Ich sage es ja ungern, aber es gibt ein Element in Blog-Artikeln, das sozusagen über Leben und Tod entscheidet. Okay, das ist jetzt etwas übertrieben, ich will damit nur zeigen, dass es superwichtig ist und dass es leider auch gerne vernachlässigt wird. (Da nehme ich mich selbst nicht aus, um ehrlich zu sein.) Wovon ich rede? Von den Überschriften. Warum sie so wichtig sind und wie du es schaffst, sie unwiderstehlich zu machen, ohne dir dabei einen abzubrechen, verrate ich dir heute. 

Warum sind unwiderstehliche Überschriften so wichtig?

Das ist ganz einfach: Die Überschrift ist das erste, was man von deinem Blog-Artikel sieht. Entweder, man kommt direkt auf den Artikel, dann springt einem die Headline schon ins Gesicht. Oder man kommt über Google dorthin, dann hat man oft die Überschrift auch im Suchergebnis. Oder man kommt aus den sozialen Medien, wo meist auch die Überschrift angezeigt wird.

Merkst du was? Egal, wie ein Leser auf deinen Blog kommt, die Überschrift ist immer der erste Kontakt, der erste Berührungspunkt mit dem Artikel. Mit der Überschrift verführst du deine Leser – zum Weiterlesen. Wenn die Überschrift den Leser anspricht, dann hast du schon fast gewonnen. Zwei Gründe gibt es, warum ein Leser deinen Artikel nach der Headline weiterliest: Er ist so neugierig geworden, dass er mehr wissen möchte oder du hast die Lösung für eines seiner Probleme.

Warum sind unwiderstehliche Überschriften so schwierig?

Oftmals sind sie schwierig, weil wir genau wissen, wie wichtig sie sind. Wir setzen uns unter Druck, um eine besonders kreative, anziehende Überschrift zu finden. Und das geht dann meistens in die Hose. Außerdem ist kreativ und anziehend und dabei auch noch kurz und knackig sowieso schwierig, auch ohne Druck.

Wie schreibe ich eine unwiderstehliche Überschrift?

Da gibt es viele Möglichkeiten. Was ich dir unbedingt mit auf den Weg geben möchte, und deshalb steht das hier auch gleich als erster Tipp: Es muss nicht immer mega-kreativ sein. Manchmal darf es auch einfach einfach sein. Wenn dir also nix Kreatives einfällt, du dafür aber eine kurze und aussagekräftige Überschrift hast – dann sei zufrieden damit, das ist nämlich total klasse!

Es darf auch mal einfach sein

Vor allem im Hinblick darauf, dass wir sowieso immer häufiger mit superkreativen Überschriften zugemüllt werden. Ich finde, sie verlieren ihren Wert, wenn man es übertreibt. Deshalb darf’s auch einfach mal kurz und bündig sein. Da weiß der Leser, was er zu erwarten hat. Und wenn du diese Erwartungen auch im Artikel erfüllst, dann hast du auf ganzer Linie gewonnen, alles richtig gemacht. Du hast 5 Tipps für deine Leser zu Thema XYZ? Dann schreib das doch einfach, bevor du dir ein Bein ausreißt, weil du mit aller Gewalt was Kreatives willst.

Problemlösung oder Antwort auf eine Frage

Deine Leser haben ein Problem oder eine Frage. Und deine Aufgabe ist es, dieses Problem zu lösen oder die Frage zu beantworten. Darauf kannst du schon in der Überschrift eingehen. Zum Beispiel „Wie du garantiert deine Leser vergraulst“ oder „Warum die Über mich-Seite so wichtig ist und was du dort erzählen kannst“. Du kannst als Überschrift auch eine ganz konkrete Frage nehmen, die deine Leser haben: „Wie komme ich in die Zeitung?“ wäre ein Beispiel dafür oder „Was machen wir an einem verregneten Ferientag?“ Deine Leser wissen hier sofort, worum es in dem Artikel geht und sehen, ob er für sie interessant ist oder nicht.

Gründe, Wege, Schritte…

Überschriften wie „3 Gründe für/gegen XYZ“ oder „In 3 Schritten zu ABC“ oder „3 Wege zu…“ sind nicht sonderlich kreativ, dafür aber effektiv. Denn sie sagen klar und deutlich, worum es im Artikel geht und versprechen gleichzeitig noch eine saubere Gliederung, was es dem Leser einfacher macht, die Inhalte aufzunehmen.

Das Geniale an diesen Überschriften: Sie passen zu fast jedem Artikel. Also wenn dir mal gar nichts einfällt, dann gibt’s keinen Grund zur Panik, das ist dein persönliches Überschriften-Notfall-Kit.

Widersprüche und Kontroversen

Damit meine ich nicht, dass du im Artikel nicht das schreiben sollst, was die Überschrift verspricht. Im Gegenteil – bitte versprich nie mehr, als du halten kannst. Wenn du Tipps zum über Nacht reich werden in der Überschrift versprichst, dann gib bitte auch genau diese Tipps. Mit Widersprüchen meine ich, dass du ein Überraschungsmoment in die Überschrift einbauen kannst, etwas, was der Leser nicht erwartet oder bei dem er sich fragt, was man damit meint.

Ein Beispiel dafür ist zum Beispiel ein Artikel von mir „Wie ein Text entsteht oder: Was Kochen mit Schreiben zu tun hat“. Darin vergleiche ich das Texten mit dem Kochen. Schreiben und Kochen haben auf den ersten Blick natürlich nichts gemein, aber es gibt gewisse Parallelen, auf die ich in diesem Text eingehe.

Du kannst auch Kontroversen für deine Überschriften nutzen. Zum Beispiel „Reich und berühmt – warum du das nicht wirklich willst“ oder „

Ja, sowas kann total nach hinten losgehen, du solltest also gut überlegen, ob du das machst und dich beim Schreiben auch immer in die Perspektive der Leser versetzen.

Ein Wort zu Google

Oder auch ein paar. In den Suchergebnissen werden maximal ca. 65 Zeichen angezeigt, danach wird gekürzt. Du solltest also darauf achten, dass deine Überschrift nicht länger als 65 Zeichen ist. Oder falls das mal nicht möglich sein sollte, dass sie trotzdem verständlich bleibt und das Wichtigste vor Ende der 65 Zeichen gesagt wurde. Achtung: Das ist hier sehr vereinfacht gesagt, weil die Sache mit den Überschriften und dem Meta Title etc. doch ein bisschen komplizierter ist. Ich will dir hier nur einen Anhaltspunkt geben. Wenn du mehr wissen möchtest zum Thema Länge von Überschriften bzw. Meta Title und Description, dann schau dir mal diesen Artikel bei sistrix an. Dort wird das recht gut und auch verständlich erklärt (vorausgesetzt, du kennst die entsprechenden Begriffe – wenn nicht, reicht dir meine Aussage von oben vollkommen – man muss nicht alles wissen).

Was du bitte niemals machst

Zum Schluss habe ich noch eine Bitte: Was ich und viele andere auf den Tod nicht ausstehen können, sind sogenannte Clickbait-Überschriften. Also solche, die total reißerisch daher kommen, bei denen der Artikel dazu aber meist völlig belanglos und nichtssagend ist. Zum Beispiel „Dieser Mann ging zur Arbeit. Was er dort erlebte, werden Sie nicht glauben“. Meistens ist dann der Strom ausgefallen und er konnte gar nicht arbeiten oder etwas ähnlich Banales. Ehrlich, das hast du absolut nicht nötig!

Überschriften dürfen auch mal ein bisschen reißerisch sein, gar kein Ding. Aber nur ab und zu. Und ganz wichtig ist, dass der Artikel dann genauso toll und interessant und hilfreich ist, wie die Überschrift Glauben macht.

Über unwiderstehliche Überschriften könnte man ein ganzes Buch schreiben, denn es gibt so viele Möglichkeiten und so viele Tipps und Ideen, die ich dir noch mit auf den Weg geben könnte – vielleicht mach das mit dem Buch ja mal, was meinst du? Für einen Blog-Artikel würde das aber den Rahmen sprengen, deshalb will ich es dabei mal belassen. Wenn du noch Tipps hast, dann verrate sie uns aber gerne in den Kommentaren!

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