Gut lesbare Texte

Ich erinnere mich an einen Nebensitzer im English-LK: Er hat bei Hausaufgaben und Klausuren immer ellenlange Texte verfasst. Meine waren tendenziell eher kurz. Und letztlich war unsere Aussage meist die selbe. Was der Unterschied war? Während er sich in endlosen Ausführungen, geschmückt mit zahlreichen Füllwörtern und Schachtelsätzen, ausgetobt hat, habe ich in kurzen, knappen Worten alles auf den Punkt gebracht.

Beide waren wir meist gleich gut und jede Art von Text hat ihre Daseinsberechtigung. Ich schreibe auch mal gerne ausführlich, und manchmal verliere ich mich auch in nicht enden wollenden Schachtelsätzen. Aber so schön das gelegentlich sein mag, man vergisst dabei eins: Den Leser. Denn der muss es verstehen. Und zwar nicht erst bei dritten oder vierten Durchlesen.

Gut lesbare Texte sind kurz

So clever es scheinen mag, wenn man Sätze mit 30 und mehr Wörtern schreibt: Das versteht kein Mensch mehr! Zumindest nicht, wenn er es eilig hat. Gerade im Business-Umfeld und ganz besonders im Internet müssen Texte daher in kurzen, klaren Worten das Wesentliche beschreiben. Denn die Menschen haben keine Zeit, ganze Romane zu lesen. Das tun sie vielleicht in ihrer Freizeit – und selbst da wollen sich viele nicht mit Endlos-Sätzen beschäftigen. Im Berufsalltag will man beim ersten Lesen verstehen, um was es im jeweiligen Text geht. Im Optimalfall ist der Text auch noch durch Überschriften gegliedert, sodass man schon beim Überfliegen einen Eindruck davon bekommt, was der Text vermittelt. So kann man auch gezielt nur einzelne Abschnitte lesen. Das mag für den Schreibenden frustrierend sein, schließlich möchte man ja ganz gelesen werden. Es ist aber die harte Realität.

Wer liest meinen Text?

Wenn man einen Text verfasst, dann muss man immer im Auge haben, für wen man da schreibt: Texte für Fachleute dürfen auch entsprechende Fachbegriffe beinhalten. Schreibt man hingegen für die Allgemeinheit, so sollte man sich gut überlegen, ob sich ein Fachbegriff nicht „ins Deutsche“ übersetzen lässt. Und gerade bei komplexen Themen ist es oft wichtig, sie in einfachen Worten zu beschreiben.

Beispiel: Ein Arzt schreibt für Nicht-Mediziner

Mal angenommen, ihr habe eine Arztpraxis oder Apotheke und schreibt für euren Blog einen Artikel zu einem medizinischen Thema. Eure Leser werden in den seltensten Fällen auch Ärzte oder Apotheker sein, sondern Menschen, die sich im Internet über eine Krankheit, ein Symptom oder ein Medikament informieren. Und sie brauchen einfache Worte, die man auch als Laie, als Nicht-Mediziner, versteht. Kurze Sätze, die man beim ersten Lesen versteht. Dann sind die Leser zufrieden – und kommen wieder.

Den Leser mit gut lesbaren Texten abholen

Beim Schreiben ist es also immer wichtig, den Leser nicht zu vergessen, sondern genau dort abzuholen, wo er sich befindet. Schreibt man als Experte in einem Fachgebiet einen Text, der sich an Laien richtet, so muss man weiter zurückgehen. Schreibt man einen Text für andere Experten, dann ist der Weg zu ihnen kürzer. Aber auch sie freuen sich über klar formulierte Texte.

Übrigens: Wer keine Ahnung von einem Thema hat, der versteckt das oft hinter besonders komplexen Sätzen. Wenn ich so etwas lese, dann werde ich immer erst mal misstrauisch. Wem es gelingt, ein schwieriges Thema in einen einfachen Text zu packen, bei dem weiß ich: Der hat’s verstanden. Daher: Be clear, not clever!

Peer Wandinger von Selbständig-im-Netz hat zu einer Blogparade aufgerufen. Thema: Welche Technik steht in deinem Büro? Weil ich das Thema spannend finde und Technik ja ohnehin auch eines meiner Themen ist habe ich beschlossen, mich auch daran zu beteiligen. Tut ja vielleicht auch mal ganz gut, die eigene Technik mal ein bisschen zu überdenken.

Ohne geht nicht – die Basics

Für einen Großteil meiner Arbeit würde ein einfacher PC mit Textverarbeitungsprogramm, Internet-Zugang und E-Mail-Programm sowie einer einfachen Bildbearbeitungssoftware ausreichen. Da ich aber gelegentlich auch aufwändigere Programme zur Bildbearbeitung, zum Layouten oder für den Videoschnitt nutze ist mein Arbeits-PC ein ziemlich fettes Biest mit ordentlich Leistung: Core i7-Prozessor mit 16 GB RAM, GeForce GTX 760 Grafikkarte, schnelle SSD und Windows 7 64-bit als Betriebssystem, um mal die Eckdaten zu nennen. Als ich ihn vor gut 1,5 Jahren gekauft habe war aber auch der Hintergedanke dabei, dass ich ja nicht alle zwei Jahre einen neuen Rechner kaufen möchte, sondern er jetzt auch wieder einige Jahre seine Dienste verrichten muss. Und ich denke und hoffe, das wird er sicherlich auch noch eine Weile tun.

Nicht verzichten kann ich natürlich auch auf Tastatur und Maus, wobei beide nichts Besonderes sind. Die Tastatur ist beleuchtet, was ich aber nur noch ganz selten nutze – seit ich ein vernünftiges Licht im Büro habe, schalte ich die Tastaturbeleuchtung nur noch selten ein. Außerdem ist die Tastatur schon recht abgenutzt, einige Buchstaben kann man schon gar nicht mehr lesen. Meine Maus ist noch nicht so alt, es ist eine kabellose Mittelklasse-Maus von Logitech. Sehr sparsam im Verbrauch mit den Batterien, das gefällt mir gut. Und sie liegt gut in der Hand. Ich habe lange nach einer Maus gesucht, als die alte den Geist aufgegeben hat, bin mir der jetzigen aber auch sehr zufrieden. Dazu habe ich ein Mauspad mit Handauflage. Das war mal ein Geschenk von einem guten Freund und ich bin ihm heute noch dankbar dafür, die Auflage ist nämlich eine tolle Sache!

Größer wäre schön – der Monitor

Lediglich der Monitor ist noch ein älteres Modell, wenn ich mich recht erinnere hatte ich den schon während des Studiums. Ich hätte zu gerne einen größeren, aber so lange er funktioniert wird er nicht einfach ausgetauscht. Übrigens ist der Monitor von Philips und ich habe als er mal den Dienst versagt hat sehr gute Erfahrungen mit deren Kundenservice gemacht – wirklich vorbildlich wurde der Monitor abgeholt und ich habe ihn repariert ein paar Tage später wieder vor die Tür geliefert bekommen. Das ist schon einige Jahre her und seither läuft er einwandfrei. Der nächste wird aber definitiv größer!

Das übliche Büro-Gedöns – vom Telefon zum Mikrofon

Zur Grundausstattung gehört natürlich auch ein Telefon sowie ein Multifunktionsgerät, das Drucker, Scanner, Kopierer und Fax vereint. An den PC angeschlossen sind außerdem Lautsprecher und eine externe Festplatte, auf der ich Texte, Bilder, Videos etc. speichere. Und weil man ja immer mal wieder ein anderes externes Gerät anschließen muss habe ich noch einen USB-Hub – ein cooles Teil, denn jeder einzelne USB-Port lässt sich separat ein- und ausschalten – vielleicht einer der besten Käufe, die ich je getätigt habe, obwohl es gar nicht mal so teuer war. (Eigentlich wollte ich den Hub hier verlinken, aber da das Teil schon etwas älter ist scheint es ihn zumindest in meiner Ausführung nicht mehr zu geben.) Außerdem hab ich ein Mikrofon hier stehen, für Skype-Telefonate, Audioaufnahmen oder falls ich mal ein Video nachträglich vertonen muss. Zukünftig wird das Mikro eventuell auch für Podcasts genutzt, da bin ich derzeit noch am Überlegen, ob das wohl ankommt oder eher vergeudete Energie ist.

Mein Handy würde ich definitiv auch zu den Basics zählen, denn ohne ginge nicht. Also theoretisch schon, für meinen Job an sich bräuchte ich das Smartphone nicht mal zwingend. Wenn man aber so viel zum Thema Smartphone und Tablet schreibt wie ich, dann sollte man doch auch eins haben.

Fotoausrüstung – für Fotos und Videos

Seit ich mein Arbeitszimmer nicht mehr in der Wohnung, sondern ein richtiges Büro habe, habe ich endlich auch Platz für meine Fotoausrüstung. Die steht im Nebenzimmer, da stört sie nicht, muss nicht jedes Mal aufgeräumt werden und ist immer einsatzbereit. (Naja, wenn nicht grade mal wieder der Akku der Kamera leer ist.) Wobei „Fotoausrüstung“ jetzt vielleicht nach mehr klingt, als es eigentlich ist. Ich habe eine digitale Spiegelreflex-Kamera von Canon. Genau genommen zwei, die eigentlich gute Kamera – eine EOS 450D – kann nämlich keine Videos, daher habe ich letztes Jahre eine gebrauchte EOS 1100D gekauft, die auch ein besseres Objektiv hat. Dazu kommt noch ein Stativ und ein Fotozelt, wobei ich das nur selten nutze. Leider kommt die Ausrüstung nicht so oft zum Einsatz, wie ich das gerne hätte – Videos drehen, schneiden und hochladen ist einfach immer sehr zeitaufwändig.

Software – unerlässliche Helferlein

Natürlich hab ich auch jede Menge Software im Einsatz, ohne die geht’s einfach nicht. Für Textverarbeitung und Tabellenkalkulation nutze ich seit einigen Jahren Open Office, am Smartphone gelegentlich auch Google Docs. Mein E-Mail-Programm ist Thunderbird mit der für mich extrem sinnvollen Erweiterung quickFilters Assistant, die Mails automatisch in vordefinierte Unterordner sortiert. Somit landen alle Newsletter bereits in den thematischen Ordnern, das erspart mir sehr viel Arbeit und ich kann ganz gezielt auf einen Ordner zugreifen, wenn ich Zeit zum Lesen habe. Zu Beginn meiner Selbständigkeit habe ich mir die Creative Suite von Adobe gegönnt, die ich heute noch in Version 4 nutze, hauptsächlich Photoshop, aber gelegentlich auch InDesign und Illustrator. Zur Videobearbeitung nutze ich ebenfalls ein Adobe-Produkt, Premiere Elements. Für Audio-Aufgaben kommt Audacity zum Einsatz. Außerdem nutze ich Notepad++ wenn ich mal ein wenig im Code von Websites herumfummeln muss – mach ich ja nicht oft, meist für meine eigenen Projekte.

Meine Websites – techgeflüster und auch diese Website hier – laufen mit WordPress. Vor der Veröffentlichung habe ich mit XAMPP getestet und ausprobiert. Ansonsten nutze ich noch Skype. Mein hauptsächlich genutzter Browser ist Chrome, aber auch der Firefox kommt zum Einsatz und ganz selten auch mal der Interner Explorer.

Neben fest installierter Software nutze ich auch noch das eine oder andere Online-Tool. Mein derzeitiges Lieblings-Tool ist Toodledo, eine Aufgabenverwaltung, die ich nach langem Ausprobieren als für mich am besten passend empfunden habe. Außerdem ist auch der Google-Kalender für mich zum unerlässlichen Begleiter geworden – schon allein deswegen, weil ich von überall darauf zugreifen kann.

Wünsch dir was – was ich gerne noch hätte

Eigentlich bin ich was die Technik anbelangt ganz gut ausgestattet. Aber Wünsche hat man ja irgendwie immer. So hätte ich zum Beispiel gerne noch einen kleinen, handlichen Laptop, ein Chromebook oder ein Surface-Tablet. Grade jetzt im Sommer wäre das eine feine Sache, weil ich einfach mal meinen Arbeitsplatz nach draußen verlagern könnte und im Garten oder auf dem Balkon arbeiten. Oder mal unterwegs in einem Café. Meine Ansprüche daran sind auch gar nicht groß, denn hier gilt das, was ich oben schon gesagt habe: Er muss Textverarbeitung können, Internet und E-Mail und vielleicht noch ein bisschen Bildbearbeitung, mehr aber nicht. Nicht allzu groß sollte er sein und möglichst leicht, dass man ihn auch gut mitnehmen kann.

Der Laptop ist eigentlich das Einzige, was mir wirklich fehlt. Alles andere wäre… naja, vielleicht nicht unnötig, aber auch nicht wirklich nötig. Für den Blog techgeflüster hätte ich gerne noch ein iOS-Gerät und ein Windows Phone, weil mir das helfen würde, wenn ich Anleitungen schreibe und einfach direkt ausprobieren könnte. So muss ich eben immer entsprechend recherchieren oder jemanden fragen, ob ich mal sein iPhone haben darf oder wie das jetzt eigentlich bei einem Windows Phone so ist.

Probleme – ich klopfe kräftig auf Holz!

Zum Thema Probleme traue ich mich im Moment fast gar nicht, etwas zu schreiben und klopfe zur Sicherheit mal schnell auf Holz. Denn in letzter Zeit läuft eigentlich alles bestens. Das einzige Problem, das ich schon seit längerer Zeit habe und für das bisher noch niemand eine Lösung finden konnte ist folgendes (und auch das ist irgendwie ein Luxus-Problem): Bei einem meiner Telefone bzw. einer meiner Nummern zeigt es beim Angerufenen immer die falsche Nummer an. Glücklicherweise ist das die private Nummer und nicht die geschäftliche, sonst wäre das richtig ärgerlich. So ist es halt nur komisch wenn die Leute mich zurückrufen und auf dem Anrufbeantworter landen. Auch mehrere Anrufe beim Kundencenter von Vodafone haben nichts gebracht. Man hatte zwar eine Lösungsmöglichkeit für mich parat, allerdings hat das trotzdem nicht funktioniert. Das ist aber auch echt alles. Mein Rechner, den ich jetzt seit über 1,5 Jahren habe, läuft einwandfrei, ohne Abstürze (noch nie!!!) und zu meiner vollsten Zufriedenheit. Ganz ehrlich: Mein iMac bei meinem letzten Arbeitgeber hat mehr Probleme gemacht.

Wenn ich jetzt, gegen Ende des Artikels, so darüber nachdenke, dann bin ich technisch eigentlich richtig gut ausgerüstet und kann mich nicht beklagen. Das allerwichtigste für mich ist, dass die Technik auch funktioniert, denn nichts nervt mich mehr als eine Idee oder eine Aufgabe, die ich nicht umsetzen kann, weil mich irgendein Gerät im Stich lässt. Zumindest für den PC wäre aber auch noch ein Ersatz vorhanden, der alte Arbeitsrechner steht jetzt im Wohnzimmer, und für einfache Aufgaben reicht der auch vollkommen aus. Und auf alles andere könnte ich zumindest kurzfristig verzichten.

Kauft euch einen Duden!

Ach ja, einen kleinen Zusatz hätte ich noch. Dabei geht’s zwar nicht um Technik, aber eben um etwas, worauf ich auf gar keinen Fall verzichten möchte und was ich selbst jedem Hobby-Blogger sehr ans Herz legen möchte: Unverzichtbar für mich ist ein Duden. Auch wenn ich ihn nur selten brauche, wenn es mal so ist, dann leistet er gute Dienste. Und wenn ich so im Netz herumlese – was ich zwangsläufig sehr viel tue – dann rollen sich mir immer wieder die Fußnägel hoch und ich möchte so manchem Blogger, Website-Betreiber oder sonstigem Schreiberling gerne ein Exemplar des Rechtschreib-Dudens (Band 1) schenken. Der sollte wirklich bei jedem, der irgendwie schreibt, zur Grundausstattung gehören!

In den USA ist Wahlkampf! Auch wenn die nächsten Präsidentschaftswahlen erst am 8. November 2016 stattfinden, die potentiellen Kandidaten fürs Weiße Haus haben bereits jetzt damit begonnen, sich zu positionieren und Wahlkampf zu machen. Immerhin gilt es, erst einmal die Vorwahlen zu überstehen, um dann tatsächlich für das Amt des US-Präsidenten kandidieren zu können. Weiterlesen

federführend liest

Für meinen Job muss ich nicht nur viel schreiben, sondern es gehört auch dazu, viel zu lesen. Zum einen zu Recherchezwecken, zum anderen aber auch, weil man schließlich immer auf dem Laufenden bleiben muss. Dabei stolpere ich immer wieder auch über ganz besonders spannende Artikel, die nicht nur für mich lesenswert sind.

Daher möchte ich euch unter der Rubrik „Federführend liest“ einmal im Monat etwas vorstellen, was ich gelesen habe und was ich für teilenswert erachte. Das können Blog-Artikel sein, Bücher, aber auch durchaus mal ein Print-Text oder gar ein Buch. Die Rubrik „Federführend liest“ findet ihr zukünftig am letzten Donnerstag im Monat hier an dieser Stelle.

Im Mai geht es gleich mit einem spannenden und heiß diskutierten Thema los: Mit der Bezahlung von Bloggern. Sandra Lachmann von Blogland hat einen tollen Artikel dazu verfasst, was Blogger eigentlich kosten (sollten). Der Text richtet sich sowohl an Blogger selbst als auch an Unternehmen und hilft beiden Seiten bei der Preiskalkulation bzw. Budgetplanung.

Schreiben ist Arbeit, Arbeit bedeutet Zeit und Zeit kostet Geld

Sandra macht in ihrem Artikel deutlich, wie viel Arbeit in einem Blog-Artikel steckt. Klar, ich kann unter Umständen einen Text mit der Hand am Arm herunterschreiben, der in 30 Minuten fertig ist. Wenn ich aber einen guten Text schreiben möchte, dann ist diese Zeit absolut utopisch. Denn dann muss ich mir Gedanken machen, welche Inhalte ich vermitteln möchte, womit ich meine Leser am besten erreiche, wie ich den Artikel strukturiere. Ich muss mir Gedanken über den Titel und die Überschriften machen, meistens auch noch unter SEO-Gesichtspunkten.

Erst wenn ich das alles getan habe kann ich anfangen, tatsächlich zu schreiben. Da schreibe ich erstmal gradeweg runter, dann kommt der Feinschliff. Und wenn ich mit dem Text fertig bin, dann brauche ich kurz ein bisschen Abstand und muss ihn dann nochmal lesen, um eventuelle Unstimmigkeiten, inhaltliche Lücken oder Doppelungen, Tippfehler und dergleichen zu finden.

Viele Arbeitsschritte bis zum fertigen Blog-Artikel

All diese Arbeitsschritte gehören zum Erstellen eines Blog-Artikels dazu. Bis dahin ist schon ziemlich viel Zeit ins Land gegangen. Je nach Auftrag gehört es dann auch noch dazu, den Artikel in ein Content-Management-System einzupflegen und zu veröffentlichen, Bilder zu recherchieren oder selbst zu fotografieren und die Fotos entsprechend zu bearbeiten. Und wenn der Artikel erst einmal online ist, dann will er auch via Social Media verbreitet werden.

Bezahlung von Bloggern: Ein wunder Punkt?

Sandra trifft mit ihrem Artikel so etwas wie einen wunden Punkt. Denn während es in den USA bereits Gang und Gäbe ist, Blogger für ihre Arbeit entsprechend zu entlohnen ist das bei uns in Deutschland leider bei vielen immer noch nicht angekommen. Daher auch mein Appell: Liebe Auftraggeber, bevor ihr einem Blogger (oder Texter oder sonst einem Schreiberling) ein Angebot macht überlegt euch mal, ob ihr für den angebotenen Betrag auch nur einen Finger krumm machen würdet. Und überlegt euch, was ihr erwartet. Wenn ihr Qualität erwartet, dann muss diese auch entsprechend entlohnt werden.

Hier geht’s direkt zum Artikel auf Blogland. 

Dolphin Inn Cocoa Beach

Es ist ein Gedanke, den wir sicherlich alle schon mal hatten: Was wäre, wenn Geld keine Rolle spielte? Linda Benninghoff von MyMoneyMind hat zur Blogparade aufgerufen, und auch wenn es thematisch vielleicht nicht hundertprozentig passt – ich bin dabei! Hier im Blog möchte ich immer wieder auch Einblicke geben in „meine Schreibe“. Außerdem schreibe ich auf der Über mich-Seite, ich sei eine Über-den-Tellerrand-Blickerin. Genau das möchte ich mit diesem Beitrag auch tun, einfach mal über den Tellerrand schauen, meinen Gedanken freien Lauf lassen. Viel Spaß beim Lesen!

Was wäre, wenn Geld keine Rolle spielen würde? Diese Frage zu beantworten fällt mir nicht schwer. Mich dabei kurz zu fassen aber schon. Denn ich habe ja immer tausende Ideen, für die mir leider meist die Zeit und manchmal auch das Geld fehlt. Aber vielleicht ändert sich das ja eines Tages. Nein: Es wird sich eines Tages ändern, denn man soll ja immer Ziele haben, auf die man hinarbeitet. Also:

Schaffen, sparen, Häusle bauen – oder so ähnlich

Als allererstes würde ich monatlich einen bestimmten Betrag zur Seite legen – für schlechte Zeiten, die ja immer mal kommen können. Für besondere Anschaffungen. Und einfach, weil man eben doch ein gewisses Sicherheitsbedürfnis hat. Davon mal abgesehen macht Sparen ja auch Spaß und es ist toll zu sehen, wie der gesparte Betrag jeden Monat wächst. Und vielleicht bin ich auch einfach zu sehr Schwäbin, um ganz darauf zu verzichten. (Selbst in schlechten Zeiten habe ich ein kleines Sparschwein, in das Kleingeld wandert, für Notfälle, für Urlaub, für besondere Anschaffungen.)

Musik liegt in der Luft

Natürlich würde ich mich auch sozial engagieren. Das tue ich ja ohnehin schon, zum einen ehrenamtlich als stellvertretende Schriftführerin im Musikverein, zum anderen auch bei meiner Theatergruppe. Dort werden alle Einnahmen für den guten Zweck gespendet. Über die Jahre ist so ein stolzes Sümmchen zusammengekommen. Weil ich finde, dass Musik einfach zum Leben gehört, weil es der Seele gut tut, weil sie Türen öffnet und weil es einfach schön ist, wenn man ein Instrument beherrscht würde ich gerne Musikunterricht für Kinder ermöglichen, deren Eltern sich das sonst nicht leisten könnten. Mir hat die Musik als Jugendliche (und bis heute) so viel Tolles gebracht, die Gemeinschaft in den diversen Orchestern, den Spaß, den das Musizieren macht. Ich habe wunderbare Menschen kennengelernt. Ganz zu schweigen von großartigen (Konzert-)Reisen in die USA, nach Ungarn, nach Italien, nach Bonn. Diese Erlebnisse möchte ich nicht missen. Ich hatte aber auch das Glück, dass meine Eltern mich dabei voll unterstützt haben und mir das ermöglichen konnten. (Als Einzelkind hat man in dieser Hinsicht einen klaren Vorteil.) Ach ja, und wenn mein Patenkind mal alt genug ist, dann würde sie natürlich auch den Musikunterricht von ihrer Tante bekommen!

Und ja, wenn Geld keine Rolle spielen würde, dann würde ich natürlich auch an mich denken und mir den einen oder anderen Traum erfüllen – einfach, weil ich’s könnte! Über die Stränge schlagen ist aber nicht so mein Ding, und ganz ohne Arbeiten kann ich mir ein Leben ehrlich gesagt auch nicht vorstellen. Außerdem müsste es etwas sein, von dem auch mein Mann was hätte. Denn zu zweit macht’s einfach mehr Spaß!

This must be paradise!

Ich würde mir das Paradies kaufen! Okay, das klingt jetzt ziemlich großkotzig. Hatte ich nicht gesagt, ich will nicht über die Stränge schlagen? Lasst mich das erläutern. Als wir 2013 in den USA unterwegs waren, da kamen wir in Cocoa Beach (Florida) in unserer Unterkunft an und mein erster Gedanke, den ich die folgenden Tage nicht mehr los wurde war: Das hier ist das Paradies! Also: Ich würde das Dolphin Inn in Cocoa Beach kaufen, ein süßes, kleines Hotel mit schnuckeligen Zimmern, direkt am Banana River gelegen (eine Art Seitenarm des Atlantiks, kein Fluss im eigentlichen Sinne), mit Steg. Zum Meer sind’s nur ein paar Schritte über die Straße, der Strand dort scheint endlos und ist nicht überfüllt – in unserem Fall hatten wir sogar das Gefühl, ganz alleine dort zu sein. Wenn ihr euch die Fotos hier im Artikel anschaut, dann wisst ihr, was ich meine und warum ich mich in dieses Fleckchen Erde so verliebt habe.

Den Hotelbetrieb würde ich natürlich aufrecht erhalten, da müsste man dann jemanden einstellen, der das übernimmt. Da es dort kein Frühstück gibt, sondern nur die Zimmer, ist der Aufwand relativ überschaubar und mit zwei Mitarbeitern (plus Gärtner, die den wunderschönen Garten in Schuss halten) ist das gut zu machen. Ums Marketing kann ich mich selbst kümmern, ist ja schließlich mein Metier. Wenn man da nur ein bisschen was macht, den Gästen im Hotel ein freundliches Willkommen bereitet, dann ist das Dolphin Inn eine echte Goldgrube, weil es einfach einen unglaublichen Charme hat. Ein Zimmer würde ich immer freihalten für meinen Vater – ich bin mir sicher, dass es ihm dort auch richtig gut gefallen würde. Freunde und Familie wären natürlich generell immer herzlich willkommen.

Arbeiten weil’s Spaß macht

Außerdem würde ich natürlich trotzdem noch arbeiten. Allerdings hätte ich jetzt die Möglichkeit, mich an all die Projekte zu machen, auf die ich schon immer Lust habe (ihr glaubt nicht, was für Ideen hier in meinem Schatzkästchen schlummern!) und für die mir einfach die Zeit fehlt. Für techgeflüster würde ich mir noch drei, vier Leute suchen, die dafür schreiben und mich unterstützen. Die anderen Projekte könnte ich selbst stemmen, da es dabei nicht darauf ankommt, das da jede Woche zwei, drei Artikel veröffentlicht werden, Aktualität wäre auch nicht das ganz große Thema. Das könnte ich also nach und nach und ganz in Ruhe angehen. Und ich bin ja auch der Meinung, dass in dieser Umgebung (Paradies, Garten, Meer) die Kreativität nur so sprudelt. Da es nicht aufs Geld verdienen ankommt könnte ich ja auch entsprechend viel experimentieren und ausprobieren.

Ein kleiner, grüner Flitzer

Um mobil zu sein – in den USA ganz wichtig, da wird es mit den öffentlichen Verkehrsmitteln schwierig – würde ich mir einen weiteren Traum erfüllen: Ein Mini Cooper von John Cooper Works. Also nicht die Standard-Version, die jeder hat. Sondern schon ein bisschen was Besonderes. Ich bin schon immer ein großer Mini-Fan. Aber inzwischen fahren so viele davon rum, dass ich meinen Mini schon stark individualisieren würde. British Racing Green, Verchromte Spiegel, John Cooper Works Streifen auf der Motorhaube, den Union Jack auf dem Dach und was man sich sonst noch so alles vorstellen kann. Oder alternativ ein Cooper S Cabrio. Da müsste ich wohl ein paar Nächte drüber schlafen. Und mein Mann würde einen schönen „Truck“ (wie er es immer nennt) bekommen, einen Ford F150 oder einen Dodge Ram oder sowas. Was Großes halt, auf amerikanischen Straßen geht das ja. Und zum Mini wäre das ein netter Kontrast. (Ist das jetzt Ironie des Schicksals, dass während ich diese Zeilen schreibe vor meinem Fenster ein Dodge Ram parkt?) Für meinen Vater würde ich einen schönen Oldtimer suchen und ihm damit hoffentlich eine Freude machen.

Neues entdecken!

Auch von Paradies braucht man mal Urlaub. Das wäre ein fester Bestandteil unseres Lebens. Wir hätten also auch noch ein kleines Häuschen irgendwo auf den britischen Inseln, vermutlich in Schottland, in Oban. Oder in Irland, in Galway oder Killarney oder in Kinsale. Ja, das Meer würde eine große Rolle spielen. Ich glaube ja, ich könnte an fast jedem Ort der Welt glücklich sein, wenn ich nur die/den richtigen Menschen um mich rum und das Meer vor der Haustür hab. (Ich bin auch ohne Meer glücklich, aber das wäre eben das Tüpfelchen auf dem i.) Und einmal im Jahr würden wir in ein Land fahren, das wir noch nicht kennen, denn man will ja auch Neues entdecken und kennenlernen. Auf jeden Fall würde ich Linda auf ihrer Finca besuchen!

Ein Instrument lernen

Und last, but not least – um wieder auf die Musik zurückzukommen, da schließt sich dann wohl der Kreis: Ich würde Fagott spielen lernen. Ein wunderschönes Instrument, das leider viel zu oft ein stiefmütterliches Dasein fristet, weil es nicht so viele gibt, die Fagott spielen. Die tiefen Instrumente haben es mir ja schon immer irgendwie angetan. Wenn ich die Zeit dazu hätte, dann würde ich mit Sicherheit auch noch andere Dinge ausprobieren, aber da wäre die Frage: Wo anfangen? Es gibt ja so Vieles, was ich gerne mal machen würde…

Und was sind eure Träume?

So weit meine Gedankenspielerei zum Thema „Finanzielle Freiheit: Geld spielt (k)eine Rolle“. Mir ist klar, dass Vieles davon Wunschtraum bleiben wird. Aber ich weiß auch nicht, wohin die Reise führt und welche Träume ich irgendwann vielleicht doch verwirklichen kann. Der eine oder andere wird auf jeden Fall dabei sein, dessen bin ich mir sicher. Wie ist das denn bei euch? Welche Träume würdet ihr euch erfüllen, wenn Geld keine Rolle spielen würde? Arbeitet ihr daran, sie zu verwirklichen? Ihr wisst ja: „Träum’ groß oder lass es bleiben!“ Ich freue mich auf eure Kommentare!