Gastartikel

In den letzten beiden Artikeln ging es darum, wie man Blogger richtig anspricht und was man doch bittschön tunlichst vermeiden sollte. Heute gibt‘s noch ein paar Tipps, wie‘s richtig geht. Dabei geht‘s mir aber um ein ganz spezielles Thema, nämlich um Gastartikel. Und auch dieser Beitrag wurde wieder einmal inspiriert von einer Begebenheit aus dem Leben. 

Da wurde nämlich eine Finanz-Bloggerin von einem großen, deutschen Finanzinstitut angefragt, ob man denn bei ihr einen Gastartikel veröffentlichen dürfe. Der gelieferte Artikel war dann aber qualitativ so mies, dass sie ihn direkt in die Tonne kloppen konnte. Sehr ärgerlich – für beide Seiten. Aber was muss man denn beachten, wenn man einen Gast-Artikel auf einem anderen Blog veröffentlichen möchte?

Vom guten Ton

Zunächst einmal gilt natürlich ausnahmslos alles, was ich schon im ersten Artikel zu Blogger Relations geschrieben habe. Das wiederhole ich jetzt nicht, hast du ja eh gelesen, nicht wahr? Und natürlich gilt auch hier: Der Ton macht die Musik. Wenn du also einen Blogger anschreibst, weil du bei ihm oder ihr gerne einen Gastartikel veröffentlichen möchtest, dann sei höflich und freundlich. Überlege dir, wie du gerne hättest, dass man dich anschreibt. Und bitte, stell dich selbst auch kurz vor, erzähle, was du machst, wo deine Schwerpunkte liegen etc.

Sei sozial und zeige dich

Bevor du dich aber überhaupt ans E-Mail-Schreiben machst, solltest du wieder einmal recherchieren. Passt der Blog thematisch überhaupt zu meinem Thema? Wurden hier schon Gastartikel veröffentlicht? Gibt es vielleicht sogar einen Hinweis darauf, was man beachten muss, wenn man einen Gastartikel veröffentlichen möchte? Peer Wandinger macht das auf blogprojekt.de richtig toll, so weiß man direkt, was man beachten muss und kann sehr viel konkreter anfragen.

Idealerweise bist du sowieso Stammleser den jeweiligen Blogs und hast dich auch schon mit Kommentaren dort eingebracht. Ansonsten überleg dir doch mal, ob du das nicht machen möchtest, bevor du wegen eines Gastartikels anfragst. Gleiches gilt auch für die jeweiligen Social Media-Kanäle zum Blog. Deine Chancen auf einen Gastartikel steigen ungemein, wenn der Blogger dich schon kennt oder zumindest irgendwo etwas von dir findet, das dein Interesse an seinem Blog zeigt.

Wenn du dann den Blogger oder die Bloggerin anschreibst, dann solltest du zeigen, dass der Blog dir auch bekannt ist. Also nimm Bezug auf einen bestimmten Artikel dort oder auf den Blogger oder etwas in der Art. Warum sollte jemand einen Gastartikel von dir veröffentlichen, dessen Blog du selbst gar nicht liest? Zeige deine Wertschätzung, auch das steigert deine Chancen auf einen Gastartikel.

Worüber kannst du schreiben?

Überlege dir schon im Vorfeld, wie das Thema deines Gastartikels lauten könnte. Natürlich muss es zum Blog passen, in dem du den Beitrag gerne veröffentlichen möchtest, das ist ja selbstverständlich. Aber wenn du schon in deiner Anfrage ein Thema vorschlägst, macht das auf jeden Fall einen guten Eindruck. Denn es zeigt, dass du dir Gedanken gemacht hast, dass es dir ernst ist. Signalisiere aber auch, dass du offen bist für andere Möglichkeiten und Themen. Vielleicht hat der Blogger ein Thema, über das er gerne schreiben würde, wozu ihm aber noch Hintergrundwissen fehlt, das du hast? Das wäre dann die perfekte Lösung für euch beide.

Gastartikel schreiben – gib dein Bestes!

Wenn du die Zusage für einen Gastartikel erhalten hast, dann machst du mit dem Blog-Betreiber das tatsächliche Thema sowie einen Zeitpunkt aus, wann der Artikel veröffentlicht werden soll. Frag auch nach, ob es etwas zu beachten gibt und sprich ab, wie lange der Artikel sein sollte bzw. ob es dafür Vorgaben gibt.

Ihr solltet unbedingt auch klären, wie das mit Bildern ist: Sollst du welche mitliefern? Und wenn ja, was musst du dabei beachten? Das betrifft zum einen das Format der Fotos, zum anderen aber auch ihre Herkunft. Sei dir im Klaren darüber, dass du deinen Beitrag schon ein paar Tage vor der Veröffentlichung einreichen musst, denn natürlich möchte der Blogger ihn vorher lesen. Und gegebenenfalls müssen dann noch Korrekturen vorgenommen werden – sein Blog, seine Regeln!

Liefere erstklassige Qualität ab

Für einen Gastartikel solltest du die bestmögliche Qualität liefern. Das fängt beim Inhalt an und hört bei Rechtschreibung und Grammatik noch nicht auf. Schau dir die anderen Beiträge im Blog genau an und orientieren dich in der Gliederung und im Aufbau an ihnen – außer, ihr habt etwas anderes vereinbart. Gib dir alle Mühe, einen supertollen Artikel abzuliefern!

Wenn du nicht topfit in der deutschen Rechtschreibung bist, nimm ein paar Euro in die Hand und lasse einen Profi ran. Textoptimierung und Lektorat kosten nicht die Welt, lohnen sich aber allemal. Denn so ein Gastartikel ist ein Aushängeschild, das dir ein neues Publikum eröffnet – und da musst du dich von deiner allerbesten Seite zeigen. Ich habe selbst schon viele Artikel, die als Gastartikel veröffentlicht wurden, lektoriert und mache dir gerne ein unverbindliches Angebot dafür. Gilt natürlich auch für den Gastartikel an sich, wenn du selbst nicht schreiben möchtest. Schick mir einfach eine E-Mail und wir schauen, was ich für dich tun kann!

Nach dem Veröffentlichen

Mit dem Schreiben allein ist es dann aber auch nicht getan. Ist der Artikel erst mal veröffentlicht, ist es im Interesse aller, dass du ihn auch über deine Kanäle – Social Media, Newsletter – verbreitest. Das ist nur nett und höflich dem Blog-Betreiber gegenüber. Klar, du willst eigentlich Leser für deinen eigenen Blog bzw. Leute auf deine Unternehmens-Website bringen. Aber wenn dein Gastartikel gut ist, dann passiert das sowieso.

Wenn du nett bist, schreibst du nach der Veröffentlichung deines Beitrags auch nochmal eine Mail an den Blogger oder die Bloggerin und bedankst dich für die Zusammenarbeit und die Möglichkeit, einen Gastartikel zu schreiben. Wer weiß, was aus einer solchen Zusammenarbeit entsteht?

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Wenn du die Kommentarfunktion verwendest, wird aus Sicherheitsgründen auch deine IP-Adresse gespeichert. Weitere Informationen über die Datenspeicherung und -Verarbeitung findest du in meiner Datenschutzerklärung