4 plus 2 schnelle Tipps für bessere Blog-Artikel

von | 26. Mrz 2018 | Bloggen, Schreiben, Text

Du hast es eilig, aber du musst noch schnell einen Blog-Artikel schreiben. Wenn da nur nicht immer der Zeitdruck wäre. Meiner Erfahrung nach aus Gesprächen und aus meiner Facebook-Gruppe für Blogger ist Zeit für die meisten die größte Herausforderung beim Bloggen. Deshalb hab ich dir hier ein paar schnelle Tipps für bessere Blog-Artikel zusammengestellt, mit deren Hilfe du deine Blog-Artikel schnell und unkompliziert verbessern kannst. Die Liste ließe sich noch lange fortführen, aber es soll ja schnell gehen, deshalb das Wichtigste in Kürze. 

Zuerst zwei Tipps, die ich schon mehrfach beschrieben habe und auf die ich deswegen hier auch nicht näher eingehen: Schreibe mit Struktur und stell dir einfach vor, du erzählst jemandem etwas. Beides hilft mir beim Schreiben enorm und beides sorgt dafür, dass mir das Schreiben schneller von der Hand geht.

Schreibe einfach

Die Betonung liegt hier auf „einfach“. Du schreibst keine wissenschaftliche Abhandlung und du schreibst auch keine Gesetze oder sonst was, was meist in Beamtendeutsch verfasst ist. Du schreibst einen Blog-Artikel. Deine Leser haben so wenig Zeit wie du, also mach es ihnen leicht, indem du so schreibst, dass man dich beim ersten Lesen versteht. Verzichte auf lange Schachtelsätze. Verzichte auf Fremdwörter oder erkläre sie.

Aktiv schreiben

In der Schule haben wir uns einen abgebrochen, wenn wir im Deutschunterricht Passiv-Sätze bilden mussten. Heute machen wir es oft automatisch und unbewusst. Dabei sind Aktiv-Sätze viel schöner! Ein Beispiel:

„Ein Lied wurde von Paul gesungen.“

„Paul sang ein Lied.“

Der erste Satz ist im Passiv, der zweite im Aktiv. Aktiv ist ein Satz immer dann, wenn jemand etwas tut, Passiv, wenn etwas getan wird. Das klingt meist steif und oft auch unbeholfen. Aktiv hingegen ist viel dynamischer.

Komm auf den Punkt!

Da muss ich mir an die eigene Nase fassen. Ich ertappe mich oft dabei, Wörter wie „eigentlich“ oder „durchaus“ zu benutzen, auch an Stellen, an denen sie überflüssig sind. Manchmal braucht man solche Füllwörter, um einem Satz den richtigen Ton zu geben. Meistens sind sie jedoch überflüssig.

Auf den Punkt kommen heißt auch, dass du nicht um den heißen Brei herumreden sollst, sondern zielstrebig das sagen, was du sagen willst. Natürlich kann es sein, dass ein Blog-Artikel dann mal nur 300 Wörter lang ist. Aber ganz ehrlich: Ich lese lieber einen knackigen 300-Wort-Artikel als einen langweiligen, der 1.000 Wörter hat. Also vergiss einfach mal all die selbsternannten Gurus, die dir erzählen, dass ein Blog-Artikel mindestens 1.000 Wörter haben muss. Das ist gequirlte Scheiße!

Denn jeder Artikel muss so lang sein, wie er sein muss, um das zu sagen, was du sagen willst. Künstliche aufgeblähte Artikel verwässern nur, also lass es einfach sein. Und denk dran: Du hast keine Zeit – deine Leser aber auch nicht. Du willst dich nicht mit überflüssigem Schnickschnack aufhalten, und du willst auch deine Leser nicht damit belästigen!

Verben statt Substantive

Und vor allem statt Substantivierungen, möchte ich hier noch ergänzen. Verben haben wir in der Grundschule noch „Tun-Wörter“ genannt. Und ich finde diese Bezeichnung gar nicht schlecht, denn mit einem Verb tut man etwas, der Text wird automatisch lebendiger. Deshalb verwende lieber Verben als Substantive und vermeide vor allem unnötige Substantivierungen. Um es auf den Punkt zu bringen, hier mal ein Beispiel, das ich in einem Artikel von Claudia Klinger im Webwriting-Magazin entdeckt habe:

„Nach Aushebung einer Vertiefung liegt auch für den Urheber ein Stürzen im Bereich der Möglichkeit“?

Hast du das Sprichwort erkannt, das hier verhunzt wurde? Ja klar, es ist „Wer anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein.“

Einfach schreiben…

Anders als beim ersten Tipp liegt die Betonung hier auf „schreiben“. Ich weiß, ich wiederhole mich, aber das ist vielleicht der wichtigste Tipp, den ich dir mit auf den Weg geben kann: Schreib einfach drauflos. Auch wenn du’s eilig hast – oder grade dann. Wenn du dir vorher ein Konzept erstellt hast, dann steht der rote Faden für deinen Text ja schon. Dann fängst du einfach an zu schreiben und hörst erst dann auf, wenn du fertig bist. Du wirst sehen, wie zackig das geht. Im zweiten Schritt machst du dich dann ans Überarbeiten. Ja, dieser extra Schritt ist wichtig. Versuche nicht, im ersten Anlauf den perfekten Text zu schreiben, auch wenn du es eilig hast. Denn du blockierst dich damit nur selbst. Schreibe erst alles runter, was die einfällt. Dann machst du dich an den Feinschliff.

Die ersten vier Tipps wirst du anfangs tatsächlich erst beim Überarbeiten beherzigen. Aber du wirst sehen, dass sie dir mit der Zeit in Fleisch und Blut übergehen und du schon in der ersten Schreibphase genau diese Dinge umsetzt.

Bloggen für Eilige

Wie oben schon erwähnt, sind diese Tipps nur die Spitze des Eisbergs – aber eben eine Spitze, die sich auch dann umsetzen lässt, wenn du’s eilig hast. Hast du noch weitere Tipps für bessere Blog-Artikel für Eilige? Dann lass es mich und die Leser in den Kommentaren wissen!

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