Egal, ob man privat bloggt oder beruflich, Seriosität sollte für alle Blogger einen wichtigen Stellenwert einnehmen. Dazu gehört auch die gründliche und richtige Recherche. Denn nichts ist schädlicher für die Glaubwürdigkeit, wie schlecht recherchierte Inhalte oder falsche Angaben, weil man nicht richtig recherchiert hat. Weiterlesen

Groß- und Kleinschreibung

Nachdem ich auf den Artikel von letzter Woche einige Rückmeldungen bekommen habe, wollte ich das Thema Groß- und Kleinschreibung heute nochmal aufgreifen. Die Grundregeln hatten wir ja schon, daher geht es heute um die Besonderheiten. Denn leider ist die deutsche Sprache nicht so mathematisch-logisch wie zum Beispiel Latein, es gibt zahlreiche Ausnahmen und Besonderheiten.

Wie Ronja im Kommentar letzte Woche so schön schrieb: Es gibt viele Stolpersteine im Deutschen. Und da kann man auch meist gar nicht nach Gefühl vorgehen, sondern muss sie schlicht auswendig lernen.

1.) Zeitangaben

Wobei Zeitangabe hier im weiten Sinne gemeint ist, es geht nicht um Dinge wie „um drei Uhr“ oder „um 15 Uhr“ – das sind ja nicht wirklich Stolpersteine. Aber wie ist es zum Beispiel mit Angaben zu Tageszeiten? Ein Beispiel:

„Ich kann morgens noch nichts essen.“

Das Wort „morgens“ kommt eigentlich vom Substantiv „Morgen“. In diesem Fall wird es jedoch als Adverb gebraucht und wird daher kleingeschrieben. Wenn man jedoch sagt „Eines Morgens wachte ich auf und alles war weiß.“ dann ist „Morgens“ tatsächlich ein Substantiv, nämlich der Genitiv von „Morgen“. Und dann muss es großgeschrieben werden. Das kann man am Artikel erkennen, der davor steht.

Auch Tageszeiten, die nach einem Adverb stehen, das die Zeit noch genauer eingrenzt, werden großgeschrieben. Also zum Beispiel „gestern Nacht“, „heute Morgen“, „morgen Nachmittag“ oder „vorgestern Vormittag“. Hier könnte man ja auch sagen „gestern in der Nacht“ oder „heute am Morgen“, das ist eine kleine Eselsbrücke, wie man sich das leichter merken kann.

2.) Etwas oder etwas?

Auch das Wort „etwas“ ist für manche nicht so ganz einfach. Schreibt man es nun groß oder klein bzw. wann schreibt man es groß und wann klein? In diesem Fall ist es eigentlich recht einfach: Wenn ich „etwas“ benutze, um etwas näher zu beschreiben, dann wird es kleingeschrieben. Zum Beispiel: „Ich bin heute etwas müde“ oder „Ich habe schon etwas Hunger“ – hier könnte man statt „etwas“ auch „ein bisschen“ schreiben.

Außerdem kann „etwas“ auch anzeigen, dass es um eine nicht näher bestimmte Sache geht. Das klingt jetzt komplizierter, als es ist. Daher auch hier ein paar Beispiele „Ich suche etwas Passendes zum anziehen“ oder „Er hat etwas Komisches gesagt“ oder auch „Mir ist noch nie etwas Derartiges untergekommen“.

Man könnte nun meinen, „etwas“ würde immer kleingeschrieben. Aber natürlich gibt’s auch hier eine Ausnahme. Denn „Etwas“ kann ja durchaus auch als Substantiv gebraucht werden – und dann wird es natürlich großgeschrieben. „Er trug ein kleines Etwas auf dem Arm“ oder „Als ich den Raum betrat, stand ein zitterndes Etwas vor mir.“ Und dann gibt es da natürlich noch „das gewisse Etwas“.

In all diesen Fällen ist „das Etwas“ etwas, was nicht direkt greifbar oder definierbar ist. Nehmen wir das Beispiel „ein zitterndes Etwas“ – in dem oben genannten Fall kommt jemand in den Raum und sieht, dass da etwas Zitterndes vor ihm steht, kann aber zumindest auf den ersten Blick nicht sagen, was genau es ist. Beim „gewissen Etwas“ ist es ähnlich: Jemand hat das gewisse Etwas, aber was genau das ist, lässt sich oft nicht (oder nur schwer) in Worte fassen.

3.) Ein Mal und einmal

Auch das ist so eine Sache, bei der viele ins Schleudern kommen: Ein Mal oder einmal? Und hier ist es tatsächlich ein bisschen kompliziert – sagt übrigens sogar die Duden-Redaktion. Und selbst das kleingeschriebene Wort „einmal“ kann zwei unterschiedliche Wortarten sein: Einmal das Adverb – irgendwann (einmal), früher (einmal) etc. – und einmal die Partikel – „komm einmal her“, „er kann (noch) nicht einmal lachen“. Hier ist das Wort „einmal“ entweder verstärkend (in Aussagen, Fragen oder Aufforderungen) wie im ersten Beispiel oder abschwächend, einschränkend, eingrenzend wie im zweiten Beispiel. Beim zweiten Beispiel ist es ganz klar: Einmal, zusammengeschrieben und klein.

Wie sieht es aber bei Beispiel Nummer eins aus? Mir geht bei „einmal“ und „ein Mal“ immer das Zitat aus dem ersten American Pie-Film durch den Kopf: „Einmal, im Ferienlager…“ Würde man aber fragen: „Hast du schon einmal Fußball gespielt“ dann wäre die Antwort darauf „Ja, ein Mal, im Ferienlager.“ oder aber „Ja, einmal, im Ferienlager“. Im ersten Fall betont man, dass man nur ein (einziges) Mal Fußball gespielt hat, im zweiten wird das nicht betont.

Um es zu vereinfachen – denn eine klare Regelung für alle Arten von einmal scheint es nicht zu geben, das ergab zumindest eine ausführliche Recherche, ich lasse mich aber gerne eines Besseren belehren – kann man wohl sagen: Wer „einmal“ generell klein und zusammen schreibt, der ist auf der sicheren Seite. Möchte man die Einmaligkeit einer Handlung betonen, dann kann man – wie im American Pie-Beispiel oben, auch „ein Mal“ schreiben, oder eben „ein einziges Mal“, dann ist es ganz klar.

4.) Die Sache mit dem Doppelpunkt

Letzte Woche habe ich geschrieben, dass man nach dem Doppelpunkt großschreibt. Zu Recht hat Gerd darauf hingewiesen, dass man nach dem Doppelpunkt nur dann großschreibt, wenn ein vollständiger Satz folgt. Ist das nicht der Fall, dann schreibt man nach dem Doppelpunkt klein weiter. Auch hierzu hab ich zwei Beispiele für euch.

„Du solltest dir im Klaren darüber sein: Wenn du morgen keine Hausaufgaben gemacht hast, dann musst du nachsitzen.“

„Bring bitte Folgendes mit: einen Kochlöffel, ein Schneidebrett und eine Schürze.“

Im ersten Beispiel steht nach dem Doppelpunkt ein vollständiger Satz, der auch ohne den Teil vor dem Doppelpunkt stehen könnte. Im zweiten Beispiel folgt eine Aufzählung, also eben kein vollständiger Satz (kein Subjekt und kein Prädikat). Übrigens: Wenn der Doppelpunkt eine wörtliche Rede einleitet, dann wird immer großgeschrieben. In der Regel sind es ja auch ganze Sätze, die in der wörtlichen Rede stehen.

5.) Der Superlativ

Für Verwirrung sorgt auch immer wieder der Superlativ, also die zweite Stufe der Steigerung (gut – besser – am besten). Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich habe dabei immer den Drang „am Besten“ zu schreiben – wenn ich’s dann aber sehe, kommt es mir doch auch komisch vor. Dabei ist es eigentlich ganz einfach: Wenn man mit „wie?“ danach fragen kann, dann wird es kleingeschrieben.

„Am schönsten ist es beim Sonnenuntergang.“

„Am besten sieht man die Stadt vom Fernsehturm aus.“

In diesen Fällen ist „am“ nämlich nicht das zusammengefasste „an dem“ und somit kein Artikel.

Und dann gibt es noch den Superlativ in Verbindung mit einer adverbialen Wendung mit „aufs“ – was in diesem Fall die Kurzform von „auf das“ ist. Ihr wisst schon, was kommt, ja? „Auf das“, da haben wir einen Artikel. Der Duden lässt uns in solchen Fällen aber die Wahl, man kann sowohl großschreiben als auch kleinschreiben.

„Wir werden uns aufs Königlichste amüsieren“ oder „Wir werden uns aufs königlichste amüsieren.“

„Du hast aufs Gröbste gegen die Regeln verstoßen.“ oder „Du hast aufs gröbste gegen die Regeln verstoßen.“

Aber natürlich gibt’s auch hier wieder eine Ausnahme: Wenn man mit „worauf?“ oder „auf was?“ das Adjektiv erfragen kann, dann muss es großgeschrieben werden: „Sie mussten sich aufs Nötigste beschränken.“

Okay, ich gebe zu: Heute war es echt kompliziert. Auch ich habe mich durch diesen Artikel durchgekämpft, es ist gar nicht so einfach, alles zu erklären, ohne dabei in linguistisches Fachchinesisch zu verfallen. Aber ich wollte einfach noch ein paar der Besonderheiten bei der Groß- und Kleinschreibung nennen. Natürlich gibt’s noch mehr als diese Beispiele. Ihr dürft in den Kommentaren gerne ergänzen, was euch noch einfällt oder natürlich auch Fragen stellen.

Groß- und Kleinschreibung

Es war so einfach in der Schule: Im Englischunterricht hat man uns beigebracht „Ich, Gott und England schreibt man immer groß.“ Und wenn man sich daran gehalten hat, dann hat man zumindest bei der Groß- und Kleinschreibung so gut wie nie etwas falsch gemacht.

Im Deutschen ist das ungleich schwieriger. Daher habe ich heute mal die Grundregeln für die Groß- und Kleinschreibung für euch zusammengefasst. Mein Eindruck ist, dass die Großschreibung meist weniger das Problem ist als die Kleinschreibung, aber das ist wirklich nur mein subjektiver Eindruck. (Hinterlasst mir doch gerne einen Kommentar dazu!)

Großschreibung: Am Satzanfang, Substantive, Namen

Einfach ist die Sache am Satzanfang. Denn egal welches Wort, welche Wortart da steht, am Satzanfang schreibt man groß. Punkt. Was für den Satzanfang gilt, gilt auch nach dem Doppelpunkt oder in Anführungszeichen: Man schreibt hier groß. Großgeschrieben werden außerdem Substantive (Nomen, Hauptwörter) wie Haus, Pferd, Land, Klavier etc. Dazu zählen auch Namen – von Menschen, Tieren, Städten, Ländern.

Ebenfalls groß: Substantivierungen

Etwas komplizierter wird es bei Substantivierungen, also bei Wörtern, die ursprünglich kein Substantiv sind, aber als solches gebraucht werden. Also zum Beispiel:

„Das Schreiben fällt mir leicht.“

Schreiben ist eigentlich ein Verb und müsste daher kleingeschrieben werden. In diesem Fall wird es jedoch als Substantiv verwendet (es hat auch einen bestimmten Artikel) und wird daher großgeschrieben. Oder auch:

„Das Ganze wird total überbewertet.“

Ganz ist eigentlich ein Adjektiv und müsste daher kleingeschrieben werden. Aber auch hier wird es als Substantiv gebraucht und hat einen Artikel bekommen, daher muss man es groß schreiben.

Achtet auf den Artikel

Wenn es sich nicht um Namen (Menschen, Städte, Länder…) handelt, dann ist der Artikel – der, die das bzw. ein und eine – ein guter Indikator dafür, dass man etwas großschreibt. Allerdings darf man sich hier nicht von Adjektiven täuschen lassen, die manchmal zwischen dem Artikel und dem Substantiv stehen, also zum Beispiel „das große Haus“, „die grüne Pflanze“ oder „der letzte Abend“. Adjektive, das sind die kleinen Wörtchen, die etwas beschreiben (groß, klein, rot, nett, liebenswert….).

Wir tun vielleicht Großes, aber wir schreiben es klein

Hach, was für ne nette Überschrift, ich muss selbst schmunzeln. Aber es passte einfach so wunderbar. Verben (Tunwörter, also Wörter, die das beschreiben, was jemand tut) werden kleingeschrieben. Also: „Ich gehe in den Garten.“ „Herr Maier fährt Auto.“ oder „Das Fell der Katze glänzt.“

Wenn aus einem Verb ein Substantiv wird, dann wird es großgeschrieben – hatte ich ja oben bereits erwähnt. Ein guter Indikator ist auch hier der Artikel. Ein Beispiel: „Ein Raunen ging durch die Menge“. Eigentlich ist „raunen“ ein Verb, etwas, was man tut. In diesem Fall wird es aber zum Substantiv, bekommt einen (unbestimmten) Artikel und muss großgeschrieben werden.

Adjektive – auch große Eigenschaften schreibt man klein

Adjektive (Eigenschaftswörter, Wie-Wörter) sind die Wörter, die unsere Sprache bunt und abwechslungsreich machen. Wir nutzen sie, wenn wir etwas näher beschreiben wollen – siehe Beispiel oben (das große Haus, die blonde Frau, die südliche Hemisphere etc.). Auch sie werden kleingeschrieben.

Manchmal jedoch tarnt sich ein Adjektiv als Substantiv bzw. wird als solches verwendet. Natürlich hab ich auch hierzu ein Beispiel: „Das Blaue vom Himmel lügen“ – blau ist eigentlich ein Adjektiv, denn es beschreibt, wie etwas ist. Oder „das Gelbe vom Ei“, um bei den Farben zu bleiben. Aus dem Adjektiv wird ein Substantiv, was man am voranstehenden Artikel erkennt.

Ausnahmen bestimmen die Regel

Ja, die Sache mit den Ausnahmen…! Die deutsche Sprache wäre so einfach, wenn die Ausnahmen nicht wären. Und dann gibt’s da noch die Ausnahmen von den Ausnahmen. Auf alle einzugehen würde – ich weiß, ich wiederhole mich – den Rahmen sprengen. Daher habe ich auch nur die wichtigsten Grundlagen zusammengefasst. Wenn ihr die verinnerlicht und anwendet, dann seid ihr in den meisten Fällen auf der sicheren Seite.

Einen vertiefenden Artikel wird es nächste oder übernächste Woche noch geben. Alle, die jetzt schon gern noch mehr zum Thema Groß- und Kleinschreibung wissen möchten, verweise ich noch auf folgende Websites, auf denen ausführlich auch die Besonderheiten und Ausnahmen beschrieben werden:

Duden.de
orthografietrainer.net
DeutschOnline.de von Udo Klinger

Im Artikel letzte Woche habe ich euch erzählt, warum sich Pressearbeit lohnt. Dabei ging es unter anderem auch darum, dass man die PR auch selbst in die Hand nehmen kann, wenn das Budget nicht reicht, um diese Aufgabe extern zu vergeben. Daran möchte ich heute anknüpfen. Wie schreibe ich eine Pressemitteilung? Diese Frage gilt es zu beantworten.

Außerdem habe ich für meine Newsletter-Abonnenten eine Checkliste für Pressemitteilungen vorbereitet. Sie fasst kurz und knapp zusammen, was ihr beim Schreiben beachten müsst. Ihr wollt die Checkliste haben? Dann tragt euch hier ganz schnell noch ein, die Checkliste wird mit dem nächsten Newsletter verschickt. Mit Hilfe dieses Artikels und der Checkliste habt ihr die Grundlagen für eine gelungene Pressemitteilung. Und am Ende des Artikels gibt’s noch ein paar weiterführende Links.

Eine Pressemitteilung ist eine Nachricht

Der vielleicht wichtigste Punkt, wenn ihr eine Pressemitteilung schreibt: Es ist keine Werbung! Bitte bleibt sachlich. Ich weiß, ihr seid von eurem Produkt oder eurer Dienstleistung überzeugt und begeistert. Das könnt ihr auf eurer Website oder in einem Flyer zum Ausdruck bringen. In einer Pressemitteilung haben Sätze wie „Das beste XX weit und breit“ oder „Mit dieser Diät erreichen sie in drei Tagen ihr Wunschgewicht“ nichts zu suchen.

Eine Pressemitteilung wird auch Presseinformation genannt, und genau diesen Zweck soll sie erfüllen: Die Presse informieren, sodass diese wiederum ihre Leser (Hörer, Zuschauer) informieren kann. Daher hat die Presseinfo immer informativen, niemals aber werbenden Charakter. Einfach einen Werbetext an Journalisten zu schicken ist völlig sinnlos, denn dieser landet in der Regel sofort in der Ablage P. Beim Schreiben heißt das, dass ihr Adjektive so gut wie immer weglassen könnt. Denn sie bewerten, und genau das soll eine Pressemitteilung, die ja im Prinzip wie eine Nachricht ist, nicht tun.

Apropos Nachricht: Überlegt euch im Vorfeld genau, ob eure Pressemitteilung überhaupt einen Nachrichtenwert hat. Also versetzt euch a) in den Redakteur und b) in den Leser/Zuhörer/Zuschauer. Finden diese die Informationen interessant? Wenn nicht, dann lohnt sich nämlich auch der Aufwand nicht.

Die W-Fragen beantworten

Eine Pressemitteilung beantwortet immer die W-Fragen – bei der Zahl sind sich selbst Experten uneins. Manche sprechen von fünf, andere von sieben W-Fragen. Ich würde hier ein wenig differenzieren in W-Fragen, die auf jeden Fall beantwortet werden müssen und W-Fragen, bei denen man abwägen muss, ob sie relevant sind. Die W-Fragen, die aber jede Presseinformation beantworten muss sind:

  • Wer?
  • Was?
  • Wo?
  • Wann?
  • Wie?

Wenn diese Fragen beantwortet sind, müsst ihr selbst entscheiden, ob die Antworten auf folgende Fragen in eurem Fall relevant sind:

  • Warum?
  • Woher stammt diese Information?

Die letzte Frage sollte natürlich auf jeden Fall beantwortet werden, das muss aber nicht im Text sein. Am Ende der Pressemitteilung könnt ihr auf den Pressekontakt verweisen. Wenn ihr die Mitteilung selbst schreibt, dann kommen da euer Name und der Firmenname nebst Adresse, Telefonnummer und E-Mail-Adresse hin. Solltet ihr in eurer Pressemitteilung z.B. auf Studien oder andere Nachrichten Bezug nehmen, dann müsst ihr dafür natürlich die Quelle nennen.

Im Idealfall beantwortet ihr die W-Fragen (zumindest die fünf essentiellen, auf jeden Fall aber die Fragen nach wer und was) bereits im ersten Absatz. Denn Redakteure haben wenig bis gar keine Zeit. Je schneller sie also relevante Informationen erhalten, desto größer ist die Chance, dass sie eure Pressemitteilung auch verwerten und einen Artikel daraus machen.

Die wichtigsten Informationen gehören an den Anfang

Wenn Pressemitteilungen nur leicht umgeschrieben oder gar direkt übernommen werden, dann werden sie von hinten her gekürzt. Das heißt, dass ihr die wichtigsten Infos in den Anfang eures Textes packen müsst. Wie oben schon erwähnt sollten die W-Fragen gleich im ersten, spätestens im zweiten Absatz beantwortet werden.

KISS – Eine Pressemitteilung ist kein Roman

Getreu dem Motto „KISS – Keep it short and simple lautet die erste Grundregel für die Länge einer Pressemitteilung: Es sollte auf eine DIN A4-Seite passen. Kürzer geht natürlich immer. Wenn ihr auf einer halben Seite eure Nachricht rüberbringen könnt, umso besser. Bedenkt dabei, dass ihr auf jeden Fall einen Anprechpartner für Rückfragen nennen müsst. Und das sollte eben auch noch auf die Seite passen. Der Text an sich sollte also maximal eine Dreiviertelseite lang sein.

Einfach, gut strukturiert, verständlich

Eigentlich gilt das für jede Art von Text: Einfach drauflosschreiben is’ nich’! Bevor ihr euch ans Schreiben macht, muss ein Konzept, eine Struktur für den Text her. Am besten, ihr notiert euch Stichworte für jeden Absatz. So könnt ihr schon vor dem Schreiben sehen, ob ihr die W-Fragen beantwortet. Und letztlich geht der Schreibprozess damit auch deutlich schneller vonstatten wie wenn ihr blind drauflos tippt.

Fremdwörter und Fachbegriffe sind eine tolle Sache. In eine Pressemitteilung gehören sie aber nicht oder nur in Maßen. Klar, wenn die Presseinfo an ein Fachmagazin geht, dann ist das natürlich etwas anderes. Da sollte man sich dem Fachjargon bedienen, schon alleine, um die eigene Kompetenz zu untermauern. Wenn ihr eure Presseinformation aber an Tageszeitungen oder an Zeitschriften schickt, dann solltet ihr mit Fremd- und Fachwörtern so sparsam wie möglich umgehen bzw. diese erklären. Denn je verständlicher euer Text ist, desto höher sind wieder die Chancen auf eine Veröffentlichung.

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte

Schickt mit eurer Pressemitteilung nach Möglichkeit immer auch passende Fotos raus. Das erleichtert dem Redakteur die Arbeit. Außerdem erhöht es eure Chancen auf eine Veröffentlichung, weil auch die Leser (wenn wir jetzt mal von der Zeitung, von Zeitschriften oder auch entsprechenden Publikationen im Internet ausgehen) gerne Bilder sehen.

Wichtig ist, dass die Fotos in guter Qualität und aussagekräftig sind. Eine Bildunterschrift ist auch sinnvoll. Wenn Menschen auf den Fotos zu sehen sind, dann gehören auf jeden Fall die Namen und die Positionen der Personen in die Bildunterschift. Bei den Fotos solltet ihr darauf achten, dass sie Druckqualität haben, wenn ihr eure Presseinfo an Printmedien verschickt.

Übrigens ist weniger mehr: Schickt keine zehn Fotos mit einer Pressemitteilung raus, sondern ein oder zwei Fotos. Ihr könnt dann gerne erwähnen, dass es weitere Pressefotos gerne auf Anfrage gibt. Im Idealfall richtet ihr einen Pressebereich auf eurer Website ein, ladet dort die Fotos hoch (aber bitte schön geordnet, mit sinnvollen Dateinamen versehen und gut auffindbar) und verlinkt dann darauf.

Nur die Basics und weiterführende Links

Soweit einmal die wichtigsten Grundlagen für gelungene Pressemitteilungen. Natürlich erhebe ich wieder einmal keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit, ich könnte durchaus noch eine ganze Weile so weitermachen. Allerdings halte ich die genannten Punkt für die wichtigsten. Wenn ihr sie beachtet, dann seid ihr auf jeden Fall auf einem guten Weg. Für alle, die gerne noch etwas mehr dazu wissen wollen, habe ich jetzt noch ein paar weiterführende Links. Und wenn ihr noch etwas habt, was ihr für unverzichtbar haltet, dann ab damit in die Kommentare!

Der Unterschied zwischen einer guten und einer schlechten Pressemitteilung wird auf pressemitteilung.net sehr anschaulich beschrieben.

Tipps zum Thema Pressemitteilung versenden und zum Umgang mit Journalisten findet ihr bei impulse.de.

Den richtigen Aufbau einer Pressemitteilung erklärt Jutta Rodriguez auf text-treffer.de – eine schöne Übersicht, die auch einige der hier genannten Punkte bestätigt und/oder ergänzt.

Tolle Tipps rund um den Versand und die Formalien dabei gibt’s bei pronline.de. Und zwar aus Journalisten-Sicht. Wenn ihr euch also bei meinen Kollegen in den Redaktionen beliebt machen wollt, dann solltet ihr diesen Artikel unbedingt lesen!

Sehr ausführliche Regeln für die Pressearbeit gibt’s beim PR-Journal.

Und einen Link, der mit Pressearbeit so gar nichts zu tun, mir aber zu dem tollen Beitragsbild verholfen hat, möchte ich hier auch noch unterbringen. Das Mockup, mit dem ich das Titelbild erstellt habe, stammt von ZippyPixels. Ich bin ganz begeistert! (Ja, da ist noch Luft nach oben, aber für einen ersten Versuch finde ich es klasse!)

Die beliebtesten Blog-Artikel 2015

Ich kann keine Über mich-Texte schreiben. Zumindest nicht über mich selbst. Normalerweise bin ich ja, was die Art eines Textes angeht, nicht festgelegt. Ich schreibe Blog-Artikel so gerne wie Pressemitteilungen, News-Texte machen mir ebenso Spaß wie Produkttests. Nur wenn es darum geht, über mich selbst zu schreiben – möglichst knackig und spannend natürlich – dann bin ich wie blockiert, kriege graue Haare und leide unter schlaflosen Nächten. Deshalb wollte ich eigentlich gar nicht an der Blogparade von Michaela von biz-woman.com teilnehmen.

Warum ich es mir anders überlegt habe? Nun ja, auf meinem Vision Board, das ich letzte Woche gebastelt habe, steht unter anderem der kluge Spruch „All progress takes place outside the comfort zone – Jeder Fortschritt findet außerhalb der Komfort-Zone statt.“ Demnach sollte ich also auch ab und an über meinen eigenen Schatten springen. Also gut, mach ich das eben.

Wer bin ich?

Erst einmal bin ich Elke, die mit Leidenschaft schreibt und für tolle Texte im Internet und auch gedruckt kämpft. Das ist, was das Business anbelangt, die wichtigste Information, die ich euch über mich geben kann. Aber oft frage ich mich „Wer bin ich – und wenn ja, wie viele?“ Denn natürlich habe ich wie jeder andere Mensch ganz viele Facetten. Neben der Wortakrobatin bin ich eben auch Katzen-Mama, Leseratte, Musikerin, Schauspielerin (alles rein hobbymäßig natürlich). Ich koche total gern und bei einem guten Computerspiel (Rollenspiel) kann ich prima abschalten und mal alles hinter mir lassen. Außerdem reise ich für mein Leben gern, allerdings stehe ich nicht auf Pauschal-Urlaub, sondern bastle mir den für mich bzw. uns perfekten Urlaub am liebsten selbst zusammen. So wird er nämlich deutlich länger 😉

Worüber schreibe ich?

Thematisch bin ich nicht festgelegt, weil ich mich immer freue, wenn ich mich in neue Themengebiete einarbeiten kann. Zum Beispiel hätte ich nie gedacht, dass die Logistik ein total spannendes Feld ist. Eines meiner Lieblingsprojekte in der Vergangenheit war die Pressearbeit für einen Wissenschaftspreis im Bereich Psychiatrie – ein Thema, mit dem ich mich noch nie zuvor auseinandergesetzt hatte, das mir aber riesigen Spaß gemacht hat. Und mein Steckenpferd bzw. der inhaltliche Schwerpunkt meiner Arbeit liegt im Bereich Unterhaltungselektronik. Wenn in meinem Bekanntenkreis jemand ein neues Handy, Tablet oder einen neuen Computer braucht, dann klopfen viele vorher bei mir an und wollen einen Tipp. Den gebe ich natürlich gern, berufsbedingt bin ich da echt auf dem Laufenden.

Wie bin ich auf diese Idee gekommen?

Hmm, eigentlich gar nicht. Wenn ich ehrlich bin, hat sich das so entwickelt. Geschrieben habe ich schon immer gern. Während des Studiums habe ich aber festgestellt, dass Journalismus vielleicht nicht ganz das Richtige für mich ist. Fürs Radio habe ich weder die Aussprache noch die Stimme, für die Zeitung war ich mir zu jung und für den Enthüllungsjournalismus fehlen mir die spitzen Ellenbogen.

Weit vom Journalismus entfernt habe ich mich nicht, denn das Berufsziel war PR-Beraterin. Und nach diversen Jobs als Angestellte habe ich mich dann auch genau in diesem Bereich selbständig gemacht. Relativ schnell hatte ich aber vor allem Text-Aufträge. Und im Laufe der Zeit musste ich mir eingestehen, dass ich das einfach auch am besten kann. Im letzten Jahr habe ich mich bzw. beim Business neu erfunden, wie man hochtrabend sagen würde. Eigentlich habe ich aber nur mein Angebot meinem Können und Wollen angepasst. Ich möchte an und mit Texten arbeiten. Dabei schreibe ich genauso gern wie ich Texte optimiere, korrigiere, ihnen den letzten Feinschliff verleihe.

Was ist das Spezielle an mir?

Vermutlich das, was jeder Texter über sich sagen würde: Ich liebe es, zu schreiben. Ich liebe es, mit der Sprache zu spielen. Dabei ist es mir aber wichtig, nicht auf jeden Trend aufzuspringen. Nicht ständig diese Buzzwords zu benutzen, die jeder benutzt. Lieber schreibe ich einen Text, der nicht ganz so knallt, aber dafür ehrlich und authentisch rüberkommt. Denn ein Text mit Herzblut muss nicht triefen vor lauter Marketing-Sprech. Ich bin der Meinung, dass man immer einen goldenen Mittelweg finden muss zwischen reißerischen Überschriften, Authentizität und der eigenen Stimme (oder der Stimme des Kunden).

Wissen vermitteln ist etwas, was ich gut kann. Sagt man zumindest. Deshalb kann ich nicht nur komplexe Sachverhalte so erklären, dass sie jeder versteht. Nein, ich arbeite gerade auch an einem Online-Kurs, in dem ich mein Wissen weitergeben möchte. Nicht jeder kann und will sich immer einen Texter leisten. Viele tun sich aber mit dem Schreiben schwer. Und genau hier möchte ich ansetzen. Bei mir fließt auch nicht jeder Text einfach so aus der Feder. Es gibt Texte, die mich richtig viel Blut, Schweiß und Tränen gekostet haben. Aber all das geht vorbei. Mit meinen Tipps und Tricks möchte ich daher demnächst helfen, dass das Schreiben leichter fällt, dass meine Teilnehmer einen guten Text schreiben können und sich damit auch wohlfühlen.

Weshalb mache ich das, was ich mache?

Ganz einfach: Weil’s Spaß macht! Das mag arrogant oder hedonistisch klingen, ist aber einfach so. Wer nicht gerne schreibt, der wird auch keine guten Texte abliefern, alles Wissen und Handwerkszeug hin oder her. Der zweite Grund ist, weil ich einen Bedarf sehe. Wenn ich so im Internet herumlese, dann gibt es da leider, leider, leider immer noch viel zu viele schlechte Texte. Vielen ist gar nicht bewusst, glaube ich, dass es nicht nur auf die Optik ankommt. Einigen sollte man mal einen Duden und ein Grammatikbuch schenken. Und einigen muss man einfach nur zeigen, wie’s richtig geht.

Gleiches gilt übrigens auch für Social Media-Beiträge. Auch das sind ja oft Texte. Und ganz ehrlich: Wenn jemand bei Facebook schreibt, wie toll sein Produkt ist und dass ich das unbedingt kaufen soll, dabei aber in jedem Satz einen Tippfehler drin hat, dann kann ich denjenigen beim besten Willen nicht ernst nehmen! Wie wichtig bin ich denn jemandem, der sich nicht mal die Mühe macht, nochmal kurz drüberzulesen, bevor er auf „senden“ drückt? Ach, ich schweife ab… Wollte ich gar nicht, ehrlich!

In welcher Rubrik bin ich unterwegs?

Okay, diese Frage ist an Blogger gerichtet. Bin ich auch, aber eben nicht nur. Wie oben schon erwähnt, bin ich ziemlich flexibel, was die Thematik angeht. Wenn ich jetzt mal schaue, in welchen Bereichen ich blogge (für mich selbst oder für Kunden), dann kommt dabei ein ziemlich lustiger, bunter Mix an Themen raus. Zum einen blogge ich natürlich hier über alles, was mit Text, Sprache und Kommunikation zu tun hat. Dann habe ich noch meinen Tech-Blog techgeflüster, der aufgrund von Zeitmangel derzeit Winterschlaf hält. Außerdem blogge ich über Smartphones und Tablets und zum Thema Logistik. Ist doch ne nette Mischung, oder?

So, jetzt bin ich echt stolz auf mich. Aber so schwer war’s auch gar nicht. Ist ja auch kein klassischer Über mich-Text geworden. Dafür aber ein ehrlicher, einer, mit dem ihr mich vermutlich viel besser kennengelernt habt, wie das bei einem klassischen Über mich-Text der Fall gewesen wäre. Und von daher hat es sich doch echt gelohnt, heute mal außer der Reihe zu bloggen. (Die Blogparade läuft nur noch bis heute und der Artikel für Montag ist auch schon fertig, da darf man dann auch mal häufiger bloggen.) Übrigens: Sollte jemand von euch einen Über mich-Text brauchen (also über sich, nicht über mich. Klar, oder?) – das kann ich!