Eigentlich ist das neue Jahr schon in vollem Gange, und eigentlich ist die Zeit für Rückblicke vorbei. Nach vorne schauen ist angesagt. Doch ohne den Blick zurück ist der Blick nach vorne einfach viel weniger effektiv. Deshalb nutze ich die Gelegenheit, die Carina Reitz mir (und dir übrigens auch) mit ihrer Blog-Parade „Mein traumhaftes Jahr 2016“ gibt. Wie war 2016 für mich? Was war total klasse, was eher so naja und was ging gründlich in die Hose? Und wie geht es 2017 weiter? 

Ich gebe es zu, ich habe ein bisschen Abstand gebraucht. Vor Weihnachten ging‘s mit der Rock your Blog Challenge ordentlich rund und mein Kopf war so voller Ideen und Input, dass mir ein Rückblick gar nicht gelungen wäre. Nachdem ich über die Feiertage etwas Ruhe hatte, schaue ich jetzt dafür umso lieber auf das vergangene Jahr zurück. Für die Ungeduldigen unter euch will ich es mal eben in einem Satz zusammenfassen:

Ein wilder Ritt raus aus der Komfortzone!

Auf meinem Vision Board, das ich für 2016 gebastelt habe, stand folgendes Zitat:

„All progress takes place outside the comfort zone.“

Und das stand da so prominent, wenngleich unbewusst so prominent platziert, dass ich irgendwie gar nicht anders konnte, als meinen Wohlfühlbereich zu verlassen.

Raus aus dem Wohlfühl-Bereich, rein ins wilde Leben!

So habe ich meinen ersten Online-Kurs veröffentlicht, das eine oder andere Video gedreht, war auf Netzwerktreffen und beim Barcamp, wo man ja irgendwie doch in der Öffentlichkeit steht. Auf dem Barcamp habe ich sogar mit zwei anderen Damen zusammen eine Session gehalten. Und zu guter Letzt hat es mich Ende Oktober nach Potsdam verschlagen, wo ich auf einem Workshop für angehende Online-Journalisten und Blogger einen Impulsvortrag gehalten und danach noch über sämtliche Themen rund ums Bloggen mit den Teilnehmern diskutiert bzw. mich ihren Fragen gestellt habe.

Die Komfortzone verlassen habe ich auch privat. Im Herbst bin ich ganz kurzfristig bei meiner Theatergruppe (bei der ich letztes Jahr als Schauspielerin pausiert habe) als Souffleuse eingesprungen. Ungefähr eine halbe Stunde vor der Aufführung fiel mir ein, dass ich ja auch die Begrüßung und Anmoderation machen muss. Upps! Aber ich habe mich auch da recht gut geschlagen. Okay, das war jetzt Understatement pur, ich finde nämlich, ich hab das aus dem Stehgreif verdammt gut gemacht, das muss auch mal gesagt werden dürfen. Ganz ehrlich, ich war stolz wie Oskar, und die Reaktionen des Publikums gaben mir recht.

Präsent sein, sichtbarer werden

Auch wenn mir das Motto „Raus aus der Komfortzone“ erst im Nachhinein so richtig bewusst wurde, genau so lief das Jahr im Großen und Ganzen. Für 2017 heißt es jetzt, weiter diesen Weg zu gehen. Heute durfte ich ein Speed-Coaching beim wunderbaren Julian Heck genießen, der mir einige Punkte genannt hat, an denen ich noch arbeiten darf. Dazu gehört unter anderem, dass ich als Person sichtbarer werden muss. Es geht also tatsächlich auf diesem Weg weiter und ich werde auch dieses Jahr sicher häufiger mal meine Komfortzone verlassen.

Abwechslung – und kein Ende in Sicht

Aber zurück zu 2016. Ich durfte mich über einige wirklich tolle Projekte freuen, bei denen ich nicht nur viel Spaß hatte, sondern auch viel lernen durfte. Und es war wunderbar abwechslungsreich – von Texten für eine Versicherungs-Fachfrau über Stellenanzeigen für einen Hausmeister-Service bis hin zu den passenden Worten für einen Wagenpflegeservice und einen IT-Dienstleister war echt alles dabei. Das liebe ich an meiner Arbeit – ich darf mich immer wieder in neue Themenbereiche einarbeiten und immer wieder Neues dazulernen. Langeweile kommt so garantiert nicht auf!

Es darf auch mal unrund laufen

Natürlich lief nicht alles rund. Tatsächlich ist es mir das erste Mal passiert, dass eine Kundin die Zusammenarbeit abgebrochen hat. Das tut weh und ich hatte ordentlich daran zu knabbern. Wenn ich dann aber von einer Kundin in einer Mail lese „Elke, was hab ich nur gemacht, bevor ich dich kannte?“, dann ist aller Frust und Ärger ganz schnell wieder vergessen.

Und dann war da ja noch die Sache mit meinem E-Mail-Anbieter und der Challenge…. Das hat mich Nerven gekostet, sag ich dir! Aber auch daraus habe ich gelernt. Und demnächst zieht mein Newsletter auch zu Mailchimp um, weil ich mich während der Challenge mit deren Backend angefreundet hab und es mir eigentlich besser gefällt als das vom bisherigen Anbieter. Da kommt also noch ein Stückchen Arbeit auf mich zu.

Ein großer Schritt nach vorn

Alles in allem habe ich den Eindruck, dass ich im letzten Jahr eine unglaublich große Entwicklung durchgemacht habe. Ich möchte nicht sagen, dass ich um Jahre gealtert bin, denn auf der anderen Seite habe ich auch ein Stück von meinem jugendlichen Ich wiedergefunden. Nein, ich bin gereift, ich habe gelernt und ich habe Feinschliff bekommen. Klingt irgendwie abgehoben, gell? Aber ich denke, du weißt, was ich meine.

Drei Dinge: Spaß, Vertrauen und wunderbare Menschen!

Was hat mir über das Jahr beim Dranbleiben geholfen? Nun, in erster Linie drei Dinge: Zum einen der Spaß an meiner Arbeit, zum anderen aber auch das Vertrauen darin, dass alles gut wird. (Und ja, mir ist klar, dass das nicht einfach so passiert, sondern dass man dafür etwas tun muss.) Und zum Dritten, und das ist vielleicht das Wichtigste: Ich habe ganz wunderbare Menschen um mich herum, die mich unterstützen, mir helfen, mit den Staub vom Hintern klopfen, wenn ich mal gefallen bin. Sie alle zu nennen, würde hier den Rahmen sprengen.

Deshalb – stellvertretend für alle anderen – ein dickes Dankeschön an meinen Mann, der zwar manchmal furchtbar brummig ist und von meiner Arbeit nicht viel versteht, mir aber trotzdem den Rücken stärkt und mit mir gemeinsam an einem Strang zieht. Danke auch an Frauke Schramm, Kristiane Marx, Silke Steigerwald und Anita Leverenz, die mir immer mit Rat und Tat und vor allem mit ganz viel Herzenswärme zur Seite stehen. Und dankeschön an meine Mastermind-Gruppe, zu der auch Carina gehört, für euren Input und eure Unterstützung. Ihr alle seid einfach großartig!

Zusammen ist man weniger allein

Das ist übrigens auch eines der Dinge, die ich im letzten Jahr (und auch schon in 2015) gelernt habe: Gemeinsam geht es besser. Auch und gerade als Einzelunternehmerin. Man muss nicht alles alleine machen, sondern es ist wichtig, auch mal um Hilfe zu bitten und Feedback zu bekommen. Oder einfach nur jemanden zu haben, bei dem man sich mal anlehnen oder ausheulen und mit dem man auch zusammen lachen kann.

Mit Volldampf zu neuen Ufern

Und wie geht es nun weiter? Alles wie bisher? Jein. Vieles wird wie schon erwähnt tatsächlich weitergehen wie bisher. Im Sinne von: Ich habe das Gefühl, den richtigen Weg eingeschlagen zu haben. Auf diesem Weg möchte ich weiter gehen, Stück für Stück. Aber es wird auch Neues geben. Zum Beispiel überarbeite ich gerade meinen Online-Kurs. Aus einem „Ich kann anfangen, wann ich Lust habe“-Kurs wird ein Kurs mit einem festen Start-Termin. Der wird im Februar sein, so viel kann ich schon verraten. Und was ich auch schon verraten kann: Er wird noch besser, als er es jetzt schon ist. Denn es kommt nochmal ein Jahr vollgepackt mit Erfahrung dazu, in dem auch viele neue Ideen entstanden sind.

Außerdem werde ich meinen Blog techgeflüster wieder aufleben lassen. Ich vermisse das ein bisschen, deshalb gibt‘s zunächst mal einen kompletten Relaunch und eine noch klarere Ausrichtung und Positionierung. Und dann wird auch dort wieder gebloggt – so, wie die Zeit es zulässt und ohne Druck.

Lass dich überraschen!

Ganz viele Ideen schlummern noch in meinem Kopf und in meinem Ideenbuch. Welche davon ich 2017 umsetzen werde, das weiß ich heute auch noch nicht. Auch wenn der Redaktionsplan für das ganze Jahr schon so gut wie steht: Eigentlich mag ich langfristige Planung nicht. Denn sie ist entweder so schwammig, dass ich‘s auch ganz sein lassen kann, oder aber so präzise, dass sie nicht umsetzbar ist, weil einfach immer wieder das Leben dazwischen kommt. Jetzt sind erst einmal die beiden Projekte Kurs und Blog dran, und dann sehen wir weiter. Wenn du immer auf dem Laufenden sein möchtest, an welcher Idee ich gerade feile und was als nächstes umgesetzt wird, dann melde dich doch einfach für meinen Newsletter an.

Vorfreude – 2017 wird ein traumhaftes Jahr!

Auf jeden Fall freue ich mich schon jetzt auf alles, was da kommt. Ich bin mir sicher, dass es wieder ein spannendes und aufregendes, ein großartiges Jahr wird. Neben den beruflichen Projekten freue ich mich ganz besonders auf ein privates Projekt: Die Aufführung der Herr der Ringe-Sinfonie von Johan de Meji im Mai auf der Nippenburg, eine Burgruine am Ortsrand meines Heimatortes. Das ist ein echtes Mammut-Projekt und wird auch viel von meiner Zeit in Anspruch nehmen. Denn ich muss dafür richtig viel üben, weil‘s musikalisch sehr anspruchsvoll ist. Aber natürlich muss für sowas auch ordentlich die Werbetrommel gerührt werden – und du kannst dir sicher vorstellen, wer das federführend machen wird 😉

Tja, so viel für den Moment. Obwohl ich jetzt ziemlich viel geschrieben habe (bist du überhaupt noch da?), habe ich den Eindruck, dass ich dem hinter mir liegenden Jahr damit längst nicht gerecht werde. Deshalb komme ich einfach nochmal auf den Spruch vom Anfang zurück: Es war ein wilder Ritt! Und ich bin mir sicher, 2017 wird nicht weniger wild.

4 Kommentare
  1. Silke Steigerwald
    Silke Steigerwald sagte:

    Hei liebe Elke, ja ich war da bis zum Schluß… und: ich hätte noch lange weiterlesen können. Du schreibst so lebendig, dass ich beim Lesen fast schon Lampenfieber bekomme und das Atmen vergesse 😉

    Ich freue mich riesig auf 2017 mit Dir und ich wünsche Dir an dieser Stelle toi toi toi für all deine Pläne und Vorhaben.
    Liebe Grüße
    Silke

    Antworten
  2. Pascal
    Pascal sagte:

    Hallo Elke,

    ja, ich bin ebenfalls noch da 🙂

    Vielen Dank für den ehrlichen Einblick in dein 2016. Und viel Erfolg für 2017.

    Vielen Dank auch für das Zitat: „All progress takes place outside the comfort zone.“. Ich kannte es nicht und werde es mir nun an meine Pinnwand hängen

    Kreative Grüße

    Pascal

    Antworten
  3. Carina Reitz
    Carina Reitz sagte:

    Liebe Elke,

    natürlich bin ich bis zum Schluss dran geblieben und ich war sogar ein kleines bisschen enttäuscht, dass der Artikel schon fertig ist 😉

    Dein 2016 war ein wilder Ritt, aber der kann ja auch total viel Spaß machen – und das scheint er bei dir getan zu haben. Ich freue mich sehr, dass du diesen Beitrag im Rahmen meiner Blogparade geschrieben hast. Mindestens genauso sehr freue ich mich, dich zu meinem Netzwerk zählen zu dürfen. Ich bin gespannt auf 2017 und viele weitere geniale Artikel von dir 🙂

    Liebe Grüße
    Carina

    Antworten
  4. Frauke
    Frauke sagte:

    Liebe Elke, ich hab mich so gefreut, 2016 mit Dir teilen zu dürfen – und oft genug hast Du mir den Rücken gestärkt und mich wieder von der Talsohle hochgezogen.
    Lassen wir’s 2017 gemeinsam krachen !!

    Antworten

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Wenn du die Kommentarfunktion verwendest, wird aus Sicherheitsgründen auch deine IP-Adresse gespeichert. Weitere Informationen über die Datenspeicherung und -Verarbeitung findest du in meiner Datenschutzerklärung