Wer schreiben will, muss lesen – das ist einer der wichtigsten Tipps, die ich dir fürs Schreiben mit auf den Weg geben kann. Denn wer viel liest, verbessert damit auch sein Gespür für Sprache, den aktiven und passiven Wortschatz und kommt beim Schreiben besser in den Flow. Und weil die Urlaubszeit vor der Tür steht oder für einige vielleicht sogar schon begonnen hat, gibt’s heute mal Tipps für die Urlaubslektüre – so kannst du ganz nebenbei etwas für dein Business tun und hast trotzdem Entspannung und Erholung. 

Einen ausführlichen Artikel, warum man lesen sollte, wenn man schreiben will, hab ich vor zweieinhalb Jahren schon geschrieben, deshalb gehe ich hier nicht näher darauf ein. Schau einfach mal rein, wenn du noch nicht davon überzeugt bist, dass lesen auch dein Schreiben verbessert.

Anmerkung: Ich verlinke hier auch zu den Büchern und nutze dafür Affiliate-Links. Das bedeutet, dass wenn du eines der Bücher über meinen Link kaufst, bekomme ich ein paar Cent Provision – du musst dafür aber nicht mehr bezahlen.

#1 – Die Spannung steigt: Krimis

Ich bin ein großer Krimi-Fan, und deshalb hat dieses Genre auch eine eigene Rubrik in diesem Artikel bekommen.

Ian Rankin – die Rebus-Romane

Ian Rankins Geschichten um den Polizisten John Rebus gehören zu meinen absoluten Lieblingsbüchern. Er schreibt sehr dichte, atmosphärische Stories, die nicht nur in die Abgründe seines Protagonisten John Rebus blicken lassen, sondern in denen man auch viel über Edinburgh bzw. Schottland und seine Zeitgeschichte und Kultur erfährt. Wer schon mal in Edinburgh war, fühlt sich beim Lesen direkt dorthin zurückversetzt und schleicht mit Rebus durch die düsteren Gassen von Schottlands Hauptstadt.

Robert Galbraith – Der Ruf des Kuckucks

Robert Galbraith kennst du unter Garantie – nur unter anderem Namen. Es ist das Pseudonym von J.K. Rowling, unter dem sie Krimis für Erwachsene schreibt. Wer die detailreichen Beschreibungen der Harry Potter-Romane mochte, wird auch die Cormoran-Strike-Bücher mögen. Ich hab bisher nur „Der Ruf des Kuckucks“ gelesen, den ersten Teil der Roman-Reihe, aber die weiteren Büchern stehen ganz oben auf meiner Wunschliste.

Felix Huby – Der Tatort-Autor

Felix Huby ist vielen vielleicht als Autor zahlreicher Stuttgart-Tatorte mit Kommissar Bienzle bekannt. Dass er auch Romane (und Theaterstücke) mit dem schwäbischen Antihelden veröffentlicht hat, wissen hingegen nur wenige. Und genau deshalb möchte ich an dieser Stelle auf ihn hinweisen. Wer die schwäbische Seele besser kennenlernen und gleichzeitig eine gute Kriminalgeschichte genießen will, der ist bei Felix Huby genau richtig.

#2 – Leichte Kost: Kurzweilige Romane für zwischendurch

Ja, es darf auch mal leichte Kost sein! Immerhin will man sich im Urlaub ja erholen und entspannen. Und dass ein Buch leicht zu lesen und zu verdauen ist, heißt noch lange nicht, dass es schlecht geschrieben sein muss. (Okay, von „Fifty Shades of Grey“ solltest du die Finger lassen, das ist rein aus textlicher Sicht das Papier nicht wert, auf dem es gedruckt wurde!)

Sophie Kinsella – die Shopaholic-Autorin

Von Sophie Kinsella gibt’s inzwischen zahlreiche Romane. Angefangen hat alles mit der Schnäppchenjägerin, von der es inzwischen acht Bände gibt. Mein erstes Buch von ihr war „Remember me?“ bzw. auf deutsch „Kennen wir uns nicht?“, das ich besser fand als die Shopaholic-Reihe und das ich dir wirklich ans Herz legen kann – lustig, ein bisschen traurig und ratzfatz weggelesen.

David Safier – Mieses Karma

Ja, es gibt bei mir im Bücherregal tatsächlich auch deutsche Autoren 😉 David Safier ist einer davon, und sein „Mieses Karma“ ist die perfekte Mischung aus zum Totlachen lustig und zum Nachdenken anregend. Für mich die perfekte Urlaubslektüre

Ralf Schmitz – Schmitz‘ Katze

Nicht nur, aber vor allem für Katzenfans ein absolutes MUSS! Selbst mein Mann, der sonst nie liest, hat es zweimal verschlungen, später dann auch meine Mutter und Vater, der eigentlich auch nie liest und eine Katzenallergie hat. Und allen hat es gefallen. Wir suchen heute noch nach Claude und den Halsbändern.

Nick Hornby – Der Autor für Männer

Nick Hornby wird gerne nachgesagt, er mache Männerliteratur. Und meistens stehen tatsächlich die Männer bzw. ihre Sicht der Dinge im Mittelpunkt, beispielsweise bei „High Fidelity“. Bei „Fever Pitch“ geht’s ganz klassisch um Fußball. Bei „How to be good“ versucht er sich jedoch an einer weiblichen Protagonistin – und ich finde, er macht das richtig gut. Du siehst, von Hornby hab ich einiges gelesen. Das könnte daran liegen, dass „High Fidelity“ Teil meiner Magisterarbeit war. Aber auch daran, dass er zwar schreibt wie leichte Kost, aber durchaus auch ernste Themen anspricht. Und ich bin mir nicht ganz sicher, ob er nicht eigentlich unter Punkt 4 aufgeführt sein müsste. Ach ja: „About a boy“ kennst du wahrscheinlich, wenn nicht als Roman, dann doch den Film mit Hugh Grant.

#3 – Darf’s ein bisschen mehr sein: Die hohe Schule der Literatur

Falls es etwas anspruchsvoller sein soll, hab ich als studierte Literaturwissenschaftlerin natürlich auch was auf Lager.

Johann Wolfgang von Goethe – Der Geist, der stets verneint

Ja, Goethe ist schwere Kost, aber es lohnt sich, sich darauf einzulassen. Für mich immer noch eines der beeindruckendsten Werke ist der Faust. Und wer noch einen Schritt weitergehen möchte, dem lege ich Christopher Marlowes „Doctor Faustus“ nahe, von dem hat Goethe nämlich abgeschrieben, getreu dem Motto „Copy and do it better“. Denn besser ist Goethes Faust allemal, aber es ist durchaus interessant, beide Geschichten zu lesen – obwohl beides Theaterstücke sind.  Marlowe war übrigens ein Zeitgenosse Shakespeares, den ich hier auch nicht unerwähnt lassen möchte. Mein Lieblingsstück von Shakespeare ist „Macbeth“.

Martin Amis – Gierig & Pfeil der Zeit

Den deutschen Titel „Gierig“ mag ich ehrlich gesagt nicht so, im Englischen heißt das Buch „Money“, was ich irgendwie besser finde, ohne es begründen zu können. Vielleicht, weil die Bedeutung irgendwie weiter gefasst ist. Daran, dass ich das Buch klasse finde, ändert aber auch der deutsche Titel nichts. Schwer zu lesen ist es nicht, aber durchaus anspruchsvoller als die Bücher aus der Kategorie 3.  Genial und ungewöhnlich, weil rückwärts erzählt, ist „Pfeil der Zeit“ (engl. Times Arrow). Aber durch diese ungewöhnliche Erzählperspektive ist es auch etwas anstrengend. Perfekt für den Urlaub geeignet, weil man da besser am Ball bleiben kann – sonst verliert man den Faden.

J.R.R. Tolkien – Der Herr der Fantasy

Tolkien war ein begnadeter Geschichtenerzähler. Ich bewundere ihn für seine Detailverliebtheit, mit der er es geschafft hat, nicht nur ganze Welten, sondern auch Sprachen zu erfinden und in seiner Herr der Ringe-Trilogie zu verwenden. Auch wenn du die Filme kennst: Die Bücher sind absolut lesenswert und noch besser als die Filme. Vor allem sprachlich kannst du aus dem Herrn der Ringe viel mitnehmen. Wenn’s ein bisschen leichtere Kost sein soll, empfehle ich den Hobbit. Der übrigens ist um Welten besser als die Filme! Und für alle, die tiefer einsteigen wollen in das Tolkien-Universum, ist das Silmarillion geeignet – das hab ich allerdings auch noch nicht gelesen, es steht aber auf meiner Leseliste.

#4 – Ins Netz gegangen: Blogs

Die Welt der Blogs ist groß und relativ unüberschaubar. Trotzdem gibt es welche, die aus der Masse herausstechen, und ein paar davon möchte ich dir heute als besonders lesenswert vorstellen.

Silke Steigerwald – die Lebensdolmetscherin

Silke ist ein wandelndes Lexikon, auf alle Fragen des Lebens hat sie eine Antwort parat. In ihren Artikeln stecken jedoch nicht nur jede Menge Wissen und (Lebens-)Erfahrung, sondern das Ganze ist auch noch wunderschön verpackt. Ich kenne kaum jemanden, der so schöne Geschichten erzählt wie Silke. Und deshalb ist ihr Blog auch eine Empfehlung für deine Urlaubslektüre: Ein endloser Wissensschatz verpackt in wunderschöne Stories, bei denen das Lesen einfach nur Spaß macht!

Kay Uplifter – TwistheadCats

Kein Nischenblog, auf TwistheadCats ist für jeden etwas dabei. Und Bloggerin Kay Uplifter schreibt selbst über ernste Themen spritzige Artikel, die man gerne liest und die zugleich unterhalten und zum Nachdenken anregen.

Simone Orlik – Tea and Scones

Diesen Blog muss ich dir einfach empfehlen – nicht nur, weil er sich gleich zwei meiner Leidenschaften (Großbritannien und gutes Essen) dreht, sondern weil die Idee für genau so einen Blog seit Jahren in meiner Schublade liegt. Umso mehr freue ich mich, dass Simone das umgesetzt hat und lese entsprechend gern bei ihr. Falls du dich wunderst, wie Großbritannien und Essen zusammenpassen – schau mal bei Tea and Scones rein. Und falls dir der Zusammenhang ohnehin schon klar ist, bist du vermutlich schon auf dem Sprung zu Simones Blog.

P.S.: Ich lasse hier bewusst Fachblogs außen vor, denn das würde den Rahmen sprengen!

#5 – Doch was fürs Business: Fachbücher

Okay, in dieser Rubrik ist natürlich für jeden etwas anderes interessant. Ein paar Business-Bücher gibt’s jedoch, die branchenübergreifend interessant sind, ergänzt habe ich sie hier durch Bücher, die sich nicht direkt aufs Business beziehen, sondern generelle Ratschläge und Tipps für bestimmte Situationen geben.

Tim Ferriss – Der Vier-Stunden-Mann

„Die 4-Stunden-Woche“ und „Tools der Titanen“ sind nur zwei der Bücher von Tim Ferriss. Wenn du mal im gut sortierten Buchhandel oder beim großen A nach dem Autor stöberst, wirst du noch einige mehr finden. Und Tim Ferriss ist der beste Beweis, dass man auch mit einem Orchideenfach wie „East Asian Studies“ erfolgreich werden kann – das Studienfach sagt halt nur bedingt etwas darüber aus, was jemand drauf hat!

David Allen – Wie ich die Dinge geregelt kriege

Zeitmanagement und Prokrastination sind wohl Themen, die uns alle mehr oder weniger beschäftigen. Deshalb gehört David Allens „Wie ich die Dinge geregelt kriege“ zur Pflichtlektüre nicht nur für Selbständige. Ich muss es wohl nochmal lesen… 😉

Miriam Löffler – Think Content

Okay, ein richtiges Fachbuch musste hier noch rein. Und da du diesen Blog liest, gehe ich stark davon aus, dass du selbständig bist, auch bloggst oder sonst irgendwie mit dem Thema Content Marketing zu tun hast. Und da ist „Think Content“ von Miriam Löffler eine prima Lektüre, es ist das Standardwerk im deutschen Sprachraum zum Thema Content Marketing. Es ist sehr ausführlich, hat einen starken Praxisbezug und ist auch wunderbar verständlich geschrieben.

Was sind deine Lesetipps?

Das waren sie also, meine Lesetipps für den Sommerurlaub. Was ich dieses Jahr lesen werde, weiß ich noch nicht genau – die Auswahl ist einfach zu groß. Ein Ian Rankin-Buch kommt aber auf jeden Fall mit. Alles weitere wird sich zeigen. Weil so eine Liste natürlich nur einen winzigen Ausschnitt bilden kann, hab ich jetzt direkt noch eine kleine Aufgabe, nein, vielmehr eine Bitte an dich: Lass uns doch wissen, was deine Empfehlungen für die Urlaubslektüre sind!

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