Er kommt mit etwas Verspätung, aber er kommt – mein Lese-Tipp aus dem Juni. Eigentlich hätte dieser Artikel schon letzten Donnerstag online gehen sollen, aber die letzten Tage und Wochen waren einfach komplett irre. (Mehr dazu aber hoffentlich auch bald hier im Blog, das Ergebnis der Arbeit möchte ich euch nicht vorenthalten.)

Inzwischen ist wieder der Alltag eingekehrt und ich kann nun endlich den verpassten Artikel nachholen. Denn natürlich habe ich auch im Juni gelesen. Besonders spannend fand ich diesmal einen Artikel von Roman Kmenta. Darin geht es um den Zusammenhang von magischen Worten und höheren Preisen bzw. dem Wert eines Produktes.

Frische Himbeeren oder sonnengereifte Himbeeren aus eigenem, biologischem Anbau?

Eigentlich ist es ganz logisch: Ein hochpreisiges Produkt muss entsprechend beworben (nicht nur im Sinne von Werbung, sondern auch im Sinne von Präsentation, zum Beispiel auf einer Speisekarte) und dabei eben auch beschrieben werden. Roman Kmenta erklärt das im Artikel wunderbar anschaulich und eingängig, angereichert mit genial umgesetzten Beispielen aus der Praxis. Wer ein hochpreisiges Produkt (oder eine Dienstleistung) verkaufen will, der muss ja irgendwie rüberbringen, dass genau dieses Produkt seinen Preis voll und ganz wert ist. Für die in der Überschrift genannten sonnengereiften Himbeeren aus eigenem, biologischem Anbau könnte man sicherlich einen Euro mehr verlangen als für die Himbeeren, die einfach nur frisch sind.

Corporate Wording – nicht nur was für Groß-Konzerne

Mir gehen bei seinem Text noch zwei Dinge durch den Kopf, die ich an dieser Stelle gerne loswerden möchte. Zum einen ist es das Thema Corporate Wording – also ein gewisser Sprachstil, bestimmte Worte, die ein Unternehmen in allen Publikationen – von der Pressemitteilung über den Produkt-Flyer und die Website bis hin zu Social Media Beiträgen – konsequent durchzieht. Das ist erst einmal Arbeit und beschäftigt einen Texter, oder besser noch ein ganzes Team kreativer Leute für eine Weile. Aber es bringt einen Wiedererkennungswert, den die meisten Unternehmen praktisch ungenutzt verstreichen lassen.

Wer jetzt denkt, Corporate Wording sei nur etwas für große Unternehmen, der irrt. Auch im Kleinen lässt sich das umsetzen, für den Ein-Mann-Betrieb genauso wie für den Handwerker mit 10 Angestellten oder den Mittelständler mit 300 Mitarbeitern. In kleinen Betrieben lässt es sich nur mit weniger Aufwand umsetzen wie in einem Weltkonzern.

Engländer sind kreativer und vielseitiger im Sprachgebrauch

Das zweite Thema, was mir zum Artikel durch den Kopf geht ist viel privater, geht aber irgendwie trotzdem in die gleiche Richtung: Lange Zeit fand ich, auf Englisch könne man sich viel schöner ausdrücken als auf Deutsch. Für viele Begriffe gibt es mehrere Wörter und viele davon klingen so unglaublich poetisch. Bei genauerem Betrachten aber fällt auf, dass es vor allem am unterschiedlichen Sprachgebrauch liegt – wir nutzen einfach sehr viele Wörter gar nicht, während der Engländer oder der Amerikaner da deutlich kreativer im Sprachgebrauch ist.

Hier geht’s direkt zum Artikel von Roman Kmenta.

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