Auch im Juli hab ich wieder fleißig gelesen. Ein Thema hat mich dabei ganz besonders beschäftigt: Markenbildung oder auch die Frage nach der Notwendigkeit einer eigenen Marke. Zu den Hintergründen komme ich nachher noch. Besonders gut gefallen hat mir zu diesem Thema ein Artikel meiner lieben Kollegin Tamara Krantz aka Frau Fuchsia.

In ihrem Artikel „Warum auch kleine Unternehmen eigene Marken brauchen“ erläutert sie ganz wunderbar, wie wichtig die eigene Marke ist – und zwar völlig egal, ob man nun ein Weltkonzern wie Daimler oder Coca-Cola ist (und die haben eine verdammt starke Marke – ich empfehle jedem, der sich für das Thema Marke und Markenbildung interessiert unbedingt einen Besuch in der World of Coca-Cola in Atlanta!) oder eben Freiberufler oder Einzelunternehmer.

Eine Marke bleibt in Erinnerung

In einer Welt, die so voller Reize ist, wo die Informationsflut uns geradezu erschlägt, ist eine Marke einfach unerlässlich, sonst wird man zu leicht austauschbar und selbst treue Kunden sind dann plötzlich weg. Und das kann sich schließlich keiner leisten, selbst dann nicht, wenn die Geschäfte eigentlich gut laufen. Denn aus einem Kunden, der nicht mehr kommt, werden irgendwann zehn und dann irgendwann vielleicht auch mal hundert.

Ich habe ja in den letzten Wochen an der Festschrift für meinen Musikverein gearbeitet. Und da war ich eben auch für die Werbeanzeigen zuständig. Die Firmen haben mir ihre Anzeigen geschickt, ein paar Anzeigen hab ich auch selbst gebaut. Dabei fiel mir dann auf, dass manche das echt gut machen und tolle Anzeigen haben, Logos, an die man sich erinnert. Aber manche eben nicht. Und Viele sind sich gar nicht bewusst, wie wichtig es eigentlich ist, dass man sie wiedererkennt. Daher möchte ich euch allen den Artikel von Tamara ans Herz legen. Wenn ihr den gelesen habt, dann steht völlig außer Zweifel, dass eine Marke einfach sein muss – auch als ganz kleines Licht!

Was die Marke mit Text zu tun hat

Nun mag man denken, dass eine Marke doch in erster Linie mit Grafik zu tun hat und wenig mit Text. Aber so ganz stimmt das nicht. Denn zu einer Marke gehört zum Beispiel auch ein Slogan, der in Erinnerung bleibt. Oder eben die Texte in Flyern, Broschüren und auf der Website. Auch sie tragen zur Markenbildung bei. Denn auch sie transportieren eine Marke, festigen ein Image, sind Grundlage für einen guten Ruf. Oder haltet ihr ein Unternehmen für seriös, dessen Website voller Rechtschreibfehler ist? Einen Anwalt, der seine potentiellen Klienten auf flapsige Art und Weise anspricht, ein Beerdigungsinstitut, das auf seinem Flyer einen Witz abdruckt? Oder einen Coach, der sich in schönstem „Beamtendeutsch“ auf seiner Website ausdrückt? Also ich nicht!

Genauso wie es bei der Gestaltung von Logo, Flyern und Website wichtig ist, auf die Farbgebung zu achten, die zum Unternehmen passen und den Kunden ansprechen muss, ist es auch bei Texten wichtig, ihnen die richtige „Farbe“ zu geben. Die Wortwahl entscheidet, ob ein möglicher Kunde sich auf der gleichen Wellenlänge fühlt, den Eindruck gewinnt, hier gut beraten zu werden oder ob der Unternehmer als Experte wahrgenommen wird.

„Nichts ist unmöglich“ – ein Slogan, der im Gedächtnis bleibt

Oder erinnern wir uns mal an Sätze wie „Nichts ist unmöglich“ oder „Just do it“ – man denkt sofort an Toyota und an Nike. Ein Slogan ist also auch ein nicht zu unterschätzendes Markenelement – allerdings auch eines der schwierigsten. Denn einen Slogan, der einprägsam und zugleich verständlich ist, den findet man nicht eben in fünf Minuten. Ich habe meinen vor ein paar Tagen ganz zufällig gefunden, als ich einen Elevator Pitch vorbereitet hab. Davor habe ich lange darüber nachgedacht, gegrübelt, gekritzelt, verworfen und neu erdacht. Zufrieden war ich nie, bis mir dann der Zufall zu Hilfe kam. Jetzt muss ich mir also nur noch überlegen, wie ich den Slogan auf der Website einbinden und in meiner Marketing-Strategie unterbringen kann. Denn – so zumindest mein Gefühl – das ist der Grundstein, auf dem ich alles andere aufbauen kann und muss.

2 Kommentare
  1. Tamara (Frau Fuchsia)
    Tamara (Frau Fuchsia) sagte:

    Schöner Artikel und viel wahres dran! Sprache gehört mindestens so sehr zur Marke wie Design. Oft wird sie aber ebenso unbewusst wahrgenommen bzw. verarbeitet. Wenn man Beispielsweise nur eine “Über mich” Seite hat um jemanden kennenzulernen, ist schon entscheidend, wie die Person sprachlich rüberkommt. Für den eigenen ersten Eindruck bzw. die Vorstellung jedenfalls.

    Danke fürs erwähnen, aber kleiner Tipp am Rande: Ich hab erstmal gesucht bis ich den Link gefunden hab. 😀 Beim Hover ist es klar, aber beim lesen weiß man gar nicht, dass hinter dem Text ein Link steht. Evtl. nochmal abheben. 🙂

    Liebe Grüße aus der Hauptstadt!
    Tamara

    Antworten
    • Elke
      Elke sagte:

      Hallo Tamara,

      danke für die Anmerkung zwecks des Links. Daran muss ich noch arbeiten, auch die Artikel-Überschriften gefallen mir so noch nicht. Hab mir dummerweise ein recht kompliziertes Theme ausgesucht, da sind solche Änderungen nicht ganz so schnell zu machen, wie das normalerweise der Fall wäre. Nicht mal den Link kann man mit einem einfachen Klick mal eben besser sichtbar machen, ich muss erst suchen, wie sich das bewerkstelligen lässt.

      Liebe Grüße in die Hauptstadt
      Elke

      Antworten

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.