Text ist Kommunikation. Und ein guter Text hängt davon ab, wie gut wir – also Texter und Auftraggeber – miteinander kommunizieren. Ich möchte dir meine Stimme verleihen, wenn ich für dich schreibe. Das kann ich aber nur, wenn wir entsprechend auch miteinander kommunizieren. Bevor ich mit der Arbeit beginnen kann, steht das Briefing. Warum das wichtig ist und wie du dich vorbereiten kannst, will ich dir heute mal darlegen. Dann weißt du, was auf dich zukommt, wenn du mit mir arbeiten möchtest. Und was eine essentielle Voraussetzung für eine erfolgreiche Zusammenarbeit ist. 

Wenn du einen Text bei mir in Auftrag gibst, dann hat dieser Text ein Ziel. Mögliche Ziele gibt es viele – deine Leser davon zu überzeugen, dass du was auf dem Kasten hast, dich nahbar zu machen oder natürlich auch, Besucher deiner Website dazu zu bringen, dass sie etwas bei dir kaufen. Um nur ein paar wenige zu nennen. Das Ziel des Textes sollten wir festlegen, bevor ich mit der Arbeit beginne. Aber egal, was das Ziel ist: Ich möchte dir eine Stimme verleihen. Dafür ist es wichtig, dass wir im Vorfeld miteinander kommunizieren, dass ich deine Stimme kennenlerne. Das ist das sogenannte Briefing, ohne das beim Texten eigentlich gar nix geht.

Erzähle mir von dir und deinem Business

Am liebsten ist es mir, wenn du mir einfach in deinen Worten erzählst, was du machst, warum du es machst und im Optimalfall auch, was an deiner Arbeit besonders ist, warum ausgerechnet du deinen Kunden helfen kannst. Dabei musst du mich nicht davon überzeugen, dass du gut bist – davon gehe ich aus. Mir geht es dabei wirklich um deine eigenen Worte. Denn so kann ich mich in dich hineinfühlen. Vielleicht denkst du dir jetzt: Aber das ist doch die Aufgabe des Texters, das zu machen?! – Nein, ist es nicht. Kann es sein, aber dann muss das vorher so abgesprochen werden, und dann schlägt sich das natürlich im Preis nieder. Meine Aufgabe ist lediglich, die Fülle an Informationen zu verarbeiten und so zu verpacken, dass sie dir und vor allem deinen potentiellen Kunden gefällt.

Sag mir, wer du bist und wer deine Kunden sind

Apropos, du solltest mir natürlich auch sagen, wer denn deine Kunden sind bzw. deine Wunschkunden. Also die, die du mit deinem Text ansprechen möchtest. Auch das ist wichtig, denn ich möchte in meinem Text für dich nicht nur dir eine Stimme verleihen, sondern das auch so tun, dass deine Leser, potentiellen Kunden, Website-Besucher dich verstehen und am Ende des Texts handeln – nämlich dich buchen, bei dir kaufen. Dafür muss ich dich kennen und deine Wunschkunden.

Deine Mitarbeit ist gefragt!

Eine ganz wichtige Sache, die ich mit diesem Artikel vermitteln möchte ist aber: Wenn du einen Text bei mir in Auftrag gibst, heißt das nicht, dass du mir sagst „Schreib mal eine Über mich-Seite“ und dann nie wieder etwas damit zu tun hast. Denn natürlich weiß ich als Texterin, wie man geniale Texte schreibt, wie ich deine Kunden ansprechen muss, wie ich deine Persönlichkeit im Text vermitteln kann und all sowas. Aber die Glaskugeln sind leider ausverkauft, das heißt, du musst mich mit Informationen füttern, sonst verhungern der Text und ich am langen Arm. Deshalb gibt es das Briefing. Alles, was du mir NICHT erzählst, kann ich auch nicht wissen!

Eine Geschichte aus dem Texter-Alltag

Natürlich kann ich auch einen Text schreiben, ohne Briefing und ohne dass du mir viel von dir erzählst. Aber er wird dann halt nicht so gut, wie er sein könnte, das muss dir klar sein. Lass mich mal eben ein bisschen aus dem Nähkästchen plaudern: Kürzlich habe ich einen Auftrag für einen Text bekommen. Ich habe versucht, den Kunden zu erreichen, was schon echt schwierig war. Irgendwie schien es ihm nicht so wichtig zu sein, mit mir zu reden. Irgendwann hab ich dann zumindest eine Büro-Mitarbeiterin erwischt, die bereit war, mir Auskunft zu geben. Auf meine Fragen hin, was ihnen denn besonders wichtig wäre, was genau sie anbieten, ob es besondere Angebote gibt, die nicht jeder hat etc. kam als Antwort nur: Schauen Sie mal auf der alten Website, da steht das alles drauf. Dort fand ich dann eine lange Liste mit Leistungen, die so aber tausendfach zu finden ist. Nichts, was die Firma irgendwie besonders macht, abgesehen davon, dass es ein Familienunternehmen ist. Ich habe dann nochmal nachgehakt bei ihr, auch per Mail beim Chef. Die Antworten waren recht dürftig.

Ein Konzept ohne Plan – schwierig!

Also habe ich mich erst mal hingesetzt und ein Konzept für meine Texte erstellt. Und dann geschrieben und gefeilt. Als ich dem Kunden die Texte dann zugeschickt hab, meinte er „Das bieten wir nicht mehr an und das muss anders und das kann man so nicht machen und…“ – die Liste war lang. Und ich fragte mich: Warum habt ihr mir das nicht gleich gesagt. Ich hab mich selbst hinterfragt: Hab ich die falschen Fragen gestellt? Und an mir und meinen Schreibkünsten gezweifelt. Am Ende kam ich zu dem Schluss: Nein, an mir lag das nicht. Denn ich habe gezielt gefragt, ob bei den Leistungen denn etwas dabei ist, was sie nicht mehr machen oder etwas, was neu hinzugekommen ist. Ob etwas besonders betont werden muss oder ob man etwas nicht erwähnen sollte.

Mach dir Gedanken über dich und dein Business

Mir ist klar, dass das alles gar nicht so einfach ist. Viele Dinge sind für uns so selbstverständlich, dass wir gar nicht auf die Idee kommen, sie zu erwähnen – da geht es mir nicht anders als dir. Und viele Dinge haben wir vielleicht gar nicht so klar im Kopf, dass wir sie weitergeben können. Aber wenn du Texte für deine Website oder auch für einen Flyer, eine Broschüre etc. möchtest, dann ist es wichtig, dass du dir im Vorfeld schon Gedanken machst. Natürlich helfe ich dir dabei auch gerne, das ist gar kein Problem. Dann musst du dir eben entsprechend Zeit nehmen, dass wir all diese Dinge gemeinsam austüfteln können.

Das hat aber den angenehmen Nebeneffekt, dass du dir Gedanken über dich und dein Business machst. Und das solltest du ohnehin dann und wann, selbst wenn du grade keine Texte benötigst. Von daher schlägst du quasi zwei Fliegen mit einer Klappe.

Ich frage dir Löcher in den Bauch!

Wenn du also mit mir – und das gilt auch für andere Texter – zusammenarbeiten willst, dann bereite dich darauf vor, dass ich dir Fragen stellen werde. Viele Fragen! Wenn du die Antworten nicht weißt, dann ist das nicht schlimm. Dann setzen wir uns zusammen – das geht auch virtuell – und finden sie gemeinsam. Wenn du dich schon vor der Kontaktaufnahme bzw. unserem Erstgespräch auf das Briefing vorbereiten möchtest, ist das natürlich wunderbar, dann erleichtert das uns beiden die Zusammenarbeit.

Ich hoffe, ich konnte dir klarmachen, warum es so wichtig ist, dass wir miteinander reden bzw. dass du mir genügend Informationen an die Hand gibst, aus denen ich dann einen Text zaubern kann. Dieses „miteinander Reden“, das Briefing, kann natürlich auch per E-Mail passieren – wie du mir Infos zukommen lässt, ist für mich nicht ganz so wichtig. Ich höre dich zwar gerne, wenn du über dich und dein Business erzählst, weil ich so einfach noch etwas mehr von deiner Persönlichkeit mitbekomme. Aber wenn du dich beim Schreiben wohler fühlst, dann ist das für mich völlig in Ordnung und ausreichend und im Zweifelsfall sogar besser, wie wenn wir telefonieren und du weißt gar nicht, was du mir sagen sollst.

Hast du denn noch Fragen? Oder sind alle Klarheiten beseitigt?

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