Die Spickzettel-Methode: Wir dir Spickzettel helfen, bockstarke und abwechslungsreiche Texte zu schreiben

von | 4. Okt 2021 | Schreiben, Bloggen, Text

Spickzettel klingt nach irgendwas zwischen harmloser Schummelei und unmoralischer Täuschung. Aber Spickzettel sind nicht immer schlecht – im Gegenteil. Einem Schulkind würde ich das natürlich nicht erzählen, weil es spätestens hier nicht mehr weiter zuhören würde. Aber fürs Schreiben im Business sind Spickzettel eine richtig feine Sache. Wie das mit der Spickzettel-Methode funktioniert und was sie dir bringt, verrät dir dieser Artikel.

Eigentlich ist die Spickzettel-Methode ganz einfach: Für Wörter, die ich häufig benutze, habe ich mir einen Spickzettel erstellt. Darauf stehen Synonyme, Alternativen und Umschreibungen, die ich statt des jeweiligen Wortes nutzen kann.

Einzigartigkeit in Texten rüberbringen

Spickzettel habe ich für häufig genutzte Substantive wie beispielsweise „Expertin“ oder für Adjektive wie „gut“ oder „effizient“, aber auch für ganze Phrasen wie „ins Tun kommen“. Meistens geht es um Begriffe, bei denen ich Schnappatmung bekomme, wenn ich sie höre, weil sie an jeder Ecke zu finden sind und geradezu inflationär eingesetzt werden, weil grade mal wieder ein neuer Hype durch meine Bubble geht.

Nehmen wir doch mal den Begriff „ins Tun kommen“ – so viel kann ich gar nicht essen, wie ich brechen möchte, wenn ich das höre. Ganz einfach, weil ich es viel zu oft gehört und gelesen hab und weil das meistens verbunden war mit irgendeinem Coaching oder sowas, bei dem man ein Schema F gezeigt bekommt und dann in kurzer Zeit ganz viel verdient. Dass man dafür entweder auch ganz viel ausgeben muss oder dass Schema F eben für Person F funktioniert, nicht aber für Person M oder G oder A, das wird meistens nicht dazu gesagt. Aber ich schweife ab… auf jeden Fall kann ich diesen Begriff nicht ausstehen. Aber ich verstehe den Sinn dahinter. Denn wir können sehr viel in der Theorie lernen und verstehen, das heißt aber noch lange nicht, dass wir das dann auch umsetzen können und vor allem, dass wir es dann auch wirklich tun. Und genau das ist der Knackpunkt, die Umsetzung. Dafür muss man – genau, ins Tun kommen. Der Begriff hat also durchaus seine Berechtigung. Aber man kann’s eben auch anders sagen.

Abwechslungsreiche Texte mit Spickzetteln

Zum Beispiel kann man eben das Wort „Umsetzung“ oder „umsetzen“ verwenden. Oder aber, wenn’s etwas flapsiger sein soll, „in die Gänge kommen“ oder „den Hintern hochkriegen“. Genauso gut sind aber Wörter wie „loslegen“, „durchstarten“, „beginnen“, „anfangen“, „etwas anpacken“, „verwirklichen“… die Liste ist natürlich längst nicht vollständig, soll dir aber einen Einblick geben, wie groß die sprachliche Vielfalt ist und wie viele Optionen wir beim Schreiben haben. Das betrifft nicht nur den Begriff „ins Tun kommen“, sondern beispielsweise auch das Wörtchen „gut“. Ein ganz alltäglicher Begriff, der aber auch recht oberflächlich ist. Meistens gibt es bessere Alternativen dazu. Wenn du jetzt neugierig bist – ich hab das was für dich! Meinen Spickzettel „Gut ist nicht immer gut genug“ bekommst du kostenlos in dein Postfach, wenn du diesem Link folgst. Damit bekommst du einen Eindruck, was so ein Spickzettel kann und warum er sinnvoll ist.

Solche Spickzettel mache ich auch, wenn ich Texte für Kunden schreibe. Denn es ist durchaus sinnvoll, sich vor dem Schreiben schon Gedanken über das Wording zu machen. Das ist ein bisschen mehr Arbeit im Vorfeld, dafür kann ich mich nach der Konzeption dann aber voll und ganz aus Schreiben konzentrieren und muss nicht lange über Begriffe grübeln. Außerdem hilft es dabei, wenn man aus einem Text mehrere machen möchte. Denn es geht deutlich schneller, Texte ein bisschen abzuwandeln und anzupassen, wenn man dafür schon entsprechende Begrifflichkeiten im Hinterkopf hat. So lassen sich Texte auch sehr gut auf eine bestimmte Zielgruppe zuschneiden – denn vielleicht verwenden die Menschen, die dir auf Facebook folgen andere Begriffe als diejenigen, die mit dir auf LinkedIn verbunden sind.

Schreibst du schon abwechslungsreich und einzigartig?

Wie sieht das bei dir aus? Achtest du auf Abwechslung bei deinen Texten? Setzt du bewusst Synonyme und Alternativen ein? Oder machst du das noch nicht? Dann hast du jetzt eine Methode, mit der dir das viel leichter von der Hand geht und kannst es einfach mal ausprobieren. Berichte doch gerne von deinen Erfahrungen!

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