Anfang des Jahres habe ich das Handlettering für mich entdeckt. Ich fand diese tollen Handschriften schon immer schön, wäre aber nie auf die Idee gekommen, dass ich das auch lernen könnte. Und dann hab ich’s einfach probiert. Anfangs sah das, sagen wir: nicht besonders schick aus. Aber mit der Zeit habe ich Übung bekommen und jetzt sind meine Letterings schon recht passabel. So ähnlich wie mit dem Handlettering ist es auch mit dem Schreiben von Texten: Wer übt, wird besser darin. Und wie fürs Lettering gibt’s auch fürs Texten Übungen, die dir dabei helfen. Eine davon möchte ich dir heute vorstellen. 

So kommst du in den Schreib-Flow

Es ist eine Übung, um generell ins Schreiben reinzukommen, wenn du noch wenig geübt bist. Sie funktioniert aber auch bei Schreibblockaden oder wenn du einfach nicht so richtig in den Schreib-Flow findest. Und sie ist ganz einfach: Freies Schreiben. Da „freies Schreiben“ wissenschaftlich nicht eindeutig definiert ist, will ich kurz erklären, was ich damit meine: Es geht darum, dass du ungefiltert und frei von äußerem Druck einfach Worte zu Papier bringst. Du sollst spontan sein, dich einfach treiben lassen. Der Text, der so entsteht, soll nicht korrigiert oder bewertet werden, er ist auch nur für dich bestimmt.

Freies Schreiben: Blockaden auflösen, Druck abbauen

Mir geht es dabei darum, dass du in den Schreibfluss hinein findest. Dass du Blockaden auflöst und dich frei machst von Druck und Zwängen. Dein Text muss keine bestimmte äußere Form haben. Und es ist auch völlig egal, ob du das handschriftlich machst oder am Computer. Am besten, du probierst beides aus und findest heraus, was für dich am besten funktioniert.

Nun stellst du dir sicher die Frage: Aber worüber soll ich denn schreiben? Das kann schon wieder eine Blockade sein, deshalb gebe ich dir einfach mal ein paar mögliche Optionen an die Hand. Und ich bin mir sicher, dir fallen im Laufe des Zeit selbst weitere Möglichkeiten ein.

Schreiben nach Stichwort:

Nimm dir ein Stichwort und schreibe dazu einfach das runter, was dir dazu einfällt. Was für eine Art Text dabei entsteht, ist vollkommen egal! Einer meiner besten Text ist übrigens so entstanden. (Leider ging er verloren, sonst hätte ich ihn dir hier verlinkt.) Das kann eine Kurzgeschichte werden oder einfach eine lose Aneinanderreihung von Sätzen. Es kann eine Reportage sein oder eine Glosse. Lass einfach deinen Worten freien Lauf!

Um dir den Einstieg etwas zu erleichtern, gebe ich dir hier einfach mal ein paar Stichworte:

  • Apfel
  • Nachrichten
  • Freundschaft
  • Danke
  • Duft

Greif dir eines dieser Stichworte und fang einfach an zu schreiben. Mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass dieser Text sowieso nur für dich bestimmt ist, fängst du an und schreibst einfach drauflos.

Gedanken zum Tag

Die zweite Möglichkeit, um frei und unbefangen zu schreiben, ist eine Art Tagebuch. Setz dich am Abend hin und halte deine Gedanken zum Tag fest. Dabei ist es nicht wichtig, dass du alles aufschreibst, was den Tag über passiert ist. Es geht nicht um Vollständigkeit. Es geht nur darum, dass du überhaupt schreibst. Schreib über deine Gedanken, Gefühle, Ereignisse…

Auch hier gilt: Das muss niemand außer dir lesen. Du kannst ganz befreit das aufschreiben, was dir in den Sinn kommt und wie es dir in den Sinn kommt. Für die Tagebuch-Methode sprechen neben der Schreib-Übung noch viele weitere Gründe, die du hier nachlesen kannst.

Deine Schreib-Routine

Der Vorteil bei der Tagebuch-Methode ist, dass du so relativ leicht eine gewisse Routine beim Schreiben bekommst. Ich hatte das ja im Artikel letzte Woche schon angedeutet: Der Schreibmuskel will trainiert werden. Je mehr du schreibst, desto besser wirst du.

Wenn du das mal eine Weile gemacht hast, lies dir mal deine ersten Texte durch und dann neuere Texte. Ich bin mir sicher, du wirst einen Unterschied feststellen.

Hast du noch weitere Tipps für freies Schreiben? Oder magst du von deinen Erfahrungen berichten? Ich freue mich auf deinen Kommentar!

 

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