Im Mai hab ich ein ganz heißes Thema, zu dem ich relativ viel gelesen hab in letzter Zeit, vor allem in den sozialen Netzwerken: Original und Fälschung, Plagiat, Kopie. Social Media Mutmacherin Frauke Schramm hat sich dazu ihre eigenen Gedanken gemacht, und den Artikel, der daraus entstanden ist, will ich dir nicht vorenthalten.  Weiterlesen

federführend liest

Selten hat mir ein Artikel so aus der Seele gesprochen wie der von Elke Dola aka Lilli auf dem Blog Quovadix. Und darum möchte ich ihn euch nicht vorenthalten. Ich finde, es ist ein perfekter Jahresabschluss für den Blog und die Rubrik „Federführend liest“. In ihrem Artikel „Warum mich Reichweite, Traffic, Tribe, Tags, Keywords, SEO nicht interessieren!“ beschreibt Elke wunderbar authentisch, dass es nicht darauf ankommt, wie viele Leser man hat, sondern dass es die richtigen Leser sein müssen.

Okay, das ist jetzt wirklich sehr verknappt auf den Punkt gebracht. Daher bitte ich euch heute darum, euch den Artikel selbst durchzulesen. Denn es ist doch wirklich so: Was bringt mir eine große Reichweite? Was bringen mir 1.000 Besucher auf meiner Website, wenn sie sich nicht für mich, für mein Produkt interessieren? Was bringt es mir, bei Google an erster Stelle zu stehen, wenn trotzdem keiner bei mir kauft? Was bringen mir 1.000 Twitter-Follower, wenn sie null Interesse daran haben, was ich so zwitschere? Und was bringen mir 1.000 Facebook-Fans, wenn sie nicht interagieren?

Es geht nicht nur um Leser und Fans, es geht um die RICHTIGEN!

Die Antwort ist einfach: So gut wie gar nichts. Beim Bloggen und in den sozialen Netzwerken sollte es uns nicht darum gehen, möglichst viele Leser, Fans und Follower zu haben. Das ist zwar „nice to have“, sollte aber nicht unser oberstes Ziel sein. Wenn wir gute Arbeit leisten, dann kommen die Leser, die Fans, die Follower irgendwann von selbst. Aber das muss wachsen, das dauert einfach seine Zeit. Was aber sollte dann unser Ziel sein?

Das Ziel beim Bloggen und in den sozialen Netzwerken

Die Antwort darauf ist auch ganz einfach: Unser Ziel beim Bloggen und in den sozialen Netzen sollte sein, Nützliches zu verbreiten. Damit ist nicht nur der eigene Content gemeint, sondern auch nützliche Inhalte von anderen. Wenn wir die Dinge teilen und über die Dinge schreiben, die unsere Zielgruppe interessiert, dann ist das nützlich. Dann hilft uns das beim Aufbau einer Community. Die Interaktion ist nur der logische nächste Schritt. Und was man natürlich auch nicht vergessen darf: Wenn wir nützliche Inhalte weitersagen, wenn wir mit einem Blog-Artikel ein Problem lösen oder Hilfestellung geben, dann können wir damit wunderbar zeigen, dass wir wissen, was wir tun, wovon wir schreiben – wir werden als Experten wahrgenommen.

Ehrliche Texte statt Marketing-Geschwafel

Ich bin kein Fan von überkandideltem Marketing-Geschwafel. Ich stehe auf ehrliche Texte, die die Dinge auf den Punkt und den Leser weiterbringen. Und ich rege mich in letzter Zeit immer wieder darüber auf, dass ich auf Facebook ständig eingeladen werde, irgendwelche Seiten zu liken, die mich nicht die Bohne interessieren, die mir nichts bringen und bei denen ich noch nicht einmal die Menschen dahinter kenne. Das ist eine Masche, ähnlich wie es auch in bestimmten Gruppen bei Xing läuft: XXX Kontakte in kürzester Zeit, XXX Likes in kürzester Zeit. Ja, und dann?

Hach, ich könnte ewig so weitermachen. Will ich aber gar nicht. Ich denke, euch ist auch so klar, worauf ich raus will. Und an dieser Stelle noch einmal die Bitte: Schaut euch den oben verlinkten Artikel von Elke Dola an, er ist absolut lesenswert – und herrlich erfrischend geschrieben! In diesem Sinne wünsche ich euch einen guten Rutsch, kommt gut rüber nach 2016 – und wir sehen uns dann im Januar in alter Frische. Ich hab schon ein paar tolle Schmankerl für euch in Vorbereitung!

Das Jahr 2015 neigt sich langsam aber sicher dem Ende zu. Zwar habe ich momentan das Gefühl, bis zum 1. Januar 2016 ist es noch ewig hin, aber tatsächlich sind es nur noch 46 Tage. Es ist also Zeit, sich über das kommende Jahr Gedanken zu machen – und in diesem Zug auch mit der Marketing-Planung, dem PR-Plan oder der Social Media-Strategie für 2016 endlich anzufangen, falls nicht schon geschehen. Dazu gibt’s heute ein paar Tipps von mir.

Einige von euch werden jetzt wahrscheinlich stöhnen und sich fragen: „Muss ich wirklich alles so genau planen? Kann ich das nicht auch spotan oder zumindest etwas kurzfristiger machen?“ Die Antwort: Jein. Manches lässt sich mit Sicherheit kurzfristig planen und auch über den Haufen werfen. Aber einen groben Plan solltet ihr schon haben, wenigstens für die nächsten paar Wochen. Das heißt ja nicht, dass man den nicht auch mal anpassen könnte, wenn man eine tolle Idee hat oder ein aktuelles Thema aufgreifen möchte.

Ein Plan für Marketing, PR und Social Media gibt euch außerdem eine Struktur. Es ist viel leichter, regelmäßig zu bloggen, Beiträge bei Facebook, Twitter oder Instagram zu posten, wenn man einen Plan hat und nicht immer bei Null anfängt. Und was die PR anbelangt, die ist sowieso mittel- bis langfristig angelegt, kurzfristige Aktionen sind in den meisten Fällen Zeit- und Geldverschwendung.

Tipp 1 – Feiertage, Gedenktage und andere besondere Tage einbeziehen

Weihnachten, Valentinstag oder der Weltkindertag sind ganz wunderbare Aufhänger für Social Media-Postings oder Blog-Artikel. Und glaubt mir, egal wie abgefahren euer Thema auch sein mag, für jeden Bereich gibt es diese besonderen Tage, die man als Aufhänger nutzen kann. Heute zum Beispiel (16. November) ist der internationale Tag der Toleranz. Und morgen der Weltstudententag. Verschafft euch einen Überblick – über die Gedenktage zum Beispiel auf dertagdes.de und über die Feiertage zum Beispiel auf weltzeituhr.com.

Tipp 2 – Mediadaten, Sonderveröffentlichungen und Themenschwerpunkte beachten

Für die klassische PR ist eine langfristige Planung enorm wichtig. Denn zum Beispiel Zeitschriften haben ihre Themen oft weitgehend schon lange im Vorfeld geplant. Wenn ihr also mit einer Veröffentlichung zum Beispiel in der Brigitte landen wollt, dann solltet ihr eure Pressemitteilung nicht erst zwei Wochen vor Erscheinungstermin versenden, sondern eher zwei Monate vorher. Auch Zeitungen haben oft Themenspecials, die lange im Vorfeld geplant und bearbeitet werden.

Um Themenschwerpunkte und -specials herauszufinden schaut euch am besten die Mediadaten des Printmediums an, dort sind meist auch thematische Schwerpunkte, Sonderveröffentlichungen und dergleichen festgehalten – und zwar schon lange im Voraus. So könnt ihr z.B. eine PR-Aktion auch ganz gezielt darauf ausrichten. Abgesehen davon sind diese Themen-Specials oft auch saisonal angepasst und erleichtern euch die Arbeit bei der Suche nach passenden Themen für euren Marketing-Plan.

Tipp 3 – Messen, Konferenzen und andere Veranstaltungen

Ihr geht auf eine Messe, ein Barcamp oder eine Konferenz? Auch das ist ein wunderbarer Aufhänger! Wenn ihr als Aussteller auf eine Messe geht, dann kann das unter Umständen sogar einen Zeitungsartikel wert sein. Auch die Social Media-Kanäle sind hier wunderbar geeignet, sei es für Impressionen von unterwegs, kurze Status-Updates oder im Vorfeld die Ankündigung, dass ihr an diesem und jenem Tag auf einer bestimmten Veranstaltung sein werden, verbunden mit dem Aufruf, euch zu kontaktieren, wenn man euch treffen möchte. Als Nachbereitung einer Messe oder einer sonstigen Veranstaltung könnt ihr dann noch einen Blog-Artikel schreiben, der dann natürlich auch wieder über Social Media weiterverbreitet wird. Ich habe das beispielsweise beim Barcamp Stuttgart so gemacht und die Veranstaltung zum Anlass für einen Blog-Artikel genommen.

Tipp 4 – Monatsthemen

Eine Idee, die mir vor Kurzem kam: Wenn ich für jeden Monat im neuen Jahr ein Oberthema aussuche, dann hab ich eine Grundlage für alle meine Kanäle – vom Blog über Facebook und Twitter bis Xing – geschaffen. Das heißt nicht, dass sich in diesem Monat dann alles nur um das eine Thema drehen muss. Aber es erleichtert die Suche und Recherche nach passenden Beiträgen, Postings etc. Und es gibt allen Aktivitäten eine gewisse Struktur.

Ich kann ab dem Moment, in dem der Plan steht, damit anfangen, passende Links zu sammeln und in einem Dokument festzuhalten. Dann muss ich in dem Monat, in dem das jeweilige Thema dran ist, nur noch auf meine Liste zugreifen, spare mir langwierige Recherche bzw. es geht dann eben entsprechend schneller.

Tipp 5 – Kein Plan ist in Stein gemeißelt!

Planen schön und gut, ich merke, dass es mir gut tut, wenn ich zumindest einen groben Plan habe und nicht völlig planlos drauflos poste und schreibe. Aber kein Plan ist so gut oder so wichtig, dass er nicht auch mal über den Haufen geworfen werden könnte. Immer wieder kann es aktuelle Ereignisse geben, die Anlass für euch sind, darüber zu bloggen, eine Pressemitteilung zu verfassen oder euch in den sozialen Netzwerken zu äußern.

Das alles kann man dann entweder zusätzlich zu dem tun, was man ohnehin vorhatte, oder aber ihr werft dann einfach den Plan über den Haufen und baut eben um. Alles kein Beinbruch. Und selbst wenn ihr das regelmäßig macht, ihr werden trotzdem feststellen, dass euer Plan euch dabei hilft, zielgerichteter, strukturierter und vielleicht sogar motivierter zu sein.

Gute Planung ist halb gewonnene Vorbereitung

Der Vorteil am Planen ist: Ihr könnt wunderbar vorarbeiten und vorbereiten. So könnt ihr euch ganz gezielt z.B. einen Nachmittag Zeit nehmen, um all eure Social Media-Aktivitäten für den kommenden Monat zu planen. Das nimmt dann wesentlich weniger Zeit in Anspruch, wie wenn ihr für jedes einzelne Posting separat anfangt.

Wenn ihr jemand damit beauftragt, eine Pressemitteilung für euch zu schreiben, dann kann das auch so frühzeitig im Vorfeld passieren, dass ihr weder unnötig viel zahlen müsst, noch der Schreiberling unnötig viel Stress hat. Und wenn ihr zum Beispiel Blog-Artikel vorbereitet und einen immer in der Hinterhand habt, dann seid ihr auch gegen eine Schreibblockade gewappnet.

Schafft euch Freiraum im Urlaub!

Abgesehen davon kann es ja immer mal wieder zeitliche Engpässe geben. Die müssen aber weder eure Blog-Leser noch eure Fans bei Facebook mitbekommen. Denn wenn ihr dank eures Marketing-Plans gut vorbereitet seid, dann ist das alles kein Problem und ihr könnt auch besonders stressige Zeiten überbrücken, ohne dass ihr im Social Web abstinent sein müsst. Praktisch ist das auch, wenn ihr mal Urlaub macht – und da solltet ihr schließlich wirklich Urlaub machen, und nicht ständig mit eurem Business beschäftigt sein! Einen spannenden und sehr ausführlichen Artikel zum Weiterlesen hab ich heute zufällig noch auf dem Blog von VersaCommerce entdeckt.

In diesem Sinne, legt los, plant was das Zeug hält. Habt ihr schon Ideen für euren Marketing-Plan? Oder weitere Tipps? Dann teilt sie doch mit uns in den Kommentaren!

federführend liest

Huch, ist es schon wieder so weit? Der September ist geradezu im Flug vergangen. Somit ist es wieder einmal Zeit für meinen Lese-Tipp an euch. Diesmal ist es kein Artikel, sondern eine Facebook-Seite zu einem ehrenamtlichen Projekt: Medienkompetenz.

Die Seite ist noch ganz neu, sie wurde von Andreas Jensvold und Marco Jahn von Lieblingskollegen PR ins Leben gerufen. Und was soll ich sagen? Ich find’s einfach großartig! Denn zumindest gedanklich habe ich mich mit dem Thema auch schon des Öfteren beschäftigt. Wenn einer meiner Facebook-Freunde mal wieder meint, mit dem Posten eines Bildchens den Facebook-AGB widersprechen zu können. Oder wenn ich sehe, wie wenig sich manche Eltern von Teenies, aber auch Lehrer mit Facebook und Co. auskennen.

Woher sollen Kinder Medienkompetenz lernen?

Da frage ich mich dann oft: Wie sollen die Kinder einen vernünftigen Umgang mit Medien lernen? Woher denn? Und bei den Widerspruchs-Bildchen á la „Hiermit widerspreche ich den AGB von Facebook…“ frage ich mich: Habt ihr mal euren gesunden Menschenverstand eingeschaltet? Aber klar, für die große Mehrheit (zumindest ab der Generation 30+) ist „dieses Internet“ und alles, was damit zu tun hat, eben Neuland. Wir sind ja nicht damit groß geworden – ich schließe mich da durchaus mit ein, denn ich habe mir das alles auch nach und nach erarbeitet und erschlossen.

Wichtiges Wissen für alle Internet-Nutzer

Deshalb finde ich aber das Projekt Medienkompetenz so toll. Denn hier wird in kurzen, klar formulierten Statements Wissen vermittelt, das jeder haben sollte, der das Internet und vor allem auch soziale Netzwerke nutzt. Und deshalb möchte ich euch das Projekt heute auch ganz besonders ans Herz legen, denn es hat eure Unterstützung verdient. Also: Däumchen hoch und dann fleißig die Beiträge teilen!

In den USA ist Wahlkampf! Auch wenn die nächsten Präsidentschaftswahlen erst am 8. November 2016 stattfinden, die potentiellen Kandidaten fürs Weiße Haus haben bereits jetzt damit begonnen, sich zu positionieren und Wahlkampf zu machen. Immerhin gilt es, erst einmal die Vorwahlen zu überstehen, um dann tatsächlich für das Amt des US-Präsidenten kandidieren zu können. Weiterlesen