Cornerstone Content

Wenn du bloggst, ist dir vielleicht schon einmal der Begriff Cornerstone Content aufgefallen. Hast du dich dabei gefragt, was das eigentlich bedeutet? Und wozu das gut sein soll? Dann bekommst du jetzt die Antworten auf deine Fragen. 

Was ist Cornerstone Content?

Cornerstone heißt so viel wie Grundstein oder Eckpfeiler. Und das trifft auch beim Cornerstone Content den Nagel recht gut auf den Kopf: Es handelt sich dabei um Artikel, die du als Eckpfeiler deines Blogs sehen kannst, die den restlichen Content (also die anderen Artikel) tragen. Sie sind quasi das Fundament, auf dem die anderen Artikel aufbauen.

Ein solcher Artikel bietet einen besonders großen Mehrwert, ist in der Regel auch sehr ausführlich und daher auch perfekt dafür geeignet, in anderen Artikeln von dir und auch von anderen verlinkt zu werden. Wahrscheinlich wunderst du dich jetzt, weil du mal gelernt hast, dass alle Artikel deinen Lesern einen Mehrwert bieten sollen. Das stimmt natürlich, denn sonst wäre es einfach nur vergeudete Zeit, sie zu schreiben. Aber führ dir mal das Bild vom Fundament vor Augen: Cornerstone Content sind die Artikel, die die Basis bilden, Grundlagenwissen vermitteln, die besonders gut das rüberbringen, was du für deine Kunden tun kannst und deine Expertise besonders gut herausstellen.

Warum brauche ich Cornerstone Content?

Das hat mehrere Gründe. Da wäre zum einen die Positionierung als Experte. Artikel, die Cornerstone Content sind, eignen sich außerordentlich gut dafür, deinen Expertenstatus zu untermauern. Außerdem wäre da natürlich noch die Sache mit den Suchmaschinen. Die freuen sich über Cornerstone-Artikel natürlich auch besonders, zumal es auch ein wichtiges Ziel von Cornerstone Content ist, besonders gut bei Google und Co. zu ranken – und zwar auch oder gerade für hart umkämpfte Keywords.

Darüber hinaus hilft dir persönlich Cornerstone Content, eine Struktur für deinen Blog zu finden. Wenn du beispielsweise vier Eckpfeiler-Artikel hast zu den vier wichtigsten Themen (Keywords – aber dazu nachher noch mehr), dann kannst du auf diesen Artikeln zumindest einen Teil deines Redaktionsplans aufbauen, indem du einzelne Aspekte daraus aufgreifst, vertiefst oder weiterführende Artikel dazu schreibst. So hilft dir CC sogar bei der Planung deiner Artikel.

Wie findest du Cornerstone Content?

Zunächst einmal musst du dir Gedanken darüber machen, wofür du stehst und wozu du gerne im Netz gefunden werden möchtest. Also man angenommen, du bist Burnout-Coach für Mütter, dann willst du vielleicht für Anti-Stress-Coaching gefunden werden, oder für Stressfrei als Mama oder etwas in der Art. Vielleicht hast du eine besondere Methode wie EFT oder Biografiearbeit oder natürlich auch jede andere Methode, jedes andere Coaching-Tool etc. Das wäre dann ein weiterer Begriff, für den du stehst und mit dem du auch gefunden werden willst.

Bei mir wären solche Suchbegriffe beispielsweise „schreiben“, „texten“, „Texter“, „Rechtschreibung“ und natürlich „bloggen“ oder „Blog“. Du kannst dir auch mal die Kategorien deines Blogs genauer anschauen. Wahrscheinlich wirst du hier schon einige Themen finden, die Cornerstone Themen sind. Achtung: Ich schreibe hier bewusst Themen, denn mehr ist das ja noch nicht. Aus diesen Themen – oder eben Keywords, Schlagworten, werden dann später die Artikel.

Vom Keyword zum Suchbegriff

Wenn du deine Schlagwörter (oder neudeutsch Keywords) gefunden hast, wechselst du die Perspektive. Du überlegst dir: Welche Fragen haben meine Kunden? Wonach suchen sie? Deine Keywords behältst du dabei natürlich im Hinterkopf. Mit Hilfe der Keywords und den Fragen, die Leser stellen, kannst du nun weiterarbeiten. Bei mir wird hier aus „schreiben“ dann „schöner schreiben“ und „besser schreiben“, aus „Rechtschreibung“ wird „Tipps zur Rechtschreibung“ oder „Die größten Stolperfallen in der Rechtschreibung“ oder etwas in der Art.

Denk dran, dass meistens nicht nur nach einem Wort gesucht wird, sondern nach Phrasen oder Sätzen. Das solltest du immer im Hinterkopf behalten. Du kannst natürlich ein Keyword-Tool dafür einsetzen, du kannst aber auch einfach mal bei Google mit Auto-Vervollständigen arbeiten, das kann eine richtig gute Inspirationsquelle sein.

Einstieg in ein Thema: Grundlagenwissen vermitteln

Dein Cornerstone Content ist oft der Einstieg in ein bestimmtes Thema. Du kannst später von anderen Artikeln darauf verweisen und musst bestimmte Grundlagen nicht jedes Mal neu erklären, denn das hast du ja in deinem Eckpfeiler bereits gemacht. Im Optimalfall verlinkst du wirklich jeden neuen Artikel zu diesem Thema dann auch mit dem Cornerstone-Artikel. Mit einer guten internen Verlinkung bist du nicht nur leserfreundlich, sondern tust gleichzeitig etwas für deine Suchmaschinenoptimierung. Und genau das ist auch das Tolle am Cornerstone Content: Er ist wirklich für Mensch und Maschine eine richtig feine Sache!

Ich habe noch keinen Cornerstone Content – was kann ich tun?

Wenn du schon eine Weile bloggst, dann bin ich mir sicher, dass du auch schon Cornerstone Content hast. Du weißt es nur vielleicht noch nicht. Also geh erst einmal auf die Suche danach. Wenn du nicht fündig wirst, fängst du einfach damit an, einen Cornerstone-Artikel zu schreiben. Du kannst auch nachträglich noch auf diesen Artikel verlinken, also aus älteren Artikeln heraus auf diesen neuen.

Möglicherweise hast du auch schon einen Artikel, der aber noch nicht ausführlich genug ist. Dann kannst du den bestehenden Artikel einfach überarbeiten, du musst ihn nicht komplett neu schreiben. Als nächsten Schritt nimmst du dir deine alten Artikel vor und schaust, von welchem Artikel du auf den Eckpfeiler-Artikel verlinken kannst.

Das waren die wichtigsten Grundlagen zum Thema Cornerstone Content. Hast du noch Fragen dazu? Ist noch etwas unklar? Dann lass mir einen Kommentar da!

2 Kommentare
  1. Angela
    Angela sagte:

    Vielen Dank Elke.
    Auf die Idee einen “Leitartikel” zu schrieben bin ich noch nicht so richtig gekommen. Daraus auch noch den Reaktionsplan mit vertiefenden Artikel zu erstellen leuchtet ein und ist eigentlich die logische Folge (wenn mann´s dann mal weiß 🙂 ).

    Antworten

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