Die beliebtesten Blog-Artikel 2015

Ich kann keine Über mich-Texte schreiben. Zumindest nicht über mich selbst. Normalerweise bin ich ja, was die Art eines Textes angeht, nicht festgelegt. Ich schreibe Blog-Artikel so gerne wie Pressemitteilungen, News-Texte machen mir ebenso Spaß wie Produkttests. Nur wenn es darum geht, über mich selbst zu schreiben – möglichst knackig und spannend natürlich – dann bin ich wie blockiert, kriege graue Haare und leide unter schlaflosen Nächten. Deshalb wollte ich eigentlich gar nicht an der Blogparade von Michaela von biz-woman.com teilnehmen.

Warum ich es mir anders überlegt habe? Nun ja, auf meinem Vision Board, das ich letzte Woche gebastelt habe, steht unter anderem der kluge Spruch „All progress takes place outside the comfort zone – Jeder Fortschritt findet außerhalb der Komfort-Zone statt.“ Demnach sollte ich also auch ab und an über meinen eigenen Schatten springen. Also gut, mach ich das eben.

Wer bin ich?

Erst einmal bin ich Elke, die mit Leidenschaft schreibt und für tolle Texte im Internet und auch gedruckt kämpft. Das ist, was das Business anbelangt, die wichtigste Information, die ich euch über mich geben kann. Aber oft frage ich mich „Wer bin ich – und wenn ja, wie viele?“ Denn natürlich habe ich wie jeder andere Mensch ganz viele Facetten. Neben der Wortakrobatin bin ich eben auch Katzen-Mama, Leseratte, Musikerin, Schauspielerin (alles rein hobbymäßig natürlich). Ich koche total gern und bei einem guten Computerspiel (Rollenspiel) kann ich prima abschalten und mal alles hinter mir lassen. Außerdem reise ich für mein Leben gern, allerdings stehe ich nicht auf Pauschal-Urlaub, sondern bastle mir den für mich bzw. uns perfekten Urlaub am liebsten selbst zusammen. So wird er nämlich deutlich länger 😉

Worüber schreibe ich?

Thematisch bin ich nicht festgelegt, weil ich mich immer freue, wenn ich mich in neue Themengebiete einarbeiten kann. Zum Beispiel hätte ich nie gedacht, dass die Logistik ein total spannendes Feld ist. Eines meiner Lieblingsprojekte in der Vergangenheit war die Pressearbeit für einen Wissenschaftspreis im Bereich Psychiatrie – ein Thema, mit dem ich mich noch nie zuvor auseinandergesetzt hatte, das mir aber riesigen Spaß gemacht hat. Und mein Steckenpferd bzw. der inhaltliche Schwerpunkt meiner Arbeit liegt im Bereich Unterhaltungselektronik. Wenn in meinem Bekanntenkreis jemand ein neues Handy, Tablet oder einen neuen Computer braucht, dann klopfen viele vorher bei mir an und wollen einen Tipp. Den gebe ich natürlich gern, berufsbedingt bin ich da echt auf dem Laufenden.

Wie bin ich auf diese Idee gekommen?

Hmm, eigentlich gar nicht. Wenn ich ehrlich bin, hat sich das so entwickelt. Geschrieben habe ich schon immer gern. Während des Studiums habe ich aber festgestellt, dass Journalismus vielleicht nicht ganz das Richtige für mich ist. Fürs Radio habe ich weder die Aussprache noch die Stimme, für die Zeitung war ich mir zu jung und für den Enthüllungsjournalismus fehlen mir die spitzen Ellenbogen.

Weit vom Journalismus entfernt habe ich mich nicht, denn das Berufsziel war PR-Beraterin. Und nach diversen Jobs als Angestellte habe ich mich dann auch genau in diesem Bereich selbständig gemacht. Relativ schnell hatte ich aber vor allem Text-Aufträge. Und im Laufe der Zeit musste ich mir eingestehen, dass ich das einfach auch am besten kann. Im letzten Jahr habe ich mich bzw. beim Business neu erfunden, wie man hochtrabend sagen würde. Eigentlich habe ich aber nur mein Angebot meinem Können und Wollen angepasst. Ich möchte an und mit Texten arbeiten. Dabei schreibe ich genauso gern wie ich Texte optimiere, korrigiere, ihnen den letzten Feinschliff verleihe.

Was ist das Spezielle an mir?

Vermutlich das, was jeder Texter über sich sagen würde: Ich liebe es, zu schreiben. Ich liebe es, mit der Sprache zu spielen. Dabei ist es mir aber wichtig, nicht auf jeden Trend aufzuspringen. Nicht ständig diese Buzzwords zu benutzen, die jeder benutzt. Lieber schreibe ich einen Text, der nicht ganz so knallt, aber dafür ehrlich und authentisch rüberkommt. Denn ein Text mit Herzblut muss nicht triefen vor lauter Marketing-Sprech. Ich bin der Meinung, dass man immer einen goldenen Mittelweg finden muss zwischen reißerischen Überschriften, Authentizität und der eigenen Stimme (oder der Stimme des Kunden).

Wissen vermitteln ist etwas, was ich gut kann. Sagt man zumindest. Deshalb kann ich nicht nur komplexe Sachverhalte so erklären, dass sie jeder versteht. Nein, ich arbeite gerade auch an einem Online-Kurs, in dem ich mein Wissen weitergeben möchte. Nicht jeder kann und will sich immer einen Texter leisten. Viele tun sich aber mit dem Schreiben schwer. Und genau hier möchte ich ansetzen. Bei mir fließt auch nicht jeder Text einfach so aus der Feder. Es gibt Texte, die mich richtig viel Blut, Schweiß und Tränen gekostet haben. Aber all das geht vorbei. Mit meinen Tipps und Tricks möchte ich daher demnächst helfen, dass das Schreiben leichter fällt, dass meine Teilnehmer einen guten Text schreiben können und sich damit auch wohlfühlen.

Weshalb mache ich das, was ich mache?

Ganz einfach: Weil’s Spaß macht! Das mag arrogant oder hedonistisch klingen, ist aber einfach so. Wer nicht gerne schreibt, der wird auch keine guten Texte abliefern, alles Wissen und Handwerkszeug hin oder her. Der zweite Grund ist, weil ich einen Bedarf sehe. Wenn ich so im Internet herumlese, dann gibt es da leider, leider, leider immer noch viel zu viele schlechte Texte. Vielen ist gar nicht bewusst, glaube ich, dass es nicht nur auf die Optik ankommt. Einigen sollte man mal einen Duden und ein Grammatikbuch schenken. Und einigen muss man einfach nur zeigen, wie’s richtig geht.

Gleiches gilt übrigens auch für Social Media-Beiträge. Auch das sind ja oft Texte. Und ganz ehrlich: Wenn jemand bei Facebook schreibt, wie toll sein Produkt ist und dass ich das unbedingt kaufen soll, dabei aber in jedem Satz einen Tippfehler drin hat, dann kann ich denjenigen beim besten Willen nicht ernst nehmen! Wie wichtig bin ich denn jemandem, der sich nicht mal die Mühe macht, nochmal kurz drüberzulesen, bevor er auf „senden“ drückt? Ach, ich schweife ab… Wollte ich gar nicht, ehrlich!

In welcher Rubrik bin ich unterwegs?

Okay, diese Frage ist an Blogger gerichtet. Bin ich auch, aber eben nicht nur. Wie oben schon erwähnt, bin ich ziemlich flexibel, was die Thematik angeht. Wenn ich jetzt mal schaue, in welchen Bereichen ich blogge (für mich selbst oder für Kunden), dann kommt dabei ein ziemlich lustiger, bunter Mix an Themen raus. Zum einen blogge ich natürlich hier über alles, was mit Text, Sprache und Kommunikation zu tun hat. Dann habe ich noch meinen Tech-Blog techgeflüster, der aufgrund von Zeitmangel derzeit Winterschlaf hält. Außerdem blogge ich über Smartphones und Tablets und zum Thema Logistik. Ist doch ne nette Mischung, oder?

So, jetzt bin ich echt stolz auf mich. Aber so schwer war’s auch gar nicht. Ist ja auch kein klassischer Über mich-Text geworden. Dafür aber ein ehrlicher, einer, mit dem ihr mich vermutlich viel besser kennengelernt habt, wie das bei einem klassischen Über mich-Text der Fall gewesen wäre. Und von daher hat es sich doch echt gelohnt, heute mal außer der Reihe zu bloggen. (Die Blogparade läuft nur noch bis heute und der Artikel für Montag ist auch schon fertig, da darf man dann auch mal häufiger bloggen.) Übrigens: Sollte jemand von euch einen Über mich-Text brauchen (also über sich, nicht über mich. Klar, oder?) – das kann ich!

Die beliebtesten Blog-Artikel 2015

Als im Mai 2015 meine neue Website an den Start ging habe ich mir fest vorgenommen, regelmäßig zu bloggen. Und ich bin zugegebenermaßen ein bisschen stolz darauf, dass ich es auch durchgezogen habe.

Noch mehr stolz bin ich darauf, dass einige Blog-Artikel wirklich große Kreise gezogen und Reaktionen hervorgerufen haben. Denn was gibt es Schöneres, als nicht nur zu schreiben, sondern auch gelesen zu werden?!

Bewusst kommunizieren kommt an

Besonders gefreut hat mich, dass ein Artikel, den ich fast gar nicht veröffentlicht hätte, der meistgelesene Blog-Artikel im letzten Jahr wurde. Mit dem Thema „Bewusst kommunizieren, klare Aussagen treffen“ habe ich wohl einen Nerv getroffen. Kein anderer Artikel wurde so viel gelesen, kommentiert und geteilt. Ich habe immer noch ein breites Grinsen im Gesicht, wenn ich mir die Kommentare durchlese und freue mich über die Reaktionen.

Doch auch andere Artikel haben sich gut entwickelt und ich habe viele wunderbare Rückmeldungen bekommen. Die 5 beliebtesten Artikel 2015 waren diese hier:

  1. Bewusst kommunizieren, klare Aussagen treffen – ohne Einschränkung, Abwertung und Verkleinerung
  2. Rechtschreib-Tipp #1 – das und dass
  3. Blogparade: Finanzielle Freiheit – Geld spielt keine Rolle
  4. Blogparade: Zeigt her eure To do-Liste – so läuft das bei mir
  5. 4 Gründe, warum Zwischenüberschriften deinen Blog rocken

Weihnachtstexte und Aufforderung zum Lesen

Beliebt waren außerdem meine Tipps für wirkungsvolle Weihnachtstexte – ein Evergreen-Text, den man jedes Jahr aufs Neue wieder hervorkramen kann. Etwas benachteiligt, weil er so spät im Jahr und kurz vor Weihnachten veröffentlicht wurde, war der vorletzte Blog-Artikel „Du willst schreiben? – Dann lies!“ Zu einem besseren Zeitpunkt hätte er es mit Sicherheit auch in die Top 5 geschafft, daher möchte ich ihn zumindest hier noch erwähnen. Auch dieser Text ist sogenannter Evergreen-Content, der nicht an Aktualität verliert und daher sicherlich auch noch seine Leser finden wird.

Zwei Dinge schließe ich aus dem meistgelesenen Artikeln, die ich jedem Blogger gerne mit auf den Weg geben möchte: Blog-Paraden sind eine wunderbare Sache, die einem auch Leser bringen, die sonst vielleicht nie auf eurem Blog gelandet wären. Und Texte, die nicht an Aktualität verlieren, sind ebenfalls wunderbar – sie können immer wieder geteilt werden, auch wenn sie schon etwas älter sind.

Mit Motivation ins neue Jahr

Ich freue mich wirklich, dass meine Blog-Artikel so gut ankommen. Und es motiviert mich ungemein, auch 2016 dranzubleiben und euch weiterhin mit spannenden und nützlichen Artikeln zu versorgen. Der Redaktionsplan für die kommenden Wochen steht schon. Ich verspreche sicher nicht zu viel, wenn ich sage: Das wird gut! Das wird richtig gut! Für euch habe ich interessante Themen ausgesucht, auf die ich mich schon freue.

Viele tolle Dinge erwarten euch!

Auch sonst wird es in diesem Jahr ein paar tolle Neuerungen geben – macht euch auf was gefasst! Zum Jahresanfang bin ich bis in die Haarspitzen motiviert und freue mich auf alles, was da kommt. Übrigens habe ich es geschafft, meinen Redaktionsplan sehr flexibel zu gestalten – eine der größten Herausforderungen der letzten Monate. Wenn ihr also Themen habt, zu denen ihr hier gerne mehr lesen möchtet, dann lasst mir doch einen Kommentar hier.

federführend liest

Selten hat mir ein Artikel so aus der Seele gesprochen wie der von Elke Dola aka Lilli auf dem Blog Quovadix. Und darum möchte ich ihn euch nicht vorenthalten. Ich finde, es ist ein perfekter Jahresabschluss für den Blog und die Rubrik „Federführend liest“. In ihrem Artikel „Warum mich Reichweite, Traffic, Tribe, Tags, Keywords, SEO nicht interessieren!“ beschreibt Elke wunderbar authentisch, dass es nicht darauf ankommt, wie viele Leser man hat, sondern dass es die richtigen Leser sein müssen.

Okay, das ist jetzt wirklich sehr verknappt auf den Punkt gebracht. Daher bitte ich euch heute darum, euch den Artikel selbst durchzulesen. Denn es ist doch wirklich so: Was bringt mir eine große Reichweite? Was bringen mir 1.000 Besucher auf meiner Website, wenn sie sich nicht für mich, für mein Produkt interessieren? Was bringt es mir, bei Google an erster Stelle zu stehen, wenn trotzdem keiner bei mir kauft? Was bringen mir 1.000 Twitter-Follower, wenn sie null Interesse daran haben, was ich so zwitschere? Und was bringen mir 1.000 Facebook-Fans, wenn sie nicht interagieren?

Es geht nicht nur um Leser und Fans, es geht um die RICHTIGEN!

Die Antwort ist einfach: So gut wie gar nichts. Beim Bloggen und in den sozialen Netzwerken sollte es uns nicht darum gehen, möglichst viele Leser, Fans und Follower zu haben. Das ist zwar „nice to have“, sollte aber nicht unser oberstes Ziel sein. Wenn wir gute Arbeit leisten, dann kommen die Leser, die Fans, die Follower irgendwann von selbst. Aber das muss wachsen, das dauert einfach seine Zeit. Was aber sollte dann unser Ziel sein?

Das Ziel beim Bloggen und in den sozialen Netzwerken

Die Antwort darauf ist auch ganz einfach: Unser Ziel beim Bloggen und in den sozialen Netzen sollte sein, Nützliches zu verbreiten. Damit ist nicht nur der eigene Content gemeint, sondern auch nützliche Inhalte von anderen. Wenn wir die Dinge teilen und über die Dinge schreiben, die unsere Zielgruppe interessiert, dann ist das nützlich. Dann hilft uns das beim Aufbau einer Community. Die Interaktion ist nur der logische nächste Schritt. Und was man natürlich auch nicht vergessen darf: Wenn wir nützliche Inhalte weitersagen, wenn wir mit einem Blog-Artikel ein Problem lösen oder Hilfestellung geben, dann können wir damit wunderbar zeigen, dass wir wissen, was wir tun, wovon wir schreiben – wir werden als Experten wahrgenommen.

Ehrliche Texte statt Marketing-Geschwafel

Ich bin kein Fan von überkandideltem Marketing-Geschwafel. Ich stehe auf ehrliche Texte, die die Dinge auf den Punkt und den Leser weiterbringen. Und ich rege mich in letzter Zeit immer wieder darüber auf, dass ich auf Facebook ständig eingeladen werde, irgendwelche Seiten zu liken, die mich nicht die Bohne interessieren, die mir nichts bringen und bei denen ich noch nicht einmal die Menschen dahinter kenne. Das ist eine Masche, ähnlich wie es auch in bestimmten Gruppen bei Xing läuft: XXX Kontakte in kürzester Zeit, XXX Likes in kürzester Zeit. Ja, und dann?

Hach, ich könnte ewig so weitermachen. Will ich aber gar nicht. Ich denke, euch ist auch so klar, worauf ich raus will. Und an dieser Stelle noch einmal die Bitte: Schaut euch den oben verlinkten Artikel von Elke Dola an, er ist absolut lesenswert – und herrlich erfrischend geschrieben! In diesem Sinne wünsche ich euch einen guten Rutsch, kommt gut rüber nach 2016 – und wir sehen uns dann im Januar in alter Frische. Ich hab schon ein paar tolle Schmankerl für euch in Vorbereitung!

Wenn ich mich so durchs Netz klicke, dann sträuben sich mir oftmals die Haare. Was man auf manchen Websites und Blogs so an Texten vorgesetzt bekommt, das gehört teilweise echt unter Strafe gestellt.

Grammatik und Rechtschreibung sind kein Verbrechen

Den Schreibern mangelt es häufig nicht nur an Grammatik- und Rechtschreib-Kenntnissen, das ist noch das kleinste Vergehen. Die Artikel sind oft schlampig recherchiert, ganz offensichtlich nur für Suchmaschinen geschrieben, lassen jegliche Struktur vermissen. Und nicht selten frage ich mich am Ende eines Artikels – wenn ich es überhaupt so weit geschafft habe – was mir der Autor damit eigentlich sagen wollte.

Wer schreiben will muss lesen

Daher möchte ich heute mal eine These in den Ring werfen, von der ich überzeugt bin, dass sie zu besseren Texten führt: Du willst schreiben? Dann lies! Und damit meine ich nicht nur die eigenen Texte, bevor sie veröffentlicht werden – das bitte sowieso immer. Nein, wer gut schreiben will, der muss lesen. Und zwar nicht irgendetwas, sondern etwas Gutes. Woher soll man denn sonst wissen, was eine gute Schreibe, ein guter Text ist?

Gute Texte führen zu besseren Texten

Mach ich auch so, und ich merke auch an meinen eigenen Texten, wenn ich längere Zeit mal nicht oder nur ganz wenig gelesen habe. Und ich meine damit nicht nur Fachartikel oder – bücher, sondern ich spreche auch und vor allem von Romanen. Von guten Romanen. Wer also über Weihnachten endlich mal „Shades of Grey“ lesen will, dem lege ich ans Herz: Such dir einen sinnvolleren Zeitvertreib. Oder zumindest ein besseres Buch. (Pssst, Lese-Tipps gibt’s ganz bald in meinem Newsletter, der in Kürze an den Start gehen wird.) Ich habe nach gut der Hälfte aufgegeben, weil mich der Schreibstil bzw. die ständigen Wiederholungen genervt haben. Guter Stil ist was Anderes.

Mehr Qualität als Quantität

Wer im Internet mit einer Website oder einem Blog erfolgreich sein, sich einen Namen machen will, der muss vor allem eines: Guten Content liefern. Denn eine Website, die super aussieht, ist zwar eine tolle Sache. Wenn aber die Inhalte nicht stimmen, dann bringt das langfristig herzlich wenig. Die Leser merken sich das und kommen dann nicht wieder. Während aus SEO-Sicht häufig mehr Wert auf Quantität als auf Qualität gelegt wird, sagt die Texterin in mir: Lieber weniger und bessere Texte als mit aller Gewalt jede Woche fünf Artikel, die kein Mensch lesen kann oder will.

Denn letztlich geht es bei allem nur um eines: Um den Mehrwert für den Leser. Je nach Medium kann das bedeuten, dass der Leser gut unterhalten wird oder dass er wichtige Informationen erhält, dass er etwas lernt oder dass er ein Problem lösen kann. All das ist aber nur dann der Fall, wenn die Texte auch gut geschrieben und leserfreundlich sind. Denn der beste Inhalt ist nutzlos, wenn man sich quälen muss, ihn zu lesen.

Mein Lieblingstipp für bessere Texte

Ihr findet mit einer kurzen Recherche im Netz zahllose Artikel mit Tipps zum Schreiben. Mein persönlicher Lieblingstipps an euch ist aber der: Lest! Viel! Gutes! Denn das ist nicht nur eine angenehme Art und Weise, an sich selbst und seiner Schreibe zu arbeiten, es hilft tatsächlich auch ungemein. Man ist inspiriert, man erweitert nicht nur den Horizont, sondern unter Umständen auch noch den (aktiven) Wortschatz. So kann man also das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden. Und so ganz nebenbei bildet Lesen ja auch, unabhängig vom Schreiben.

Was ihr lest, ist für mich in diesem Fall zweitrangig, so lange es gut ist. Das kann eine qualitativ gute Zeitung sein (also bitte nicht die mit den vier großen Buchstaben, die ist stilistisch ungefähr auf dem Niveau von Shades of Grey), ein schönes Magazin, ein guter Blog oder natürlich ein guter Roman. Jetzt wollt ihr sicherlich eine Lese-Empfehlung von mir. Die bekommt ihr – bald, ganz bald. Denn ich habe für meinen Newsletter eine Rubrik geplant, in der ich euch regelmäßig guten Lesestoff empfehle. Heute fange ich mal mit einem Blog-Beitrag von Andreas Quinkert bei Zielbar an. Der ist nämlich nicht nur mit mir einer Meinung was das Lesen und den Zusammenhang zwischen Lesen und Schreiben angeht, ich mag auch seinen Schreibstil sehr gerne und finde ihn sehr inspirierend. Schaut mal rein, was er zum Thema „Warum Texter und Autoren viel lesen sollten“ zu sagen hat.

Das Jahr 2015 neigt sich langsam aber sicher dem Ende zu. Zwar habe ich momentan das Gefühl, bis zum 1. Januar 2016 ist es noch ewig hin, aber tatsächlich sind es nur noch 46 Tage. Es ist also Zeit, sich über das kommende Jahr Gedanken zu machen – und in diesem Zug auch mit der Marketing-Planung, dem PR-Plan oder der Social Media-Strategie für 2016 endlich anzufangen, falls nicht schon geschehen. Dazu gibt’s heute ein paar Tipps von mir.

Einige von euch werden jetzt wahrscheinlich stöhnen und sich fragen: „Muss ich wirklich alles so genau planen? Kann ich das nicht auch spotan oder zumindest etwas kurzfristiger machen?“ Die Antwort: Jein. Manches lässt sich mit Sicherheit kurzfristig planen und auch über den Haufen werfen. Aber einen groben Plan solltet ihr schon haben, wenigstens für die nächsten paar Wochen. Das heißt ja nicht, dass man den nicht auch mal anpassen könnte, wenn man eine tolle Idee hat oder ein aktuelles Thema aufgreifen möchte.

Ein Plan für Marketing, PR und Social Media gibt euch außerdem eine Struktur. Es ist viel leichter, regelmäßig zu bloggen, Beiträge bei Facebook, Twitter oder Instagram zu posten, wenn man einen Plan hat und nicht immer bei Null anfängt. Und was die PR anbelangt, die ist sowieso mittel- bis langfristig angelegt, kurzfristige Aktionen sind in den meisten Fällen Zeit- und Geldverschwendung.

Tipp 1 – Feiertage, Gedenktage und andere besondere Tage einbeziehen

Weihnachten, Valentinstag oder der Weltkindertag sind ganz wunderbare Aufhänger für Social Media-Postings oder Blog-Artikel. Und glaubt mir, egal wie abgefahren euer Thema auch sein mag, für jeden Bereich gibt es diese besonderen Tage, die man als Aufhänger nutzen kann. Heute zum Beispiel (16. November) ist der internationale Tag der Toleranz. Und morgen der Weltstudententag. Verschafft euch einen Überblick – über die Gedenktage zum Beispiel auf dertagdes.de und über die Feiertage zum Beispiel auf weltzeituhr.com.

Tipp 2 – Mediadaten, Sonderveröffentlichungen und Themenschwerpunkte beachten

Für die klassische PR ist eine langfristige Planung enorm wichtig. Denn zum Beispiel Zeitschriften haben ihre Themen oft weitgehend schon lange im Vorfeld geplant. Wenn ihr also mit einer Veröffentlichung zum Beispiel in der Brigitte landen wollt, dann solltet ihr eure Pressemitteilung nicht erst zwei Wochen vor Erscheinungstermin versenden, sondern eher zwei Monate vorher. Auch Zeitungen haben oft Themenspecials, die lange im Vorfeld geplant und bearbeitet werden.

Um Themenschwerpunkte und -specials herauszufinden schaut euch am besten die Mediadaten des Printmediums an, dort sind meist auch thematische Schwerpunkte, Sonderveröffentlichungen und dergleichen festgehalten – und zwar schon lange im Voraus. So könnt ihr z.B. eine PR-Aktion auch ganz gezielt darauf ausrichten. Abgesehen davon sind diese Themen-Specials oft auch saisonal angepasst und erleichtern euch die Arbeit bei der Suche nach passenden Themen für euren Marketing-Plan.

Tipp 3 – Messen, Konferenzen und andere Veranstaltungen

Ihr geht auf eine Messe, ein Barcamp oder eine Konferenz? Auch das ist ein wunderbarer Aufhänger! Wenn ihr als Aussteller auf eine Messe geht, dann kann das unter Umständen sogar einen Zeitungsartikel wert sein. Auch die Social Media-Kanäle sind hier wunderbar geeignet, sei es für Impressionen von unterwegs, kurze Status-Updates oder im Vorfeld die Ankündigung, dass ihr an diesem und jenem Tag auf einer bestimmten Veranstaltung sein werden, verbunden mit dem Aufruf, euch zu kontaktieren, wenn man euch treffen möchte. Als Nachbereitung einer Messe oder einer sonstigen Veranstaltung könnt ihr dann noch einen Blog-Artikel schreiben, der dann natürlich auch wieder über Social Media weiterverbreitet wird. Ich habe das beispielsweise beim Barcamp Stuttgart so gemacht und die Veranstaltung zum Anlass für einen Blog-Artikel genommen.

Tipp 4 – Monatsthemen

Eine Idee, die mir vor Kurzem kam: Wenn ich für jeden Monat im neuen Jahr ein Oberthema aussuche, dann hab ich eine Grundlage für alle meine Kanäle – vom Blog über Facebook und Twitter bis Xing – geschaffen. Das heißt nicht, dass sich in diesem Monat dann alles nur um das eine Thema drehen muss. Aber es erleichtert die Suche und Recherche nach passenden Beiträgen, Postings etc. Und es gibt allen Aktivitäten eine gewisse Struktur.

Ich kann ab dem Moment, in dem der Plan steht, damit anfangen, passende Links zu sammeln und in einem Dokument festzuhalten. Dann muss ich in dem Monat, in dem das jeweilige Thema dran ist, nur noch auf meine Liste zugreifen, spare mir langwierige Recherche bzw. es geht dann eben entsprechend schneller.

Tipp 5 – Kein Plan ist in Stein gemeißelt!

Planen schön und gut, ich merke, dass es mir gut tut, wenn ich zumindest einen groben Plan habe und nicht völlig planlos drauflos poste und schreibe. Aber kein Plan ist so gut oder so wichtig, dass er nicht auch mal über den Haufen geworfen werden könnte. Immer wieder kann es aktuelle Ereignisse geben, die Anlass für euch sind, darüber zu bloggen, eine Pressemitteilung zu verfassen oder euch in den sozialen Netzwerken zu äußern.

Das alles kann man dann entweder zusätzlich zu dem tun, was man ohnehin vorhatte, oder aber ihr werft dann einfach den Plan über den Haufen und baut eben um. Alles kein Beinbruch. Und selbst wenn ihr das regelmäßig macht, ihr werden trotzdem feststellen, dass euer Plan euch dabei hilft, zielgerichteter, strukturierter und vielleicht sogar motivierter zu sein.

Gute Planung ist halb gewonnene Vorbereitung

Der Vorteil am Planen ist: Ihr könnt wunderbar vorarbeiten und vorbereiten. So könnt ihr euch ganz gezielt z.B. einen Nachmittag Zeit nehmen, um all eure Social Media-Aktivitäten für den kommenden Monat zu planen. Das nimmt dann wesentlich weniger Zeit in Anspruch, wie wenn ihr für jedes einzelne Posting separat anfangt.

Wenn ihr jemand damit beauftragt, eine Pressemitteilung für euch zu schreiben, dann kann das auch so frühzeitig im Vorfeld passieren, dass ihr weder unnötig viel zahlen müsst, noch der Schreiberling unnötig viel Stress hat. Und wenn ihr zum Beispiel Blog-Artikel vorbereitet und einen immer in der Hinterhand habt, dann seid ihr auch gegen eine Schreibblockade gewappnet.

Schafft euch Freiraum im Urlaub!

Abgesehen davon kann es ja immer mal wieder zeitliche Engpässe geben. Die müssen aber weder eure Blog-Leser noch eure Fans bei Facebook mitbekommen. Denn wenn ihr dank eures Marketing-Plans gut vorbereitet seid, dann ist das alles kein Problem und ihr könnt auch besonders stressige Zeiten überbrücken, ohne dass ihr im Social Web abstinent sein müsst. Praktisch ist das auch, wenn ihr mal Urlaub macht – und da solltet ihr schließlich wirklich Urlaub machen, und nicht ständig mit eurem Business beschäftigt sein! Einen spannenden und sehr ausführlichen Artikel zum Weiterlesen hab ich heute zufällig noch auf dem Blog von VersaCommerce entdeckt.

In diesem Sinne, legt los, plant was das Zeug hält. Habt ihr schon Ideen für euren Marketing-Plan? Oder weitere Tipps? Dann teilt sie doch mit uns in den Kommentaren!