Barcamp Stuttgart 2015

Ich hab’s getan! Am vorletzten Samstag war ich bei meinem ersten Barcamp in Stuttgart. Nachdem ich schon häufiger über diese Art der Veranstaltung gestolpert bin, mich aber nie überwinden konnte mir auch tatsächlich ein Ticket zu kaufen, habe ich genau das in einem übermütigen Moment irgendwann im Sommer 2015 getan. Und nachdem ich auch gleich lautstark darüber getwittert und gefacebookt habe – ich sagte ja: ein übermütiger Moment – konnte ich dann auch fast nicht mehr zurück. Heute also mal ein ganz persönlicher Artikel.

Die Tage vorher merkte ich, wie ich immer nervöser wurde. Ich war so aufgeregt, dass ich in der Theaterprobe am Abend zuvor mal eben meinen kompletten Text durcheinandergeworfen habe. Der Samstag kam und ich wollte nach weniger als 5 Stunden Schlaf den Wecker am liebsten teeren, federn und dann vierteilen. Irgendwie habe ich es geschafft, mein Auto unfallfrei zum Bahnhof Zuffenhausen zu bringen und tatsächlich in die richtige S-Bahn ein- und an der richtigen Haltestelle wieder auszusteigen. Auf der Rolltreppe nach oben hatte ich dann den Gedanken, einfach umzudrehen. Nur ist das – im Nachhinein glücklicherweise – auf einer Rolltreppe ziemlich blöd, vor allem, wenn noch so viele Leute hinter einem stehen.

Raus aus der Komfortzone, Neues entdecken!

Zugegeben, an sich ist so eine Veranstaltung ja keine große Sache und es ist ja auch nicht so, dass ich nicht beim Theater spielen oder Musik machen häufiger in der Öffentlichkeit stehen würde. Aber da bin ich eben in einem mehr oder weniger gewohnten Umfeld. Das Barcamp hingegen war etwas völlig Neues für mich: Raus aus der Komfortzone, rein in eine Veranstaltung mit lauter fremden Menschen. Und da ist dann eben immer die Angst, etwas Dummes sagen zu können. Mit meinem Gespür für Fettnäpfchen ist das zumindest nicht auszuschließen.

Wie froh war ich, als ich schon in der Schlange beim Einlass das erste bekannte Gesicht sah: Frauke, die mir im Vorfeld immer wieder Mut gemacht und gut zugeredet hat. An sie hab ich mich dann auch gleich rangehängt, um nicht gleich am Anfang irgendwie blöd dazustehen und womöglich doch das Weite zu suchen. An Frühstück war natürlich nicht zu denken, aber Kaffee musste schon sein. Währenddessen trafen wir dann auch auf Tamara, das zweite bekannte Gesicht. Und wir schlossen auch schon die ersten neuen Bekanntschaften. So langsam wurde ich innerlich ein ganz kleines bisschen ruhiger. Kurzzeitig zumindest.

Wer bin ich, und wenn ja: Wie viele?

Denn dann ging’s an die Eröffnung und – oh Schreck! – an die Vorstellung. Die ist ja glücklicherweise relativ genau festgelegt: Man muss nur seinen Namen nennen und drei Tags, die einen beschreiben bzw. mit Themen, die einen beschäftigen, was man macht. Schon beim Einlass musste ich drei Tags (zusammen mit meinem Namen und meinem Twitter-Namen) auf einem Kärtchen notieren, das man sich dann um den Hals hängt. Und schon da hatte ich so meine Schwierigkeiten damit: Schreiben, online und? Es gäbe so viel. Während der Vorstellungsrunde hatte ich mich dann auf drei Tags geeinigt: Schreiben, Tech-Bloggerin und noch etwas Drittes. Das habe ich aber dann tatsächlich im Eifer des Gefechts vergessen (und es ist immer noch weg). Immerhin gab’s für den Tag „hab ich vergessen“ ein paar Lacher – und wenn ich ehrlich bin: Verdammt, das trifft’s total auf den Punkt! Ab dem Moment war dann auch das Eis gebrochen und ich begann, mich ein kleines bisschen zu entspannen. Inzwischen hatte ich mit Franka auch noch ein drittes bekanntes Gesicht gesehen.

Über den genauen Ablauf eines Barcamps möchte ich hier gar nicht so detailliert berichten, das haben andere schon getan und warum sollte ausgerechnet ich das Rad neu erfinden? Wer’s genauer wissen will, dem lege ich dieses Video von „Mr. Barcamp“ Jan Theofel ans Herz. Er hat unter anderem auch das Barcamp Stuttgart organisiert und kann sehr gut erklären, worum es geht. Mir geht’s heute tatsächlich nur um einen Erfahrungsbericht.

Wo sonst gibt’s so viel geballtes Wissen auf einmal?

Ganz ablegen konnte ich die Nervosität nicht. Und ich hab mich auch nicht getraut, selbst eine Session zu halten. Aber ich habe den Tag relativ gut überstanden (und hoffentlich auch niemanden genervt, wenn ich zwischendrin mal mit einem Redeschwall übersprudelte). Es gab viele tolle, spannende Informationen und geballtes Wissen. Und ich durfte nicht nur ein für mich völlig neues Veranstaltungsformat, sondern vor allem auch einige wunderbare Menschen kennenlernen. Selten ist mir das so leicht gefallen. Denn auch wenn ich den Eindruck hatte: Die kennen sich ja schon alle – es gibt wohl keine andere Veranstaltungsform, bei der man so ungezwungen mit anderen ins Gespräch kommt. Und zwar auch dann, wenn man wie ich Fremden gegenüber erst mal eher schüchtern ist. Somit ist ein Barcamp also auch für introvertierte Menschen eine super Sache.

Verdammt nochmal, tu’s einfach!!!

Wenn ich heute so drüber nachdenke, dann bin ich wirklich mehr als froh, dass ich meinen inneren Schweinehund überwunden habe und zum Barcamp Stuttgart gegangen bin. Es war mit Sicherheit nicht das letzte Mal! Dann neben Wissen und neuen Bekanntschaften habe ich noch etwas mitgenommen: Ein kleines Stückchen Stolz und Selbstvertrauen. Einfach dafür, dass ich mich und meine Ängste, meine Zweifel überwunden habe und genau das getan hab, was ich im letzten Artikel zum Thema Videos auch geraten habe: Ich hab’s einfach gemacht! Und genau das sollte man viel häufiger tun: Einfach machen, und weniger nachdenken.

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Wer mich ein bisschen kennt, der weiß, dass ich für mein Leben gerne koche. Kein Wunder also, dass mir beim Nachdenken über meine Arbeit die Analogie zwischen Texten und Kochen aufgefallen ist. Denn ich finde, so lässt sich ganz toll beschreiben, wie ein Text entsteht, wie viel Arbeit darin steckt und warum ein Text nicht eben mal so nebenbei entsteht.

Der Spaghetti Bolognese-Text

Gehen wir einmal davon aus, wir wollen Spaghetti Bolognese kochen, das Rezept bzw. Gericht haben wir also schon. Aufs Schreiben bezogen heißt das: Das Thema steht und auch das Medium, für welches der Text bestimmt ist, ist bekannt. Dann geht es los mit Einkaufen und dem Zusammentragen der Zutaten. Beim Schreiben ist das die Recherche, die Ideenfindung. Je nachdem, wie aufwändig das Rezept ist geht das schneller oder dauert eben etwas länger.

Zutaten vorbereiten – Text strukturieren

Sind alle Zutaten vorhanden, dann müssen sie abgewogen und vorbereitet werden – das heißt, man muss z.B. Karotten schneiden, Zwiebeln schälen, den Wein aus dem Kühlschrank holen und die Tomatensauce (aus eigenen Tomaten natürlich!) aus dem Gefrierschrank, dass sie an- oder auftauen kann. Beim Schreiben bringt man in dieser Phase Struktur in den Text. Man überlegt sich die einzelnen Abschnitte, die Reihenfolge der Inhalte, wie man sie aufeinander aufbaut, wo man gute Überleitungen hinbekommt und was besonders wichtig ist.

Kochen und Schreiben: Oftmals sind mehrere Schritte notwendig

Erst jetzt beginnt man mit dem eigentlichen Kochen respektive dem Schreiben. Und so wie das beim Kochen meist nicht nur mit ein bisschen Rühren getan ist, so wird ein Text auch nicht einfach mit der Hand am Arm heruntergeschrieben. Bei den Spaghetti Bolognese geht das ebenso in mehreren Schritten, wie beim Schreiben auch. Ich mache für die Bolognese-Sauce ja immer erst ein Sofritto – muss man aber natürlich nicht, es gibt ja zig Rezepte für diese Sauce. (Bitte entschuldigt den Link zu einem englischen Text, ich fand aber, der trifft es am besten.)

So ähnlich ist es auch bei einem Text: Manchmal beginne ich mit der Einleitung, weil mir dazu gleich etwas knackiges einfällt. Manchmal schreibe ich aber auch erst den eigentlichen Text und mache die Einleitung am Schluss. Es kann auch vorkommen, dass im Text noch Lücken sind, die dann am Schluss erst ergänzt werden. Egal in welcher Reihenfolge, der Aufwand ist immer gleich groß, und am Ende muss ein stimmiger Text herauskommen.

Abschmecken und Würzen – Überarbeiten, Feintuning, Korrigieren

Der nächste Schritt bei der Bolognese-Sauce ist das Abschmecken und Würzen – also wir haben inzwischen das Sofritto gemacht, das Hackfleisch mit Zwiebeln angebraten, abgelöscht, Tomatensauce dazugegeben und alles köchelt fröhlich vor sich hin. Beim Schreiben steht der erste Entwurf des Textes zu diesem Zeitpunkt. Hier muss jetzt der Inhalt geprüft und gegebenenfalls nachgebessert werden: Stimmt alles inhaltlich, ist der Aufbau richtig, sodass nirgendwo Widersprüche entstehen, sind noch Fragen offen oder ergeben sich im Laufe des Textes? Und wie sieht’s mit dem Schreibstil aus? Passt der zur Zielgruppe, sind noch unpassende Wörter oder Phrasen enthalten?

All diese Punkte gehe ich durch und überarbeite sie. In dieser Phase entstehen meistens auch die Überschriften, sowohl die Hauptüberschrift als auch die Zwischenüberschriften. Dann kommt vielleicht hier und da noch ein Adjektiv rein, zur Würze, oder irgendwo wird ein überflüssiges Wort gestrichen. Im letzten Arbeitsschritt werden dann noch Rechtschreibung und Grammatik überprüft und mögliche Fehler korrigiert.

Den Text über Nacht köcheln lassen

So, jetzt ist unsere Bolognese-Text-Sauce gekocht und abgeschmeckt. Im Idealfall darf sie nun noch ein bisschen vor sich hin köcheln bevor sie ein letztes Mal abgeschmeckt wird. Ein Text liegt im Idealfall über Nacht (manchmal auch über zwei Nächte), bevor ich ein letztes Mal drübergehe und alles noch einmal mit etwas Abstand betrachte.

Ansprechend anrichten und Servieren – Text veröffentlichen

Jetzt gilt es noch, das Ganze ansprechend anzurichten und zu servieren. Beim Text ist das die Veröffentlichung – und zwar egal, ob nun online oder Print. Denn bei beiden muss erst angerichtet werden, entweder in der Druckerei oder im Backend einer Website. Und dann kann der Text der Öffentlichtkeit serviert werden – guten Appetit!

Vor Kurzem wurde ich auf einen neuen Dienst namens Periscope aufmerksam gemacht (danke, Tamara Krantz @FrauFuchsia). Mein erster Gedanke war „Peri-was?“ Inzwischen habe ich mich schon etwas intensiver mit Periscope auseinandergesetzt und auch schon meinen ersten Scope hinter mir. Was Periscope ist, wie es funktioniert und für wen es sinnvoll ist verrate ich euch im heutigen Artikel.

Was ist Periscope?

Periscope ist eine Live-Streaming-App – also eine App fürs Smartphone, die es für iOS und Android gibt und mit der man ganz einfach eine Video-Direktübertragung starten kann. Um Periscope aktiv zu nutzen – also selbst zu scopen, wie es auf neudeutsch heißt, selbst ein Video in Echtzeit zu übertragen – braucht man ein Smartphone. Die Anwendung läuft ab Android 4.1 (und somit nicht auf älteren Geräten) und ab iOS 7.1. Wer einfach nur Scopes anschauen will, der kann das auch via Internet tun. Dazu braucht man allerdings den entsprechenden Link zum Scope. Um die App zu nutzen ist ein Twitter-Account heute nicht mehr zwingend nötig, wenngleich sinnvoll. Alternativ kann man aber auch seine Handy-Nummer angeben.

Wie funktioniert Periscope?

Ich finde Periscope toll, weil es irgendwie spontan ist – und zwar auch dann, wenn man sich auf einen Scope vorbereitet. Denn die Zuschauer können während eines Scopes kommentieren und bei Gefallen fleißig Herzchen verteilen – klingt kindisch, macht aber irre Spaß! Klar könnte man alles, was man via Periscope so in die Welt hinaus veröffentlicht auch über YouTube oder Vimeo oder andere vergleichbare Plattformen an den Mann oder die Frau bringen. Aber Periscope ist viel direkter weil man filmt und in Echtzeit überträgt – ob nun sich selbst, die schöne Umgebung oder was auch immer. Und ganz ehrlich: Für YouTube-Videos brauche zumindest ich immer ewig, weil ich die ganzen Versprecher rausschneide oder eine Aufnahme fünfmal mache, bis ich entweder zufrieden bin oder keine Lust mehr habe. Bei Periscope ist es wie bei einem Live-Konzert: Wenn der falsche Ton raus ist, dann ist er raus. Aber das macht auch irgendwie gar nichts, für mich macht das sogar den Charme von Periscope aus, dass eben nicht immer alles perfekt ist. Und wenn’s total in die Hose geht, dann ist nach 24 Stunden sowieso alles gelöscht!

Für wen ist Periscope sinnvoll?

Der erste Scope, den ich gesehen hab, war von einer Dame, die irgendwo in den USA an einem Strand lag und das gefilmt hat. Kann man machen – muss man aber nicht. Klar wird Periscope sich sicherlich bei der jüngeren Generation vor allem im privaten Umfeld abspielen. Aber man kann den Streaming-Dienst auch ganz prima fürs Business nutzen. Hier kommt es natürlich ganz stark auf die Zielgruppe an. Denn so cool ich einen Handwerker fände, der via Periscope DIY-Ideen teilt oder Anleitungen gibt, um einfache Probleme selbst zu beheben – die Frage ist, ob er damit seine Zielgruppe erreicht und neue Kunden generiert. Einen Expertenstatus aufbauen kann er so aber auf jeden Fall.

Wer schon mehr Follower auf Periscope hat, für den ist zum Beispiel eine Fragerunde interessant. Die Zuschauer können Fragen stellen und der Scoper antwortet. Oder man pickt sich eben ein bestimmtes Thema raus und erzählt etwas darüber. Im Prinzip so, wie man es mit einem Blog-Artikel auch macht, nur dass eben das Medium ein anderes ist. Wer jetzt mit Periscope startet, der hat einen großen Vorteil – und einen Nachteil: In Deutschland hat sich der Dienst noch nicht wirklich durchgesetzt. Es gibt zwar schon ein paar Scoper, die meisten kommen aber irgendwie aus dem Marketing-Umfeld. Die Allgemeinheit erreicht man damit derzeit noch nicht. Aber wer heute damit anfängt, der kann stolz sein, zu den ersten zu gehören, die diesen relativ neuen Dienst aktiv nutzen. Und kann sich so auch schon einen Namen machen, bevor Hinz und Kunz das tun wollen. Das ist eine Chance, die ich mir nicht entgehen lassen möchte. Daher habe ich mir auch fest vorgenommen, bei Periscope dabei zu bleiben. Auch wenn die Kamera und ich nicht unbedingt beste Freunde sind. Aber vielleicht nähern wir uns so einander ja auch ein bisschen an.

Markenbildung via Periscope

Wer seine eigene Marke stärken will, für den ist Periscope auf jeden Fall eine tolle Sache. Denn es wirkt auf den Zuschauer so viel direkter und persönlicher als zum Beispiel ein YouTube-Video. Man ist näher dran, man kommt sich näher, weil durch die Kommentar-Funktion eben ein Dialog entsteht statt einer eher einseitigen Kommunikation wie bei YouTube. Und Periscope bietet für die unterschiedlichsten Themen, Bereiche, Unternehmen ganz tolle Möglichkeiten, wie man es nutzen kann. Auch große Unternehmen können den Streaming-Dienst sinnvoll nutzen, als Beispiel möchte ich hier Adobe (@creativecloud) nennen, die regelmäßig Scopes senden.

Welche Themen interessieren euch?

So, ganz zum Schluss hab ich dann noch eine Frage an euch da draußen: Ein paar Themen für die ersten Scopes hab ich bereits, aber jetzt möchte ich wissen, was euch interessiert? Worüber sollte ich bei Periscope mal reden? Habt ihr Fragen rund um Text und Sprache, ums Schreiben oder zum Thema Pressearbeit? Dann lasst sie mir zukommen – per Mail, hier in den Kommentaren oder über das Kontaktformular – ich werde sie dann entsprechend zu einem Scope verwursteln. Ach ja, mich findet ihr bei Periscope unter @FederfuehrendMedia.

Update: Einen tollen Periscope-Guide hat Katharina Lewald veröffentlicht – für diejenigen, die sich für den Streaming-Dienst interessieren absolute Pflichtlektüre!

Ganz ehrlich, als ich das Thema dieser Blogparade von FarbCafé gelesen habe, da musste ich schmunzeln und ich wusste sofort: Daran muss ich mich einfach beteiligen! Ich find’s ein tolles Thema, denn in Zeiten von PC und Smartphone ist der Stift vielleicht eines der am meisten unterschätzten Werkzeuge überhaupt. Also ich für meinen Teil hab ja eigentlich immer einen dabei, aber wie ist das bei euch?

Die Frage nach meinem Lieblingsstift lässt sich recht leicht beantworten, und vielleicht ahnt es der eine oder andere von euch, der die Website hier aufmerksam betrachtet hat auch schon, wie die Antwort lautet: Natürlich ist mein Lieblingsstift der Füller, den ihr auch hier auf der Website in verschiedenen Ausführungen zu sehen bekommt. Das ist nämlich wirklich mein Stift.

Ein Stift – mal nicht zum Schreiben

Gekauft habe ich den Füller tatsächlich vor einigen Jahren speziell für diese Fotos. Sie waren der Eyecatcher auf meinem zweiten Flyer und der alten Website. Aber wenn man schon mal einen Füller kauft, dann nutzt man ihn natürlich auch. Und ziemlich schnell wurde er zu meinem Lieblingsstift. Ich unterschreibe damit fast alle Dokumente, schreibe Gruß-, Dankes-, Geburtstags- und andere Karten damit. Wenn ich mit Stichworte zu einem Artikel notiere, benutze ich diesen Füller. Auch mein Testament habe ich mit genau diesem Stift geschrieben. Und mein To do-Kalenderbuch wird hauptsächlich damit befüllt.

Fueller-header

Allerdings muss ich dazu sagen, dass ich eben auch auf Handgeschriebenes stehe – so gerne und viel ich am PC tippe. Aber ein Brief, eine Karte, die von Hand mit einem schönen Stift geschrieben ist, das ist einfach nochmal was anderes. Nennt mich altmodisch! In diesem Fall bin ich es gerne – manche Traditionen müssen einfach bewahrt werden.

Schön schreiben mit dem Federführend-Füller

Dazu kommt natürlich auch, dass der Füller gut in der Hand liegt und schön schreibt. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich kann nicht mit jedem Stift gleich schön schreiben. (Wobei „schön“ immer auch im Auge des Betrachters liegt…) Mit manchen gelingt mir nur halb-leserliches Gekritzel. Mit meinem Füller muss ich mir für richtige Schönschrift zwar auch immer noch Mühe geben, aber es klappt eben.

Es kommt auch schon mal vor, dass ich meinen Federführend-Füller aus dem Büro mit in die Wohnung nehme und dann dort liegenlasse. Zurück am Schreibtisch überkommt mich dann ein komisches Gefühl. Also renne ich die paar Stufen nach oben und hole ganz schnell meinen Lieblingsstift – auch wenn ich ihn in dem Moment gar nicht brauche und auch wenn hier auf dem Schreibtisch noch bestimmt zehn andere Stifte vorhanden sind (und damit meine ich nur die, von denen ich sicher weiß, dass sie auch noch schreiben). Aber ich fühle mich einfach völlig nackt, wenn mein Füller nicht neben mir liegt.

Begleiter ein Leben lang

Apropos noch schreiben: Auch das finde ich so toll an einem Füller: Wenn die Patrone leer ist, dann legt man einfach eine neue ein und kann genauso weiterschreiben wie bisher auch. Klar, ich kann auch bei einem Kuli die Mine wechseln, aber oftmals ist es dann nicht mehr das gleiche Schreibgefühl wie vorher. Und ein Bleistift ist halt irgendwann mal weg. Beim Füller ist das was anderes. Mit diesem Schreibgerät kann man eine Bindung fürs Leben eingehen. So lange die Feder intakt ist, schreibt der Füller. Und dass sie intakt bleibt, das haben wir im wahrsten Sinne des Wortes selbst in der Hand.

Lieblingsstifte

Lieblingsstifte

So ganz nebenbei bemerkt: Ich schreibe auch sehr gerne mit Kuli und mit Bleistift. Überhaupt keine Frage. Und ich habe auch da meine Lieblinge. Mein Lieblings-Bleistift zum Beispiel ist einer mit dem Plan der Londoner U-Bahn drauf. Und mein Lieblings-Kuli ist ein Werbegeschenk, auf dem Federführend und mein Name steht – von einer Werbemittelfirma, die mir ihre Stifte, bedruckt mit meinem Firmennamen, als Werbegeschenk für meine Kunden schmackhaft machen wollte. Und sollte ich irgendwann einmal so etwas planen, dann werde ich mich sicher für diese Kulis entscheiden, weil sie tatsächlich gut sind. Aber eben nicht so toll wie mein Füller, mit dem mich auch so etwas wie eine gemeinsame Geschichte verbindet.

Und das Foto vom Füller hat es ja auch von der alten auf die neue Website geschafft. Ich finde einfach, es ist so ein wunderbarer Brückenschlag zwischen Federführend und dem, was ich hauptsächlich tue, nämlich schreiben. Auch wenn ich meine Texte natürlich in elektronischer Form bei meinen Kunden abliefere, den meisten liegen zumindest ein paar mit meinem Füller handgeschriebene Notizen zugrunde.

Peer Wandinger von Selbständig-im-Netz hat zu einer Blogparade aufgerufen. Thema: Welche Technik steht in deinem Büro? Weil ich das Thema spannend finde und Technik ja ohnehin auch eines meiner Themen ist habe ich beschlossen, mich auch daran zu beteiligen. Tut ja vielleicht auch mal ganz gut, die eigene Technik mal ein bisschen zu überdenken.

Ohne geht nicht – die Basics

Für einen Großteil meiner Arbeit würde ein einfacher PC mit Textverarbeitungsprogramm, Internet-Zugang und E-Mail-Programm sowie einer einfachen Bildbearbeitungssoftware ausreichen. Da ich aber gelegentlich auch aufwändigere Programme zur Bildbearbeitung, zum Layouten oder für den Videoschnitt nutze ist mein Arbeits-PC ein ziemlich fettes Biest mit ordentlich Leistung: Core i7-Prozessor mit 16 GB RAM, GeForce GTX 760 Grafikkarte, schnelle SSD und Windows 7 64-bit als Betriebssystem, um mal die Eckdaten zu nennen. Als ich ihn vor gut 1,5 Jahren gekauft habe war aber auch der Hintergedanke dabei, dass ich ja nicht alle zwei Jahre einen neuen Rechner kaufen möchte, sondern er jetzt auch wieder einige Jahre seine Dienste verrichten muss. Und ich denke und hoffe, das wird er sicherlich auch noch eine Weile tun.

Nicht verzichten kann ich natürlich auch auf Tastatur und Maus, wobei beide nichts Besonderes sind. Die Tastatur ist beleuchtet, was ich aber nur noch ganz selten nutze – seit ich ein vernünftiges Licht im Büro habe, schalte ich die Tastaturbeleuchtung nur noch selten ein. Außerdem ist die Tastatur schon recht abgenutzt, einige Buchstaben kann man schon gar nicht mehr lesen. Meine Maus ist noch nicht so alt, es ist eine kabellose Mittelklasse-Maus von Logitech. Sehr sparsam im Verbrauch mit den Batterien, das gefällt mir gut. Und sie liegt gut in der Hand. Ich habe lange nach einer Maus gesucht, als die alte den Geist aufgegeben hat, bin mir der jetzigen aber auch sehr zufrieden. Dazu habe ich ein Mauspad mit Handauflage. Das war mal ein Geschenk von einem guten Freund und ich bin ihm heute noch dankbar dafür, die Auflage ist nämlich eine tolle Sache!

Größer wäre schön – der Monitor

Lediglich der Monitor ist noch ein älteres Modell, wenn ich mich recht erinnere hatte ich den schon während des Studiums. Ich hätte zu gerne einen größeren, aber so lange er funktioniert wird er nicht einfach ausgetauscht. Übrigens ist der Monitor von Philips und ich habe als er mal den Dienst versagt hat sehr gute Erfahrungen mit deren Kundenservice gemacht – wirklich vorbildlich wurde der Monitor abgeholt und ich habe ihn repariert ein paar Tage später wieder vor die Tür geliefert bekommen. Das ist schon einige Jahre her und seither läuft er einwandfrei. Der nächste wird aber definitiv größer!

Das übliche Büro-Gedöns – vom Telefon zum Mikrofon

Zur Grundausstattung gehört natürlich auch ein Telefon sowie ein Multifunktionsgerät, das Drucker, Scanner, Kopierer und Fax vereint. An den PC angeschlossen sind außerdem Lautsprecher und eine externe Festplatte, auf der ich Texte, Bilder, Videos etc. speichere. Und weil man ja immer mal wieder ein anderes externes Gerät anschließen muss habe ich noch einen USB-Hub – ein cooles Teil, denn jeder einzelne USB-Port lässt sich separat ein- und ausschalten – vielleicht einer der besten Käufe, die ich je getätigt habe, obwohl es gar nicht mal so teuer war. (Eigentlich wollte ich den Hub hier verlinken, aber da das Teil schon etwas älter ist scheint es ihn zumindest in meiner Ausführung nicht mehr zu geben.) Außerdem hab ich ein Mikrofon hier stehen, für Skype-Telefonate, Audioaufnahmen oder falls ich mal ein Video nachträglich vertonen muss. Zukünftig wird das Mikro eventuell auch für Podcasts genutzt, da bin ich derzeit noch am Überlegen, ob das wohl ankommt oder eher vergeudete Energie ist.

Mein Handy würde ich definitiv auch zu den Basics zählen, denn ohne ginge nicht. Also theoretisch schon, für meinen Job an sich bräuchte ich das Smartphone nicht mal zwingend. Wenn man aber so viel zum Thema Smartphone und Tablet schreibt wie ich, dann sollte man doch auch eins haben.

Fotoausrüstung – für Fotos und Videos

Seit ich mein Arbeitszimmer nicht mehr in der Wohnung, sondern ein richtiges Büro habe, habe ich endlich auch Platz für meine Fotoausrüstung. Die steht im Nebenzimmer, da stört sie nicht, muss nicht jedes Mal aufgeräumt werden und ist immer einsatzbereit. (Naja, wenn nicht grade mal wieder der Akku der Kamera leer ist.) Wobei „Fotoausrüstung“ jetzt vielleicht nach mehr klingt, als es eigentlich ist. Ich habe eine digitale Spiegelreflex-Kamera von Canon. Genau genommen zwei, die eigentlich gute Kamera – eine EOS 450D – kann nämlich keine Videos, daher habe ich letztes Jahre eine gebrauchte EOS 1100D gekauft, die auch ein besseres Objektiv hat. Dazu kommt noch ein Stativ und ein Fotozelt, wobei ich das nur selten nutze. Leider kommt die Ausrüstung nicht so oft zum Einsatz, wie ich das gerne hätte – Videos drehen, schneiden und hochladen ist einfach immer sehr zeitaufwändig.

Software – unerlässliche Helferlein

Natürlich hab ich auch jede Menge Software im Einsatz, ohne die geht’s einfach nicht. Für Textverarbeitung und Tabellenkalkulation nutze ich seit einigen Jahren Open Office, am Smartphone gelegentlich auch Google Docs. Mein E-Mail-Programm ist Thunderbird mit der für mich extrem sinnvollen Erweiterung quickFilters Assistant, die Mails automatisch in vordefinierte Unterordner sortiert. Somit landen alle Newsletter bereits in den thematischen Ordnern, das erspart mir sehr viel Arbeit und ich kann ganz gezielt auf einen Ordner zugreifen, wenn ich Zeit zum Lesen habe. Zu Beginn meiner Selbständigkeit habe ich mir die Creative Suite von Adobe gegönnt, die ich heute noch in Version 4 nutze, hauptsächlich Photoshop, aber gelegentlich auch InDesign und Illustrator. Zur Videobearbeitung nutze ich ebenfalls ein Adobe-Produkt, Premiere Elements. Für Audio-Aufgaben kommt Audacity zum Einsatz. Außerdem nutze ich Notepad++ wenn ich mal ein wenig im Code von Websites herumfummeln muss – mach ich ja nicht oft, meist für meine eigenen Projekte.

Meine Websites – techgeflüster und auch diese Website hier – laufen mit WordPress. Vor der Veröffentlichung habe ich mit XAMPP getestet und ausprobiert. Ansonsten nutze ich noch Skype. Mein hauptsächlich genutzter Browser ist Chrome, aber auch der Firefox kommt zum Einsatz und ganz selten auch mal der Interner Explorer.

Neben fest installierter Software nutze ich auch noch das eine oder andere Online-Tool. Mein derzeitiges Lieblings-Tool ist Toodledo, eine Aufgabenverwaltung, die ich nach langem Ausprobieren als für mich am besten passend empfunden habe. Außerdem ist auch der Google-Kalender für mich zum unerlässlichen Begleiter geworden – schon allein deswegen, weil ich von überall darauf zugreifen kann.

Wünsch dir was – was ich gerne noch hätte

Eigentlich bin ich was die Technik anbelangt ganz gut ausgestattet. Aber Wünsche hat man ja irgendwie immer. So hätte ich zum Beispiel gerne noch einen kleinen, handlichen Laptop, ein Chromebook oder ein Surface-Tablet. Grade jetzt im Sommer wäre das eine feine Sache, weil ich einfach mal meinen Arbeitsplatz nach draußen verlagern könnte und im Garten oder auf dem Balkon arbeiten. Oder mal unterwegs in einem Café. Meine Ansprüche daran sind auch gar nicht groß, denn hier gilt das, was ich oben schon gesagt habe: Er muss Textverarbeitung können, Internet und E-Mail und vielleicht noch ein bisschen Bildbearbeitung, mehr aber nicht. Nicht allzu groß sollte er sein und möglichst leicht, dass man ihn auch gut mitnehmen kann.

Der Laptop ist eigentlich das Einzige, was mir wirklich fehlt. Alles andere wäre… naja, vielleicht nicht unnötig, aber auch nicht wirklich nötig. Für den Blog techgeflüster hätte ich gerne noch ein iOS-Gerät und ein Windows Phone, weil mir das helfen würde, wenn ich Anleitungen schreibe und einfach direkt ausprobieren könnte. So muss ich eben immer entsprechend recherchieren oder jemanden fragen, ob ich mal sein iPhone haben darf oder wie das jetzt eigentlich bei einem Windows Phone so ist.

Probleme – ich klopfe kräftig auf Holz!

Zum Thema Probleme traue ich mich im Moment fast gar nicht, etwas zu schreiben und klopfe zur Sicherheit mal schnell auf Holz. Denn in letzter Zeit läuft eigentlich alles bestens. Das einzige Problem, das ich schon seit längerer Zeit habe und für das bisher noch niemand eine Lösung finden konnte ist folgendes (und auch das ist irgendwie ein Luxus-Problem): Bei einem meiner Telefone bzw. einer meiner Nummern zeigt es beim Angerufenen immer die falsche Nummer an. Glücklicherweise ist das die private Nummer und nicht die geschäftliche, sonst wäre das richtig ärgerlich. So ist es halt nur komisch wenn die Leute mich zurückrufen und auf dem Anrufbeantworter landen. Auch mehrere Anrufe beim Kundencenter von Vodafone haben nichts gebracht. Man hatte zwar eine Lösungsmöglichkeit für mich parat, allerdings hat das trotzdem nicht funktioniert. Das ist aber auch echt alles. Mein Rechner, den ich jetzt seit über 1,5 Jahren habe, läuft einwandfrei, ohne Abstürze (noch nie!!!) und zu meiner vollsten Zufriedenheit. Ganz ehrlich: Mein iMac bei meinem letzten Arbeitgeber hat mehr Probleme gemacht.

Wenn ich jetzt, gegen Ende des Artikels, so darüber nachdenke, dann bin ich technisch eigentlich richtig gut ausgerüstet und kann mich nicht beklagen. Das allerwichtigste für mich ist, dass die Technik auch funktioniert, denn nichts nervt mich mehr als eine Idee oder eine Aufgabe, die ich nicht umsetzen kann, weil mich irgendein Gerät im Stich lässt. Zumindest für den PC wäre aber auch noch ein Ersatz vorhanden, der alte Arbeitsrechner steht jetzt im Wohnzimmer, und für einfache Aufgaben reicht der auch vollkommen aus. Und auf alles andere könnte ich zumindest kurzfristig verzichten.

Kauft euch einen Duden!

Ach ja, einen kleinen Zusatz hätte ich noch. Dabei geht’s zwar nicht um Technik, aber eben um etwas, worauf ich auf gar keinen Fall verzichten möchte und was ich selbst jedem Hobby-Blogger sehr ans Herz legen möchte: Unverzichtbar für mich ist ein Duden. Auch wenn ich ihn nur selten brauche, wenn es mal so ist, dann leistet er gute Dienste. Und wenn ich so im Netz herumlese – was ich zwangsläufig sehr viel tue – dann rollen sich mir immer wieder die Fußnägel hoch und ich möchte so manchem Blogger, Website-Betreiber oder sonstigem Schreiberling gerne ein Exemplar des Rechtschreib-Dudens (Band 1) schenken. Der sollte wirklich bei jedem, der irgendwie schreibt, zur Grundausstattung gehören!