Mehr Ideen als Zeit

Neulich habe ich in meiner Facebook-Gruppe nach den Herausforderungen beim Bloggen gefragt. Eine davon war, mehr Ideen zu haben, als man verbloggen kann. Was im ersten Moment wie ein Luxusproblem klingt, ist tatsächlich eine Herausforderung, der sich viele Blogger stellen müssen: Was tun, wenn man mehr Ideen hat, als man bloggen kann? Deshalb habe ich heute Tipps für genau diese Situation.

Erst einmal: Nein, man kann gar nicht zu viele Ideen haben. Selbst wenn man nicht alles in einem Redaktionsplan unterbringt, Ideen sollten sorgsam aufgeschrieben und aufbewahrt werden. Denn es gibt immer mal Situationen, in denen so eine Ideensammlung hilfreich sein kann. Offensichtlich ist das so, wenn man das nächste Mal am Redaktionsplan sitzt und dafür natürlich Ideen braucht. Es gibt aber auch andere Situationen, in denen man froh ist, wenn man auf eine gut geführte Ideensammlung zurückgreifen kann.

Einfach ein spannendes Thema aus dem Hut zaubern

Beispielsweise, wenn man um einen Gastartikel gebeten wird. Wenn man das Thema dafür selbst aussuchen darf, freut man sich, weil man direkt ein paar Ideen hat und gar nicht lange drüber nachdenken muss. Oder auch, wenn man an einem Artikel sitzt, der laut Redaktionsplan an der Reihe wäre und es will so gar nicht laufen. Dann kann man entweder die Zähne zusammenbeißen und den Artikel trotzdem schreiben. Meistens wird das aber nicht wirklich ein Knaller. Oder man nimmt sich seine Ideensammlung vor und schaut, ob man spontan auf eine davon Lust hat. Problem gelöst! Manchmal kommt es auch vor, dass sich etwas ändert und ein eigentlich geplanter Artikel nicht mehr passt. Auch dann ist es hilfreich, wenn man ohne langes Grübeln etwas in petto hat.

Deine Ideensammlung – ein wertvoller Schatz!

Aber kommen wir zum eigentlichen – und vielleicht wichtigsten – Tipp, den ich dir damit geben will: Führe eine Ideensammlung, in der du alles aufschreibst, was dir im Laufe der Zeit einfällt. Wie du das machst, bleibt ganz dir überlassen. Du kannst das handschriftlich in einem kleinen Notizbuch festhalten. Oder aber am PC in einer Excel-Tabelle oder einem Word-Dokument – oder auch in einem Google Doc, dann kannst du immer und überall darauf zugreifen. Oder du nutzt dafür ein Tool wie beispielsweise Trello. Egal, wie du es machst, die Hauptsache ist, dass du es machst. So kannst du auch dann, wenn du mehr Ideen hast als Zeit oder Artikel-Plätze, deine Ideen sammeln und sie gehen nicht verloren. Wäre doch schade drum!

Drei Tipps, um Themen auszuwählen

Nun denkst du vielleicht: Aber meine Ideensammlung wächst stetig, wie soll ich da nur auswählen, welche Artikel dann tatsächlich in den Redaktionsplan kommen? Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie du aussortieren kannst – und bestimmt fallen dir noch mehr ein. Meine drei besten Tipps sind diese:

  • Frage deine Leser, was sie bewegt, interessiert, wo der Schuh drückt. Das kannst du beispielsweise in einem Newsletter tun, in einer Facebook-Gruppe, auf deiner Facebook-Seite oder auch im Blog direkt.
  • Überlege dir, ob du selbst Schwerpunkt-Themen setzen kannst und suche dir aus deiner Ideensammlung die passenden Themen aus. So kannst du dich beispielsweise jeden Monat auf ein bestimmtes Thema konzentrieren. Denk auch drüber nach, ob du ein neues Produkt herausbringen willst und finde Artikel, mit denen du das gleich bewerben kannst.
  • Überleg dir, worauf du selbst einfach Bock hast. Das klingt ein wenig narzisstisch, hat aber einen ganz simplen Hintergrund: Die Artikel, die dir so richtig unter den Nägeln brennen, die schreibst du mit ganz viel Herzblut und Engagement. Das werden dann bockstarke Texte, mit denen du deinen Lesern auch in Erinnerung bleibst.

Du siehst also, zu viele Ideen zu haben, ist gar nicht tragisch. Auch wenn’s auf den ersten Blick vielleicht traurig ist, dass du nicht allen sofort Beachtung schenken kannst – die Zeit wird kommen, in der du genau das tun kannst. Und dann bist du froh, dass du alles aufgeschrieben hast.

Überprüfe deine Ideen regelmäßig

Einen letzten Tipp hab ich noch für dich: Gehe deine Ideensammlung regelmäßig durch und überprüfe, ob alles noch aktuell ist oder ob du vielleicht doch die eine oder andere Idee streichen kannst. Weil sich den Kernthema verlagert hat, weil sich etwas geändert hat oder weil du merkst, so richtig stehst du hinter diesem oder jenem Thema vielleicht doch nicht. Alle Ideen, die danach noch übrig sind, sind sozusagen schon auf Herz und Nieren geprüft und können direkt umgesetzt werden.

Erzähle gerne mal, wie du das machst, wenn du mehr Ideen hast, als du verbloggen kannst. Wie gehst du damit um? Hast du Strategien dafür? Hast du schon eine Ideensammlung? Und wo hat sie dir vielleicht schon mal geholfen? Ich bin gespannt!

1 Antwort
  1. Dr. Annette Pitzer
    Dr. Annette Pitzer sagte:

    Das mit dem Gastartikel ist mir gerade erst passiert. Bei mir läuft gerade eine Blogparade Herzgeflüster, für die ich natürlich viel zu viele Ideen habe. Eine die ich nicht verwendet habe, konnte ich nun als Gastartikel gebrauchen. Schon wertvoll meine Ideensammlung.
    Alles Liebe
    Annette

    Antworten

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