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Blogger-Grundlagen: Richtig recherchieren – 4 Tipps

Egal, ob man privat bloggt oder beruflich, Seriosität sollte für alle Blogger einen wichtigen Stellenwert einnehmen. Dazu gehört auch die gründliche und richtige Recherche. Denn nichts ist schädlicher für die Glaubwürdigkeit, wie schlecht recherchierte Inhalte oder falsche Angaben, weil man nicht richtig recherchiert hat.

Die richtige Vorbereitung ist die halbe Recherche. Denn dann könnt ihr entsprechend gezielt suchen. Das Artikelthema steht, vielleicht habt ihr auch schon einen Schwerpunkt innerhalb des Themas, eventuell sogar schon die Gliederung.

Jetzt könnt ihr euch Gedanken machen: Was weiß ich schon? Wo bin ich mir nicht ganz sicher? Welcher Punkt ist vielleicht so, dass ich es zwar weiß, es aber trotzdem belegen möchte? Was wäre eine andere Meinung dazu? Und wo kann man Informationen finden, die einen Aspekt noch weiter vertiefen? Mit Hilfe dieser Fragen kann man wesentlich gezielter recherchieren, wie wenn man einfach so ins Blaue sucht und gar nicht so genau weiß, was eigentlich.

1.) Das A und O: Seriöse Quellen

Für mich ist mit das Wichtigste beim Recherchieren, dass ich letztlich nur seriöse Quellen verwende. Da ich meistens im Internet recherchiere, selten mal in Fachbüchern, schaue ich mir genau an, von wem die jeweilige Website stammt. Oft merkt man schon auf den ersten Blick, ob eine Seite seriös ist oder nicht, lasst dabei einfach euren gesunden Menschenverstand spielen.

Manchmal suche ich auch eine zweite Quelle, wenn ich mir bei einer Aussage nicht ganz sicher bin. Und im Zweifelsfall lasse ich lieber mal was weg, als eine vielleicht nicht so tolle Quelle zu zitieren. Denn so etwas fällt letztlich immer auf mich zurück. Ganz wichtig ist übrigens auch, dass ihr eure Quellen angebt. Denn sonst wäre es ja ein Plagiat, und das wollen wir schließlich nicht.

2.) Richtig suchen bei Google

Für viele ist die erste Anlaufstelle, wenn sie etwas suchen, Google. Für mich übrigens auch. Bei der Vielzahl an Websites und Blogs, die es heute gibt, kann eine Recherche aber extrem aufwändig werden. Wenn man richtig sucht und ein paar Tricks und Kniffe beachtet, dann kann man sich viel Zeit sparen. So sollte man zum Beispiel im Vorfeld überlegen, ob der Begriff, nach dem man sucht, eindeutig ist.

Unter anderem ist es hilfreich, mit Operatoren zu suchen, weil man so die Suche verfeinern kann. Weil das ein Thema ist, das für mindestens einen großen Artikel genug Stoff bieten würde, verlinke ich hier einfach mal zu einem Artikel, der sich mit Suchoperatoren beschäftigt.

3.) Alternativen zu Google

Natürlich ist Google nicht alles. Es gibt auch andere Suchmaschinen, zum Beispiel Bing (vom Microsoft) und Yahoo – die beiden haben sich 2009 zusammengeschlossen, um gegen die übermächtige Konkurrenz von Google bestehen zu können. Wer nicht möchte, dass die Betreiber der Suchmaschinen zu viele Daten über den Nutzer sammeln, der kann beispielsweise mit Duckduckgo suchen oder auch mit Qwant.

Sucht ihr nach Videos, dann könnt ihr zum Beispiel auf blinkx zugreifen, eine Video-Suchmaschine. Ziemlich cool finde ich Wolfram Alpha: Statt einfach nur auf andere Websites zu verweisen versucht die Suchmaschine, die Antwort auf eine Frage selbst zu geben. Ihr seht, es gibt also einige Alternativen zu Google. Eine tolle Übersicht zum Thema Suchmaschinen findet ihr bei t3n.

4.) Recherche in den sozialen Medien

Eines der wichtigsten Recherche-Tools sind für mich die sozialen Netzwerke geworden. Ich suche neben Google hauptsächlich auf Twitter, Facebook und Pinterest nach Informationen. Einer Studie aus 2015 zufolge gewinnen die sozialen Medien grade für Journalisten zunehmend an Bedeutung – und zwar vor allem für die Recherche. Denn genau wie bei einer Suchmaschine kann ich auch bei Facebook und Co. suchen – mit Hilfe von Hashtags bei Twitter zum Beispiel.

Auch bei Facebook kann man mit Hilfe von Hashtags suchen, allerdings finde ich es weniger effektiv als bei Twitter. Bei Facebook gibt es zwar seit einiger Zeit den Dienst Signal, doch der ist nur für Journalisten verfügbar und vor allem im englischsprachigen Bereich nützlich. Deshalb nutze ich neben Twitter vor allem Pinterest für die gezielte Recherche. Auch hier reicht die Eingabe eines Begriffs, um Ergebnisse zu bekommen. Gibt man mehrere Begriffe ein, kann man die Suche verfeinern. Pinterest ist damit ein echt tolles Recherche-Tool.

Gründliches Recherchieren ist unerlässlich

Eine solide Recherche ist die Grundlage guter Berichterstattung – und das gilt längst nicht mehr nur für Journalisten. Auch Blogger kommen aus vielfältigen Gründen ohne Recherchieren in den meisten Fällen nicht weit. Ich hoffe, dass euch meine Tipps in Zukunft dabei helfen.

3 Antworten

Trackbacks & Pingbacks

  1. […] geht bei Twitter ja nicht nur darum, dass man selbst Tweets verfasst. Ich liebe Twitter, weil es a) ein hervorragendes Recherche-Tool ist und b) ich mich ganz schnell über alles Wichtige (und manchmal auch Unwichtige, aber dennoch […]

  2. […] Interessant dazu sicher auch, wie Journalisten heute recherchieren und wie man eigentlich richtig recherchiert. […]

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