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Eigentlich ist das neue Jahr schon in vollem Gange, und eigentlich ist die Zeit für Rückblicke vorbei. Nach vorne schauen ist angesagt. Doch ohne den Blick zurück ist der Blick nach vorne einfach viel weniger effektiv. Deshalb nutze ich die Gelegenheit, die Carina Reitz mir (und dir übrigens auch) mit ihrer Blog-Parade „Mein traumhaftes Jahr 2016“ gibt. Wie war 2016 für mich? Was war total klasse, was eher so naja und was ging gründlich in die Hose? Und wie geht es 2017 weiter?  Weiterlesen

Eigentlich wären wir jetzt im April ja schon bei einem neuen Monatsthema für den Blog, aber die Blogparade von Simone Weissenbach hat mich inspiriert, doch nochmal einen Artikel zum Thema Online-Kurse zu schreiben. Denn ich finde Online-Kurse großartig – nicht nur, weil ich selbst grade erst einen veröffentlicht habe.  Weiterlesen

Wer mich kennt weiß, dass ich gerne lache. Nein, nicht nur gerne, für mein Leben gerne. Lachen tut einfach gut, dem Körper, der Seele, dem Herzen. Als ich von der Blogparade „Worüber lachst du?“ von Vera Nentwich gelesen habe, da schoss mir spontan eine Idee durch den Kopf. Eigentlich wollte ich ja gar nicht mehr bei so vielen Blogparaden mitmachen, aber ich muss diese Idee, diese Gedanken, die mir ganz spontan ins Hirn gepurzelt sind, einfach loswerden.

Feinsinniger Humor, Wortakrobatik, zeitlose Komik

Also, worüber lache ich? Nun ja, ich lache über vieles. Zum Beispiel lache ich über Dieter Nuhr – feinsinniger Humor, in eher leisten Tönen. Über den Wort-Künstler Willy Astor lache ich auch. Oder in letzter Zeit immer mehr über Torsten Sträter, ich finde seine Art einfach großartig. Auch extra3 und die heute show bringen mich regelmäßig zum Lachen. Oder das Ekel Alfred aus „Ein Herz und eine Seele“ – einfach großartig und irgendwie immer zeitgemäß. Und natürlich lache ich über noch viel, viel mehr, aber das sprengt hier den Rahmen.

Am allerliebsten lache ich aber über mich selbst. Okay, ich bin ein Stück weit prädestiniert, dass man auch mal über mich lacht, weil mir manchmal echt peinliche Missgeschicke passieren. Aber auch bei blöden Geschichten kann ich nach der berühmten Nacht drüber schlafen auch ganz oft darüber und über mich selbst lachen. Und das ist auch gut so. Denn so werden auch ernste Dinge zwar nicht unbedingt einfacher, aber erträglicher. Und das macht das Leben so viel schöner, lebenswerter, leichter. Ich finde es wunderbar, dass ich mich selbst nicht immer ernst nehmen muss!

Sich selbst nicht immer so ernst nehmen

Und das ist auch mein Rat an Blogger: Nehmt euch selbst nicht immer so ernst. Ja, ihr habt was zu sagen. Und ja, das Gesagte ist sicherlich großartig und vielleicht auch wichtig. Aber wenn man öffentlich auftritt – egal, ob als Blogger, als Redner, als Schauspieler, Lehrer oder was auch immer – dann muss man auch mit Gegenwind rechnen. Der kommt früher oder später immer, und zwar völlig egal, ob ihr nun gut seid oder nicht. Vielleicht sogar noch eher, wenn ihr gut seid. Denn dann werdet ihr auch viel stärker wahrgenommen. Und es gibt immer jemanden, der nicht eurer Meinung oder schlichtweg neidisch ist.

Apples Super Bowl Fail und der (fehlende) Humor

In solchen Fällen kann man den Kopf in den Sand stecken oder man kann wütend dagegen poltern. Beides keine sonderlich elegante Lösung. Besser: Nehmt es mit Humor! Aber glaubt mir, jede derartige Situation lässt sich entweder mit Humor oder zumindest mit Gelassenheit meistern. Und meistens steht man hinterher dadurch sogar besser da als zuvor. Etwas Humor hätte auch Apple neulich ganz gut gestanden: Nach dem Superbowl postete Apple-CEO Tim Cook ein Bild bei Twitter, mit einem iPhone aufgenommen, aber total unscharf. Klar dass sich die Netzgemeinde darüber lustig gemacht hatte – eine solche Vorlage kann man einfach nicht ungenutzt verstreichen lassen.

Und was macht Cook bzw. vermutlich die PR-Abteilung von Apple? Sie löschen das umscharfe, querformatige Bild und veröffentlichen stattdessen ein gestochen scharfes Foto im Hochformat. Doch das Netz vergisst nichts, das hätte man auch bei Apple wissen können. Und so war dem Konzern aus Cupertino und seinem Boss der Spott im WWW sicher.

Humor macht sympathisch

Dabei hätte man aus dieser Situation Vorteile ziehen können, mit etwas Humor kontern. Das hätte nicht nur den noch größeren Spott nach Veröffentlichung des neuen Bilds verhindert, nein, es hätte Apple auch einfach mal sympathisch rüberkommen lassen – vielleicht nicht perfekt, dafür aber menschlich. Ich verweise an dieser Stelle mal wieder zu Sascha Pallenberg von den Mobilegeeks – über den ich übrigens auch lachen kann, bei seinen Rants, obwohl ich inhaltlich meistens mit ihm einer Meinung bin, aber er bringt es einfach so klasse rüber.

Tja, Humor ist eben nicht Jedermanns Sache oder gar Stärke. Aber wer will schon humorlose Menschen um sich haben? Also ich nicht, Humorlosigkeit ist zusammen mit Überheblichkeit und Unehrlichkeit für mich ein absolutes No Go.

Die beliebtesten Blog-Artikel 2015

Ich kann keine Über mich-Texte schreiben. Zumindest nicht über mich selbst. Normalerweise bin ich ja, was die Art eines Textes angeht, nicht festgelegt. Ich schreibe Blog-Artikel so gerne wie Pressemitteilungen, News-Texte machen mir ebenso Spaß wie Produkttests. Nur wenn es darum geht, über mich selbst zu schreiben – möglichst knackig und spannend natürlich – dann bin ich wie blockiert, kriege graue Haare und leide unter schlaflosen Nächten. Deshalb wollte ich eigentlich gar nicht an der Blogparade von Michaela von biz-woman.com teilnehmen.

Warum ich es mir anders überlegt habe? Nun ja, auf meinem Vision Board, das ich letzte Woche gebastelt habe, steht unter anderem der kluge Spruch „All progress takes place outside the comfort zone – Jeder Fortschritt findet außerhalb der Komfort-Zone statt.“ Demnach sollte ich also auch ab und an über meinen eigenen Schatten springen. Also gut, mach ich das eben.

Wer bin ich?

Erst einmal bin ich Elke, die mit Leidenschaft schreibt und für tolle Texte im Internet und auch gedruckt kämpft. Das ist, was das Business anbelangt, die wichtigste Information, die ich euch über mich geben kann. Aber oft frage ich mich „Wer bin ich – und wenn ja, wie viele?“ Denn natürlich habe ich wie jeder andere Mensch ganz viele Facetten. Neben der Wortakrobatin bin ich eben auch Katzen-Mama, Leseratte, Musikerin, Schauspielerin (alles rein hobbymäßig natürlich). Ich koche total gern und bei einem guten Computerspiel (Rollenspiel) kann ich prima abschalten und mal alles hinter mir lassen. Außerdem reise ich für mein Leben gern, allerdings stehe ich nicht auf Pauschal-Urlaub, sondern bastle mir den für mich bzw. uns perfekten Urlaub am liebsten selbst zusammen. So wird er nämlich deutlich länger 😉

Worüber schreibe ich?

Thematisch bin ich nicht festgelegt, weil ich mich immer freue, wenn ich mich in neue Themengebiete einarbeiten kann. Zum Beispiel hätte ich nie gedacht, dass die Logistik ein total spannendes Feld ist. Eines meiner Lieblingsprojekte in der Vergangenheit war die Pressearbeit für einen Wissenschaftspreis im Bereich Psychiatrie – ein Thema, mit dem ich mich noch nie zuvor auseinandergesetzt hatte, das mir aber riesigen Spaß gemacht hat. Und mein Steckenpferd bzw. der inhaltliche Schwerpunkt meiner Arbeit liegt im Bereich Unterhaltungselektronik. Wenn in meinem Bekanntenkreis jemand ein neues Handy, Tablet oder einen neuen Computer braucht, dann klopfen viele vorher bei mir an und wollen einen Tipp. Den gebe ich natürlich gern, berufsbedingt bin ich da echt auf dem Laufenden.

Wie bin ich auf diese Idee gekommen?

Hmm, eigentlich gar nicht. Wenn ich ehrlich bin, hat sich das so entwickelt. Geschrieben habe ich schon immer gern. Während des Studiums habe ich aber festgestellt, dass Journalismus vielleicht nicht ganz das Richtige für mich ist. Fürs Radio habe ich weder die Aussprache noch die Stimme, für die Zeitung war ich mir zu jung und für den Enthüllungsjournalismus fehlen mir die spitzen Ellenbogen.

Weit vom Journalismus entfernt habe ich mich nicht, denn das Berufsziel war PR-Beraterin. Und nach diversen Jobs als Angestellte habe ich mich dann auch genau in diesem Bereich selbständig gemacht. Relativ schnell hatte ich aber vor allem Text-Aufträge. Und im Laufe der Zeit musste ich mir eingestehen, dass ich das einfach auch am besten kann. Im letzten Jahr habe ich mich bzw. beim Business neu erfunden, wie man hochtrabend sagen würde. Eigentlich habe ich aber nur mein Angebot meinem Können und Wollen angepasst. Ich möchte an und mit Texten arbeiten. Dabei schreibe ich genauso gern wie ich Texte optimiere, korrigiere, ihnen den letzten Feinschliff verleihe.

Was ist das Spezielle an mir?

Vermutlich das, was jeder Texter über sich sagen würde: Ich liebe es, zu schreiben. Ich liebe es, mit der Sprache zu spielen. Dabei ist es mir aber wichtig, nicht auf jeden Trend aufzuspringen. Nicht ständig diese Buzzwords zu benutzen, die jeder benutzt. Lieber schreibe ich einen Text, der nicht ganz so knallt, aber dafür ehrlich und authentisch rüberkommt. Denn ein Text mit Herzblut muss nicht triefen vor lauter Marketing-Sprech. Ich bin der Meinung, dass man immer einen goldenen Mittelweg finden muss zwischen reißerischen Überschriften, Authentizität und der eigenen Stimme (oder der Stimme des Kunden).

Wissen vermitteln ist etwas, was ich gut kann. Sagt man zumindest. Deshalb kann ich nicht nur komplexe Sachverhalte so erklären, dass sie jeder versteht. Nein, ich arbeite gerade auch an einem Online-Kurs, in dem ich mein Wissen weitergeben möchte. Nicht jeder kann und will sich immer einen Texter leisten. Viele tun sich aber mit dem Schreiben schwer. Und genau hier möchte ich ansetzen. Bei mir fließt auch nicht jeder Text einfach so aus der Feder. Es gibt Texte, die mich richtig viel Blut, Schweiß und Tränen gekostet haben. Aber all das geht vorbei. Mit meinen Tipps und Tricks möchte ich daher demnächst helfen, dass das Schreiben leichter fällt, dass meine Teilnehmer einen guten Text schreiben können und sich damit auch wohlfühlen.

Weshalb mache ich das, was ich mache?

Ganz einfach: Weil’s Spaß macht! Das mag arrogant oder hedonistisch klingen, ist aber einfach so. Wer nicht gerne schreibt, der wird auch keine guten Texte abliefern, alles Wissen und Handwerkszeug hin oder her. Der zweite Grund ist, weil ich einen Bedarf sehe. Wenn ich so im Internet herumlese, dann gibt es da leider, leider, leider immer noch viel zu viele schlechte Texte. Vielen ist gar nicht bewusst, glaube ich, dass es nicht nur auf die Optik ankommt. Einigen sollte man mal einen Duden und ein Grammatikbuch schenken. Und einigen muss man einfach nur zeigen, wie’s richtig geht.

Gleiches gilt übrigens auch für Social Media-Beiträge. Auch das sind ja oft Texte. Und ganz ehrlich: Wenn jemand bei Facebook schreibt, wie toll sein Produkt ist und dass ich das unbedingt kaufen soll, dabei aber in jedem Satz einen Tippfehler drin hat, dann kann ich denjenigen beim besten Willen nicht ernst nehmen! Wie wichtig bin ich denn jemandem, der sich nicht mal die Mühe macht, nochmal kurz drüberzulesen, bevor er auf „senden“ drückt? Ach, ich schweife ab… Wollte ich gar nicht, ehrlich!

In welcher Rubrik bin ich unterwegs?

Okay, diese Frage ist an Blogger gerichtet. Bin ich auch, aber eben nicht nur. Wie oben schon erwähnt, bin ich ziemlich flexibel, was die Thematik angeht. Wenn ich jetzt mal schaue, in welchen Bereichen ich blogge (für mich selbst oder für Kunden), dann kommt dabei ein ziemlich lustiger, bunter Mix an Themen raus. Zum einen blogge ich natürlich hier über alles, was mit Text, Sprache und Kommunikation zu tun hat. Dann habe ich noch meinen Tech-Blog techgeflüster, der aufgrund von Zeitmangel derzeit Winterschlaf hält. Außerdem blogge ich über Smartphones und Tablets und zum Thema Logistik. Ist doch ne nette Mischung, oder?

So, jetzt bin ich echt stolz auf mich. Aber so schwer war’s auch gar nicht. Ist ja auch kein klassischer Über mich-Text geworden. Dafür aber ein ehrlicher, einer, mit dem ihr mich vermutlich viel besser kennengelernt habt, wie das bei einem klassischen Über mich-Text der Fall gewesen wäre. Und von daher hat es sich doch echt gelohnt, heute mal außer der Reihe zu bloggen. (Die Blogparade läuft nur noch bis heute und der Artikel für Montag ist auch schon fertig, da darf man dann auch mal häufiger bloggen.) Übrigens: Sollte jemand von euch einen Über mich-Text brauchen (also über sich, nicht über mich. Klar, oder?) – das kann ich!

To Do-Liste

Wer mich kennt weiß, dass ich zu den vergesslichsten und chaotischsten Menschen der Welt gehöre. Was ich mir nicht aufschreibe, das ist auch ganz schnell wieder weg. Vor allem, wenn viele Aufgaben anstehen, da geht dann schnell mal was unter. Das ist natürlich nicht gut und so habe ich im Laufe der Zeit ein To Do-System für mich erarbeitet, das inzwischen recht gut funktioniert. Und als ich kürzlich von der Blogparade von Peer Wandinger von Selbständig-im-Netz gelesen habe, da wusste ich: Da muss ich meinen Senf dazugeben!

Immer auf der Suche nach der perfekten Lösung

Gleich mal eines vorneweg: Perfekt ist meine Lösung noch lange nicht, immer wieder arbeite ich Verbesserungen ein und es ist ein konstanter Prozess, kein fixes „Endprodukt“. Im Moment bin ich noch am Überlegen, wie ich meine Monatsthemen, die ich mir ja fürs kommende Jahr vorgenommen habe, in das bestehende System einarbeite. Aber dazu fällt mir mit Sicherheit auch noch etwas ein.

Ja, auch als Tech-Freak stehe ich auf Papier, zumindest was To Do-Listen (und Bücher) angeht. Daher ist das papierlose Büro für mich nie ein Thema gewesen, und auch meine Aufgaben organisiere ich zumindest zum Teil ganz klassisch mit Stift und Papier. Mein To Do-System besteht derzeit aus fünf Bausteinen, die ich euch hier vorstellen werde. Vielleicht fühlt sich ja der eine oder die andere dadurch inspiriert.

Das wichtigste Element: Der Buchkalender auf dem Schreibtisch

Seit 2015 arbeite ich mit einem ganz klassischen Buchkalender, der neben mir auf dem Schreibtisch liegt, immer die Seite mit dem aktuellen Tag aufgeschlagen. Am Ende einer Woche, manchmal auch erst am Wochenanfang, notiere ich mir darin die Aufgaben, für die ich in der Regel feste Termine habe: Die Artikel für Kunde A schreibe ich am Montag, Mittwoch und Freitag, Artikel für Kunde B am Dienstag, Donnerstag ist normalerweise der Blog-Artikel für den Federführend-Blog an der Reihe. So hat die Woche schon eine gewisse Grundstruktur, auf der ich aufbauen kann.

Das allgegenwärtige Element: Der Google Kalender

Wenn ich mir die Aufgaben für die einzelnen Tage notiere, habe ich dabei immer den Google Kalender im Blick. Hier halte ich Arzt- und Friseur-Termine fest, Netzwerktreffen, aber auch größere private Termine oder geschäftliche Termine beim Kunden. Und weil der Google Kalender eben immer dabei ist, egal ob unterwegs am Smartphone oder im Büro und zuhause am Rechner, findet man hier auch Erinnerungen wie „Artikel fürs Gemeindeblatt einstellen“ oder „XYZ anrufen“.

Diese Erinnerungen übertrage ich gelegentlich auch noch in meinen Buchkalender – aber einfach nur, damit ich da nochmal etwas zum Abhaken habe. Abhaken ist so toll und gibt mir immer ein gutes Gefühl. Für tolle Ideen, die festgehalten werden wollen und etwas mehr Platz brauchen als einen Kalender-Eintrag habe ich darüber hinaus auch immer noch ein Notizbuch in der Tasche.

Das Element fürs Grobe: Jahreskalender an der Wand

An einer Wand im Büro hängt ein großer Jahreskalender, in den ich alle großen Termine eingetragen habe, die für mich irgendwie relevant sind. Das ist zum einen der Urlaub, zum anderen sind es aber hauptsächlich Veranstaltungen wie beispielsweise die Cebit oder die Gamescom – in diesem Jahr waren es fast ausschließlich Veranstaltungen aus dem Bereich Unterhaltungselektronik, weil ich diese eben immer gerne im Blick habe, für techgeflüster, aber auch für Kundenprojekte. Auch Keynotes von Apple, Google und Microsoft sind hier eingetragen – so weiß ich, wann ich eventuell abends etwas mehr Zeit einplanen muss, weil eben grade das neue iPhone vorgestellt wurde. Und natürlich hatte ich mir dort auch den Termin fürs Barcamp Stuttgart groß notiert.

Das Sammler-Element: Toodledo

Toodledo ist ein tolles Tool, das man eigentlich komplett für alle Aufgaben nutzen könnte. Eine Zeit lang hab ich das auch gemacht, allerdings fehlte mir der Buchkalender doch zu sehr. Heute nutze ich Toodledo für die Ideensammlung. So gehen Ideen und Links nicht verloren, sondern sind schön aufgelistet, können mit Deadlines versehen und priorisiert werden. Und Notizen kann ich auch zu jedem Eintrag machen.

Das ist vor allem bei Gedankenblitzen toll, weil man diese gleich festhalten kann, auch wenn man eigentlich grade keine Zeit hat – für ein paar Stichworte reicht’s immer und man findet hinterher eben auch alles wieder, ohne großartig suchen zu müssen. Leider klappt bei Toodledo die Synchronisation mit dem Smartphone nicht (in der Theorie sollte es das eigentlich), sonst würde ich das To Do-Tool vielleicht noch viel intensiver nutzen.

Das sortierte Element: Das E-Mail-Postfach

So chaotisch ich bin, mein E-Mail-Postfach ist für meine Verhältnisse vergleichsweise ordentlich. Auch hier habe ich im Laufe der Jahre ein System entwickelt, das sich für mich bewährt hat. Neben Toodledo sammle ich auch im Postfach Ideen und Themen. Ja, das könnte ich alles auch in Toodledo machen, aber wenn eine interessante Mail hereinflattert, dann geht es für mich schneller und einfacher, sie einfach als wichtig zu markieren und in den entsprechenden Ordner zu verschieben. Genau genommen läuft das Verschieben sogar weitgehend automatisiert, ich muss also tatsächlich nur einen kleinen Teil noch von Hand in die entsprechenden Ordner einsortieren. Bei ganz wichtigen Sachen, die ich auf gar keinen Fall vergessen möchte, wird dann auch noch ein Vermerk in Toodledo gemacht.

Viele Bausteine – aber es funktioniert

Zugegeben, es ist ein recht bunter Mix aus verschiedenen Elementen. Bislang ist es mir aber nicht gelungen, tatsächlich alles an einem Ort zu bündeln. Denn meist wurde mir das zu unübersichtlich oder ich war genervt, weil ich diverse Tools nicht weitgehend genug nach meinen eigenen Vorstellungen und Bedürfnissen anpassen konnte. Und weil ich, wie oben erwähnt, eben immer noch auf Papier stehe und gerne auch mal von Hand schreibe und erledigte Aufgaben abhake, musste eben auch ein Papier-Element dazu.

Große Projekte in kleine Häppchen einteilen

Ganz große und längerfristige Projekte breche ich darüber hinaus übrigens meistens noch in viele kleine Unterpunkte herunter, mache ich mir entweder von Hand oder am PC eine Liste mit allen Unterpunkten und versehe diese zum Teil auch mit einer Deadline. Das wird dann ausgedruckt und an die Wand gehängt – manchmal brauche ich den Druck, vor allem bei Dingen, die nebenher laufen müssen oder die eben irgendwann gemacht werden können oder sollten.

Ausprobiert habe ich in Sachen To Do-Liste schon vieles, von Evernote bis Trello. Heute ist es wie gesagt noch nicht die perfekte Lösung, aber eine, mit der ich leben kann, die mich nicht unnötig viel Zeit kostet und die trotz ihrer Vielfältigkeit für mich übersichtlich ist. Und ich finde, das ist die Hauptsache – wir Menschen sind alle so unterschiedlich, und so unterschiedlich sind auch unsere To Do-Systeme. Jeder muss für sich das finden, womit er am besten zurechtkommt. Und wir sollten uns bewusst machen, dass es auch immer wieder Anpassungen geben wird und unsere To Do-Systeme immer mal wieder kritisch beleuchten.

Und bei dir so?

Jetzt bin ich natürlich neugierig: Wie sehen denn eure To Do-Listen aus? Ich weiß, das wurde schon tausendmal gefragt, aber ich freue mich doch immer wieder über Inspiration und Ideen, oder einfach über eine andere Perspektive.