Ein Gastartikel von Social Media Mutmacherin Frauke Schramm

Zuerst mal: Danke, liebe Elke, dass ich heute hier gastbloggen darf ! (gibt’s dieses Verb überhaupt ???) Es ist mir eine Ehre und ein Vergnügen. Dann mal los, oder?

Dein Blogartikel ist geschrieben – Du hast richtig Arbeit rein gesteckt, und Du findest: der ist jetzt mal supergut gelungen. Wie machst Du Deinen Artikel nun bekannt? Wie verschaffst Du ihm die Aufmerksamkeit, die er Deiner Meinung nach verdient? Grundsätzlich sind alle soziale Netzwerke eine prima Gelegenheit, Dich und Dein Tun bekannter zu machen. Oder, anders ausgedrückt: Deinem Blog mehr Reichweite zu beschaffen. Mehr Reichweite bedeutet mehr Sichtbarkeit – und damit mittel- oder längerfristig auch mehr Kunden J In diesem Artikel beschränke ich mich auf Facebook, weils immer noch das größte und wichtigste Netzwerk ist. 

Facebook für Blogger –da stecken eine Menge Möglichkeiten drin, die Du nicht vernachlässigen solltest. Oft reizen wir gar nicht aus, was alles „drin“ wäre. Dieser Artikel will Dir helfen, Deine wertvollen Blogposts möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen.

Teilen auf der eigenen Facebook-Seite – das Pflichtprogramm

Deine eigene Facebook-Seite ist natürlich Pflicht, wenns ums die Frage geht , wohin soll ich meinen Blogartikel teilen? Bitte gib Dir dabei ein bisle Mühe !! Damit meine ich: knall uns nicht einfach nur den Link vor den Latz. Auch ein Text á la „hab mal wieder gebloggt“ inspiriert Deine Fans nicht wirklich. Verrate uns, warum wir diesen Artikel lesen sollten? Was hab ICH davon, wenn ich DEINEN Artikel lese?

Denk daran: Deine Fans / Deine Leser haben auch „nur“ 24 Stunden Zeit am Tag. Wenn Du davon die Lesezeit für Deinen Artikel haben möchtest, solltest Du das gut (und idealerweise auch noch charmant …) begründen können.

Handlungsempfehlung: Mach Deine Facebook-Fans neugierig auf Deinen Artikel, indem Du ihnen sagst, was sie von der Lektüre haben werden.

Ab aufs Profil mit Deinem Blogartikel – wann ich Dir dazu rate

Ich rate Dir nicht, jeden Blogbeitrag von Deiner Facebook-Seite auch auf Dein privates Profil zu teilen. Aber es gibt Beiträge, da bietet sich das an. Ein Beispiel von meinem eigenen Blog: meine Facebook-Tipps und Tutorials teile ich nur selten auf mein Profil. Eine Ausnahme zu dieser Regel bildete der Beitrag zum Thema „Privatsphäre richtig einstellen“  – denn das geht JEDEN Facebook-Nutzer etwas an. Also habe ich diesen Beitrag nicht nur auf meiner Seite, sondern auch auf meinem Profil geteilt.

Auch hier gilt: Sag Deinen Freunden, warum Du diesen Beitrag auf Deinem Profil teilst! Und denk daran: für Deine Facebook-Freunde brauchst Du vermutlich eine andere Begründung als für Deine Fans.

Handlungsempfehlung: wenn Dein Blogpost vermutlich viele Deiner privaten Facebook-Freunde interessieren könnte ODER wenn Du ihn für superwichtig / total toll / einfach genial hälst, dann teilst Du ihn auf Dein Profil. Sonst eher nicht J

„Marketing-Tag“ und Co. – warum nicht?

Viele Facebook-Seiten und -Gruppen halten regelmäßig (meist einmal pro Woche) einen Marketing-Tag oder „Promotion-Tag“ ab. Jedenfalls einen Tag, an dem Du Deinen aktuellen Blogpost teilen darfst. Bitte lies Dir die Regeln genau durch und noch wichtiger: bitte halte Dich daran! Wenn Du nur aktuelle Posts teilen sollst, dann teile keine älteren Blogposts. Wenn Du als Dankeschön fürs Teilnehmen einen anderen Blogbeitrag kommentieren sollst – dann tu das bitte. Denk dran: wenn es nicht Deine eigene Seite ist, gelten die Regeln des Anbieters.

Manche Seiten oder Gruppen erlauben Dir auch, ältere Blogposts zu teilen. Nutze das vor allem für die richtig guten und richtig gut laufenden Artikel. Mache nicht den Fehler, durch solche Aktionen die schwächeren Artikel promoten zu wollen. Auch wenn uns Bloggern das Herz dabei blutet – wenn die Leser den Artikel nicht wollen, dann wollen sie ihn nicht. Punkt.

Handlungsempfehlung: probiere aus, ob „Marketing-Tage“ Dir mehr Reichweite bringen oder nicht. Ein Blick in die Statistiken Deiner Website verrät Dir da schon einiges. UND: bitte halte Dich an die Regeln des Veranstalters!

Recycling ist ne tolle Sache – auch für Blogartikel !

Schreibst Du über tagesaktuelle Nachrichten auf Deinem Blog? Immer und ausschließlich? Höchstwahrscheinlich nicht. Dann sind Deine Blogartikel in drei Wochen vermutlich noch genauso „gut und aktuell“ wie heute. Und damit kannst Du Deine Blogartikel auch öfter als einmal teilen. Denk daran: nur ein Teil Deiner Fans sieht Deinen Blogbeitrag, wenn Du ihn auf Facebook teilst. Das liegt schlicht am Facebook-Algorithmus, das hat gar nix mit Deinem Blogpost zu tun. Tu Deinen Fans den Gefallen und teile Deine Posts öfter mal– Du gibst ihnen damit eine Chance, Deine Inhalte auch wirklich zu erhalten.

Ung ganz ehrlich: weißt Du selbst noch so ganz genau, was Du vor 6 Monaten gelesen hast?

Handlungsempfehlung: Teile auch Deine älteren Blogbeiträge immer wieder mal. Orientiere Dich dabei auch an den Statistiken Deiner Website: welcher Artikel wird oft aufgerufen? Da hast Du den ersten Kandidaten fürs erneute Teilen auf Facebook.

Heute hüh, morgen hott? Prima Idee, wenn wir über den Begleittext zu Deinem Blogpost sprechen:

Damit ein Blogartikel, den Du erneut teilst, spannend bleibt, kannst Du den Begleittext jeweils ein bisle abändern. Betonst Du beim ersten Mal den Aspekt A, ist es beim zweiten Teilen eben Aspekt B. Du kannst auch Fragen dazu stellen oder Kommentare aufgreifen, die der Artikel bekommen hat.

Öfter mal was Neues: ergänze doch einfach noch ein weiteres Bild!

Leider erlaubt Facebook das Austauschen des Bildes, das von Deiner Website gezogen wird, nur noch in seltenen Ausnahmefällen. Was aber immer noch geht: Du kannst ein weiteres Bild im Facebook-Beitrag hochladen.

Das Original-Bild Deines Blogposts wird trotzdem mit angezeigt, aber Du kannst es an 2. Stelle schieben. Damit sieht Dein Beitrag sofort anders aus.

Das geht so:

Siehst Du das gelbe Kreuz im Bild oben? Wenn Du dort draufklickst, kannst Du ein weiteres Bild hochladen.

Hier siehst Du an zweiter Stelle jetzt ein Bild unseres Katers. Die Vorschau darüber hat sich ebenfalls verändert, Du siehst jetzt zwei Bilder.

Und hier haben Basti und das Original-Bild des Blogbeitrags die Plätze getauscht. Das geht ganz einfach über „drag und drop“ – also über „auf das zweite Bild draufklicken, festhalten, nach vorne ziehen, loslassen – fertig!“

 

In Deinem Facebook-Post werden beide Bilder angezeigt. Aber das neue Bild hat die prominenteste Position ganz vorne, und da dieses Bild „neu“ ist, wirkt auch der recycelte Blogpost „neu“.

Wirst Du im Laufe dieses Jahres sicher häufiger mitbekommen: Blogartikel werden über Messenger-Bots verteilt

Sie sind noch relativ neu – beweisen aber schon gewaltige Zugkraft: sogenannte Messenger-Bots. Technisch ist es eine Automatisierung der Kommunikation über den Facebook-Messenger, praktisch können die kleinen Helferlein den Job Deines Newsletters ergänzen oder sogar ersetzen.
Mein eigener Bot ist gerade im Aufbau, deswegen kann ich Dir hier noch keine Erfahrungsberichte liefern. Schon etwas länger im Einsatz ist der Bot bei David Goebel von Sinnstiften (https://www.facebook.com/sinnstiftenzeichenkurs/) – dort übernimmt der „Sinnstift“ schon einiges an Kommunikation für David.
Ich plane, über meinen eigenen Bot auch meine Blogartikel zu verteilen; es wird also eine Funktion geben, mit der Du meine Blogartikel abonnieren kannst. Damit verpaßt Du dann keinen Beitrag mehr, egal ob der Facebook-Algorithmus ihn Dir ausspielt oder nicht.

Geld in die Hand nehmen? Kann sich lohnen!

Wenn Du einen richtig guten, wertvollen Blogbeitrag hast – dann ist das ein ideales Ziel für Facebook-Werbung. Der Beitrag sollte dann eher weniger „werblich“ sein, sondern wirklich gute Inhalte liefern. Du willst Dich mit diesem Blogpost als Expertin zeigen, Du willst ein Problem Deines Kunden lösen. Werbung für Dein Angebot sollte da höchstens sehr dezent auftauchen.

Du kannst hier mit einem geringen Budget Deine Reichweite deutlich erhöhen. Je besser / wertvoller Dein Inhalt ist, um so größer ist die Chance, dass er auch organisch geteilt wird (also: dass jemand den beworbenen Beitrag liest und ihn so gut findet, dass er ihn selbst weiterteilt). So baust Du – langsam aber sicher – Deine Reichweite immer weiter aus.

Du brauchst hierfür keine sensationellen Beträge ausgeben, Werbung für Blogbeiträge ist schon ab 1,- / Tag möglich. Bitte gib Dir Mühe, die Zielgruppe für Deine Werbung möglichst treffend einzustellen – davon hängt der Erfolg Deiner Werbekampagne ab! (Solltest Du jetzt gelesen haben „Bitte lass die Finger vom Button „Beitrag bewerben“ auf Deiner Facebook-Seite!!“ – dann hast Du richtig gelesen. Werbung solltest Du bitte über den Werbeanzeigenmanager schalten; das ist nicht soooo schwer, dass Du das nicht lernen könntest. Versprochen.)

Handlungsempfehlung: Wenn Du Deine Reichweite schneller vergrößern möchtest, als das organisch möglich ist, dann kommst Du um bezahlte Werbung nicht herum. Dafür musst Du keine horrenden Beträge ausgeben – aber Dir ein paar grundlegende Gedanken solltest Du Dir dazu machen.

Frauke Schramm ist Social Media Mutmacherin und die gute Fee in Sachen Facebook. Auf zwei Schwerpunkte konzentriert sie sich dabei: Zum einen ist sie Mentorin für Neulinge in Sachen Social Media. Sie nimmt dich an die Hand und zeigt dir, wie du dich erfolgreich, sicher und spielerisch in den sozialen Medien bewegst. Zum anderen ist Frauke auch Expertin für Facebook-Werbung. Es ist völlig egal, ob du jemanden suchst, der dir die Facebook-Werbung komplett abnimmt oder ob du lernen möchtest, wie du selbst effektiv Werbung schalten kannst – Frauke ist die Frau für alle Fälle! Seit Anfang 2018 gibt sie auch Workshops zum Thema Facebook Ads.

Die Social Media Mutmacherin findest du hier im Netz:

Website

Facebook

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  1. […] ersetzen sondern ergänzen. Wie oben bereits beschrieben, bilden sie das Fundament Deiner Reichweite auf Facebook und […]

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