Das Jahr 2015 neigt sich langsam aber sicher dem Ende zu. Zwar habe ich momentan das Gefühl, bis zum 1. Januar 2016 ist es noch ewig hin, aber tatsächlich sind es nur noch 46 Tage. Es ist also Zeit, sich über das kommende Jahr Gedanken zu machen – und in diesem Zug auch mit der Marketing-Planung, dem PR-Plan oder der Social Media-Strategie für 2016 endlich anzufangen, falls nicht schon geschehen. Dazu gibt’s heute ein paar Tipps von mir.

Einige von euch werden jetzt wahrscheinlich stöhnen und sich fragen: „Muss ich wirklich alles so genau planen? Kann ich das nicht auch spotan oder zumindest etwas kurzfristiger machen?“ Die Antwort: Jein. Manches lässt sich mit Sicherheit kurzfristig planen und auch über den Haufen werfen. Aber einen groben Plan solltet ihr schon haben, wenigstens für die nächsten paar Wochen. Das heißt ja nicht, dass man den nicht auch mal anpassen könnte, wenn man eine tolle Idee hat oder ein aktuelles Thema aufgreifen möchte.

Ein Plan für Marketing, PR und Social Media gibt euch außerdem eine Struktur. Es ist viel leichter, regelmäßig zu bloggen, Beiträge bei Facebook, Twitter oder Instagram zu posten, wenn man einen Plan hat und nicht immer bei Null anfängt. Und was die PR anbelangt, die ist sowieso mittel- bis langfristig angelegt, kurzfristige Aktionen sind in den meisten Fällen Zeit- und Geldverschwendung.

Tipp 1 – Feiertage, Gedenktage und andere besondere Tage einbeziehen

Weihnachten, Valentinstag oder der Weltkindertag sind ganz wunderbare Aufhänger für Social Media-Postings oder Blog-Artikel. Und glaubt mir, egal wie abgefahren euer Thema auch sein mag, für jeden Bereich gibt es diese besonderen Tage, die man als Aufhänger nutzen kann. Heute zum Beispiel (16. November) ist der internationale Tag der Toleranz. Und morgen der Weltstudententag. Verschafft euch einen Überblick – über die Gedenktage zum Beispiel auf dertagdes.de und über die Feiertage zum Beispiel auf weltzeituhr.com.

Tipp 2 – Mediadaten, Sonderveröffentlichungen und Themenschwerpunkte beachten

Für die klassische PR ist eine langfristige Planung enorm wichtig. Denn zum Beispiel Zeitschriften haben ihre Themen oft weitgehend schon lange im Vorfeld geplant. Wenn ihr also mit einer Veröffentlichung zum Beispiel in der Brigitte landen wollt, dann solltet ihr eure Pressemitteilung nicht erst zwei Wochen vor Erscheinungstermin versenden, sondern eher zwei Monate vorher. Auch Zeitungen haben oft Themenspecials, die lange im Vorfeld geplant und bearbeitet werden.

Um Themenschwerpunkte und -specials herauszufinden schaut euch am besten die Mediadaten des Printmediums an, dort sind meist auch thematische Schwerpunkte, Sonderveröffentlichungen und dergleichen festgehalten – und zwar schon lange im Voraus. So könnt ihr z.B. eine PR-Aktion auch ganz gezielt darauf ausrichten. Abgesehen davon sind diese Themen-Specials oft auch saisonal angepasst und erleichtern euch die Arbeit bei der Suche nach passenden Themen für euren Marketing-Plan.

Tipp 3 – Messen, Konferenzen und andere Veranstaltungen

Ihr geht auf eine Messe, ein Barcamp oder eine Konferenz? Auch das ist ein wunderbarer Aufhänger! Wenn ihr als Aussteller auf eine Messe geht, dann kann das unter Umständen sogar einen Zeitungsartikel wert sein. Auch die Social Media-Kanäle sind hier wunderbar geeignet, sei es für Impressionen von unterwegs, kurze Status-Updates oder im Vorfeld die Ankündigung, dass ihr an diesem und jenem Tag auf einer bestimmten Veranstaltung sein werden, verbunden mit dem Aufruf, euch zu kontaktieren, wenn man euch treffen möchte. Als Nachbereitung einer Messe oder einer sonstigen Veranstaltung könnt ihr dann noch einen Blog-Artikel schreiben, der dann natürlich auch wieder über Social Media weiterverbreitet wird. Ich habe das beispielsweise beim Barcamp Stuttgart so gemacht und die Veranstaltung zum Anlass für einen Blog-Artikel genommen.

Tipp 4 – Monatsthemen

Eine Idee, die mir vor Kurzem kam: Wenn ich für jeden Monat im neuen Jahr ein Oberthema aussuche, dann hab ich eine Grundlage für alle meine Kanäle – vom Blog über Facebook und Twitter bis Xing – geschaffen. Das heißt nicht, dass sich in diesem Monat dann alles nur um das eine Thema drehen muss. Aber es erleichtert die Suche und Recherche nach passenden Beiträgen, Postings etc. Und es gibt allen Aktivitäten eine gewisse Struktur.

Ich kann ab dem Moment, in dem der Plan steht, damit anfangen, passende Links zu sammeln und in einem Dokument festzuhalten. Dann muss ich in dem Monat, in dem das jeweilige Thema dran ist, nur noch auf meine Liste zugreifen, spare mir langwierige Recherche bzw. es geht dann eben entsprechend schneller.

Tipp 5 – Kein Plan ist in Stein gemeißelt!

Planen schön und gut, ich merke, dass es mir gut tut, wenn ich zumindest einen groben Plan habe und nicht völlig planlos drauflos poste und schreibe. Aber kein Plan ist so gut oder so wichtig, dass er nicht auch mal über den Haufen geworfen werden könnte. Immer wieder kann es aktuelle Ereignisse geben, die Anlass für euch sind, darüber zu bloggen, eine Pressemitteilung zu verfassen oder euch in den sozialen Netzwerken zu äußern.

Das alles kann man dann entweder zusätzlich zu dem tun, was man ohnehin vorhatte, oder aber ihr werft dann einfach den Plan über den Haufen und baut eben um. Alles kein Beinbruch. Und selbst wenn ihr das regelmäßig macht, ihr werden trotzdem feststellen, dass euer Plan euch dabei hilft, zielgerichteter, strukturierter und vielleicht sogar motivierter zu sein.

Gute Planung ist halb gewonnene Vorbereitung

Der Vorteil am Planen ist: Ihr könnt wunderbar vorarbeiten und vorbereiten. So könnt ihr euch ganz gezielt z.B. einen Nachmittag Zeit nehmen, um all eure Social Media-Aktivitäten für den kommenden Monat zu planen. Das nimmt dann wesentlich weniger Zeit in Anspruch, wie wenn ihr für jedes einzelne Posting separat anfangt.

Wenn ihr jemand damit beauftragt, eine Pressemitteilung für euch zu schreiben, dann kann das auch so frühzeitig im Vorfeld passieren, dass ihr weder unnötig viel zahlen müsst, noch der Schreiberling unnötig viel Stress hat. Und wenn ihr zum Beispiel Blog-Artikel vorbereitet und einen immer in der Hinterhand habt, dann seid ihr auch gegen eine Schreibblockade gewappnet.

Schafft euch Freiraum im Urlaub!

Abgesehen davon kann es ja immer mal wieder zeitliche Engpässe geben. Die müssen aber weder eure Blog-Leser noch eure Fans bei Facebook mitbekommen. Denn wenn ihr dank eures Marketing-Plans gut vorbereitet seid, dann ist das alles kein Problem und ihr könnt auch besonders stressige Zeiten überbrücken, ohne dass ihr im Social Web abstinent sein müsst. Praktisch ist das auch, wenn ihr mal Urlaub macht – und da solltet ihr schließlich wirklich Urlaub machen, und nicht ständig mit eurem Business beschäftigt sein! Einen spannenden und sehr ausführlichen Artikel zum Weiterlesen hab ich heute zufällig noch auf dem Blog von VersaCommerce entdeckt.

In diesem Sinne, legt los, plant was das Zeug hält. Habt ihr schon Ideen für euren Marketing-Plan? Oder weitere Tipps? Dann teilt sie doch mit uns in den Kommentaren!

1 Antwort

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  1. […] Prozess, kein fixes „Endprodukt“. Im Moment bin ich noch am Überlegen, wie ich meine Monatsthemen, die ich mir ja fürs kommende Jahr vorgenommen habe, in das bestehende System einarbeite. Aber dazu fällt mir mit Sicherheit auch noch etwas […]

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