Wer mich kennt weiß, dass ich gerne lache. Nein, nicht nur gerne, für mein Leben gerne. Lachen tut einfach gut, dem Körper, der Seele, dem Herzen. Als ich von der Blogparade „Worüber lachst du?“ von Vera Nentwich gelesen habe, da schoss mir spontan eine Idee durch den Kopf. Eigentlich wollte ich ja gar nicht mehr bei so vielen Blogparaden mitmachen, aber ich muss diese Idee, diese Gedanken, die mir ganz spontan ins Hirn gepurzelt sind, einfach loswerden.

Feinsinniger Humor, Wortakrobatik, zeitlose Komik

Also, worüber lache ich? Nun ja, ich lache über vieles. Zum Beispiel lache ich über Dieter Nuhr – feinsinniger Humor, in eher leisten Tönen. Über den Wort-Künstler Willy Astor lache ich auch. Oder in letzter Zeit immer mehr über Torsten Sträter, ich finde seine Art einfach großartig. Auch extra3 und die heute show bringen mich regelmäßig zum Lachen. Oder das Ekel Alfred aus „Ein Herz und eine Seele“ – einfach großartig und irgendwie immer zeitgemäß. Und natürlich lache ich über noch viel, viel mehr, aber das sprengt hier den Rahmen.

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Am allerliebsten lache ich aber über mich selbst. Okay, ich bin ein Stück weit prädestiniert, dass man auch mal über mich lacht, weil mir manchmal echt peinliche Missgeschicke passieren. Aber auch bei blöden Geschichten kann ich nach der berühmten Nacht drüber schlafen auch ganz oft darüber und über mich selbst lachen. Und das ist auch gut so. Denn so werden auch ernste Dinge zwar nicht unbedingt einfacher, aber erträglicher. Und das macht das Leben so viel schöner, lebenswerter, leichter. Ich finde es wunderbar, dass ich mich selbst nicht immer ernst nehmen muss!

Sich selbst nicht immer so ernst nehmen

Und das ist auch mein Rat an Blogger: Nehmt euch selbst nicht immer so ernst. Ja, ihr habt was zu sagen. Und ja, das Gesagte ist sicherlich großartig und vielleicht auch wichtig. Aber wenn man öffentlich auftritt – egal, ob als Blogger, als Redner, als Schauspieler, Lehrer oder was auch immer – dann muss man auch mit Gegenwind rechnen. Der kommt früher oder später immer, und zwar völlig egal, ob ihr nun gut seid oder nicht. Vielleicht sogar noch eher, wenn ihr gut seid. Denn dann werdet ihr auch viel stärker wahrgenommen. Und es gibt immer jemanden, der nicht eurer Meinung oder schlichtweg neidisch ist.

Apples Super Bowl Fail und der (fehlende) Humor

In solchen Fällen kann man den Kopf in den Sand stecken oder man kann wütend dagegen poltern. Beides keine sonderlich elegante Lösung. Besser: Nehmt es mit Humor! Aber glaubt mir, jede derartige Situation lässt sich entweder mit Humor oder zumindest mit Gelassenheit meistern. Und meistens steht man hinterher dadurch sogar besser da als zuvor. Etwas Humor hätte auch Apple neulich ganz gut gestanden: Nach dem Superbowl postete Apple-CEO Tim Cook ein Bild bei Twitter, mit einem iPhone aufgenommen, aber total unscharf. Klar dass sich die Netzgemeinde darüber lustig gemacht hatte – eine solche Vorlage kann man einfach nicht ungenutzt verstreichen lassen.

Und was macht Cook bzw. vermutlich die PR-Abteilung von Apple? Sie löschen das umscharfe, querformatige Bild und veröffentlichen stattdessen ein gestochen scharfes Foto im Hochformat. Doch das Netz vergisst nichts, das hätte man auch bei Apple wissen können. Und so war dem Konzern aus Cupertino und seinem Boss der Spott im WWW sicher.

Humor macht sympathisch

Dabei hätte man aus dieser Situation Vorteile ziehen können, mit etwas Humor kontern. Das hätte nicht nur den noch größeren Spott nach Veröffentlichung des neuen Bilds verhindert, nein, es hätte Apple auch einfach mal sympathisch rüberkommen lassen – vielleicht nicht perfekt, dafür aber menschlich. Ich verweise an dieser Stelle mal wieder zu Sascha Pallenberg von den Mobilegeeks – über den ich übrigens auch lachen kann, bei seinen Rants, obwohl ich inhaltlich meistens mit ihm einer Meinung bin, aber er bringt es einfach so klasse rüber.

Tja, Humor ist eben nicht Jedermanns Sache oder gar Stärke. Aber wer will schon humorlose Menschen um sich haben? Also ich nicht, Humorlosigkeit ist zusammen mit Überheblichkeit und Unehrlichkeit für mich ein absolutes No Go.

federführend