Text und Authentizität

Texte und Authentizität – wie bekommt man das unter einen Hut?

In den letzten Wochen gab es hier viel zum Thema Authentizität zu lesen und zu sehen. Und manch einer mag sich gefragt haben, was das alles denn nun eigentlich mit meinem Thema schreiben zu tun hat. Zum einen finde ich, dass ich hier ruhig auch mal aus dem engeren Thema ausbrechen kann. Zum anderen hat Authentizität natürlich auch mit Texten zu tun. Und darum soll es heute, zum Abschluss dieses Themenbereichs gehen.  Weiterlesen

Wie schreibe ich eine Pressemitteilung? – Die wichtigsten Grundlagen

Im Artikel letzte Woche habe ich euch erzählt, warum sich Pressearbeit lohnt. Dabei ging es unter anderem auch darum, dass man die PR auch selbst in die Hand nehmen kann, wenn das Budget nicht reicht, um diese Aufgabe extern zu vergeben. Daran möchte ich heute anknüpfen. Wie schreibe ich eine Pressemitteilung? Diese Frage gilt es zu beantworten.

Außerdem habe ich für meine Newsletter-Abonnenten eine Checkliste für Pressemitteilungen vorbereitet. Sie fasst kurz und knapp zusammen, was ihr beim Schreiben beachten müsst. Ihr wollt die Checkliste haben? Dann tragt euch hier ganz schnell noch ein, die Checkliste wird mit dem nächsten Newsletter verschickt. Mit Hilfe dieses Artikels und der Checkliste habt ihr die Grundlagen für eine gelungene Pressemitteilung. Und am Ende des Artikels gibt’s noch ein paar weiterführende Links.

Eine Pressemitteilung ist eine Nachricht

Der vielleicht wichtigste Punkt, wenn ihr eine Pressemitteilung schreibt: Es ist keine Werbung! Bitte bleibt sachlich. Ich weiß, ihr seid von eurem Produkt oder eurer Dienstleistung überzeugt und begeistert. Das könnt ihr auf eurer Website oder in einem Flyer zum Ausdruck bringen. In einer Pressemitteilung haben Sätze wie „Das beste XX weit und breit“ oder „Mit dieser Diät erreichen sie in drei Tagen ihr Wunschgewicht“ nichts zu suchen.

Eine Pressemitteilung wird auch Presseinformation genannt, und genau diesen Zweck soll sie erfüllen: Die Presse informieren, sodass diese wiederum ihre Leser (Hörer, Zuschauer) informieren kann. Daher hat die Presseinfo immer informativen, niemals aber werbenden Charakter. Einfach einen Werbetext an Journalisten zu schicken ist völlig sinnlos, denn dieser landet in der Regel sofort in der Ablage P. Beim Schreiben heißt das, dass ihr Adjektive so gut wie immer weglassen könnt. Denn sie bewerten, und genau das soll eine Pressemitteilung, die ja im Prinzip wie eine Nachricht ist, nicht tun.

Apropos Nachricht: Überlegt euch im Vorfeld genau, ob eure Pressemitteilung überhaupt einen Nachrichtenwert hat. Also versetzt euch a) in den Redakteur und b) in den Leser/Zuhörer/Zuschauer. Finden diese die Informationen interessant? Wenn nicht, dann lohnt sich nämlich auch der Aufwand nicht.

Die W-Fragen beantworten

Eine Pressemitteilung beantwortet immer die W-Fragen – bei der Zahl sind sich selbst Experten uneins. Manche sprechen von fünf, andere von sieben W-Fragen. Ich würde hier ein wenig differenzieren in W-Fragen, die auf jeden Fall beantwortet werden müssen und W-Fragen, bei denen man abwägen muss, ob sie relevant sind. Die W-Fragen, die aber jede Presseinformation beantworten muss sind:

  • Wer?
  • Was?
  • Wo?
  • Wann?
  • Wie?

Wenn diese Fragen beantwortet sind, müsst ihr selbst entscheiden, ob die Antworten auf folgende Fragen in eurem Fall relevant sind:

  • Warum?
  • Woher stammt diese Information?

Die letzte Frage sollte natürlich auf jeden Fall beantwortet werden, das muss aber nicht im Text sein. Am Ende der Pressemitteilung könnt ihr auf den Pressekontakt verweisen. Wenn ihr die Mitteilung selbst schreibt, dann kommen da euer Name und der Firmenname nebst Adresse, Telefonnummer und E-Mail-Adresse hin. Solltet ihr in eurer Pressemitteilung z.B. auf Studien oder andere Nachrichten Bezug nehmen, dann müsst ihr dafür natürlich die Quelle nennen.

Im Idealfall beantwortet ihr die W-Fragen (zumindest die fünf essentiellen, auf jeden Fall aber die Fragen nach wer und was) bereits im ersten Absatz. Denn Redakteure haben wenig bis gar keine Zeit. Je schneller sie also relevante Informationen erhalten, desto größer ist die Chance, dass sie eure Pressemitteilung auch verwerten und einen Artikel daraus machen.

Die wichtigsten Informationen gehören an den Anfang

Wenn Pressemitteilungen nur leicht umgeschrieben oder gar direkt übernommen werden, dann werden sie von hinten her gekürzt. Das heißt, dass ihr die wichtigsten Infos in den Anfang eures Textes packen müsst. Wie oben schon erwähnt sollten die W-Fragen gleich im ersten, spätestens im zweiten Absatz beantwortet werden.

KISS – Eine Pressemitteilung ist kein Roman

Getreu dem Motto „KISS – Keep it short and simple lautet die erste Grundregel für die Länge einer Pressemitteilung: Es sollte auf eine DIN A4-Seite passen. Kürzer geht natürlich immer. Wenn ihr auf einer halben Seite eure Nachricht rüberbringen könnt, umso besser. Bedenkt dabei, dass ihr auf jeden Fall einen Anprechpartner für Rückfragen nennen müsst. Und das sollte eben auch noch auf die Seite passen. Der Text an sich sollte also maximal eine Dreiviertelseite lang sein.

Einfach, gut strukturiert, verständlich

Eigentlich gilt das für jede Art von Text: Einfach drauflosschreiben is‘ nich‘! Bevor ihr euch ans Schreiben macht, muss ein Konzept, eine Struktur für den Text her. Am besten, ihr notiert euch Stichworte für jeden Absatz. So könnt ihr schon vor dem Schreiben sehen, ob ihr die W-Fragen beantwortet. Und letztlich geht der Schreibprozess damit auch deutlich schneller vonstatten wie wenn ihr blind drauflos tippt.

Fremdwörter und Fachbegriffe sind eine tolle Sache. In eine Pressemitteilung gehören sie aber nicht oder nur in Maßen. Klar, wenn die Presseinfo an ein Fachmagazin geht, dann ist das natürlich etwas anderes. Da sollte man sich dem Fachjargon bedienen, schon alleine, um die eigene Kompetenz zu untermauern. Wenn ihr eure Presseinformation aber an Tageszeitungen oder an Zeitschriften schickt, dann solltet ihr mit Fremd- und Fachwörtern so sparsam wie möglich umgehen bzw. diese erklären. Denn je verständlicher euer Text ist, desto höher sind wieder die Chancen auf eine Veröffentlichung.

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte

Schickt mit eurer Pressemitteilung nach Möglichkeit immer auch passende Fotos raus. Das erleichtert dem Redakteur die Arbeit. Außerdem erhöht es eure Chancen auf eine Veröffentlichung, weil auch die Leser (wenn wir jetzt mal von der Zeitung, von Zeitschriften oder auch entsprechenden Publikationen im Internet ausgehen) gerne Bilder sehen.

Wichtig ist, dass die Fotos in guter Qualität und aussagekräftig sind. Eine Bildunterschrift ist auch sinnvoll. Wenn Menschen auf den Fotos zu sehen sind, dann gehören auf jeden Fall die Namen und die Positionen der Personen in die Bildunterschift. Bei den Fotos solltet ihr darauf achten, dass sie Druckqualität haben, wenn ihr eure Presseinfo an Printmedien verschickt.

Übrigens ist weniger mehr: Schickt keine zehn Fotos mit einer Pressemitteilung raus, sondern ein oder zwei Fotos. Ihr könnt dann gerne erwähnen, dass es weitere Pressefotos gerne auf Anfrage gibt. Im Idealfall richtet ihr einen Pressebereich auf eurer Website ein, ladet dort die Fotos hoch (aber bitte schön geordnet, mit sinnvollen Dateinamen versehen und gut auffindbar) und verlinkt dann darauf.

Nur die Basics und weiterführende Links

Soweit einmal die wichtigsten Grundlagen für gelungene Pressemitteilungen. Natürlich erhebe ich wieder einmal keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit, ich könnte durchaus noch eine ganze Weile so weitermachen. Allerdings halte ich die genannten Punkt für die wichtigsten. Wenn ihr sie beachtet, dann seid ihr auf jeden Fall auf einem guten Weg. Für alle, die gerne noch etwas mehr dazu wissen wollen, habe ich jetzt noch ein paar weiterführende Links. Und wenn ihr noch etwas habt, was ihr für unverzichtbar haltet, dann ab damit in die Kommentare!

Der Unterschied zwischen einer guten und einer schlechten Pressemitteilung wird auf pressemitteilung.net sehr anschaulich beschrieben.

Tipps zum Thema Pressemitteilung versenden und zum Umgang mit Journalisten findet ihr bei impulse.de.

Den richtigen Aufbau einer Pressemitteilung erklärt Jutta Rodriguez auf text-treffer.de – eine schöne Übersicht, die auch einige der hier genannten Punkte bestätigt und/oder ergänzt.

Tolle Tipps rund um den Versand und die Formalien dabei gibt’s bei pronline.de. Und zwar aus Journalisten-Sicht. Wenn ihr euch also bei meinen Kollegen in den Redaktionen beliebt machen wollt, dann solltet ihr diesen Artikel unbedingt lesen!

Sehr ausführliche Regeln für die Pressearbeit gibt’s beim PR-Journal.

Und einen Link, der mit Pressearbeit so gar nichts zu tun, mir aber zu dem tollen Beitragsbild verholfen hat, möchte ich hier auch noch unterbringen. Das Mockup, mit dem ich das Titelbild erstellt habe, stammt von ZippyPixels. Ich bin ganz begeistert! (Ja, da ist noch Luft nach oben, aber für einen ersten Versuch finde ich es klasse!)

5 Gründe, warum sich Pressearbeit lohnt – auch für Einzelunternehmer und Freelancer

Pressearbeit ist ein oft unterschätztes Instrument der Unternehmenskommunikation. Während gerade Einzelunternehmer in den sozialen Medien oft gut vertreten sind, scheuen sie sich doch vor aktiver Pressearbeit. Ich verrate euch heute fünf Gründe, warum sich das ändern sollte.

Wer keine PR macht, der lässt Potential ungenutzt verstreichen. Und das ist doch echt schade, oder? Lasst euch übrigens nicht von der Länge des ersten Punktes erschlagen – ich verspreche euch, der Rest ist deutlich kürzer!

1) Ein gutes Image ist unbezahlbar!

Bei der PR geht es anders als in der Werbung (meistens) nicht nur um Produkte. Klar, wenn Yves Rocher eine neue Anti-Falten-Creme auf den Markt bringt, dann geht dazu eine Presseinformation (und eine Produkt-Probe) an die ganzen Beauty-Journalistinnen von Brigitte, Gala und Co. Aber über die Pressearbeit lässt sich auch das Bild, das die Öffentlichkeit von einem Unternehmen hat, prägen. Und das ist eine Chance, die man nutzen sollte!

Ein gutes Beispiel dafür ist übrigens die Logistik-Branche. Nachdem man branchenweit jahrelang nicht einheitlich kommuniziert hat, wurde 2015 der Themenkreis Image der Logistik ins Leben gerufen. Dieser Zusammenschluss aus Logistik-Experten und Fachjournalisten soll nun daran arbeiten, das Image der Logistik in der Gesellschaft, Politik und bei der Fachöffentlichkeit zu verbessern. Eine tolle Initiative, wie ich finde!

Mit Image-PR hat man auch durchaus gute Chancen, in die Medien zu kommen. Gerade die Lokal-Medien greifen entsprechende Themen gerne auf. Beispiel gefällig? Du hast die Trikots für die Fußballmannschaft deines Sohnes gesponsert. Dann sollte das doch auch die breite Öffentlichkeit wissen, findest du nicht? Oder du hast mit deiner Event-Agentur einen Ausflug für das Seniorencenter organisiert. Oder der örtlichen Bücherei einen Gutschein überreicht, mit dem sie neue Bücher kaufen können.

All das hat mit deinem Produkt oder deiner Dienstleistung zwar wenig zu tun, wirkt sich aber positiv auf dein Image aus. Also lass es alle wissen – auch die Presse! (Am besten ist es übrigens, wenn du dich z.B. vor der Scheckübergabe schon bei den lokalen Medien meldest, die können dann einen Fotograf schicken, der Bilder von dem Ereignis macht.)

2) Expertenstatus erreichen und festigen

Auch Fachmagazine sind ein wunderbares Medium für Pressearbeit. Du bist Experte auf deinem Gebiet und möchtest, dass die Welt das weiß? Dann erzähle es ihnen! Schreib einen Fachartikel oder stelle dich für ein Interview zu einem bestimmten Thema zur Verfügung. In bestimmten Branchen haben Fachmagazine ein großes Gewicht. Das gilt vor allem für Bereiche, die in der Öffentlichkeit vielleicht nicht so sehr wahrgenommen werden oder die sehr speziell sind.

Hier liegt ganz viel Potential, das du nutzen solltest. Wenn dir schreiben nicht so liegt, dann hol dir Hilfe. Es gibt viele sehr gute freiberufliche Texter, die deine Worte in die richtige Form bringen! (Falls du derzeit bereits nach so jemandem suchst, melde dich einfach bei mir. Wenn ich das Fachgebiet selbst nicht bearbeiten kann, dann kann ich dir für viele Fachbereiche jemanden empfehlen.)

3) Pressearbeit ist günstiger als klassische Werbung – und wird anders wahrgenommen

Ja, das liebe Geld! Auch wenn wir es nicht gerne zugeben, es spielt doch immer eine Rolle. Eine Anzeige selbst in kleinen Lokalzeitungen ist teuer – und damit ist nur die Schaltung der Anzeige gemeint, zuvor muss diese jedoch auch von irgendjemandem erstellt werden. Da ist man dann ganz schnell im höheren dreistelligen oder gar im vierstelligen Bereich (oder je nach Medium auch deutlich drüber).

PR hingegen ist im Vergleich zu klassischer Werbung günstiger. Klar, wenn man jemanden damit beauftragt, dann hat das auch seinen Preis. Es soll ja auch gut gemacht werden. Unterm Strich steht trotzdem weniger als bei einer Anzeigenkampagne. Mal ganz davon abgesehen ist zum Beispiel ein Zeitungsartikel auch glaubhafter als reine Werbung.

4) Fürs ganz kleine Budget: Pressearbeit selbst in die Hand nehmen

Und nochmal das liebe Geld. Grade Gründer haben oft nicht die ganz dicke Brieftasche und müssen mit ihrem Geld haushalten. Wer ein paar Grundregeln beachtet, der kann eine Pressemitteilung aber auch selbst schreiben – die entsprechende Zeit natürlich vorausgesetzt. Welche Grundregeln das sind verrate ich euch übrigens im nächsten oder übernächsten Artikel, das steht bereits fest in meinem Redaktionsplan. Auf jeden Fall ist eine Pressemitteilung kein Hexenwerk und ihr könnt das auch durchaus mal selbst versuchen. Wenn’s gar nicht hinhauen will, dann verweise ich nochmal auf Punkt 3.

5) Bekanntheitsgrad erhöhen, Netzwerk erweitern

Wenn niemand von euch weiß, dann kauft auch niemand euer Produkt oder eure Dienstleistung. So einfach ist das. Naja, natürlich nicht ganz so einfach. Wer in den Medien präsent ist, der erhöht seinen Bekanntheitsgrad und damit oftmals auch sein Netzwerk. Klar, ihr habt eine Website und ihr seid bei Facebook. Aber auf eure Website kommt man nur, wenn man nach etwas sucht oder über einen Link dazu stolpert. Ähnlich bei Facebook, wo es noch die Alternative der Facebook Ads gibt.

Wenn ein Artikel über dich in der Zeitung oder in einem Fachmagazin erscheint, wenn du in einem TV-Beitrag zu Wort kommst oder im Radio ein Interview geben darfst, dann erreichst du noch viel mehr Menschen. Andere Menschen. Und – ich hatte es oben schon erwähnt – wenn jemand über euch berichtet, dann ist das eben auch glaubhafter als wenn ihr selbst auf eurer Website erzählt, wie toll ihr seid. Pressearbeit ist somit auch eine vertrauensbildende Maßnahme. Und wie ihr natürlich wisst, ist Vertrauen der Grundstein dafür, dass jemand etwas bei euch kauft.

Eine kleine Anmerkung noch: Natürlich ist diese Liste nicht vollständig, es gibt noch jede Menge weitere Gründe, die für Pressearbeit sprechen. Die hier genannten sind für mich die schlagkräftigsten Argumente für PR. Hab ich euch damit überzeugt, dass Pressearbeit sich lohnt? Ich hoffe doch sehr. Denn es wäre doch schade, wenn ihr Potential ungenutzt verstreichen lassen würdet. Jetzt seid ihr an der Reihe: Welche Gründe, die für PR sprechen, habt ihr noch auf Lager? Habt ihr noch Fragen?

PR, Social Media, Marketing-Plan – jetzt schon für 2016 planen

Das Jahr 2015 neigt sich langsam aber sicher dem Ende zu. Zwar habe ich momentan das Gefühl, bis zum 1. Januar 2016 ist es noch ewig hin, aber tatsächlich sind es nur noch 46 Tage. Es ist also Zeit, sich über das kommende Jahr Gedanken zu machen – und in diesem Zug auch mit der Marketing-Planung, dem PR-Plan oder der Social Media-Strategie für 2016 endlich anzufangen, falls nicht schon geschehen. Dazu gibt’s heute ein paar Tipps von mir.

Einige von euch werden jetzt wahrscheinlich stöhnen und sich fragen: „Muss ich wirklich alles so genau planen? Kann ich das nicht auch spotan oder zumindest etwas kurzfristiger machen?“ Die Antwort: Jein. Manches lässt sich mit Sicherheit kurzfristig planen und auch über den Haufen werfen. Aber einen groben Plan solltet ihr schon haben, wenigstens für die nächsten paar Wochen. Das heißt ja nicht, dass man den nicht auch mal anpassen könnte, wenn man eine tolle Idee hat oder ein aktuelles Thema aufgreifen möchte.

Ein Plan für Marketing, PR und Social Media gibt euch außerdem eine Struktur. Es ist viel leichter, regelmäßig zu bloggen, Beiträge bei Facebook, Twitter oder Instagram zu posten, wenn man einen Plan hat und nicht immer bei Null anfängt. Und was die PR anbelangt, die ist sowieso mittel- bis langfristig angelegt, kurzfristige Aktionen sind in den meisten Fällen Zeit- und Geldverschwendung.

Tipp 1 – Feiertage, Gedenktage und andere besondere Tage einbeziehen

Weihnachten, Valentinstag oder der Weltkindertag sind ganz wunderbare Aufhänger für Social Media-Postings oder Blog-Artikel. Und glaubt mir, egal wie abgefahren euer Thema auch sein mag, für jeden Bereich gibt es diese besonderen Tage, die man als Aufhänger nutzen kann. Heute zum Beispiel (16. November) ist der internationale Tag der Toleranz. Und morgen der Weltstudententag. Verschafft euch einen Überblick – über die Gedenktage zum Beispiel auf dertagdes.de und über die Feiertage zum Beispiel auf weltzeituhr.com.

Tipp 2 – Mediadaten, Sonderveröffentlichungen und Themenschwerpunkte beachten

Für die klassische PR ist eine langfristige Planung enorm wichtig. Denn zum Beispiel Zeitschriften haben ihre Themen oft weitgehend schon lange im Vorfeld geplant. Wenn ihr also mit einer Veröffentlichung zum Beispiel in der Brigitte landen wollt, dann solltet ihr eure Pressemitteilung nicht erst zwei Wochen vor Erscheinungstermin versenden, sondern eher zwei Monate vorher. Auch Zeitungen haben oft Themenspecials, die lange im Vorfeld geplant und bearbeitet werden.

Um Themenschwerpunkte und -specials herauszufinden schaut euch am besten die Mediadaten des Printmediums an, dort sind meist auch thematische Schwerpunkte, Sonderveröffentlichungen und dergleichen festgehalten – und zwar schon lange im Voraus. So könnt ihr z.B. eine PR-Aktion auch ganz gezielt darauf ausrichten. Abgesehen davon sind diese Themen-Specials oft auch saisonal angepasst und erleichtern euch die Arbeit bei der Suche nach passenden Themen für euren Marketing-Plan.

Tipp 3 – Messen, Konferenzen und andere Veranstaltungen

Ihr geht auf eine Messe, ein Barcamp oder eine Konferenz? Auch das ist ein wunderbarer Aufhänger! Wenn ihr als Aussteller auf eine Messe geht, dann kann das unter Umständen sogar einen Zeitungsartikel wert sein. Auch die Social Media-Kanäle sind hier wunderbar geeignet, sei es für Impressionen von unterwegs, kurze Status-Updates oder im Vorfeld die Ankündigung, dass ihr an diesem und jenem Tag auf einer bestimmten Veranstaltung sein werden, verbunden mit dem Aufruf, euch zu kontaktieren, wenn man euch treffen möchte. Als Nachbereitung einer Messe oder einer sonstigen Veranstaltung könnt ihr dann noch einen Blog-Artikel schreiben, der dann natürlich auch wieder über Social Media weiterverbreitet wird. Ich habe das beispielsweise beim Barcamp Stuttgart so gemacht und die Veranstaltung zum Anlass für einen Blog-Artikel genommen.

Tipp 4 – Monatsthemen

Eine Idee, die mir vor Kurzem kam: Wenn ich für jeden Monat im neuen Jahr ein Oberthema aussuche, dann hab ich eine Grundlage für alle meine Kanäle – vom Blog über Facebook und Twitter bis Xing – geschaffen. Das heißt nicht, dass sich in diesem Monat dann alles nur um das eine Thema drehen muss. Aber es erleichtert die Suche und Recherche nach passenden Beiträgen, Postings etc. Und es gibt allen Aktivitäten eine gewisse Struktur.

Ich kann ab dem Moment, in dem der Plan steht, damit anfangen, passende Links zu sammeln und in einem Dokument festzuhalten. Dann muss ich in dem Monat, in dem das jeweilige Thema dran ist, nur noch auf meine Liste zugreifen, spare mir langwierige Recherche bzw. es geht dann eben entsprechend schneller.

Tipp 5 – Kein Plan ist in Stein gemeißelt!

Planen schön und gut, ich merke, dass es mir gut tut, wenn ich zumindest einen groben Plan habe und nicht völlig planlos drauflos poste und schreibe. Aber kein Plan ist so gut oder so wichtig, dass er nicht auch mal über den Haufen geworfen werden könnte. Immer wieder kann es aktuelle Ereignisse geben, die Anlass für euch sind, darüber zu bloggen, eine Pressemitteilung zu verfassen oder euch in den sozialen Netzwerken zu äußern.

Das alles kann man dann entweder zusätzlich zu dem tun, was man ohnehin vorhatte, oder aber ihr werft dann einfach den Plan über den Haufen und baut eben um. Alles kein Beinbruch. Und selbst wenn ihr das regelmäßig macht, ihr werden trotzdem feststellen, dass euer Plan euch dabei hilft, zielgerichteter, strukturierter und vielleicht sogar motivierter zu sein.

Gute Planung ist halb gewonnene Vorbereitung

Der Vorteil am Planen ist: Ihr könnt wunderbar vorarbeiten und vorbereiten. So könnt ihr euch ganz gezielt z.B. einen Nachmittag Zeit nehmen, um all eure Social Media-Aktivitäten für den kommenden Monat zu planen. Das nimmt dann wesentlich weniger Zeit in Anspruch, wie wenn ihr für jedes einzelne Posting separat anfangt.

Wenn ihr jemand damit beauftragt, eine Pressemitteilung für euch zu schreiben, dann kann das auch so frühzeitig im Vorfeld passieren, dass ihr weder unnötig viel zahlen müsst, noch der Schreiberling unnötig viel Stress hat. Und wenn ihr zum Beispiel Blog-Artikel vorbereitet und einen immer in der Hinterhand habt, dann seid ihr auch gegen eine Schreibblockade gewappnet.

Schafft euch Freiraum im Urlaub!

Abgesehen davon kann es ja immer mal wieder zeitliche Engpässe geben. Die müssen aber weder eure Blog-Leser noch eure Fans bei Facebook mitbekommen. Denn wenn ihr dank eures Marketing-Plans gut vorbereitet seid, dann ist das alles kein Problem und ihr könnt auch besonders stressige Zeiten überbrücken, ohne dass ihr im Social Web abstinent sein müsst. Praktisch ist das auch, wenn ihr mal Urlaub macht – und da solltet ihr schließlich wirklich Urlaub machen, und nicht ständig mit eurem Business beschäftigt sein! Einen spannenden und sehr ausführlichen Artikel zum Weiterlesen hab ich heute zufällig noch auf dem Blog von VersaCommerce entdeckt.

In diesem Sinne, legt los, plant was das Zeug hält. Habt ihr schon Ideen für euren Marketing-Plan? Oder weitere Tipps? Dann teilt sie doch mit uns in den Kommentaren!

3 Tipps für wirkungsvolle Weihnachtspost

Habt ihr eure Weihnachtspost schon fertig? Nein? Dann ist jetzt der Zeitpunkt, euch an diese Aufgabe zu machen. Bereits im Juli habe ich euch ja den Tipp gegeben, die etwas ruhigere Zeit über den Sommer – falls das bei euch der Fall ist – dafür zu nutzen. Aber sicherlich haben viele von euch das trotzdem aufgeschoben. Ich übrigens auch. Aber bei mir war der Sommer auch nicht unbedingt ruhig.

Spätestens jetzt solltet ihr euch aber Gedanken über die Weihnachtspost machen. Denn unter Umständen kostet die Weihnachtspost noch einmal ordentlich Zeit, vor allem, wenn ihr ein bisschen was Individuelles wollt. Ich mag es ja, wenn man sieht, dass die Karte oder der Brief nicht von der Stange ist, sondern eine persönliche Note hat.

Tipp 1: Individualität ist Trumpf!

Seien wir mal ehrlich: Wir freuen uns alle, wenn wir Karten oder Briefe bekommen, die von Hand geschrieben sind und bei denen man merkt, der Schreiber hat sich Gedanken gemacht und diese Post ganz gezielt an mich gerichtet. Im Business-Umfeld ist es natürlich nicht immer möglich, die gesamte Weihnachtspost von Hand zu schreiben.

Wer nur wenige Kunden hat, der sollte sich die Mühe machen, aber bei vielen Kunden wird das ein Ding der Unmöglichkeit. Doch auch hier kann man den Karten eine persönliche Note geben, indem man sie von Hand unterschreibt. Und bei ganz wichtigen Kunden, oder wenn man ein sehr gutes, intensives Verhältnis hat, kann man ein handgeschriebenes P.S. anhängen. Für ganz kleine Auflagen hingegen lohnt es sich nicht, sie extra drucken zu lassen, das ist zu teuer – oder ihr müsst dann die nächsten fünf Jahre immer die selben Weihnachtskarten verschicken.

Kreativ sein – selbst basteln oder zeichnen

Wenn ihr tatsächlich nur eine Handvoll Karten zu Weihnachten schreibt, dann denkt doch mal darüber nach, ob ihr nicht sogar selbst kreativ werdet. Wer da ein bisschen Geschicke hat, der kann mit wenig Aufwand ganz wunderbare Karten zaubern, die auch entsprechende Wirkung zeigen. Man braucht auch gar nicht viel dafür – Blanko-Karten und ein bisschen Kreativität. Es muss ja nicht super-aufwändig sein.

Wenn ihr gut zeichnen könnt ist zum Beispiel ein gezeichneter Weihnachtsbaum schnell umgesetzt. Wer besser mit der Schere umgehen kann, der kann mit einer dunkelroten Karte und ein paar hübschen Sternen mit Effekt-Papier eine optische Augenweide schaffen. Und das sind nur die beiden Ideen, die mir ganz spontan einfallen, ich könnte noch ewig so weitermachen. (Aufgeklebte Strohsterne, kalligraphisch schön gestaltete Sprüche…)

Tipp 2: Bloß keine Werbung machen!

Werbung ist schön und gut, aber in der Weihnachtspost hat sie nichts zu suchen! Bedankt euch für die gute Zusammenarbeit, schreibt, dass ihr euch auf kommende Projekte im neuen Jahr freut – alles schön und gut. Aber legt um Himmels Willen keine Flyer oder dergleichen bei, schreibt nichts von euren tollen, neuen Produkten und Ähnliches. Bei der Weihnachtspost geht es im beruflichen wie im privaten Umfeld um Beziehungspflege. Es ist die Möglichkeit, um einer ansonsten geschäftlich-nüchternen Beziehung einen persönlicheren Touch zu geben, um danke zu sagen, um Wertschätzung zu zeigen.

Tipp 3: Der Inhalt – was soll ich schreiben?

Ja, diese Frage stellt sich jedes Jahr aufs Neue. Denn keiner möchte natürlich die üblichen 08/15-Texte verschicken. Vor allem dann nicht, wenn man doch eine etwas engere Beziehung zu seinen Kunden hat. Das Schöne an Weihnachtspost ist, dass man sich stilistisch und auch kreativ mal so richtig austoben kann. Das Thema ist festgelegt, ein Stück weit auch die Wortwahl. Aber grade Texte zu Weihnachten lassen sich wunderbar ausschmücken.

Tief im Wortschatz graben

Wie wäre es denn mal mit „leuchtende Weihnachtsgrüße“ oder „wir wünschen Ihnen strahlende Weihnachten“? Ja, das ist anders, und vielleicht muss man es auch zweimal lesen. Aber es ist eben auch kein Standard-Text, er bleibt in Erinnerung. Lasst eurer Phantasie freien Lauf, spielt mit Bildern, benutzt Adjektive. Weihnachtspost ist die Gelegenheit, um mal wieder richtig tief in eurem Wortschatz zu graben und Worte hervorzukramen, die ihr sonst nicht oder nur selten benutzt. Vergesst auf jeden Fall jegliche Art von Beamtendeutsch, hochgestochene Sprache und gestelzte Worte – das hat mit Weihnachten ungefähr so viel zu tun wie Schnee mit dem Sommer!

Wer sich mit dem Einstieg schwer tut, für den ist ein schönes Zitat zu Weihnachten oder zum Jahreswechsel gut geeignet. Den Anschluss daran findet man wesentlich einfacher als den direkten Einstieg – das klappt auch bei mir nicht immer auf Anhieb. Vor lauter „ich möchte etwas Individuelles, etwas Besonderes“ fallen mir dann nur Plattitüden ein, die ich ja unbedingt vermeiden will. Entweder, ich verschiebe das Schreiben dann auf den nächsten Tag oder ich bringe mich mit entsprechender Musik, einem weihnachtlichen Ingwer-Tee in Stimmung – oder ich suche eben ein schönes Zitat aus, und beginne damit.