Vor Kurzem habe ich darüber geschrieben, dass es gewisse Parallelen zwischen Schreiben und Kochen gibt. Wer den Artikel gelesen hat, der weiß jetzt auch, dass ich nicht nur leidenschaftlich gerne schreibe, sondern genauso gerne koche. Und darum kann ich ja fast nicht anders, als mich an der Blog-Parade von Nic Pinguet von Minimal-ist-Muss zu beteiligen – auch wenn das jetzt mit meinem eigentlichen Thema hier nicht viel zu tun hat.

Schnell muss es gehen, lecker muss es sein, und gesund

Aber der Auslöser für die Blog-Parade hat mich total angesprochen: Die liebe Zeit, die eben irgendwie immer knapp ist. Und auch wenn ich liebend gerne den halben Tag in der Küche verbringen würde, das ist meistens einfach nicht drin. Also müssen Gerichte her, die nicht nur lecker sind – und nach Möglichkeit auch nicht völlig ungesund – sondern die sich auch noch schnell zubereiten lassen.

Ich mache es ja oft so, dass ich gleich die doppelte Menge koche und wir dann zwei Tage davon essen können. Das spart auf jeden Fall viel Zeit. Und in meinem Rezepte-Repertoire gibt es inzwischen auch viele Gerichte, die schnell gemacht sind. Allerdings so viele, dass mir die Auswahl für die Blog-Parade richtig schwer fällt. Hach, immer diese Entscheidungen.

Mediterranes Gemüse-Hähnchen

Nachdem ich eine Münze geworfen habe, bin ich nun bei meinem mediterranen Gemüse-Hähnchen gelandet. Warum ich in der Überschrift schreibe „Für Fleischesser, Vegetarier und Low Carb-Fans“, das verrate ich euch am Ende des Artikels, nach dem Rezept. Ein bisschen Spannung muss schließlich sein, auch beim Kochen! Total gerne würde ich das Original-Rezept hier verlinken, allerdings finde ich das gar nicht mehr, weil ich dieses Gericht inzwischen ganz ohne Rezept koche.

Abwechslung muss auf den Tisch!

Bei uns kommt nämlich äußerst selten mal was auf den Tisch, bei dem ich das Rezept nicht angepasst habe – entweder an den Inhalt des Kühlschranks oder an den, nun ja, sagen wir mal: Erlesenen Geschmack meines Gatten. Auf gut deutsch – er ist extrem schleckig! Das kann manchmal eine echte Herausforderung sein, aber im Laufe der Jahre bin ich da auch echt kreativ geworden. Davon mal abgesehen: Was man nicht weiß, macht einen nicht heiß! 😉

Also, für das Gericht, das übrigens im Ofen zubereitet wird, braucht ihr Folgendes:

Hähnchen-Schlegel, einen pro Portion (ich nehme auch gerne mal welche, bei denen noch mehr als der Schlegel dran ist, je nachdem, was eben grade da ist

Kartoffeln

Gemüse – hier gilt: Nehmt, was gefällt und schmeckt. Bei mir sind das meistens Karotten, Paprika und Tomaten, aber auch Zucchini oder Pilze passen wunderbar.

Zwiebeln (könnte man aber auch weglassen, viele mögen ja keine Zwiebeln – das Schöne an diesem Rezept ist aber, dass man auch wunderbar das herauspicken kann, was man nicht so mag)

Olivenöl

Kräuter (frisch oder getrocknet, welche ihr nehmt, das entscheidet euer Geschmack und euer Gewürzregal – ich nehme entweder Kräuter der Provence oder frischen Rosmarin, Thymian und Majoran, gelegentlich auch etwas Basilikum)

Knoblauch – entweder frisch oder auch als Granulat, das lässt sich besser dosieren

Salz & Pfeffer

Auf genaue Mengenangaben verzichte ich bewusst, denn das Rezept lässt sich so toll variieren und mit dem zubereiten, was man grade da hat. Bei mir ist zur Zeit das meiste aus dem eigenen Garten, bis auf die Zwiebeln und die Hähnchen-Schlegel natürlich.

Die Zubereitung

Als erstes schäle ich die Kartoffeln und schneide sie in Würfel oder in Spalten. Sie dürfen dann ein bisschen in einer Marinade aus Kräutern, Olivenöl, ein wenig Knoblauch und Salz und Pfeffer ziehen. In der Zwischenzeit wird das Fleisch gewaschen und abgetupft und ebenfalls mit der Kräuter-Marinade eingerieben. (Kann man auch schon vorbereiten und ein wenig marinieren lassen, dann geht das Kochen noch schneller.) Während das Fleisch auch noch kurz durchziehen darf, reibe ich eine feuerfeste Form oder ein sehr tiefes Backblech mit ein wenig Olivenöl oder Butter ein. Jetzt kommt das Hähnchen hinein und ab damit in den Ofen, bei ca. 180 bis 190 Grad (vorgeheizt) auf der mittleren Schiene.

Immer schön eins nach dem anderen

Jetzt ist das Gemüse an der Reihe. Und zwar in der Reihenfolge, wie lange es im Ofen braucht. Ich fange immer mit den Karotten an, schäle sie und schneide sie in etwas dickere Scheiben. Dann die Paprika und die Zwiebeln. Auch das kommt in die Kräuter-Marinade. Nach ca. 15 Minuten kommen die Kartoffeln und die Karotten zum Hähnchen in den Ofen, nach weiteren 15 Minuten kommen Paprika und Zwiebeln dazu. Und ganz zum Schluss, so ca. 10 Minuten bevor es fertig ist, dürfen auch die Tomaten mit in den Ofen. So zumindest im Optimalfall – wenn man wenig Zeit hat, und nebenher noch andere Dinge erledigen will, dann kann auch alles zusammen in den Ofen schieben, nur die Hähnchen-Schlegel brauchen ca. 15 Minuten Vorlauf. Die Hähnchen brauchen im Backofen ca. 45 Minuten, durch die Marinade werden sie auch nicht so schnell trocken. Die genaue Zeit müsst ihr individuell ausprobieren, meiner Erfahrung nach ist jeder Backofen anders und vor allem unser Backofen absolut nicht das Maß aller Dinge. Davon mal abgesehen nimmt einem das Gericht es nicht krumm, wenn es mal ein paar Minuten länger im Ofen ist – vorausgesetzt, die Temepratur ist nicht zu hoch.

Rezept für Fleisch-Fans, Vegetarier und für die Low Carb-Diät

Zugegeben, es ist kein Essen für eine Diät. Aber wer mich kennt weiß, dass man mir ein Low Carb-Rezept (ich kann es nicht mehr hören!) auch nicht abnehmen würde. Abgesehen davon macht man sowas ja auch nicht jeden Tag. Essen ist für mich ein ganz großes Stück Lebensqualität. Vor allem in stressigen Zeiten, in denen man aufs Wesentliche reduziert. Gerade dann darf der Genuss bei mir nicht zu kurz kommen. Wer auf Kohlehydrate verzichten will, der kann natürlich auch einfach die Kartoffeln weglassen und dafür mehr Gemüse nehmen. Und Vegetarier lassen einfach das Fleisch weg und machen das Ganze nur mit Gemüse.

Variabel, lecker, vielfach verwendbar

An diesem Rezept mag ich, dass es super-variabel ist und dass da für jeden etwas dabei ist. Es ist zum Beispiel das einzige Rezept, bei dem ich Zucchini verwenden kann, ohne dass mein Göttergatte meckert – er mag sie nämlich nicht, kann sie aber leicht aussortieren bzw. bekommt sie schon gar nicht auf den Teller. Die größte Arbeit machen hier das Gemüse und die Kartoffeln, bis das mal gewaschen, teils geschält und geschnitten ist, das dauert eben seine Zeit. Die lässt sich auch nicht wegdiskutieren. Je nachdem, wie man zu Tiefkühl-Gemüse steht, kann man natürlich auch das dafür nehmen (z.B. Karotten, Blumenkohl). Dann geht’s deutlich schneller. Übrigens hebe ich die Reste vom Olivenöl in der Backform gerne mal auf und nehme sie nochmal zum Kochen, als Grundlage für eine Sauce, oder als natürlicher Geschmacksverstärker in einer Suppe oder einem Eintopf, oder zum Braten von Fleisch. Und das Gericht lässt sich auch wunderbar zwei Tage hintereinander essen, man braucht es dann nur im Backofen nochmal warm machen.

So, ich hoffe, das war jetzt nicht zu verwirrend. Ihr habt hier ein wunderbares Rezept an die Hand bekommen, das man in sehr vielen verschiedenen Variationen machen kann und bei dem für jeden Geschmack etwas dabei sein sollte. Danke an Nic für die tolle Blog-Parade – da ich furchtbar gerne Neues ausprobiere, bin ich natürlich auch schon riesig gespannt auf die anderen Rezepte, die noch vorgestellt werden! Sollte jemand von euch das mediterrane Gemüse-Hähnchen nachkochen freu ich mich natürlich über einen Kommentar darüber, wie’s euch geschmeckt hat.

Ganz ehrlich, als ich das Thema dieser Blogparade von FarbCafé gelesen habe, da musste ich schmunzeln und ich wusste sofort: Daran muss ich mich einfach beteiligen! Ich find’s ein tolles Thema, denn in Zeiten von PC und Smartphone ist der Stift vielleicht eines der am meisten unterschätzten Werkzeuge überhaupt. Also ich für meinen Teil hab ja eigentlich immer einen dabei, aber wie ist das bei euch?

Die Frage nach meinem Lieblingsstift lässt sich recht leicht beantworten, und vielleicht ahnt es der eine oder andere von euch, der die Website hier aufmerksam betrachtet hat auch schon, wie die Antwort lautet: Natürlich ist mein Lieblingsstift der Füller, den ihr auch hier auf der Website in verschiedenen Ausführungen zu sehen bekommt. Das ist nämlich wirklich mein Stift.

Ein Stift – mal nicht zum Schreiben

Gekauft habe ich den Füller tatsächlich vor einigen Jahren speziell für diese Fotos. Sie waren der Eyecatcher auf meinem zweiten Flyer und der alten Website. Aber wenn man schon mal einen Füller kauft, dann nutzt man ihn natürlich auch. Und ziemlich schnell wurde er zu meinem Lieblingsstift. Ich unterschreibe damit fast alle Dokumente, schreibe Gruß-, Dankes-, Geburtstags- und andere Karten damit. Wenn ich mit Stichworte zu einem Artikel notiere, benutze ich diesen Füller. Auch mein Testament habe ich mit genau diesem Stift geschrieben. Und mein To do-Kalenderbuch wird hauptsächlich damit befüllt.

Fueller-header

Allerdings muss ich dazu sagen, dass ich eben auch auf Handgeschriebenes stehe – so gerne und viel ich am PC tippe. Aber ein Brief, eine Karte, die von Hand mit einem schönen Stift geschrieben ist, das ist einfach nochmal was anderes. Nennt mich altmodisch! In diesem Fall bin ich es gerne – manche Traditionen müssen einfach bewahrt werden.

Schön schreiben mit dem Federführend-Füller

Dazu kommt natürlich auch, dass der Füller gut in der Hand liegt und schön schreibt. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich kann nicht mit jedem Stift gleich schön schreiben. (Wobei „schön“ immer auch im Auge des Betrachters liegt…) Mit manchen gelingt mir nur halb-leserliches Gekritzel. Mit meinem Füller muss ich mir für richtige Schönschrift zwar auch immer noch Mühe geben, aber es klappt eben.

Es kommt auch schon mal vor, dass ich meinen Federführend-Füller aus dem Büro mit in die Wohnung nehme und dann dort liegenlasse. Zurück am Schreibtisch überkommt mich dann ein komisches Gefühl. Also renne ich die paar Stufen nach oben und hole ganz schnell meinen Lieblingsstift – auch wenn ich ihn in dem Moment gar nicht brauche und auch wenn hier auf dem Schreibtisch noch bestimmt zehn andere Stifte vorhanden sind (und damit meine ich nur die, von denen ich sicher weiß, dass sie auch noch schreiben). Aber ich fühle mich einfach völlig nackt, wenn mein Füller nicht neben mir liegt.

Begleiter ein Leben lang

Apropos noch schreiben: Auch das finde ich so toll an einem Füller: Wenn die Patrone leer ist, dann legt man einfach eine neue ein und kann genauso weiterschreiben wie bisher auch. Klar, ich kann auch bei einem Kuli die Mine wechseln, aber oftmals ist es dann nicht mehr das gleiche Schreibgefühl wie vorher. Und ein Bleistift ist halt irgendwann mal weg. Beim Füller ist das was anderes. Mit diesem Schreibgerät kann man eine Bindung fürs Leben eingehen. So lange die Feder intakt ist, schreibt der Füller. Und dass sie intakt bleibt, das haben wir im wahrsten Sinne des Wortes selbst in der Hand.

Lieblingsstifte

Lieblingsstifte

So ganz nebenbei bemerkt: Ich schreibe auch sehr gerne mit Kuli und mit Bleistift. Überhaupt keine Frage. Und ich habe auch da meine Lieblinge. Mein Lieblings-Bleistift zum Beispiel ist einer mit dem Plan der Londoner U-Bahn drauf. Und mein Lieblings-Kuli ist ein Werbegeschenk, auf dem Federführend und mein Name steht – von einer Werbemittelfirma, die mir ihre Stifte, bedruckt mit meinem Firmennamen, als Werbegeschenk für meine Kunden schmackhaft machen wollte. Und sollte ich irgendwann einmal so etwas planen, dann werde ich mich sicher für diese Kulis entscheiden, weil sie tatsächlich gut sind. Aber eben nicht so toll wie mein Füller, mit dem mich auch so etwas wie eine gemeinsame Geschichte verbindet.

Und das Foto vom Füller hat es ja auch von der alten auf die neue Website geschafft. Ich finde einfach, es ist so ein wunderbarer Brückenschlag zwischen Federführend und dem, was ich hauptsächlich tue, nämlich schreiben. Auch wenn ich meine Texte natürlich in elektronischer Form bei meinen Kunden abliefere, den meisten liegen zumindest ein paar mit meinem Füller handgeschriebene Notizen zugrunde.

federführend liest

Für meinen Job muss ich nicht nur viel schreiben, sondern es gehört auch dazu, viel zu lesen. Zum einen zu Recherchezwecken, zum anderen aber auch, weil man schließlich immer auf dem Laufenden bleiben muss. Dabei stolpere ich immer wieder auch über ganz besonders spannende Artikel, die nicht nur für mich lesenswert sind.

Daher möchte ich euch unter der Rubrik „Federführend liest“ einmal im Monat etwas vorstellen, was ich gelesen habe und was ich für teilenswert erachte. Das können Blog-Artikel sein, Bücher, aber auch durchaus mal ein Print-Text oder gar ein Buch. Die Rubrik „Federführend liest“ findet ihr zukünftig am letzten Donnerstag im Monat hier an dieser Stelle.

Im Mai geht es gleich mit einem spannenden und heiß diskutierten Thema los: Mit der Bezahlung von Bloggern. Sandra Lachmann von Blogland hat einen tollen Artikel dazu verfasst, was Blogger eigentlich kosten (sollten). Der Text richtet sich sowohl an Blogger selbst als auch an Unternehmen und hilft beiden Seiten bei der Preiskalkulation bzw. Budgetplanung.

Schreiben ist Arbeit, Arbeit bedeutet Zeit und Zeit kostet Geld

Sandra macht in ihrem Artikel deutlich, wie viel Arbeit in einem Blog-Artikel steckt. Klar, ich kann unter Umständen einen Text mit der Hand am Arm herunterschreiben, der in 30 Minuten fertig ist. Wenn ich aber einen guten Text schreiben möchte, dann ist diese Zeit absolut utopisch. Denn dann muss ich mir Gedanken machen, welche Inhalte ich vermitteln möchte, womit ich meine Leser am besten erreiche, wie ich den Artikel strukturiere. Ich muss mir Gedanken über den Titel und die Überschriften machen, meistens auch noch unter SEO-Gesichtspunkten.

Erst wenn ich das alles getan habe kann ich anfangen, tatsächlich zu schreiben. Da schreibe ich erstmal gradeweg runter, dann kommt der Feinschliff. Und wenn ich mit dem Text fertig bin, dann brauche ich kurz ein bisschen Abstand und muss ihn dann nochmal lesen, um eventuelle Unstimmigkeiten, inhaltliche Lücken oder Doppelungen, Tippfehler und dergleichen zu finden.

Viele Arbeitsschritte bis zum fertigen Blog-Artikel

All diese Arbeitsschritte gehören zum Erstellen eines Blog-Artikels dazu. Bis dahin ist schon ziemlich viel Zeit ins Land gegangen. Je nach Auftrag gehört es dann auch noch dazu, den Artikel in ein Content-Management-System einzupflegen und zu veröffentlichen, Bilder zu recherchieren oder selbst zu fotografieren und die Fotos entsprechend zu bearbeiten. Und wenn der Artikel erst einmal online ist, dann will er auch via Social Media verbreitet werden.

Bezahlung von Bloggern: Ein wunder Punkt?

Sandra trifft mit ihrem Artikel so etwas wie einen wunden Punkt. Denn während es in den USA bereits Gang und Gäbe ist, Blogger für ihre Arbeit entsprechend zu entlohnen ist das bei uns in Deutschland leider bei vielen immer noch nicht angekommen. Daher auch mein Appell: Liebe Auftraggeber, bevor ihr einem Blogger (oder Texter oder sonst einem Schreiberling) ein Angebot macht überlegt euch mal, ob ihr für den angebotenen Betrag auch nur einen Finger krumm machen würdet. Und überlegt euch, was ihr erwartet. Wenn ihr Qualität erwartet, dann muss diese auch entsprechend entlohnt werden.

Hier geht’s direkt zum Artikel auf Blogland. 

Dolphin Inn Cocoa Beach

Es ist ein Gedanke, den wir sicherlich alle schon mal hatten: Was wäre, wenn Geld keine Rolle spielte? Linda Benninghoff von MyMoneyMind hat zur Blogparade aufgerufen, und auch wenn es thematisch vielleicht nicht hundertprozentig passt – ich bin dabei! Hier im Blog möchte ich immer wieder auch Einblicke geben in „meine Schreibe“. Außerdem schreibe ich auf der Über mich-Seite, ich sei eine Über-den-Tellerrand-Blickerin. Genau das möchte ich mit diesem Beitrag auch tun, einfach mal über den Tellerrand schauen, meinen Gedanken freien Lauf lassen. Viel Spaß beim Lesen!

Was wäre, wenn Geld keine Rolle spielen würde? Diese Frage zu beantworten fällt mir nicht schwer. Mich dabei kurz zu fassen aber schon. Denn ich habe ja immer tausende Ideen, für die mir leider meist die Zeit und manchmal auch das Geld fehlt. Aber vielleicht ändert sich das ja eines Tages. Nein: Es wird sich eines Tages ändern, denn man soll ja immer Ziele haben, auf die man hinarbeitet. Also:

Schaffen, sparen, Häusle bauen – oder so ähnlich

Als allererstes würde ich monatlich einen bestimmten Betrag zur Seite legen – für schlechte Zeiten, die ja immer mal kommen können. Für besondere Anschaffungen. Und einfach, weil man eben doch ein gewisses Sicherheitsbedürfnis hat. Davon mal abgesehen macht Sparen ja auch Spaß und es ist toll zu sehen, wie der gesparte Betrag jeden Monat wächst. Und vielleicht bin ich auch einfach zu sehr Schwäbin, um ganz darauf zu verzichten. (Selbst in schlechten Zeiten habe ich ein kleines Sparschwein, in das Kleingeld wandert, für Notfälle, für Urlaub, für besondere Anschaffungen.)

Musik liegt in der Luft

Natürlich würde ich mich auch sozial engagieren. Das tue ich ja ohnehin schon, zum einen ehrenamtlich als stellvertretende Schriftführerin im Musikverein, zum anderen auch bei meiner Theatergruppe. Dort werden alle Einnahmen für den guten Zweck gespendet. Über die Jahre ist so ein stolzes Sümmchen zusammengekommen. Weil ich finde, dass Musik einfach zum Leben gehört, weil es der Seele gut tut, weil sie Türen öffnet und weil es einfach schön ist, wenn man ein Instrument beherrscht würde ich gerne Musikunterricht für Kinder ermöglichen, deren Eltern sich das sonst nicht leisten könnten. Mir hat die Musik als Jugendliche (und bis heute) so viel Tolles gebracht, die Gemeinschaft in den diversen Orchestern, den Spaß, den das Musizieren macht. Ich habe wunderbare Menschen kennengelernt. Ganz zu schweigen von großartigen (Konzert-)Reisen in die USA, nach Ungarn, nach Italien, nach Bonn. Diese Erlebnisse möchte ich nicht missen. Ich hatte aber auch das Glück, dass meine Eltern mich dabei voll unterstützt haben und mir das ermöglichen konnten. (Als Einzelkind hat man in dieser Hinsicht einen klaren Vorteil.) Ach ja, und wenn mein Patenkind mal alt genug ist, dann würde sie natürlich auch den Musikunterricht von ihrer Tante bekommen!

Und ja, wenn Geld keine Rolle spielen würde, dann würde ich natürlich auch an mich denken und mir den einen oder anderen Traum erfüllen – einfach, weil ich’s könnte! Über die Stränge schlagen ist aber nicht so mein Ding, und ganz ohne Arbeiten kann ich mir ein Leben ehrlich gesagt auch nicht vorstellen. Außerdem müsste es etwas sein, von dem auch mein Mann was hätte. Denn zu zweit macht’s einfach mehr Spaß!

This must be paradise!

Ich würde mir das Paradies kaufen! Okay, das klingt jetzt ziemlich großkotzig. Hatte ich nicht gesagt, ich will nicht über die Stränge schlagen? Lasst mich das erläutern. Als wir 2013 in den USA unterwegs waren, da kamen wir in Cocoa Beach (Florida) in unserer Unterkunft an und mein erster Gedanke, den ich die folgenden Tage nicht mehr los wurde war: Das hier ist das Paradies! Also: Ich würde das Dolphin Inn in Cocoa Beach kaufen, ein süßes, kleines Hotel mit schnuckeligen Zimmern, direkt am Banana River gelegen (eine Art Seitenarm des Atlantiks, kein Fluss im eigentlichen Sinne), mit Steg. Zum Meer sind’s nur ein paar Schritte über die Straße, der Strand dort scheint endlos und ist nicht überfüllt – in unserem Fall hatten wir sogar das Gefühl, ganz alleine dort zu sein. Wenn ihr euch die Fotos hier im Artikel anschaut, dann wisst ihr, was ich meine und warum ich mich in dieses Fleckchen Erde so verliebt habe.

Den Hotelbetrieb würde ich natürlich aufrecht erhalten, da müsste man dann jemanden einstellen, der das übernimmt. Da es dort kein Frühstück gibt, sondern nur die Zimmer, ist der Aufwand relativ überschaubar und mit zwei Mitarbeitern (plus Gärtner, die den wunderschönen Garten in Schuss halten) ist das gut zu machen. Ums Marketing kann ich mich selbst kümmern, ist ja schließlich mein Metier. Wenn man da nur ein bisschen was macht, den Gästen im Hotel ein freundliches Willkommen bereitet, dann ist das Dolphin Inn eine echte Goldgrube, weil es einfach einen unglaublichen Charme hat. Ein Zimmer würde ich immer freihalten für meinen Vater – ich bin mir sicher, dass es ihm dort auch richtig gut gefallen würde. Freunde und Familie wären natürlich generell immer herzlich willkommen.

Arbeiten weil’s Spaß macht

Außerdem würde ich natürlich trotzdem noch arbeiten. Allerdings hätte ich jetzt die Möglichkeit, mich an all die Projekte zu machen, auf die ich schon immer Lust habe (ihr glaubt nicht, was für Ideen hier in meinem Schatzkästchen schlummern!) und für die mir einfach die Zeit fehlt. Für techgeflüster würde ich mir noch drei, vier Leute suchen, die dafür schreiben und mich unterstützen. Die anderen Projekte könnte ich selbst stemmen, da es dabei nicht darauf ankommt, das da jede Woche zwei, drei Artikel veröffentlicht werden, Aktualität wäre auch nicht das ganz große Thema. Das könnte ich also nach und nach und ganz in Ruhe angehen. Und ich bin ja auch der Meinung, dass in dieser Umgebung (Paradies, Garten, Meer) die Kreativität nur so sprudelt. Da es nicht aufs Geld verdienen ankommt könnte ich ja auch entsprechend viel experimentieren und ausprobieren.

Ein kleiner, grüner Flitzer

Um mobil zu sein – in den USA ganz wichtig, da wird es mit den öffentlichen Verkehrsmitteln schwierig – würde ich mir einen weiteren Traum erfüllen: Ein Mini Cooper von John Cooper Works. Also nicht die Standard-Version, die jeder hat. Sondern schon ein bisschen was Besonderes. Ich bin schon immer ein großer Mini-Fan. Aber inzwischen fahren so viele davon rum, dass ich meinen Mini schon stark individualisieren würde. British Racing Green, Verchromte Spiegel, John Cooper Works Streifen auf der Motorhaube, den Union Jack auf dem Dach und was man sich sonst noch so alles vorstellen kann. Oder alternativ ein Cooper S Cabrio. Da müsste ich wohl ein paar Nächte drüber schlafen. Und mein Mann würde einen schönen „Truck“ (wie er es immer nennt) bekommen, einen Ford F150 oder einen Dodge Ram oder sowas. Was Großes halt, auf amerikanischen Straßen geht das ja. Und zum Mini wäre das ein netter Kontrast. (Ist das jetzt Ironie des Schicksals, dass während ich diese Zeilen schreibe vor meinem Fenster ein Dodge Ram parkt?) Für meinen Vater würde ich einen schönen Oldtimer suchen und ihm damit hoffentlich eine Freude machen.

Neues entdecken!

Auch von Paradies braucht man mal Urlaub. Das wäre ein fester Bestandteil unseres Lebens. Wir hätten also auch noch ein kleines Häuschen irgendwo auf den britischen Inseln, vermutlich in Schottland, in Oban. Oder in Irland, in Galway oder Killarney oder in Kinsale. Ja, das Meer würde eine große Rolle spielen. Ich glaube ja, ich könnte an fast jedem Ort der Welt glücklich sein, wenn ich nur die/den richtigen Menschen um mich rum und das Meer vor der Haustür hab. (Ich bin auch ohne Meer glücklich, aber das wäre eben das Tüpfelchen auf dem i.) Und einmal im Jahr würden wir in ein Land fahren, das wir noch nicht kennen, denn man will ja auch Neues entdecken und kennenlernen. Auf jeden Fall würde ich Linda auf ihrer Finca besuchen!

Ein Instrument lernen

Und last, but not least – um wieder auf die Musik zurückzukommen, da schließt sich dann wohl der Kreis: Ich würde Fagott spielen lernen. Ein wunderschönes Instrument, das leider viel zu oft ein stiefmütterliches Dasein fristet, weil es nicht so viele gibt, die Fagott spielen. Die tiefen Instrumente haben es mir ja schon immer irgendwie angetan. Wenn ich die Zeit dazu hätte, dann würde ich mit Sicherheit auch noch andere Dinge ausprobieren, aber da wäre die Frage: Wo anfangen? Es gibt ja so Vieles, was ich gerne mal machen würde…

Und was sind eure Träume?

So weit meine Gedankenspielerei zum Thema „Finanzielle Freiheit: Geld spielt (k)eine Rolle“. Mir ist klar, dass Vieles davon Wunschtraum bleiben wird. Aber ich weiß auch nicht, wohin die Reise führt und welche Träume ich irgendwann vielleicht doch verwirklichen kann. Der eine oder andere wird auf jeden Fall dabei sein, dessen bin ich mir sicher. Wie ist das denn bei euch? Welche Träume würdet ihr euch erfüllen, wenn Geld keine Rolle spielen würde? Arbeitet ihr daran, sie zu verwirklichen? Ihr wisst ja: „Träum’ groß oder lass es bleiben!“ Ich freue mich auf eure Kommentare!