Du kennst das: Hier flimmert ein Blog-Artikel auf, dort entdeckst du etwas Spannendes in deiner Timeline und bei Twitter hast du doch auch noch was entdeckt, das du eigentlich lesen wolltest. Wir werden überschwemmt von Informationen, die wir gar nicht alle verarbeiten können. Wir lesen Überschriften, denken: Och cool, muss ich lesen! Mit etwas Glück fangen wir dann auch an – aber unterwegs geht uns die Puste aus.  Und umgekehrt ist genau das für uns als Blogger die Herausforderung: Wie schaffen wir es, dass wir nicht nur Leser auf unseren Blog ziehen, sondern dass die dann auch bleiben und lesen? Was uns dabei hilft, ist der richtige Aufbau eines Blog-Artikels – und was du dabei beachten musst, darum soll es heute gehen. 

Wie in der Schule: Einleitung, Hauptteil, Schluss

Nein, bitte nicht weglaufen! Das mag stinklangweilig klingen, ist aber tatsächlich die Basis für eine saubere Artikel-Struktur und somit den richtigen Aufbau eines Blog-Artikels. Du brauchst eine Einleitung – oder fällst du, wenn du jemanden besuchst auch immer gleich mit der Tür ins Haus? Du brauchst einen Hauptteil, das ist der Kern deines Artikels. Und du brauchst einen Schluss, der den Artikel abrundet. Das ist wie der Espresso nach dem Essen.

Struktur schaffen mit Überschriften

Neben einer Überschrift, die dazu animiert, deinen Artikel auch wirklich zu lesen, solltest du auch die Zwischenüberschriften nicht vernachlässigen. Denn sie geben deinem Text Struktur, helfen dem Leser, schon beim ersten Überfliegen zu sehen, ob sich das Lesen lohnt. Entsprechend viel Herzblut solltest du auch in die Zwischenüberschriften stecken. Sie müssen nicht reißerisch sein – wenn du mich kennst, weißt du ja schon, dass ich davon eher wenig halte. Aber sie müssen neugierig machen. Dafür dürfen sie aber beispielsweise auch mal provokativ sein oder einen Widerspruch beinhalten, der den Leser innehalten lässt. Wie immer gilt natürlich auch hier: Mit Maß und Ziel!

Der rote Faden gehört auch zum Aufbau eines Blog-Artikels

Ja, auch der rote Faden gehört zum richtigen Aufbau eines Blog-Artikels. Er muss sich durch den ganzen Artikel ziehen. Du hast beispielsweise eine Problemstellung, um die es im Artikel geht. In der Einleitung führst du zu dieser Problemstellung hin, im Hauptteil erläuterst du sie und bietest Lösungen an und im Schluss ziehst du ein Fazit, forderst deine Leser zum Kommentieren auf, gibst ihnen eventuell noch weiterführende Links oder setzt eine andere Art Call to Action ein. Auch mit deinen Zwischenüberschriften hast du einen roten Faden, der deine Leser durch den Artikel geleitet.

Wie ein Krimi – baue Spannung auf

Das ist jetzt schon was für Fortgeschrittene – und sicher klappt das auch nicht immer. Aber du solltest es zumindest versuchen, in deinen Artikeln Spannung aufzubauen. Wenn du schon im ersten Abschnitt alles verrätst, hat dein Leser keinen Grund, deinen Artikel bis zum Schluss zu lesen. Ich zitiere hier mal aus einem Artikel von Titus Müller bei epubli:

Spannung ist das Herbeisehnen von Antworten.

Dein Leser will Antworten, deshalb ist er bei deinem Artikel gelandet. Und diese Antworten gibst du ihm auch gefälligst – aber eben nicht sofort. Das wäre, als würde Agatha Christie im ersten Satz verraten, wer der Mörder ist (ja, gibt’s bei Krimis auch, aber der klassische Whodunit ist einfach spannender!) oder als wüsstest du vor Anpfiff eines Bundesligaspiels schon, wie es ausgeht und wer wann und wie die Tore schießt. Ich verweise hier neben dem oben bereits erwähnten Artikel mal auf Walter Epp, auch bekannt auf Schreibsuchti. Er hat in seinem absolut großartigen Artikel „Komm niemals nackt“ auf herrlich amüsante und kurzweilige Art und Weise beschrieben, wie man Spannung aufbaut.

Der Mensch, das Augenwesen, braucht das Bild

Das hat mal ein ganz kluger Mann gesagt, nämlich Leonardo da Vinci. Und ja, zum perfekten Artikel-Aufbau gehört auch mindestens ein Titelbild. Das fällt nämlich mehr auf als ein Teaser-Text – deshalb solltest du immer ein Titelbild haben. Auch im Artikel selbst machen sich Bilder natürlich gut. Ich weiß, ich verzichte hier auch weitgehend drauf. Das liegt in erster Linie daran, dass es für mein Thema sehr schwer wäre und die Bildersuche oder -Erstellung mit sehr viel Aufwand verbunden wäre. Die Zeit stecke ich lieber in die Artikel selbst. Aber ich weiß auch, dass das für meine Leser okay ist. Es hängt also von deinem Thema und von deinen Lesern ab, ob du innerhalb des Artikels auch Bilder brauchst oder nicht.

Das Auge isst mit

Von einem schön arrangierten Teller isst man doch lieber als von einem, auf den das Essen nur lieblos hingeklatscht wurde. So ähnlich ist es auch mit deinen Blog-Artikeln. Zum richtigen Aufbau eines Blog-Artikels gehört auch, dass du Absätze einbaust, die nicht zu lang sein sollten – eine Textwand ist optisch nämlich wenig ansprechend. Baue wo möglich Bullet Points ein. Wenn du etwas besonders hervorheben möchtest, verwende Fettschrift – aber mit Maß und Ziel!

Ein solides Grundgerüst für deine Blog-Artikel

Diese Tipps helfen dir dabei, ein solides Grundgerüst für deine Blog-Artikel zu schaffen. Setzt du die Tipps schon um? Falls nicht hoffe ich, dass ich dir mit diesem Beitrag helfen konnte, dass du zukünftig noch bessere Artikel schreibst – und das mit Leichtigkeit!

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