Social Media Tools

Ein Gastbeitrag von Marketing-Zauberin Birgit Schultz

Eigentlich möchtest Du gerade schreiben. Oder Du musst es endlich tun, weil die Deadline für Deinen Blogartikel oder einen Gastbeitrag näher rückt. Aber da ist eben auch der nagende Gedanke, dass Du mal wieder etwas Werbung für Dich und Deine Artikel machen müsstest. Nur, wenn Du damit jetzt anfängst, versackst Du garantiert auf Facebook, Twitter, Instagram oder Pinterest. Gerne in dieser Reihenfolge … Hier kommen Social Media Tools ins Spiel! 

Elke hat mich gebeten, einen Gastartikel zum Thema Social Media Tools zu verfassen – und dieser Bitte komme ich gern nach, denn ich freue mich immer, wenn ich mein Wissen weiter teilen kann. Da ich ein bekennender Tools-Junkie bin und auch eine Serie zum Thema Social Media Tools auf meinem Marketing-Zauber-Blog verfasst habe, lag der Gedanke nahe, dieses Thema neu aufzugreifen und Dir die Vorteile von Social Media Tools vorzustellen. Vielen Dank, liebe Elke, dass ich bei Dir zu Gast sein darf!

Die häufigsten Einwände gegen Social Media Tools

Natürlich kenne ich die Vorbehalte und Einwände, die viele gegen den Einsatz von Social Media Tools haben. Du sagst vielleicht:

  • diese Tools sind mir zu technisch und schematisch,
  • Social Media Tools unterbinden meine Kreativität,
  • die Tools sind mir zu teuer,
  • automatisierte Posts haben sowieso eine geringere Reichweite.

Ja, ich kann alle diese Einwände nachvollziehen. Und dennoch sind sie schlichtweg falsch. Warum, zeige ich Dir sofort.

Social Media Tools entlasten Kopf und Zeitbudget

Das wichtigste Argument für den Einsatz von Social Media Tools ist: Du sollst sie gar nicht ausschließlich verwenden! Sie sind nicht dafür gedacht, Deine Intuition, deine Kreativität und deine Impulse zu unterbinden sondern sie fristen genügsam ihr Leben neben all diesen Dingen.

Darum sind die Argumente, sie würden Deine Profile oder Seiten zu schematisch erscheinen lassen und so unkreativ sein, einfach falsch. Sie unterstützen Dich und schaffen den Grund, auf dem Du Deine Kreativität so richtig austoben kannst. Warum?

Weil ich selbst seit mehr als fünfzehn Jahren in den Social Media aktiv bin. (Ja, auch Foren und OpenBC [heute XING] waren im Grunde schon Social Media.) Und weil ich seit mehr als zwölf Jahren (mit Unterbrechungen) blogge. Was die Tools damit zu tun haben? Ich habe immer wieder festgestellt, dass es Phasen gibt, in denen ich weniger Zeit habe, in denen ich weniger kreativ bin und in denen ich vielleicht auch mal weniger Lust habe, online zu sein und für meine Sichtbarkeit und Reichweite zu arbeiten. Hast Du dann keine Tools, die Dich hier unterstützen, wachsen Stress und schlechtes Gewissen himmelhoch!

Social Media Tools können also das Fundament darstellen, auf dem Du Dich entfalten kannst und so richtig Gas gibst, es aber auch mal ruhiger gehen lassen kannst.

Sie entlasten auch Dein Zeitbudget und sorgen dafür, dass Du zu den Zeiten Posts vorbereiten kannst, wenn es für Dich gut ist und sie für die Zeiten vorbereiten kannst, wenn es für Deine Fans und Follower gut ist. Win-win auf beiden Seiten.

Social Media Tools entlasten Dich finanziell

Wie geht das denn nun wieder zusammen? Schließlich kosten viele Tools ja nicht wenig Geld im Jahr. Da kommt durchaus einiges zusammen, das ist richtig.

Richtig ist aber auch, dass Dir die Tools zumindest mittelbar auch Geld sparen, denn so gewinnst Du wertvolle Zeit, die Du besser ins Schreiben von Blogartikeln, in Deine Akquise und natürlich vor allem auch in Kundenprojekte stecken kannst.

Wenn ich alle Posts, die ich in meinen beiden derzeit im Einsatz befindlichen Tools Recurpost und Social Pilot immer zum jeweiligen Zeitpunkt per Hand machen müsste, würde ich meine eigentliche Beratungstätigkeit so gar nicht mehr ausführen können. Ständig müsste ich unterbrechen, was ich tue, raussuchen, was ich posten will und erst dann könnte ich weiter machen. Nicht sehr effizient!

Ich habe deshalb für mich einen ganz einfachen Check entwickelt, ob die Kosten für ein solches Social Media Werkzeug für mich akzeptabel sind: Ich setze meinen Stundensatz und wie viel Zeit mir das Tool voraussichtlich ersparen wird einfach ins Verhältnis.

Social Media Tools erhöhen Deine Reichweite

Immer wieder liest man in Blogs und auch in den Social Media, dass man besser keine Tools einsetzen soll, weil die Posts, die darüber erstellt werden, eine geringe(re) Reichweite haben.

Und?

Die geringere Reichweite ist ein Faktum, das ich durch eigenes Monitoring bestätigen kann. Trotzdem ist es klug, diese einzusetzen.

Denn was immer wieder vergessen wird, ist ja, dass die Tools nicht Deine persönliche Präsenz in den einzelnen Social Media Netzwerken ersetzen sondern ergänzen. Wie oben bereits beschrieben, bilden sie das Fundament Deiner Reichweite auf Facebook und anderswo.

Screenshot eines Facebook Posts

Reichweite eines Posts, den ich per Hand erstellt habe

So ärgere ich mich nicht, dass ein über Recurpost auf meiner Facebook-Seite angeteaserter älterer Blogartikel nur eine Reichweite von vielleicht 100 oder 200 Fans gehabt hat, sondern ich freue mich, dass er wieder (!) 100 oder 200 potenzielle Leser mehr hatte! Die er sonst ohne Tool nicht gehabt hätte! Denn schließlich zeigt Facebook meine Posts sowieso nicht allen meinen Fans und zweitens kommen ja auch täglich neue Fans hinzu, die die älteren Beiträge noch gar nicht kennen!

Screenshot Facebook-Post

Reichweite eines mit Recurpost erstellten Posts

Social Media Tools sind gut für Deine Fans und Follower

Darum sind Social Media Tools auch super für Deine Fans und Follower – denn so versorgst Du sie regelmäßig mit wertvollen Informationen. Sie können sich darauf verlassen, dass es bei Dir immer was Interessantes gibt. Aber Du nervst sie auch nicht – beispielsweise durch massenweises Teilen von Inhalten zu einem bestimmten Moment.

Meine Freundin Eva hatte lange dieses Problem. Morgens liest Eva genau wie ich statt der Zeitung ihre abonnierten Blogs in Feedly und sie ist auch eine begeisterte Twitter-Nutzerin. Früher hat sie dann immer aus den Moment heraus impulsiv geteilt, was ihr spannend, relevant und nützlich für ihre Follower erschien. Fremde Inhalte zu kuratieren gehört zu ihrer Social Media Strategie. Was zur Folge hatte, dass Eva binnen kurzer Zeit 20, 30 oder mehr Tweets rausgehauen hat. Da kommt keiner mit dem Lesen mit! Viele gute Inhalte rauschen so einfach durch und Eva erweckte den Eindruck einer Spammerin.

Über ein Tool wie das schon lange am Markt befindliche Buffer oder das von mir eingesetzte Social Pilot, kannst Du wie Eva und ich dagegen steuern, wann die von Dir begeistert geteilten Inhalte ausgeliefert werden. Damit entlastest Du Deine Fans und Follower und verhinderst, als Spammer eingestuft zu werden.

Welche Social Media Tools sind empfehlenswert?

Das lässt sich leider nicht pauschal beantworten. Alle haben ihre Stärken und Schwächen. Das “eine” Tool, das alles kann, was ich mir wünsche, habe ich auch noch nicht gefunden. Ich habe vor einer Weile einmal acht Tools in meinem Blog unter die Lupe genommen. Für mich haben sich zwei als aktuell optimale Kombination herausgestellt: Recurpost und Social Pilot.

Recurpost nutze ich unter anderem, um alle meine Blogartikel regelmäßig wieder zu bewerben. Das Grundprinzip des Tools ist ähnlich wie das von Edgar, aber es kostet nur die Hälfte – auch ich bin meinem Geld nicht böse 😉 Falls Du von beiden noch nicht gehört hast, stelle Dir das Grundprinzip wie eine Jukebox vor. Darin liegen Deine von Dir vorbereiteten Posts in einer bestimmten Reihenfolge. Zu von Dir fest definierten Zeiten wird immer der oberste Beitrag ausgespielt und wandert dann wieder ans Ende der Schlange.

Social Pilot ist für mich das Tool, mit dem ich vorwiegend fremde Beiträge kuratiere. Das Kuratieren ist ein wichtiger Teil meiner Social Media Strategie. Damit versorge ich meine Fans und Follower mit wertvollen Informationen, die ich selbst nicht liefern kann. So teile ich beispielsweise gern Beiträge zu rechtlichen Fragen rund ums Marketing. Da ich kein Anwalt bin, kann ich diese Themen nicht selbst behandeln, sie sind aber wichtig für meine Fans und Follower.

Ein Blick in die Glaskugel – welche Tools werden wichtiger?

Social Media Tools, so wie ich sie in diesem Artikel verstanden habe, diesen ja dem Teilen von Informationen über Deine Social Media Profile und Seiten. Der Trend geht aber nun schon seit einiger Zeit dahin, dass viele Menschen weniger in ihren Timelines unterwegs sind und mehr über Messenger-Dienste miteinander Kontakt halten. Das ist persönlicher und nicht jeder bekommt alles mit, anders als bei den öffentlichen Plattformen. Um auch diese Menschen zu erreichen, werden sogenannte Messenger-Bots immer wichtiger. Auch wenn sich das zunächst “komisch” für Dich anfühlt, auch damit lässt sich ein sanftes Marketing machen. Mein Messenger-Bot wird bestimmt nicht mehr lange auf sich warten lassen.

Fazit

Social Media Tools sind gut und nützlich für Dich und Deine Followerschaft. Falls Du bisher noch keine im Einsatz hattest, schau Dir ruhig mal einige an. Die meisten kannst Du über einen Zeitraum von zwei bis vier Wochen kostenlos testen. Recurpost kannst Du im Free Plan sogar bis 100 vorbereitete Posts dauerhaft nutzen.

Wie hat Dir mein Gastbeitrag gefallen? Sind noch Fragen offen? Magst Du Deine Erfahrungen mit Social Media Tools berichten? Elke und ich freuen uns auf Deinen Kommentar!

Birgit Schultz - Marketing-Zauber

Birgit Schultz M.A. ist Marketing-Beraterin und Social Media Expertin. Seit 1993 ist sie im Marketing tätig und seit 2003 selbstständige Marketing-Beraterin. Ihr persönliches Motto lautet, “Wissen wird mehr, wenn man es teilt”. Auf Marketing-Zauber zeigt sie Dir, wie Solopreneurinnen ihr Unternehmen vor allem im Internet bekannter machen können, um mehr Kunden zu gewinnen.

Birgit arbeitet schon seit 1996 im, für und mit dem Internet und so ist es klar, dass sie ihre Kunden vor allem über diesen Weg berät. Du findest Birgit auf ihrer Marketing-Zauber-WebsiteFacebook, Twitter, Instagram und Pinterest.

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Wenn du die Kommentarfunktion verwendest, wird aus Sicherheitsgründen auch deine IP-Adresse gespeichert. Weitere Informationen über die Datenspeicherung und -Verarbeitung findest du in meiner Datenschutzerklärung