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Im ersten Teil ging es gestern um die technische Ausrüstung, die ihr für einen Videodreh benötigt. Im heutigen zweiten Teil dreht sich alles um den Feinschliff und um die Vorbereitungen vor dem Dreh. Und ein Beispiel, wie man’s nicht machen sollte, hab ich auch noch für euch.

Videos bearbeiten – der Feinschliff

Im Optimalfall müsst ihr an euren Videos gar nicht viel machen, bevor ihr sie veröffentlichen könnt. Bei kurzen Videos lohnt es sich meist, ein Video lieber mehrmals zu drehen als ewig daran herumzuschnipseln. Für längere Videos, bei denen ihr zum Beispiel mehrere Einstellungen verwendet oder auch mal einzelne Sequenzen herausschneiden müsst, ist ein Videoschnitt-Programm von Vorteil. Ich nutze dafür Premiere Elements. Zum einen, weil ich ohnehin viel mit Adobe-Produkten arbeite, zum anderen, weil es relativ günstig zu haben ist, oft sogar im Paket mit Photoshop Elements* (Bildbearbeitung). Wenn ich mich richtig erinnere habe ich vor 2 Jahren ca. 60,- Euro gezahlt für eine relativ aktuelle Version – wenn ihr nicht die neueste nehmt, sondern die Vorgänger-Version oder eine noch etwas ältere, dann wird’s entsprechend günstiger. Und die Funktionen von z.B. Premiere Elements 11, die Version, mit der ich arbeite, reichen ewig aus. Mir gefällt daran der große Funktionsumfang, es kostet aber etwas Einarbeitungszeit.

Aber natürlich gibt es Alternativen. Wer einen Mac nutzt, der hat mit iMovie bereits eine Software für Videoschnitt an Bord und muss sich erstmal keine weiteren Gedanken machen. Für Windows-Nutzer gibt es den Windows Movie Maker – bis Vista gehört er zum Bestandteil von Windows dazu, für neuere Versionen kann man ihn bei Microsoft herunterladen. Eine weitere kostenlose Alternative ist Shotcut, das es sowohl für Windows als auch für Mac gibt. Nicht kostenlos, aber noch relativ günstig ist die Software Sony Movie Studio, die über die Sony-Website für 46,95 Euro zu haben ist. Vorteil: Das Programm kann man in einer Testversion downloaden und 30 Tage damit arbeiten, bevor man sich dafür oder dagegen entscheidet.

Smartphone Apps zur Videobearbeitung – nur eine Notlösung

Natürlich gibt’s auch fürs Smartphone Apps, die man für die Bearbeitung von Videos nutzen kann. Wenn man mit dem Smartphone filmt will man ja vielleicht das Videomaterial auch auf dem Handy bearbeiten. Mir ist das zu fummelig, aber es gibt auch Situationen, wo vielleicht der PC grade nicht in Reichweite ist und man um eine entsprechende Anwendung fürs Handy nicht herumkommt. Beim iPhone und iPad ist ebenfalls iMovie bereits vorinstalliert. Manche Android Smartphones haben ebenfalls bereits eine entsprechende Software an Bord, sie alle aufzuzählen macht bei der Vielzahl an Herstellern an dieser Stelle jedoch keinen Sinn. Bei Samsung beispielsweise heißt die App Video Editor. Alternative Apps zur Videobearbeitung für Android sind beispielsweise VivaVideo Pro (2,99 Euro) oder Androvid Pro (2,29 Euro). Beide gibt es auch kostenlos, aber mit geringerem Funktionsumfang. Alternativen zu iMovie fürs iPhone sind ebenfalls VivaVideo Pro oder der Replay Videobearbeiter. Wirklich zufriedenstellend sind alle Videoschnitt-Apps noch nicht, die Bedienung am kleinen Display ist einfach suboptimal. Die Videobearbeitung am Smartphone würde ich daher zum jetzigen Zeitpunkt nur als eine Art Notlösung nutzen, oder wenn’s nicht viel zu bearbeiten gibt.

Audio – der Ton macht die Musik

Auch wenn es hier eigentlich um Videos geht möchte ich mir den Hinweis auf ein Audio-Programm nicht verkneifen. Vielleicht müsst ihr mal ein Video nachträglich vertonen oder ihr wollt einfach nur eine Audio-Aufnahme machen. Für diese Fälle nutze ich Audacity, ein kostenloses Programm zum Aufnehmen und Schneiden. Das kann ich euch wärmstens empfehlen. Die Audio-Spur kann man dann beispielsweise in Premiere Elements unter das Video legen, geht ganz einfach per Drag & Drop.

Vorbereitungen – gut geplant ist halb gewonnen

Gehört ihr zu den Leuten, die ganz frei von der Leber weg vor der Kamera sprechen können? Also ich nicht. Ich gebe zu: Zu viel Vorbereitung macht meine Videos meist schlechter, weil ich dann die Hälfte vergesse. Aber ganz ohne geht’s meistens doch nicht, außer bei ganz kurzen Videos. Ansonsten mache ich es inzwischen so, dass ich mir zuerst ein kleines Konzept ausdenke und dann entweder am PC oder in sauberer Handschrift auf einem Zettel (je nachdem, wo ich filme) ein paar Stichpunkte notiere. So bekommt das Video Struktur und man hat einen roten Faden, an dem man sich entlanghangeln kann.

Einen vorgeschriebenen Text abzulesen ist hingegen keine gute Idee. Zum einen schaut ihr dann nicht in die Kamera, sondern auf den Text. Zum anderen wirkt das auch meistens recht gekünstelt. Wie bescheuert das klingt, das könnt ihr in diesem Video hören – zu meiner Verteidigung sei gesagt: Es war mein allererstes Video überhaupt und ich war höllisch nervös, zumal auch noch jemand neben mir saß und alles genauestens beobachtet hat. Deshalb lieber vorher ein-, zweimal üben, bevor ihr die Kamera anwerft, und dann frei sprechen!

Fühlt euch gut!

Ganz wichtig ist auch, dass man nicht grade einen total schlechten Tag erwischt hat. Ist das der Fall, verschiebt den Videodreh lieber. Wenn ihr euch so gar nicht wohlfühlt, dann merkt man das. Daher gilt auch: Zieht Klamotten an, in denen ihr euch wohlfühlt. Stellt euch außerdem auch etwas zu Trinken bereits, am besten einen Tee oder ein stilles Wasser – von Kohlensäure würde ich aus offensichtlichen Gründen eher abraten. Gerade wenn ihr längere Zeit redet werdet ihr sicher auch mal einen Schluck trinken müssen. Das schafft außerdem die Möglichkeit einer kurzen Denkpause und zum Luft holen.

So viel für den Moment. Als letzten, aber in meinen Augen wichtigsten Tipp gebe ich euch nur noch eins mit auf den Weg: Macht’s einfach!!!

Habe ich etwas vergessen? Habt ihr noch Fragen? Dann hinterlasst mir einfach einen Kommentar.

(* – Affiliate-Link)

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Videos sind im Internet unglaublich beliebt. Kein Wunder, denn über kein anderes Medium kann man so schnell so viel transportieren. Auch als Unternehmer kann man Videos für sich und sein Business einsetzen, ja: Man sollte es sogar. Videos sind ein mächtiges Marketing-Instrument. Und sie geben euch und eurem Unternehmen ein Gesicht. Wer jetzt denkt: Das ist doch sicher sehr teuer oder man braucht viel Equipment dafür, der irrt. In diesem kleinen Ratgeber gebe ich euch die Basics mit auf den Weg – und dann heißt es einfach nur noch: Trau dich!

Im ersten Teil des Artikels geht’s um das technische Equipment, inklusive ein paar Tipps zur weiteren Lektüre. Der zweite Teil befasst sich mit dem Thema Videoschnitt, wenngleich ich das nur anreiße. Außerdem verliere ich noch ein paar Worte zu den Vorbereitungen, die ihr für ein gutes Video treffen müsst bzw. die Rahmenbedingungen.

Technik für die Aufnahme – weniger ist oft mehr

Um Videos für YouTube oder für die eigene Website zu drehen braucht man zumindest für den Anfang gar nicht so viel an Ausrüstung. Wer ein neueres Smartphone mit einer guten Frontkamera hat (2 MP Auflösung oder mehr, bei 0,3 MP wie in älteren Smartphones ist die Qualität nicht so gut), der kann eigentlich sofort loslegen. Für erste Aufnahmen genügt das Handy tatsächlich vollkommen. Vorausgesetzt, ihr seid an einem ruhigen Ort und habt gutes Licht. Weniger ist mehr gilt auch beim Videodreh. Denn je mehr Equipment ihr habt, desto mehr kann auch schiefgehen, und desto mehr kann euch ablenken.

Meine bisherigen Videos habe ich entweder mit dem Smartphone ohne großartige Hilfsmittel gedreht, oder aber mit der Digitalkamera. Für letztere solltet ihr aber ein Stativ haben. Die sind nicht teuer, die Investition lohnt sich aber, wenn ihr regelmäßig Videos drehen wollt. Auch fürs Smartphone empfiehlt es sich natürlich, wenn ihr es entweder auf ein Smartphone-Stativ montiert oder eben zum Filmen irgendwo abstellt. Denn der Arm wird schnell lahm und ganz ruhig halten kann man ihn über längere Zeit auch nicht. Ich verwende seit Kurzem einen Selfie-Stick, das funktioniert auch ganz gut. Und auch die sind nicht teuer. Mit persönlich ist übrigens das Smartphone lieber, weil ich da direkt sehe, ob ich richtig im Bild bin und alles Wichtige zu sehen ist. Bei der Digitalkamera finde ich es immer total umständlich, bis ich mal die richtige Position habe und nicht gerade aus dem Bild purzle.

Nutzt das, was ihr habt

Für die ersten Videos würde ich euch raten: Stürzt euch nicht in Unkosten, sondern probiert einfach mal aus, was ohne Hilfsmittel dabei herauskommt. Ihr merkt dann ganz schnell, woran es möglicherweise noch hapert und könnt dann gezielt die Ausrüstung kaufen, die ihr auch wirklich braucht. Zum Beispiel ein zusätzliches Mikrofon für die Digitalkamera oder das Smartphone. Für beides ist ein kleines Ansteckmikro meist ausreichend. Das sollte sich in der Klinkenbuchse einstecken lassen. Beim Smartphone reicht für den Anfang oft schon das mitgelieferte Headset. Wenn ihr merkt, dass die Beleuchtung in euren Videos noch nicht optimal ist, dann gibt es zunächst einmal die Möglichkeit, dass ihr auf dem Smartphone oder an der Digicam den Belichtungswert zu korrigieren. Beim Smartphone geht das relativ einfach innerhalb der Kamera-App. Wenn ihr ein Android-Handy nutzt, könnt ihr das z.B. direkt auf dem Bildschirm anpassen. Bei einer Spiegelreflex-Kamera geht das meist über die Einstellungen im Menü, ebenso bei besseren Kompakt-Kameras.

Am besten sind die Bedingungen mit möglichst viel Tageslicht. Wenn das nicht möglich ist, dann müsst ihr unter Umständen mit Kunstlicht nachhelfen. Da gibt es zum einen spezielle Fotolampen, aber auch Softboxen. Ich selbst nutze zwei Fotolampen, bin mit dem Ergebnis aber nicht ganz zufrieden. (Gekauft habe ich sie auch eher für Produkt-Videos, dafür taugen sie.) Daher würde ich eher zu Softboxen raten. Auch die kosten nicht die Welt (ab ca. 30,- Euro), sind aber eine lohnenswerte Investition, wenn ihr häufiger Videos drehen wollt. Für Digitalkameras gibt es außerdem LED-Videoleuchten zum Aufstecken auf die Kamera (anstelle eines externen Blitzes). Sie sind ebenfalls ab ca. 30,- Euro zu haben. Das finde ich in sofern eine gute Alternative, weil man sie überall hin mitnehmen kann, im Gegensatz zu den Softboxen, die doch wieder etwas umständlicher zum Transportieren sind.

Zum Thema Mikrofon gibt’s noch einen interessanten Artikel (mit Video) von Gordon Schönwälder bei Podcasthelden.de.

Zum Thema Kameras gibt’s ein tolles Video über Vlog-Equipment von izzi, der verschiedene Kameras und passendes Zubehör vorstellt. Man sieht hier ganz toll die Unterschiede der verschiedenen Kameras und ihre Stärken und Schwächen. Nebenbei bekommt man noch mit, wie man ein längeres Video durch unterschiedliche Einstellungen und Perspektiven interessant gestalten kann. Nur noch eine kleine Anmerkung von mir: Für jedes der Apple-Produkte gibt’s auch Alternativen 😉 Wobei die iPhone-Kamera tatsächlich eine der besten Handy-Kameras ist.

Morgen geht’s weiter mit dem zweiten Teil – der Artikel ist mal wieder viel länger geworden, als eigentlich gedacht.

Hier geht’s zum zweiten Teil des Artikels.

Vor Kurzem wurde ich auf einen neuen Dienst namens Periscope aufmerksam gemacht (danke, Tamara Krantz @FrauFuchsia). Mein erster Gedanke war „Peri-was?“ Inzwischen habe ich mich schon etwas intensiver mit Periscope auseinandergesetzt und auch schon meinen ersten Scope hinter mir. Was Periscope ist, wie es funktioniert und für wen es sinnvoll ist verrate ich euch im heutigen Artikel.

Was ist Periscope?

Periscope ist eine Live-Streaming-App – also eine App fürs Smartphone, die es für iOS und Android gibt und mit der man ganz einfach eine Video-Direktübertragung starten kann. Um Periscope aktiv zu nutzen – also selbst zu scopen, wie es auf neudeutsch heißt, selbst ein Video in Echtzeit zu übertragen – braucht man ein Smartphone. Die Anwendung läuft ab Android 4.1 (und somit nicht auf älteren Geräten) und ab iOS 7.1. Wer einfach nur Scopes anschauen will, der kann das auch via Internet tun. Dazu braucht man allerdings den entsprechenden Link zum Scope. Um die App zu nutzen ist ein Twitter-Account heute nicht mehr zwingend nötig, wenngleich sinnvoll. Alternativ kann man aber auch seine Handy-Nummer angeben.

Wie funktioniert Periscope?

Ich finde Periscope toll, weil es irgendwie spontan ist – und zwar auch dann, wenn man sich auf einen Scope vorbereitet. Denn die Zuschauer können während eines Scopes kommentieren und bei Gefallen fleißig Herzchen verteilen – klingt kindisch, macht aber irre Spaß! Klar könnte man alles, was man via Periscope so in die Welt hinaus veröffentlicht auch über YouTube oder Vimeo oder andere vergleichbare Plattformen an den Mann oder die Frau bringen. Aber Periscope ist viel direkter weil man filmt und in Echtzeit überträgt – ob nun sich selbst, die schöne Umgebung oder was auch immer. Und ganz ehrlich: Für YouTube-Videos brauche zumindest ich immer ewig, weil ich die ganzen Versprecher rausschneide oder eine Aufnahme fünfmal mache, bis ich entweder zufrieden bin oder keine Lust mehr habe. Bei Periscope ist es wie bei einem Live-Konzert: Wenn der falsche Ton raus ist, dann ist er raus. Aber das macht auch irgendwie gar nichts, für mich macht das sogar den Charme von Periscope aus, dass eben nicht immer alles perfekt ist. Und wenn’s total in die Hose geht, dann ist nach 24 Stunden sowieso alles gelöscht!

Für wen ist Periscope sinnvoll?

Der erste Scope, den ich gesehen hab, war von einer Dame, die irgendwo in den USA an einem Strand lag und das gefilmt hat. Kann man machen – muss man aber nicht. Klar wird Periscope sich sicherlich bei der jüngeren Generation vor allem im privaten Umfeld abspielen. Aber man kann den Streaming-Dienst auch ganz prima fürs Business nutzen. Hier kommt es natürlich ganz stark auf die Zielgruppe an. Denn so cool ich einen Handwerker fände, der via Periscope DIY-Ideen teilt oder Anleitungen gibt, um einfache Probleme selbst zu beheben – die Frage ist, ob er damit seine Zielgruppe erreicht und neue Kunden generiert. Einen Expertenstatus aufbauen kann er so aber auf jeden Fall.

Wer schon mehr Follower auf Periscope hat, für den ist zum Beispiel eine Fragerunde interessant. Die Zuschauer können Fragen stellen und der Scoper antwortet. Oder man pickt sich eben ein bestimmtes Thema raus und erzählt etwas darüber. Im Prinzip so, wie man es mit einem Blog-Artikel auch macht, nur dass eben das Medium ein anderes ist. Wer jetzt mit Periscope startet, der hat einen großen Vorteil – und einen Nachteil: In Deutschland hat sich der Dienst noch nicht wirklich durchgesetzt. Es gibt zwar schon ein paar Scoper, die meisten kommen aber irgendwie aus dem Marketing-Umfeld. Die Allgemeinheit erreicht man damit derzeit noch nicht. Aber wer heute damit anfängt, der kann stolz sein, zu den ersten zu gehören, die diesen relativ neuen Dienst aktiv nutzen. Und kann sich so auch schon einen Namen machen, bevor Hinz und Kunz das tun wollen. Das ist eine Chance, die ich mir nicht entgehen lassen möchte. Daher habe ich mir auch fest vorgenommen, bei Periscope dabei zu bleiben. Auch wenn die Kamera und ich nicht unbedingt beste Freunde sind. Aber vielleicht nähern wir uns so einander ja auch ein bisschen an.

Markenbildung via Periscope

Wer seine eigene Marke stärken will, für den ist Periscope auf jeden Fall eine tolle Sache. Denn es wirkt auf den Zuschauer so viel direkter und persönlicher als zum Beispiel ein YouTube-Video. Man ist näher dran, man kommt sich näher, weil durch die Kommentar-Funktion eben ein Dialog entsteht statt einer eher einseitigen Kommunikation wie bei YouTube. Und Periscope bietet für die unterschiedlichsten Themen, Bereiche, Unternehmen ganz tolle Möglichkeiten, wie man es nutzen kann. Auch große Unternehmen können den Streaming-Dienst sinnvoll nutzen, als Beispiel möchte ich hier Adobe (@creativecloud) nennen, die regelmäßig Scopes senden.

Welche Themen interessieren euch?

So, ganz zum Schluss hab ich dann noch eine Frage an euch da draußen: Ein paar Themen für die ersten Scopes hab ich bereits, aber jetzt möchte ich wissen, was euch interessiert? Worüber sollte ich bei Periscope mal reden? Habt ihr Fragen rund um Text und Sprache, ums Schreiben oder zum Thema Pressearbeit? Dann lasst sie mir zukommen – per Mail, hier in den Kommentaren oder über das Kontaktformular – ich werde sie dann entsprechend zu einem Scope verwursteln. Ach ja, mich findet ihr bei Periscope unter @FederfuehrendMedia.

Update: Einen tollen Periscope-Guide hat Katharina Lewald veröffentlicht – für diejenigen, die sich für den Streaming-Dienst interessieren absolute Pflichtlektüre!

Auch im Juli hab ich wieder fleißig gelesen. Ein Thema hat mich dabei ganz besonders beschäftigt: Markenbildung oder auch die Frage nach der Notwendigkeit einer eigenen Marke. Zu den Hintergründen komme ich nachher noch. Besonders gut gefallen hat mir zu diesem Thema ein Artikel meiner lieben Kollegin Tamara Krantz aka Frau Fuchsia.

In ihrem Artikel „Warum auch kleine Unternehmen eigene Marken brauchen“ erläutert sie ganz wunderbar, wie wichtig die eigene Marke ist – und zwar völlig egal, ob man nun ein Weltkonzern wie Daimler oder Coca-Cola ist (und die haben eine verdammt starke Marke – ich empfehle jedem, der sich für das Thema Marke und Markenbildung interessiert unbedingt einen Besuch in der World of Coca-Cola in Atlanta!) oder eben Freiberufler oder Einzelunternehmer.

Eine Marke bleibt in Erinnerung

In einer Welt, die so voller Reize ist, wo die Informationsflut uns geradezu erschlägt, ist eine Marke einfach unerlässlich, sonst wird man zu leicht austauschbar und selbst treue Kunden sind dann plötzlich weg. Und das kann sich schließlich keiner leisten, selbst dann nicht, wenn die Geschäfte eigentlich gut laufen. Denn aus einem Kunden, der nicht mehr kommt, werden irgendwann zehn und dann irgendwann vielleicht auch mal hundert.

Ich habe ja in den letzten Wochen an der Festschrift für meinen Musikverein gearbeitet. Und da war ich eben auch für die Werbeanzeigen zuständig. Die Firmen haben mir ihre Anzeigen geschickt, ein paar Anzeigen hab ich auch selbst gebaut. Dabei fiel mir dann auf, dass manche das echt gut machen und tolle Anzeigen haben, Logos, an die man sich erinnert. Aber manche eben nicht. Und Viele sind sich gar nicht bewusst, wie wichtig es eigentlich ist, dass man sie wiedererkennt. Daher möchte ich euch allen den Artikel von Tamara ans Herz legen. Wenn ihr den gelesen habt, dann steht völlig außer Zweifel, dass eine Marke einfach sein muss – auch als ganz kleines Licht!

Was die Marke mit Text zu tun hat

Nun mag man denken, dass eine Marke doch in erster Linie mit Grafik zu tun hat und wenig mit Text. Aber so ganz stimmt das nicht. Denn zu einer Marke gehört zum Beispiel auch ein Slogan, der in Erinnerung bleibt. Oder eben die Texte in Flyern, Broschüren und auf der Website. Auch sie tragen zur Markenbildung bei. Denn auch sie transportieren eine Marke, festigen ein Image, sind Grundlage für einen guten Ruf. Oder haltet ihr ein Unternehmen für seriös, dessen Website voller Rechtschreibfehler ist? Einen Anwalt, der seine potentiellen Klienten auf flapsige Art und Weise anspricht, ein Beerdigungsinstitut, das auf seinem Flyer einen Witz abdruckt? Oder einen Coach, der sich in schönstem „Beamtendeutsch“ auf seiner Website ausdrückt? Also ich nicht!

Genauso wie es bei der Gestaltung von Logo, Flyern und Website wichtig ist, auf die Farbgebung zu achten, die zum Unternehmen passen und den Kunden ansprechen muss, ist es auch bei Texten wichtig, ihnen die richtige „Farbe“ zu geben. Die Wortwahl entscheidet, ob ein möglicher Kunde sich auf der gleichen Wellenlänge fühlt, den Eindruck gewinnt, hier gut beraten zu werden oder ob der Unternehmer als Experte wahrgenommen wird.

„Nichts ist unmöglich“ – ein Slogan, der im Gedächtnis bleibt

Oder erinnern wir uns mal an Sätze wie „Nichts ist unmöglich“ oder „Just do it“ – man denkt sofort an Toyota und an Nike. Ein Slogan ist also auch ein nicht zu unterschätzendes Markenelement – allerdings auch eines der schwierigsten. Denn einen Slogan, der einprägsam und zugleich verständlich ist, den findet man nicht eben in fünf Minuten. Ich habe meinen vor ein paar Tagen ganz zufällig gefunden, als ich einen Elevator Pitch vorbereitet hab. Davor habe ich lange darüber nachgedacht, gegrübelt, gekritzelt, verworfen und neu erdacht. Zufrieden war ich nie, bis mir dann der Zufall zu Hilfe kam. Jetzt muss ich mir also nur noch überlegen, wie ich den Slogan auf der Website einbinden und in meiner Marketing-Strategie unterbringen kann. Denn – so zumindest mein Gefühl – das ist der Grundstein, auf dem ich alles andere aufbauen kann und muss.