistens Karotten, Paprika und Tomaten, aber auch Zucchini oder Pilze passen wunderbar.

Zwiebeln (könnte man aber auch weglassen, viele mögen ja keine Zwiebeln – das Schöne an diesem Rezept ist aber, dass man auch wunderbar das herauspicken kann, was man nicht so mag)

Olivenöl

Kräuter (frisch oder getrocknet, welche ihr nehmt, das entscheidet euer Geschmack und euer Gewürzregal – ich nehme entweder Kräuter der Provence oder frischen Rosmarin, Thymian und Majoran, gelegentlich auch etwas Basilikum)

Knoblauch – entweder frisch oder auch als Granulat, das lässt sich besser dosieren

Salz & Pfeffer

Auf genaue Mengenangaben verzichte ich bewusst, denn das Rezept lässt sich so toll variieren und mit dem zubereiten, was man grade da hat. Bei mir ist zur Zeit das meiste aus dem eigenen Garten, bis auf die Zwiebeln und die Hähnchen-Schlegel natürlich.

Die Zubereitung

Als erstes schäle ich die Kartoffeln und schneide sie in Würfel oder in Spalten. Sie dürfen dann ein bisschen in einer Marinade aus Kräutern, Olivenöl, ein wenig Knoblauch und Salz und Pfeffer ziehen. In der Zwischenzeit wird das Fleisch gewaschen und abgetupft und ebenfalls mit der Kräuter-Marinade eingerieben. (Kann man auch schon vorbereiten und ein wenig marinieren lassen, dann geht das Kochen noch schneller.) Während das Fleisch auch noch kurz durchziehen darf, reibe ich eine feuerfeste Form oder ein sehr tiefes Backblech mit ein wenig Olivenöl oder Butter ein. Jetzt kommt das Hähnchen hinein und ab damit in den Ofen, bei ca. 180 bis 190 Grad (vorgeheizt) auf der mittleren Schiene.

Immer schön eins nach dem anderen

Jetzt ist das Gemüse an der Reihe. Und zwar in der Reihenfolge, wie lange es im Ofen braucht. Ich fange immer mit den Karotten an, schäle sie und schneide sie in etwas dickere Scheiben. Dann die Paprika und die Zwiebeln. Auch das kommt in die Kräuter-Marinade. Nach ca. 15 Minuten kommen die Kartoffeln und die Karotten zum Hähnchen in den Ofen, nach weiteren 15 Minuten kommen Paprika und Zwiebeln dazu. Und ganz zum Schluss, so ca. 10 Minuten bevor es fertig ist, dürfen auch die Tomaten mit in den Ofen. So zumindest im Optimalfall – wenn man wenig Zeit hat, und nebenher noch andere Dinge erledigen will, dann kann auch alles zusammen in den Ofen schieben, nur die Hähnchen-Schlegel brauchen ca. 15 Minuten Vorlauf. Die Hähnchen brauchen im Backofen ca. 45 Minuten, durch die Marinade werden sie auch nicht so schnell trocken. Die genaue Zeit müsst ihr individuell ausprobieren, meiner Erfahrung nach ist jeder Backofen anders und vor allem unser Backofen absolut nicht das Maß aller Dinge. Davon mal abgesehen nimmt einem das Gericht es nicht krumm, wenn es mal ein paar Minuten länger im Ofen ist – vorausgesetzt, die Temepratur ist nicht zu hoch.

Rezept für Fleisch-Fans, Vegetarier und für die Low Carb-Diät

Zugegeben, es ist kein Essen für eine Diät. Aber wer mich kennt weiß, dass man mir ein Low Carb-Rezept (ich kann es nicht mehr hören!) auch nicht abnehmen würde. Abgesehen davon macht man sowas ja auch nicht jeden Tag. Essen ist für mich ein ganz großes Stück Lebensqualität. Vor allem in stressigen Zeiten, in denen man aufs Wesentliche reduziert. Gerade dann darf der Genuss bei mir nicht zu kurz kommen. Wer auf Kohlehydrate verzichten will, der kann natürlich auch einfach die Kartoffeln weglassen und dafür mehr Gemüse nehmen. Und Vegetarier lassen einfach das Fleisch weg und machen das Ganze nur mit Gemüse.

Variabel, lecker, vielfach verwendbar

An diesem Rezept mag ich, dass es super-variabel ist und dass da für jeden etwas dabei ist. Es ist zum Beispiel das einzige Rezept, bei dem ich Zucchini verwenden kann, ohne dass mein Göttergatte meckert – er mag sie nämlich nicht, kann sie aber leicht aussortieren bzw. bekommt sie schon gar nicht auf den Teller. Die größte Arbeit machen hier das Gemüse und die Kartoffeln, bis das mal gewaschen, teils geschält und geschnitten ist, das dauert eben seine Zeit. Die lässt sich auch nicht wegdiskutieren. Je nachdem, wie man zu Tiefkühl-Gemüse steht, kann man natürlich auch das dafür nehmen (z.B. Karotten, Blumenkohl). Dann geht’s deutlich schneller. Übrigens hebe ich die Reste vom Olivenöl in der Backform gerne mal auf und nehme sie nochmal zum Kochen, als Grundlage für eine Sauce, oder als natürlicher Geschmacksverstärker in einer Suppe oder einem Eintopf, oder zum Braten von Fleisch. Und das Gericht lässt sich auch wunderbar zwei Tage hintereinander essen, man braucht es dann nur im Backofen nochmal warm machen.

So, ich hoffe, das war jetzt nicht zu verwirrend. Ihr habt hier ein wunderbares Rezept an die Hand bekommen, das man in sehr vielen verschiedenen Variationen machen kann und bei dem für jeden Geschmack etwas dabei sein sollte. Danke an Nic für die tolle Blog-Parade – da ich furchtbar gerne Neues ausprobiere, bin ich natürlich auch schon riesig gespannt auf die anderen Rezepte, die noch vorgestellt werden! Sollte jemand von euch das mediterrane Gemüse-Hähnchen nachkochen freu ich mich natürlich über einen Kommentar darüber, wie’s euch geschmeckt hat.