Letzte Woche hätte ich gerne den einen oder anderen Punkt im Blog-Artikel noch vertieft. Aber ich wollte dich nicht mit einem Roman erschlagen, deshalb hab ich mich da ein bisschen zurückgehalten. Aber bei meinen Gedanken zum Thema Authentizität geht mir eine Sache nicht mehr aus dem Kopf, die auch in Diskussionen (zu ganz anderen Themen) in letzter Zeit immer wieder aufkommt: Man muss seinen eigenen Weg gehen. 

Den eigenen Weg gehen – das ist eigentlich etwas, was jeder von uns muss. Aber immer wieder wird uns vorgegaukelt, dass es bereits beschrittene Wege gibt, die man einfach nachgehen muss, um Erfolg zu haben. Ob das nun ein Marketing-Trend ist, den man unbedingt mitmachen muss oder eine E-Mail, die man einfach kopiert und dann schlagartig hunderttausende neuer Newsletter-Abonnenten bekommt, da heißt es dann „das hat sich für mich bewährt, also brauchst du nur meinen Erfahrungen zu folgen“.

Mach dir Gedanken, hinterfrage, sei einzigartig!

Ich halte das für ziemlichen Schwachsinn. Okay, nicht komplett und immer. Aber solche Dinge einfach zu übernehmen, ohne sie zu hinterfragen, ohne sich selbst Gedanken dazu zu machen, das ist irgendwie doof und wenig individuell. Und gerade diese Individualität ist es doch, die dich oder mich von anderen unterscheidet. Sie ist unser Alleinstellungsmerkmal. Denn es gibt tausende Texter auf der Welt, Blogger, Grafiker, Social Media-Berater, Coaches, Goldschmiede, Finanz-Experten, Gesundheitsberater… wie soll man sich denn da von der Masse abheben wenn nicht dadurch, dass man etwas anders macht als die Masse, dass man Individualität an den Tag legt?

Authentizität – den eigenen Weg gehen

Deshalb: Hab den Mut, anders zu sein! Ich rufe dich heute dazu auf, deinen ganz eigenen Weg zu gehen, die Dinge anders zu machen. Nicht alles und nicht auf Teufel komm raus. Aber stelle dir bei jedem Trend und Hype die Frage: Passt das zu mir? Wenn ja, dann mach’s. Wenn nicht, dann lass es um Himmels Willen bleiben! Denn wenn’s nicht passt, dann geht’s einfach in die Hose. Das ist ein bisschen wie mit mir und Snapchat. Das ist ein zwar Trend, aber ich sehe mich darin einfach nicht.

Wichtige Erkenntnis: Ein Newsletter passt zu mir, Snapchat nicht

Anders ist es beim Newsletter. Gegen den hab ich mich lange gesträubt – eben weil es hieß „Man muss unbedingt einen Newsletter haben, eine E-Mail-Liste aufbauen“. Heute ist mir aber klar: ein Newsletter passt zu mir. Deshalb schreibe ich meine Newsletter auch immer mit viel Herzblut, mache mir Gedanken darüber, wie ich einen Mehrwert für meine Leser schaffen kann und ihnen jedes Mal etwas mitgeben kann, was sie hier im Blog nicht zu lesen bekommen – es soll sich ja für sie lohnen, den Newsletter auch wirklich zu lesen. Falls du dich davon jetzt selbst überzeugen magst, hier geht’s zur Newsletter-Anmeldung.

Best Practise: Kristiane Marx von think orange

Ich möchte dir noch ein Beispiel mit auf den Weg geben, wie es aussehen kann, wenn jemand sein eigenes Ding macht und seinen eigenen Weg geht. Mir ging bei den ganzen Überlegungen nämlich immer wieder Kristiane Marx von think orange durch den Kopf. Was musste sie sich schon anhören von wegen „Orange ist die unbeliebteste Farbe, das geht ja gar nicht, das kann nicht funktionieren!“ Sie hat tatsächlich schon gehört, dass sie sich mal über ihr Marketing Gedanken machen sollte und über einen Farbwechsel nachdenken. Aber: Für Kristiane funktioniert orange einfach, auch wenn es aus Marketing-Sicht vielleicht keine gute Farbwahl ist. Wer sie und ihr Business aber kennt, kann sich schlicht nichts anderes vorstellen.

Du bist kein Lemming!

Deshalb mach dir nicht so viele Gedanken darüber, was andere sagen und denken. Denn allen kannst du es sowieso nicht recht machen. Mach es dir recht, dann fühlst du dich wohl damit und dann hast du einen wichtigen Schritt auf dem Weg zum Erfolg nämlich schon gemacht: Du bist individuell und authentisch. Kein Lemming, der einfach hinterherrennt und Dinge tut, weil „man“ sie eben tun soll. Sondern ein Individuum, das sich Gedanken macht, das hinterfragt – Trends und sich selbst – und dann eigenständige Entscheidungen trifft und danach handelt.

Du kannst nicht die ganze Welt glücklich machen!

Ja, das wird manche Menschen abschrecken. Aber ganz ehrlich: Willst du mit diesen Menschen zusammenarbeiten? Sie als Kunden? Willst du dich völlig verbiegen müssen? Also ich möchte das nicht. Ich möchte einfach ich sein können, denn nur als ich kann ich auch gute Arbeit leisten. Und da ich ohnehin nicht die Zeit habe, für die ganze Welt zu arbeiten, bin ich auch ganz froh darüber, wenn der eine oder andere abgeschreckt wird, weil ihm das Rot auf meiner Website nicht passt oder nicht gefällt, dass ich hier duze oder weil ihm meine Nase nicht schmeckt. Das ist schon in Ordnung so – natürliche Auslese, könnte man sagen.

4 Kommentare
  1. Kristiane
    Kristiane sagte:

    Liebe Elke, vielen Dank und ich kann Dir nur zustimmen. Es ist wichtig, von seinem eigenen Weg überzeugt zu sein, das hilft in Stürmen sicher zu stehen und der Welt ein bisschen Kristiane, Elke oder … mitzugeben. Wenn mir meine Farbe, meine Website, mein Vortrag oder was auch immer gefällt, dann bin ich safe. Wenn ich eine Raum betrete, kann ich mir immer ganz sicher sein, einem gefalle ich immer – nämlich mir. Mache ich Kompromisse kann es passieren, dass ich den Raum betrete und es gefällt niemanden. Meistens erlebe ich, dass mein Wohlfühlen, meine Sicherheit ansteckt und es sogar noch dem ein oder anderen gefällt. Und ganz ehrlich, wenn orange jeder mögen würde, dann wäre das .. mir fehlen die Worte. Die Geschmäcker sind verschieden und das ist gut so.
    Liebe orangene Grüße von Kristiane

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  1. […] schließlich kann ich nicht in meinen Blog-Artikeln Authentizität predigen, dann aber selbst total unauthentisch und beliebig sein. Meine Ecken und Kanten sind es […]

  2. […] dieser Vision verrate ich schon mal viel darüber, wie ich so drauf bin. Ich zeige mich authentisch und einzigartig. Und von dort aus kann ich weitermachen: Wie kann ich dir (also dem Besucher) […]

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