Landingpage

In letzter Zeit ist mir ein paar Mal aufgefallen, dass von einer Landingpage die Rede ist, aber eigentlich eine Startseite gemeint ist. Das wurde mir durch den Kontext klar. Weil es hier aber offensichtlich etwas Verwirrung gibt, möchte ich heute mal erklären, was genau eine Landingpage ist, welche Aufgabe sie hat und was eben keine Landingpage ist.

Eine Landingpage hat mit einer Startseite gar nichts zu tun. Vielleicht ist auch der Begriff Startseite – oder Homepage (denn damit ist tatsächlich nur die Startseite gemeint, nicht die ganze Internetpräsenz, aber dazu in einem späteren Artikel mehr) – nicht mehr ganz so optimal. Denn dank Suchmaschinen, Social Media und Co. ist es eben oft nicht die Startseite, die wir als erstes besuchen, sondern eine andere Seite, beispielsweise ein Blog-Artikel, die Seite, auf der die Leistungen aufgeführt werden oder eben eine Landingpage.

Eine Seite mit klarem Ziel

Doch was ist denn eigentlich eine Landingpage? Es ist eine Seite, die ein ganz klares Ziel hat: Sie soll den Besucher zu einer bestimmten Handlung animieren. In der Regel ist das, ein bestimmtes Angebot zu kaufen. Es kann aber auch die Eintragung in einen Newsletter sein, die eine Landingpage bezwecken möchte oder die Anmeldung oder der Download eines kostenlosen Produkts. Wikipedia nennt die Landingpage auch Zielseite, was ich recht passend finde, denn eine Landingpage hat ein klar definiertes Ziel – und nur dieses eine Ziel!

Produkte und Dienstleistungen mit einer Landingpage bewerben

Ein ganz konkretes Angebot steht dabei im Fokus. Und das ist wichtig: Es ist wirklich nur ein einziges Angebot. Lass mich das mal an einem Beispiel erklären: Du hast einen neuen Online-Kurs und möchtest, dass deine Besucher sich dafür anmelden. Also erstellst du eine Landingpage, auf der du die Vorteile des Kurses klar herausstellst und diesen Kurs zum Kauf anbietest.

Das Ganze funktioniert natürlich auch bei einem Buch oder E-Book oder bei einem Workshop, einer bestimmten Dienstleistung oder auch für die Newsletter-Anmeldung, wenn du deine E-Mail-Liste aufbauen möchtest. Eine Landingpage kannst du auch einsetzen, wenn du ein kostenloses Kennenlerngespräch anbietest. Und sogar wenn du Leute dazu bringen möchtest, deinen Laden vor Ort zu besuchen, kann eine Landingpage sinnvoll sein.

Was sind die charakteristischen Merkmale einer Landingpage?

Eine Landingpage hat ein paar Merkmale, die sie ausmachen:

  • kein Menü
  • ein einziges, klar definiertes Angebot
  • Response-Elemente (erkläre ich gleich noch)
  • sie steht für sich selbst

Lass mich das noch etwas näher erläutern. Warum kein Menü? Ein Menü lenkt nur ab und bringt den Besucher dazu, möglicherweise auf eine andere Seite zu wechseln. Das willst du nicht, denn er soll ja dein Angebot wahrnehmen, um das es auf der Landingpage geht. Deshalb gibt es nichts, was von diesem Angebot ablenken würde.

Ein klar definiertes Angebot deshalb, weil alles auf dieser einen Seite untergebracht wird. Deshalb muss auf der Landingpage möglichst sofort klar werden, worum es geht, warum dieses Angebot der absolute Hammer ist und welchen Nutzen dein Besucher davon hat.

Mit Response-Elementen ist alles gemeint, was Interaktion bietet. Das kann ein Formular zu Anmeldung oder ein Kontaktformular sein, aber auch ein Call-to-Action-Button oder etwas in der Art. Irgendetwas eben, womit der Besucher interagieren, auf dein Angebot reagieren kann.

Eine Landingpage steht für sich selbst, weil Besucher oft nicht von deiner Website auf ihr landen, sondern durch einen Link in einer Suchmaschine, in den sozialen Medien oder einem Newsletter. Das heißt, diesen Besuchern fehlen die Informationen deiner Startseite oder Über mich-Seite. Umso überzeugender muss das Angebot auf der Landingpage sein.

Beispiele für gute Landingpages

Weil’s einfach besser verständlich ist, wenn man etwas von Augen hat, will ich dir noch ein paar Beispiele für gelungene Landingpages zeigen.

Die Landingpage für den Quick Check von WPress-Mechanikerin Anita Leverenz ist ein gelungenes Beispiel. Sie spricht ein Problem an und bietet direkt die Lösung dafür. Dann zeigt sie nochmal deutlich den Nutzen auf und unterstreicht das mit den Kundenstimmen. Alles ist kurz und knapp gehalten, aber eben klar und verständlich. Gut gemacht!

Wenn dich weitere Beispiele für toll gemachte Landingpages interessieren, hat die t3n einige herausragende Beispiele gesammelt.

Warum ist eine Landingpage so wichtig?

Eine Landingpage ist ein sehr mächtiges Marketing-Instrument. Wenn du ein neues Produkt oder eine neue Dienstleistung hast, deinen Newsletter oder ein Erstgespräch bewerben möchtest, ist eine Landingpage optimal dafür geeignet. Denn sie hat, wie oben beschrieben, ein einziges, klar formuliertes Ziel. Und genau dieser Fokus auf eine einzige Sache macht sie so wertvoll.

Auf einer Landingpage kannst du die jeweilige Zielgruppe punktgenau ansprechen – sehr viel genauer wie auf anderen Seiten. Auch das ist ein großer Vorteil. Du kannst beispielsweise für ein Produkt mehrere Landingpages nutzen: Eine für deine Newsletter-Abonnenten, eine für AdWords-Anzeigen, weil die Zielgruppen hier etwas unterschiedlich sind bzw. sein können.

Wie landen Besucher auf einer Landingpage?

Es gibt viele Möglichkeiten, wie jemand auf deiner Landingpage landen kann. Das kann durch einen Link in einem Newsletter sein oder in den sozialen Medien, es kann durch eine Suchmaschine oder über eine AdWords-Anzeige sein. Welche Möglichkeiten du nutzt, um Besucher auf deine Landingpage zu bekommen, hängt stark davon ab, um was es bei der Landingpage geht. Und der Inhalt der Landingpage hängt wiederum stark von deiner Zielgruppe ab. Wenn du beispielsweise eine Landingpage in einen Newsletter packst, wird die Seite anders aussehen wie wenn sie sich an potentielle Kunden richtet, die dich noch gar nicht kennen. All diese Dinge musst du bei der Konzeption und Umsetzung der Seite beachten.

1 Kommentar

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  1. […] Website. Das habe ich im letzten Artikel schon etwas genauer erklärt, du kannst ganz einfach hier im Artikel zur Landingpage […]

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