Schreiben ist wie Marathon laufen – wenn man damit anfängt, schafft man noch nicht die volle Distanz und es geht oft mühsam voran. Aber genau wie das Laufen kann man auch Schreiben trainieren. Deshalb hab ich heute eine paar Schreibübung für dich, die dir dabei helfen soll, deinen aktiven Wortschatz zu erweitern, bewusster zu schreiben und lebendige, weil abwechslungsreiche Text zu verfassen. Zu dieser Übung hab ich noch ein paar Anregungen, was du mit Hilfe dieser Übung noch tun kannst, um dir zukünftig das Texten etwas zu erleichtern.

Diese Übung hilft dir übrigens nicht nur bei Blog-Artikeln, sondern auch bei allen Texten, also auch E-Mails und sonstigen Nachrichten, bei Social Media Beiträgen und so weiter. Natürlich bringt es herzlich wenig, wenn du das nur einmal machst. Für einen Marathon trainierst du ja auch langfristig. Wenn die Zeit knapp ist, kannst du diese Übung auch direkt dann anwenden, wenn du grade einen Blog-Artikel schreibst.

Tu’s nur ein einziges Mal!

Zugegeben, diese Übung ist schon etwas gemein und gar nicht so einfach. Aber sie funktioniert und sie hilft dir dabei, abwechslungsreich zu schreiben. Du musst dabei viel nachdenken, umformulieren und dir immer gut überlegen, was du wann wie schreibst. Aber ich finde sie extrem effektiv. Schreibe einen Text, in dem jedes Wort nur einmal vorkommt. Ja, du hast richtig gehört. Artikel wie „der“, „die“ und „das“, „ein“ oder „eine“ sowie Wörter wie „und“, „oder“, „in“, „du“, „ich“ etc. darfst du gerne mehrfach verwenden, aber überlege auch hier jedes Mal gut, ob du einen Satz nicht anders formulieren und auf diese Wörter verzichten kannst. Füllwörter solltest du generell so wenig wie möglich verwenden. Wichtig ist, dass du Adjektive, Verben und Substantive wirklich nur ein einziges Mal im Text verwendest.

Abwechslungsreich schreiben gefällt auch der Suchmaschine

Das widerspricht auf den ersten Blick den Regeln für die Suchmaschinenoptimierung, weil ja bei Webtexten Schlüsselbegriffe mehrfach im Text vorkommen sollten. Aber auch dafür hat diese Übung etwas Gutes. Denn bei der Suchmaschinenoptimierung geht es auch darum, für Keywords andere Begriffe zu finden, die du in deinem Text unterbringen kannst, um auch für diese Wörter gefunden zu werden. Und diese Übung hat genau den netten Nebeneffekt, dass du dir darüber auch Gedanken machst. Synonyme, die du bei der Aufgabe findest, kannst du natürlich auch in Zukunft verwenden, schreib sie dir am besten irgendwo auf. (Und noch eine Nebenbemerkung sei an dieser Stelle erlaubt: Die Zeiten, in denen Texte, bei denen in jedem zweiten Satz das Haupt-Keyword vorkommt, bei Google direkt mal auf Seite 1 landen, sind glücklicherweise vorbei – auch die Suchmaschine ist schlauer geworden und kann Qualität erkennen.)

Du kannst dir beispielsweise ein Word-Dokument anlegen, in dem du alle deine Schlüsselbegriffe aufschreibst und dir Synonyme oder Alternativen dafür notierst. Das gilt auch für Verben und Adjektive, die du häufig verwendest. Ich habe mir für verschiedene oft genutzte Adjektive jeweils ein Blatt angelegt, auf das ich Synonyme, Umschreibungen und mögliche Alternativen aufschreibe. Die dürfen auch mal ein wenig von der ursprünglichen Bedeutung abweichen, denn es kommt ja auch immer auf den Kontext an.

Bevor du ein Wörterbuch oder eine Webseite für Synonyme dafür nutzt, denk erst mal in Ruhe selbst nach, welche Wörter und Wendungen dir einfallen. Lass deine Gedanken schweifen und schreibe dir einfach alles auf, was dir in den Sinn kommt. Das ist gleichzeitig eine gute Übung, um deinen Wortschatz zu erweitern – und dadurch auch wieder lebendiger und abwechslungsreicher zu schreiben.

Bewusstes Schreiben

Bei dieser Übung sollst du bewusst darauf achten, dass du Wörter nur einmal verwendest. Wörter wie „und“, „oder“, „in“ etc. darfst du zwar mehrfach verwenden, sonst wird’s echt richtig fies. Überlege dir aber grade bei Füll- und Bindewörtern immer genau, ob du sie wirklich brauchst. Auch das hilft dir dabei, abwechslungsreich zu schreiben.

Berichte gerne mal davon, wie du mit der Übung klargekommen bist, wie es dir damit erging und was sich bei dir bewegt hat! Viel Spaß beim Tüfteln! (Genau das ist Texten nämlich – ich schreibe meine Texte auch nicht mit der Hand am Arm, sondern da ist jedes Wort wohlüberlegt.)

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