Rückblick 2015

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und ausnahmsweise gehe ich auch mal mit dem Trend und schreibe einen Jahresrückblick. Schon allein deshalb, weil ich für mich selbst festhalten möchte, was ich in den letzten 12 Monaten alles erreicht habe. Denn wenn ich ehrlich bin: Ich bin schon ein kleines bisschen stolz!

Was für ein Ritt!

2015 war ein unglaublich aufregendes Jahr für mich, es hat sich richtig viel getan. Nachdem 2014 eher mittelmäßig gelaufen ist, wollte ich in diesem Jahr einiges ändern. Und im Rückblick kann ich sagen: Ich bin auf einem guten Weg. Vieles ist schon besser, vieles auf dem Weg zum Besseren.

Mit einem dicken Grinsen ins neue Jahr

Während ich diese Zeilen schreibe sitze ich hier mit einem großen Grinsen im Gesicht. Grade die letzten Wochen waren echt irre! Da war der Blog-Artikel, den ich erst gar nicht veröffentlichen wollte und der dann für Rekord-Zahlen auf dem Blog und vor allem für ganz tolle Rückmeldungen gesorgt hat. Da war das Video, das ich eigentlich nur zum Test gedreht hatte, nach einem spontanen Geistesblitz, das ebenfalls für großartige Rückmeldungen sorgte und das nun nur noch ein klein wenig angepasst und aufgehübscht werden muss (Will heißen: Ich muss zum Friseur, bevor ich mich hochoffiziell vor die Kamera traue, sodass ich das Ergebnis dann auch hier veröffentlichen kann.)

Wunderbare Menschen, spannende Projekte

Da waren die vielen tollen, interessanten, wertschätzenden Kontakte, die ich in den letzten Monaten geknüpft habe. Kontakte, die mich wirklich weiterbringen. Nicht, weil die jetzt alle Texte von mir wollen oder einen Online-Kurs buchen. Nein, sondern weil sie mich unterstützen, mir aufhelfen und pusten, wenn ich mir beim Fallen das Knie gestoßen habe. Weil sie mich in meinem Tun und auf meinem Weg bestärken.

Und natürlich gab’s auch tolle Projekte, die zwar zum Teil noch nicht ganz abgeschlossen sind, mir aber unheimlich viel Spaß gemacht haben – neue Website-Texte für einen Kunden, eine neue Website für einen anderen. Und ein Projekt mit einem alten Kunden, das nach langem Hin und Her endlich auf den Weg gebracht wurde.

Neuer Name, neuer Auftritt – alles neu!

Nicht zu vergessen: Meine eigene neue Website, inklusive neuem Logo, neuer Ausrichtung und neuem Schwung. Klar, eine Website ist nie fertig, und so gibt es auch hier noch einiges zu tun. Aber mit dem momentanen Stand kann ich gut leben, der Rest wird dann nach und nach integriert. Dazu kommt der neue Newsletter, der – auch für mich überraschend, aber einer spontanen Eingebung folgend – noch in diesem Jahr starten wird.

So ganz nebenbei habe ich im Sommer eine Festschrift für meinen Musikverein erstellt, mehr oder weniger im Alleingang. Will heißen: Ich habe nicht nur die Texte selbst geschrieben (klar), sondern auch Konzeption und Layout stammen vor mir. Auch wenn es sehr viel Arbeit war und viele Dinge in dieser Zeit liegengeblieben sind, es war spannend, ein so großes Projekt von Anfang bis Schluss zu begleiten und ich habe sehr viel dabei gelernt.

Man lernt nie aus – aber manchmal besonders viel

Zu guter Letzt und vor allen Dingen, um den letzten Punkt noch einmal aufzugreifen: Ich habe generell unglaublich viel gelernt in diesem Jahr. Fachlich und persönlich, ich bin gewachsen, habe mich entwickelt. Vielleicht mehr als in all den Jahren zuvor. Grade auf der persönlichen Ebene habe ich den Eindruck, dass ich viel Ballast aus den letzten Jahren hinter mir gelassen habe. Und heute in vielerlei Hinsicht entspannter bin als noch vor einem Jahr – oder wie der Kölner sagen würde „Et kütt wie et kütt“. Beruflich habe ich meinem Business eine neue, klarere Linie gegeben, die meinen Talenten und Fähigkeiten entspricht, mit der ich mich wohl fühle.

Auf in ein zauberhaftes 2016!

Beste Voraussetzungen also für 2016. Und auch da wird es spannend weitergehen. Aber ich verrate an dieser Stelle noch nicht mehr – dazu gibt’s nämlich extra nochmal einen Beitrag. Wenigstens einmal im Jahr will ich euch nicht mit meinen furchtbar langen Artikeln erschlagen, sondern es halbwegs kurz und knackig halten. Daher nur noch eins zum Abschluss: Danke an all diejenigen, die mich auf meinem Weg in den letzten 12 Monaten begleitet haben und die das auch im neuen Jahr tun werden. Danke an meine wunderbaren Kunden, die mir mit spannenden Aufträgen und so mancher Herausforderung das Jahr versüßt haben. Und ein spezielles Dankeschön an meine Mastermind-Mädels – ihr seid der Wahnsinn!

Im Sommer 2015 saß ich bei einem Business-Treffen mit den tollen Mädels von Frau im Business. Und dabei fiel der Satz „Ich bin relativ gut in WordPress.“ Nein, dachte ich mir, du bist nicht relativ gut. Du bist gut. Punkt. Ausrufezeichen! Denn ich durfte schon am eigenen Leib (bzw. der eigenen Website) erfahren, dass Maria Fritsch von C-Brain sich sehr gut mit WordPress auskennt, sie hat mir ganz schnell und unkonventionell bei einem Problem geholfen.

Und genau das habe ich dann auch so in die Runde geworfen. Es war der Ansporn für mich, auch meine eigene Wortwahl mal unter die Lupe zu nehmen. Und zwar sowohl das geschriebene als auch das gesprochene Wort, im beruflichen und im privaten Umfeld. Also kein „vielleicht“ und „relativ“ und „ein bisschen“, kein „sollte“, „müsste“ und „könnte“, sondern „ich bin gut darin“, „wir müssen das und das machen“ und „ich tue“.

Klar kommunizieren – ein Selbstversuch

Rund drei Monate ist das nun her, heute möchte ich über diesen Selbstversuch berichten. Was hat’s mir gebracht? Welche Erkenntnisse habe ich erlangt? Hat sich etwas verbessert? Hier mal ein paar Beispiele, bei denen ich mich selbst korrigiert habe:

# Blog-Artikel: „Diese kleine Artikel-Serie“ – korrgiert zu „diese Artikel-Serie“. Ja, es sind nur drei Artikel. Und ja, das ist jetzt nicht riesig viel. Aber eine Artikel-Serie ist es trotzdem. Und wieso sollte ich mich bzw. meine Blog-Beiträge mit dem Wörtchen „klein“ kleiner machen als nötig? (Wer mich kennt weiß, dass ich ohnehin ein laufender Meter bin – aber ich stehe dazu. Nur unnötig kleiner machen, das muss dann doch nicht sein.)

# E-Mail an einen potentiellen Kunden: „Ich könnte mir das gut vorstellen“ – geändert in „Ich kann mir das gut vorstellen.“ Ist auch so, ich könnte nicht nur, sondern kann tatsächlich. Also sollte man es doch auch so schreiben.

# Zu meinem Mann: „Man sollte mal die Holzkiste füllen, wenn’s jetzt so kalt ist.“ Nee, sollte man nicht. Also weder „sollte“ noch „man“, sondern „muss“ und „du“. Nun kommt es nicht sonderlich gut an wenn man sagt „Du musst die Holzkiste füllen.“ In dem Fall habe ich das schon etwas diplomatischer ausgedrückt mit „Füllst du dann bitte noch die Holzkiste auf bevor wir essen?“ Und es hat funktioniert.

# Himmelherrgottnochmal! Heute (10.11.) gibt’s mal eine dicke Rüge für mich selbst. Ich poste einen Wissensbaum in einer Facebook-Gruppe mit den Worten „Hier mein Bäumchen“ – nein, verdammt, nein! Es ist ein Baum, ein Baum, ein BAUM. Denn auch wenn andere größer und umfangreicher und vielfältiger sein mögen, auch in meinem Baum steht jede Menge drin und wenn ich so drüber nachdenke, dann hab ich doch schon einiges gemacht.

# Bei einem geschäftlichen Kaffeeklatsch zum Kennenlernen auf die Frage „Und was genau machen Sie eigentlich?“ geantwortet mit „Ich bin die Frau für alle Fälle, wenn’s um Texte geht.“ Danach habe ich noch etwas genauer ausgeführt, was ich damit meine und was ich konkret mache. Ich bin mir aber sicher, dass allein durch meine kurze Beschreibung meine Tätigkeit und ich selbst als Person gut bei der Kollegin (im Sinne von: auch selbstständig) im Kopf verankert sind.

Mein Selbstversuch läuft ja nun schon eine Weile, und ich stelle immer wieder fest, dass er tatsächlich Früchte zeigt. Viel seltener nutze ich einschränkende Worte wie „ein bisschen“, „vielleicht“ oder „sollte“. Klar, es gibt immer wieder Rückschläge, und natürlich auch Situationen, in denen diese Wörter angebracht sind. Aber heute bin ich dafür viel stärker sensibilisiert und korrigiere mich immer wieder, wenn nötig. Und ich stelle fest: Eine klare Aussage, ohne einschränkendes Beiwerk, ohne wenn und aber, ohne vielleicht zu treffen fühlt sich auch verdammt gut an!

Männer machen das nicht

In meinen Augen ist es ein typisch weibliches Problem, dass man Dinge kleiner macht, dass man den Konjunktiv benutzt oder Aussagen abschwächt. Und weil es so gut dazu passt, möchte ich jetzt noch ein bisschen weiter ausholen.

Durch Elisa Zunder bin ich auf einen Artikel bei Edition F aufmerksam geworden, der in eine ähnliche Richtung geht. In diesem Fall geht es um die Wortwahl bei Berufsbezeichnungen, und dass sie bei Frauen oft abwertend ist. Auch hier finde ich mich wieder. Als ich in die Selbstständigkeit gestartet bin, habe ich mich oft als „PR-Tussi“ bezeichnet. Bereits damals war meine beste Freundin darüber überaus schockiert, ich fand es irgendwie witzig. Heute denke ich darüber anders.

Abwertende Berufsbezeichnung – und auch noch selbst gewählt

Aus der PR-Tussi wurde im Laufe der Zeit das Mädchen für alles und inzwischen die Frau für alle Fälle, wenn’s um Texte geht. Das ist zwar immer noch breit gefasst, aber schon sehr viel klarer und vor allem weder abwertend noch klein machend. Es drückt genau das aus, was ich mache, in all seinen Facetten. (Okay, ein bisschen erklären muss man wohl schon noch, aber wenn ich’s kurz und knapp in einem Satz auf den Punkt bringen muss, dann passt es.)

Wer wollen wir sein?

Im letzten Abschnitt schreibt die Verfasserin des Artikels bei Edition F, Nora-Vanessa Wohlert, einen klugen Satz: „Wir sollten nachdenken darüber, wer wir sein wollen.“ Sie meint, dass wir uns nicht über das Geschlecht definieren sollen, sondern darüber, was – oder besser gesagt: wer wir sein wollen. Zu diesem Schritt gehört auch eine Portion Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl. Und wiederum ein Teil dessen ist auch unsere Wortwahl, die Art und Weise, wie wir kommunizieren. (Dazu gibt es sehr spannende soziolinguistische Studien, wer sich dafür interessiert sollte einfach mal nach „Soziolinguistik Männer Frauen“ googeln – wenn ich meine Hausarbeit zu diesem Thema noch irgendwo finde, dann stelle ich sie euch noch zum Download zur Verfügung, unglaublich spannendes Thema!)

Geschlechtertypische Stärken nutzen und Schwächen kennen

Ich muss dazu sagen, dass ich der Aussage „Wir sollten uns nicht über unser Geschlecht definieren“ nur teilweise zustimme. Ich halte nichts vom Gender-Einheitsbrei. Wenn wir es uns zunutze machen können, dann sollten wir uns auch über unsere Weiblichkeit definieren und unsere Stärken ausspielen (und uns über unsere Schwächen bewusst sein) – aber das ist meine persönliche Meinung, und die hier näher auszuführen, das würde eindeutig den Rahmen sprengen und wäre auch nicht angebracht.

Allerdings bin ich sehr wohl der Ansicht, dass man sich bewusst sein sollte, was zum Beispiel typisch weibliche Eigenschaften sind, und diese dann zum eigenen Vorteil nutzen. Und mir ist auch klar, dass wir Frauen, wenn wir uns in einem männerdominierten Umfeld bewegen, uns ein gutes Stück weit anpassen müssen, sonst gehen wir in der Macho-Welt der Männer unter. (Und das, liebe Männer, ist jetzt wirklich nicht böse gemeint!)

Welchen Dienstleister hätten Sie denn gerne?

Stellt euch vor, ihr nehmt eine Beratung von einem potentiellen Dienstleister in Anspruch. Der erste sagt euch „Da sollte man vielleicht mal nach X und Y schauen, ob man da was machen kann.“ Der zweite Dienstleister meint „X und Y müssen auf jeden Fall überarbeitet werden.“ Für welchen entscheidet ihr euch? Ich persönlich würde aus Antwort 1 herauslesen „Ich bin unsicher, ich weiß nicht, ob das nötig ist und ob ich das kann.“ Antwort 2 hingegen sagt mir „Da hat sich jemand was angeschaut und bringt die Schwachstellen auf den Punkt, die können wir jetzt gemeinsam ausmerzen.“

Macht den Selbstversuch!

In diese Kerbe schlagen auch Stella Damm und Petra Czanik von Solebenwieichwill mit ihrem Artikel „Bremsen Sie sich aus? Wie achtlos Dahingesagtes und negativ beeinflussen kann“. Ihr seht, das Thema beschäftigt viele von uns, manche sicherlich auch unbewusst. Mein Tipp an euch: Startet doch auch mal einen Selbstversuch. Nehmt eure Wortwahl einfach mal etwas genauer unter die Lupe. Achtet nicht nur darauf, was ihr sagt, sondern auch wie ihr es sagt (oder schreibt). Und hinterlasst mir doch einen Kommentar, wie es euch damit ergangen ist – ich bin gespannt!

Vor Kurzem habe ich darüber geschrieben, dass es gewisse Parallelen zwischen Schreiben und Kochen gibt. Wer den Artikel gelesen hat, der weiß jetzt auch, dass ich nicht nur leidenschaftlich gerne schreibe, sondern genauso gerne koche. Und darum kann ich ja fast nicht anders, als mich an der Blog-Parade von Nic Pinguet von Minimal-ist-Muss zu beteiligen – auch wenn das jetzt mit meinem eigentlichen Thema hier nicht viel zu tun hat.

Schnell muss es gehen, lecker muss es sein, und gesund

Aber der Auslöser für die Blog-Parade hat mich total angesprochen: Die liebe Zeit, die eben irgendwie immer knapp ist. Und auch wenn ich liebend gerne den halben Tag in der Küche verbringen würde, das ist meistens einfach nicht drin. Also müssen Gerichte her, die nicht nur lecker sind – und nach Möglichkeit auch nicht völlig ungesund – sondern die sich auch noch schnell zubereiten lassen.

Ich mache es ja oft so, dass ich gleich die doppelte Menge koche und wir dann zwei Tage davon essen können. Das spart auf jeden Fall viel Zeit. Und in meinem Rezepte-Repertoire gibt es inzwischen auch viele Gerichte, die schnell gemacht sind. Allerdings so viele, dass mir die Auswahl für die Blog-Parade richtig schwer fällt. Hach, immer diese Entscheidungen.

Mediterranes Gemüse-Hähnchen

Nachdem ich eine Münze geworfen habe, bin ich nun bei meinem mediterranen Gemüse-Hähnchen gelandet. Warum ich in der Überschrift schreibe „Für Fleischesser, Vegetarier und Low Carb-Fans“, das verrate ich euch am Ende des Artikels, nach dem Rezept. Ein bisschen Spannung muss schließlich sein, auch beim Kochen! Total gerne würde ich das Original-Rezept hier verlinken, allerdings finde ich das gar nicht mehr, weil ich dieses Gericht inzwischen ganz ohne Rezept koche.

Abwechslung muss auf den Tisch!

Bei uns kommt nämlich äußerst selten mal was auf den Tisch, bei dem ich das Rezept nicht angepasst habe – entweder an den Inhalt des Kühlschranks oder an den, nun ja, sagen wir mal: Erlesenen Geschmack meines Gatten. Auf gut deutsch – er ist extrem schleckig! Das kann manchmal eine echte Herausforderung sein, aber im Laufe der Jahre bin ich da auch echt kreativ geworden. Davon mal abgesehen: Was man nicht weiß, macht einen nicht heiß! 😉

Also, für das Gericht, das übrigens im Ofen zubereitet wird, braucht ihr Folgendes:

Hähnchen-Schlegel, einen pro Portion (ich nehme auch gerne mal welche, bei denen noch mehr als der Schlegel dran ist, je nachdem, was eben grade da ist

Kartoffeln

Gemüse – hier gilt: Nehmt, was gefällt und schmeckt. Bei mir sind das meistens Karotten, Paprika und Tomaten, aber auch Zucchini oder Pilze passen wunderbar.

Zwiebeln (könnte man aber auch weglassen, viele mögen ja keine Zwiebeln – das Schöne an diesem Rezept ist aber, dass man auch wunderbar das herauspicken kann, was man nicht so mag)

Olivenöl

Kräuter (frisch oder getrocknet, welche ihr nehmt, das entscheidet euer Geschmack und euer Gewürzregal – ich nehme entweder Kräuter der Provence oder frischen Rosmarin, Thymian und Majoran, gelegentlich auch etwas Basilikum)

Knoblauch – entweder frisch oder auch als Granulat, das lässt sich besser dosieren

Salz & Pfeffer

Auf genaue Mengenangaben verzichte ich bewusst, denn das Rezept lässt sich so toll variieren und mit dem zubereiten, was man grade da hat. Bei mir ist zur Zeit das meiste aus dem eigenen Garten, bis auf die Zwiebeln und die Hähnchen-Schlegel natürlich.

Die Zubereitung

Als erstes schäle ich die Kartoffeln und schneide sie in Würfel oder in Spalten. Sie dürfen dann ein bisschen in einer Marinade aus Kräutern, Olivenöl, ein wenig Knoblauch und Salz und Pfeffer ziehen. In der Zwischenzeit wird das Fleisch gewaschen und abgetupft und ebenfalls mit der Kräuter-Marinade eingerieben. (Kann man auch schon vorbereiten und ein wenig marinieren lassen, dann geht das Kochen noch schneller.) Während das Fleisch auch noch kurz durchziehen darf, reibe ich eine feuerfeste Form oder ein sehr tiefes Backblech mit ein wenig Olivenöl oder Butter ein. Jetzt kommt das Hähnchen hinein und ab damit in den Ofen, bei ca. 180 bis 190 Grad (vorgeheizt) auf der mittleren Schiene.

Immer schön eins nach dem anderen

Jetzt ist das Gemüse an der Reihe. Und zwar in der Reihenfolge, wie lange es im Ofen braucht. Ich fange immer mit den Karotten an, schäle sie und schneide sie in etwas dickere Scheiben. Dann die Paprika und die Zwiebeln. Auch das kommt in die Kräuter-Marinade. Nach ca. 15 Minuten kommen die Kartoffeln und die Karotten zum Hähnchen in den Ofen, nach weiteren 15 Minuten kommen Paprika und Zwiebeln dazu. Und ganz zum Schluss, so ca. 10 Minuten bevor es fertig ist, dürfen auch die Tomaten mit in den Ofen. So zumindest im Optimalfall – wenn man wenig Zeit hat, und nebenher noch andere Dinge erledigen will, dann kann auch alles zusammen in den Ofen schieben, nur die Hähnchen-Schlegel brauchen ca. 15 Minuten Vorlauf. Die Hähnchen brauchen im Backofen ca. 45 Minuten, durch die Marinade werden sie auch nicht so schnell trocken. Die genaue Zeit müsst ihr individuell ausprobieren, meiner Erfahrung nach ist jeder Backofen anders und vor allem unser Backofen absolut nicht das Maß aller Dinge. Davon mal abgesehen nimmt einem das Gericht es nicht krumm, wenn es mal ein paar Minuten länger im Ofen ist – vorausgesetzt, die Temepratur ist nicht zu hoch.

Rezept für Fleisch-Fans, Vegetarier und für die Low Carb-Diät

Zugegeben, es ist kein Essen für eine Diät. Aber wer mich kennt weiß, dass man mir ein Low Carb-Rezept (ich kann es nicht mehr hören!) auch nicht abnehmen würde. Abgesehen davon macht man sowas ja auch nicht jeden Tag. Essen ist für mich ein ganz großes Stück Lebensqualität. Vor allem in stressigen Zeiten, in denen man aufs Wesentliche reduziert. Gerade dann darf der Genuss bei mir nicht zu kurz kommen. Wer auf Kohlehydrate verzichten will, der kann natürlich auch einfach die Kartoffeln weglassen und dafür mehr Gemüse nehmen. Und Vegetarier lassen einfach das Fleisch weg und machen das Ganze nur mit Gemüse.

Variabel, lecker, vielfach verwendbar

An diesem Rezept mag ich, dass es super-variabel ist und dass da für jeden etwas dabei ist. Es ist zum Beispiel das einzige Rezept, bei dem ich Zucchini verwenden kann, ohne dass mein Göttergatte meckert – er mag sie nämlich nicht, kann sie aber leicht aussortieren bzw. bekommt sie schon gar nicht auf den Teller. Die größte Arbeit machen hier das Gemüse und die Kartoffeln, bis das mal gewaschen, teils geschält und geschnitten ist, das dauert eben seine Zeit. Die lässt sich auch nicht wegdiskutieren. Je nachdem, wie man zu Tiefkühl-Gemüse steht, kann man natürlich auch das dafür nehmen (z.B. Karotten, Blumenkohl). Dann geht’s deutlich schneller. Übrigens hebe ich die Reste vom Olivenöl in der Backform gerne mal auf und nehme sie nochmal zum Kochen, als Grundlage für eine Sauce, oder als natürlicher Geschmacksverstärker in einer Suppe oder einem Eintopf, oder zum Braten von Fleisch. Und das Gericht lässt sich auch wunderbar zwei Tage hintereinander essen, man braucht es dann nur im Backofen nochmal warm machen.

So, ich hoffe, das war jetzt nicht zu verwirrend. Ihr habt hier ein wunderbares Rezept an die Hand bekommen, das man in sehr vielen verschiedenen Variationen machen kann und bei dem für jeden Geschmack etwas dabei sein sollte. Danke an Nic für die tolle Blog-Parade – da ich furchtbar gerne Neues ausprobiere, bin ich natürlich auch schon riesig gespannt auf die anderen Rezepte, die noch vorgestellt werden! Sollte jemand von euch das mediterrane Gemüse-Hähnchen nachkochen freu ich mich natürlich über einen Kommentar darüber, wie’s euch geschmeckt hat.

Ganz ehrlich, als ich das Thema dieser Blogparade von FarbCafé gelesen habe, da musste ich schmunzeln und ich wusste sofort: Daran muss ich mich einfach beteiligen! Ich find’s ein tolles Thema, denn in Zeiten von PC und Smartphone ist der Stift vielleicht eines der am meisten unterschätzten Werkzeuge überhaupt. Also ich für meinen Teil hab ja eigentlich immer einen dabei, aber wie ist das bei euch?

Die Frage nach meinem Lieblingsstift lässt sich recht leicht beantworten, und vielleicht ahnt es der eine oder andere von euch, der die Website hier aufmerksam betrachtet hat auch schon, wie die Antwort lautet: Natürlich ist mein Lieblingsstift der Füller, den ihr auch hier auf der Website in verschiedenen Ausführungen zu sehen bekommt. Das ist nämlich wirklich mein Stift.

Ein Stift – mal nicht zum Schreiben

Gekauft habe ich den Füller tatsächlich vor einigen Jahren speziell für diese Fotos. Sie waren der Eyecatcher auf meinem zweiten Flyer und der alten Website. Aber wenn man schon mal einen Füller kauft, dann nutzt man ihn natürlich auch. Und ziemlich schnell wurde er zu meinem Lieblingsstift. Ich unterschreibe damit fast alle Dokumente, schreibe Gruß-, Dankes-, Geburtstags- und andere Karten damit. Wenn ich mit Stichworte zu einem Artikel notiere, benutze ich diesen Füller. Auch mein Testament habe ich mit genau diesem Stift geschrieben. Und mein To do-Kalenderbuch wird hauptsächlich damit befüllt.

Fueller-header

Allerdings muss ich dazu sagen, dass ich eben auch auf Handgeschriebenes stehe – so gerne und viel ich am PC tippe. Aber ein Brief, eine Karte, die von Hand mit einem schönen Stift geschrieben ist, das ist einfach nochmal was anderes. Nennt mich altmodisch! In diesem Fall bin ich es gerne – manche Traditionen müssen einfach bewahrt werden.

Schön schreiben mit dem Federführend-Füller

Dazu kommt natürlich auch, dass der Füller gut in der Hand liegt und schön schreibt. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich kann nicht mit jedem Stift gleich schön schreiben. (Wobei „schön“ immer auch im Auge des Betrachters liegt…) Mit manchen gelingt mir nur halb-leserliches Gekritzel. Mit meinem Füller muss ich mir für richtige Schönschrift zwar auch immer noch Mühe geben, aber es klappt eben.

Es kommt auch schon mal vor, dass ich meinen Federführend-Füller aus dem Büro mit in die Wohnung nehme und dann dort liegenlasse. Zurück am Schreibtisch überkommt mich dann ein komisches Gefühl. Also renne ich die paar Stufen nach oben und hole ganz schnell meinen Lieblingsstift – auch wenn ich ihn in dem Moment gar nicht brauche und auch wenn hier auf dem Schreibtisch noch bestimmt zehn andere Stifte vorhanden sind (und damit meine ich nur die, von denen ich sicher weiß, dass sie auch noch schreiben). Aber ich fühle mich einfach völlig nackt, wenn mein Füller nicht neben mir liegt.

Begleiter ein Leben lang

Apropos noch schreiben: Auch das finde ich so toll an einem Füller: Wenn die Patrone leer ist, dann legt man einfach eine neue ein und kann genauso weiterschreiben wie bisher auch. Klar, ich kann auch bei einem Kuli die Mine wechseln, aber oftmals ist es dann nicht mehr das gleiche Schreibgefühl wie vorher. Und ein Bleistift ist halt irgendwann mal weg. Beim Füller ist das was anderes. Mit diesem Schreibgerät kann man eine Bindung fürs Leben eingehen. So lange die Feder intakt ist, schreibt der Füller. Und dass sie intakt bleibt, das haben wir im wahrsten Sinne des Wortes selbst in der Hand.

Lieblingsstifte

Lieblingsstifte

So ganz nebenbei bemerkt: Ich schreibe auch sehr gerne mit Kuli und mit Bleistift. Überhaupt keine Frage. Und ich habe auch da meine Lieblinge. Mein Lieblings-Bleistift zum Beispiel ist einer mit dem Plan der Londoner U-Bahn drauf. Und mein Lieblings-Kuli ist ein Werbegeschenk, auf dem Federführend und mein Name steht – von einer Werbemittelfirma, die mir ihre Stifte, bedruckt mit meinem Firmennamen, als Werbegeschenk für meine Kunden schmackhaft machen wollte. Und sollte ich irgendwann einmal so etwas planen, dann werde ich mich sicher für diese Kulis entscheiden, weil sie tatsächlich gut sind. Aber eben nicht so toll wie mein Füller, mit dem mich auch so etwas wie eine gemeinsame Geschichte verbindet.

Und das Foto vom Füller hat es ja auch von der alten auf die neue Website geschafft. Ich finde einfach, es ist so ein wunderbarer Brückenschlag zwischen Federführend und dem, was ich hauptsächlich tue, nämlich schreiben. Auch wenn ich meine Texte natürlich in elektronischer Form bei meinen Kunden abliefere, den meisten liegen zumindest ein paar mit meinem Füller handgeschriebene Notizen zugrunde.

federführend liest

Für meinen Job muss ich nicht nur viel schreiben, sondern es gehört auch dazu, viel zu lesen. Zum einen zu Recherchezwecken, zum anderen aber auch, weil man schließlich immer auf dem Laufenden bleiben muss. Dabei stolpere ich immer wieder auch über ganz besonders spannende Artikel, die nicht nur für mich lesenswert sind.

Daher möchte ich euch unter der Rubrik „Federführend liest“ einmal im Monat etwas vorstellen, was ich gelesen habe und was ich für teilenswert erachte. Das können Blog-Artikel sein, Bücher, aber auch durchaus mal ein Print-Text oder gar ein Buch. Die Rubrik „Federführend liest“ findet ihr zukünftig am letzten Donnerstag im Monat hier an dieser Stelle.

Im Mai geht es gleich mit einem spannenden und heiß diskutierten Thema los: Mit der Bezahlung von Bloggern. Sandra Lachmann von Blogland hat einen tollen Artikel dazu verfasst, was Blogger eigentlich kosten (sollten). Der Text richtet sich sowohl an Blogger selbst als auch an Unternehmen und hilft beiden Seiten bei der Preiskalkulation bzw. Budgetplanung.

Schreiben ist Arbeit, Arbeit bedeutet Zeit und Zeit kostet Geld

Sandra macht in ihrem Artikel deutlich, wie viel Arbeit in einem Blog-Artikel steckt. Klar, ich kann unter Umständen einen Text mit der Hand am Arm herunterschreiben, der in 30 Minuten fertig ist. Wenn ich aber einen guten Text schreiben möchte, dann ist diese Zeit absolut utopisch. Denn dann muss ich mir Gedanken machen, welche Inhalte ich vermitteln möchte, womit ich meine Leser am besten erreiche, wie ich den Artikel strukturiere. Ich muss mir Gedanken über den Titel und die Überschriften machen, meistens auch noch unter SEO-Gesichtspunkten.

Erst wenn ich das alles getan habe kann ich anfangen, tatsächlich zu schreiben. Da schreibe ich erstmal gradeweg runter, dann kommt der Feinschliff. Und wenn ich mit dem Text fertig bin, dann brauche ich kurz ein bisschen Abstand und muss ihn dann nochmal lesen, um eventuelle Unstimmigkeiten, inhaltliche Lücken oder Doppelungen, Tippfehler und dergleichen zu finden.

Viele Arbeitsschritte bis zum fertigen Blog-Artikel

All diese Arbeitsschritte gehören zum Erstellen eines Blog-Artikels dazu. Bis dahin ist schon ziemlich viel Zeit ins Land gegangen. Je nach Auftrag gehört es dann auch noch dazu, den Artikel in ein Content-Management-System einzupflegen und zu veröffentlichen, Bilder zu recherchieren oder selbst zu fotografieren und die Fotos entsprechend zu bearbeiten. Und wenn der Artikel erst einmal online ist, dann will er auch via Social Media verbreitet werden.

Bezahlung von Bloggern: Ein wunder Punkt?

Sandra trifft mit ihrem Artikel so etwas wie einen wunden Punkt. Denn während es in den USA bereits Gang und Gäbe ist, Blogger für ihre Arbeit entsprechend zu entlohnen ist das bei uns in Deutschland leider bei vielen immer noch nicht angekommen. Daher auch mein Appell: Liebe Auftraggeber, bevor ihr einem Blogger (oder Texter oder sonst einem Schreiberling) ein Angebot macht überlegt euch mal, ob ihr für den angebotenen Betrag auch nur einen Finger krumm machen würdet. Und überlegt euch, was ihr erwartet. Wenn ihr Qualität erwartet, dann muss diese auch entsprechend entlohnt werden.

Hier geht’s direkt zum Artikel auf Blogland.