Im Moment bin ich (mal wieder) dran, meine Website-Texte zu überarbeiten. Und was würde sich da besser anbieten, als genau das auch zum Monatsthema hier im Blog zu machen? Wenn es um die Website geht, dann steht für viele das Design im Vordergrund – und das ist natürlich wichtig, weil die Optik einfach der erste Eindruck ist, den ein Besucher von deiner Website bekommt. Nicht weniger wichtig sind aber auch die Website-Texte. 

Denn das tollste Layout und das beste Angebot bringen nichts, wenn die Texte auf der Website zum Davonlaufen sind. Deshalb hab ich heute Tipps für dich, wie deine Website-Texte großartig werden – und zwar völlig egal, ob du sie selbst schreibst oder jemanden damit beauftragst. Auch ein Texter freut sich darüber, wenn du genau diese Punkte schon bedacht hast oder bereit bist, sie mit ihm oder ihr gemeinsam zu erarbeiten.

Immer die Zielgruppe im Auge haben

Ja, es ist total ausgelutscht, und ich bin mir fast sicher, du kannst es auch nicht mehr hören. Aber es ist einfach so: Deine Zielgruppe musst du kennen, so genau wie möglich. Und beim Schreiben (und übrigens auch beim Design) immer im Auge haben. Deine Website-Texte sind immer eine Gratwanderung zwischen deiner eigenen Persönlichkeit und deiner Zielgruppe. Wobei, wenn ich so drüber nachdenke: Eigentlich nicht, denn wenn du deine Zielgruppe richtig bestimmt hast, dann passt sie ja sowieso zu dir und deiner Persönlichkeit. Und damit wären wir auch schon beim nächsten Punkt…

Deine Persönlichkeit steckt auch im Text

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Ja, aber ein Bild ist ein sehr flüchtiger Eindruck. Ein Text hingegen ist bleibend. Zumindest ist das mit guten Büchern so. Und so sollte es auch mit deinen Website-Texten sein. Sie sollten einen bleibenden Eindruck von dir und deiner Persönlichkeit hinterlassen – Stichwort Authentizität. Aber darüber hab ich in den letzten Wochen ja schon genug geschrieben. Kannst du hier, hier, hier und hier alles nachlesen, falls du’s nicht sowieso schon gelesen hast.

Ohne Plan geht nix!

Auch darüber hab ich schon mal geschrieben. Zwar im Zusammenhang mit Blog-Artikeln, aber das gilt auch für Website-Texte: Einfach drauflos schreiben funktioniert einfach nicht. Die Konzeption ist das Grundgerüst für jeden Text. Deshalb nimm dir ausreichend Zeit dafür bzw. gib deinem Texter die Zeit. Ins Konzept gehört zum einen die Zielgruppe, es lässt einen roten Faden entstehen, der durch den gesamten Text – im Optimalfall sogar durch alle Website-Texte – führt. Der rote Faden innerhalb des Texts erleichtert das Lesen, der rote Faden innerhalb der Website sorgt für den Wiedererkennungswert. Außerdem hilft ein gutes Konzept auch bei der Umsetzung, also in dem Fall beim Schreiben.

Kein leeres Blabla

Dieser Punkt dürfte eigentlich jedem klar sein, trotzdem ist die Umsetzung gar nicht so leicht. Deine Leser wollen kein leeres Blabla, keine Versprechungen, die du nicht hältst und keinen Text, den sie auf jeder x-beliebigen Website finden können. Sie wollen Website-Texte, die ihnen kurz und knackig zeigen, was du zu bieten hast, wie du so drauf bist und was sie von dir erwarten können. Davon sollte schon möglichst viel auf der Startseite zu finden sein, denn Zeit ist kostbar. Keine Angst, du verschießt damit nicht dein ganzes Pulver gleich zu Beginn. Ich bin mir sicher, du hast so viel zu sagen, dass du damit mehr als nur die Startseite füllen kannst. Manchmal muss man es nur herauskitzeln.

Ein guter Ansatz ist übrigens, einfach mal deine Kunden zu fragen, was sie an dir schätzen. Das hilft dir zum einen bei deinen Website-Texten, zum anderen hast du dann auch gleich tolle Referenzen, die du auch auf deiner Seite veröffentlichen kannst. (Dass du vor dem Veröffentlichen fragst, ob du das darfst, ist ja selbstverständlich, ja?)

Mit Struktur den Leser an die Hand nehmen

Wenn der Website-Text an sich fertig ist, dann gilt es, ihn in Form zu bringen. Denn auch beim Text kommt’s auf die Optik an. In diesem Fall ist es die Gliederung. Eine gute Gliederung nimmt den Leser an die Hand und führt ihn durch den Text. Absätze verleihen dem Text Struktur, Überschriften machen den Leser neugierig und zeigen ihm, dass sich das Lesen lohnt.

Zur Auflockerung: Passende Bilder

Und nochmal: Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Es kann aber auch Texte unterstützen und auflockern. Dabei ist es wichtig, dass Bilder und Texte zusammenpassen. Also wenn du in den Texten einen eher lockeren Ton pflegst, so wie ich hier, dann passen dazu nicht unbedingt Fotos von dir im strengen Kostüm. Für eine Anwaltskanzlei hingegen würde ein so flapsiger, lockerer Text nicht ganz passen, dafür aber die Bilder im schicken Business-Outfit.

Grade wenn du lange Website-Texte hast – was ich an sich gar nicht verwerflich finde, wenn sie gut geschrieben sind, werden sie auch gelesen – solltest du sie mit entsprechenden Bildern (oder auch Grafiken) auflockern. Denn wenn ein Leser von einer Text-Wand erschlagen wird, fühlt er sich schnell überfordert und ist dann auch schnell wieder weg.

Korrekte Rechtschreibung – langweilig, aber wichtig!

Auch hier sehe ich dich jetzt die Augen verdrehen. „Schon wieder diese Leier mit der Rechtschreibung…!“ Ja, es ist ein trockenes Thema, zumindest für die meisten von uns. Aber ganz ehrlich: Wenn du auf eine Website kommst, deren Texte voll von Rechtschreib- und Tippfehlern sind, nimmst du das Unternehmen oder die Person dahinter dann ernst? Also ich nicht. Ich denke mir dann: Wer sich keine Mühe gibt, mir Texte zu liefern, die halbwegs korrekt geschrieben sind, der gibt sich mit allem anderen auch keine Mühe. Und weg bin ich.

Wenn du deine Website-Texte selbst schreibst, dann gebe ich dir den Tipp: Investiere in ein Lektorat! Denn wir sind alle irgendwann betriebsblind und lesen das, was wir lesen wollen. Ich genauso wie du. Bevor ich diesen Text veröffentliche, liegt er noch ein paar Tage und ich lese ihn nochmal durch, bevor er online geht. Und ich weiß genau, dass ich mindestens zwei, drei Fehler finden werde.

SEO: Erst der Mensch, dann die (Such-)Maschine

Auch SEO gehört zu Website-Texten einfach dazu. Und auch das ist für viele ein ungeliebtes Thema. Trotzdem solltest du es nicht völlig außer Acht lassen. In erster Linie sollten Website-Texte aber für den Menschen geschrieben sein, für deine Leser. Und zum Schluss kannst du sie noch für die Suchmaschine optimieren, bestimmte Keywords einbauen. Aber immer mit Maß und Ziel. Dabei solltest du immer die Text-Qualität und die Leserfreundlichkeit im Auge behalten. Schließlich gibt es noch genug andere SEO-Maßnahmen, die nicht zu Lasten der Text-Qualität gehen und die dennoch für jeden mit wenig Aufwand umsetzbar sind.

So viel für heute. Mit diesen acht Punkten hast du eine gute Grundlage für deine Website-Texte. Hast du noch Ergänzungen dazu? Dann teile sie mit uns in den Kommentaren!

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